Forum: Wissenschaft
Trumps Amerika: Das Horrorszenario ist schon Realität
Brendan Smialowsk/ AFP

Science-Fiction-Autoren sehen die Zukunft manchmal klarer als andere. Blickt man durch die Augen des oft prophetischen Neal Stephenson auf das Trump-Spektakel dieser Woche, kann einem angst und bange werden.

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Mehrleser 21.07.2019, 17:01
1.

Divided States Of America - mehr muss man dazu nicht sagen. Es wäre schön, wenn sich Medien und politische Klasse in Deutschland ein wenig darum bemühen würden, die Entstehung ähnlicher Zustände bei uns etwas einzudämmen. Durch sachliche Berichterstattung statt „Meinungsartikel“ und lösungsorientierter Politik. Das klingt naiv, ich weiss...

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hausfeen 21.07.2019, 17:02
2. Ich erinnere zudem an das Wiedererstarken des Ku-Klux-Klan ..

... und so etwas wie "Atomwaffen-SS" die wie selbstverständlich existieren und irrsinnige Mitgliederzuwächse verzeichnen. Die schrecklichsten Szenerien der amerikanischen Vergangenheit verbinden sich gerade mit den Horrorvisionen der Zukunft.

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xxgreenkeeperxx 21.07.2019, 17:07
3. Zweierlei Maß.

Das Problem ist meiner Meinung nach das fehlende Bewußtsein bei der Meinungsäußerung und der anschließenden Interpretation. Wenn Mr. Trump Menschen ihrer Hautfarbe nach empfiehlt das Land zu verlassen anstatt der Regierung Ratschläge zu geben, dann ist das Rassismus und zu verurteilen. Das sehe ich genauso. Wenn jemand anderes in unserem Staat den Leuten, die mit der Flüchtlingspolitik der Regierung nicht einverstanden sind, empfiehlt sie können ja das Land verlassen, wenn ihnen diese nicht passt, dann ist das nicht rassistisch, sondern anscheinend vollkommen in Ordnung. Rassistisch ist es sicher nicht, aber dafür extrem antidemokratisch und somit meiner Meinung nach genauso zu verurteilen. Das ist der Unterschied, der vielen auffällt und der z.B. mich dazu bringt einfach beides nicht mehr ernst zu nehmen. Steht halt im Drehbuch so drin und entweder geht der Zuschauer in diesen Film rein oder er lässt es halt bleiben. Oder er arbeitet daran diesen Ratschlag zu befolgen, was aus meiner Sicht auch o.k. ist. Sowohl die USA als auch Deutschland sind schon längst nicht mehr dass was man sich Anfang dieses Jahrtausends von diesen Ländern noch erhofft hat. Ich halte Deutschland sogar für das Schlachtfeld zukünftiger Kriege zwischen der EU und Russland, während China und die USA wahrscheinlich jetzt schon Wetten drauf abschließen wer wohl gewinnen wird und danach von beiden zerteilt werden darf. Auf das Ende dieses Films, falls er denn nicht nur in meinem Kopf existiert, bin ich wirklich gespannt.

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Sensør 21.07.2019, 17:09
4. Trumps unfreiwillige Einsicht

Die USA ist der total kaputte und vom Verbrechen infizierte Staatenbund, in dem die vier beschimpften Ladies seit je her zu Hause sind. Wenn er jetzt noch lernen würde, wie man bis zwei zählt, dann würde er sein Eigentor begreifen können.

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wahrsager26 21.07.2019, 17:11
5. Um zu verhindern,das wie so vieles,

was aus Amerika kommt,hier nicht Fuß fassen kann ....sind unsere Medien vollumfänglich gefragt! Je eher alle Seiten gesellschaftlicher Probleme beleuchtet und besprochen werden,desto besser .Eben eine Versicherung auf eine halbwegs erträgliche Zukunft! Danke

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just saying 21.07.2019, 17:13
6. die Berichterstatung hierzulande

ist doch sehr einseitig. Trump Bashing und nichts anderes. Dabei wird die zweite Seite der Medaille nicht Meine Freunde in den USA sind immer wieder verwundert, wenn sie mit Europäern reden wie undifferenziert hier berichtet wird. Was passiert wenn Trump die nächste Wahl gewinnt? Werden die Amis dann auch von SPON als Volk kollektiv für irrsinnig erklärt? Kümmert es überhaupt jemanden warum der Typ gewählt wurde? Arbeitet irgendein Journalist an der Analyse der Ursachen für den Wahlerfolg Trumps und zeigt den Linken den Weg ihre Fehler zu vermeiden? Rumhacken auf Amerikanern ist völlig nutzlos. Die ducken sich nicht und unterwerfen sich auch nicht einem Urteil von außen.

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Sal.Paradies 21.07.2019, 17:14
7. Ich bin mir relativ sicher,

dass Neal Stephenson Recht behält. In meinen Augen ist ein Staat wie die USA für einen Bürgerkrieg prädistiniert. Diese Stimmungen gab es schon viel früher, der Unterschied ist der, dass ein D. Trump diese Stimmungen öffentlich sanktoniert und absegnet. Trump kann nur Trump sein, weil er die Klientel dazu hat. In einem Staat wie D oder Frankreich, wäre so ein Politiker längst erledigt. Allerdings haben Trump und sein konservatives Amerika auch einen Vorteil. Sie bringen demokratisch denkende Staaten näher zusammen und schließen deren Reihen, weil sie alleine oft dieser Art "Mostrum" eher ausgeliefert wären.

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Nubari 21.07.2019, 17:16
8. Es ist 5 vor 12

Im Fall dass Donald Trump wiedergewählt wird und die Republikaner die Mehrheit im Senat behalten, wird sich vollends ein System etablieren, in welchem Jeder und Jede, die nicht hinter dem Präsidenten stehen, als unamerikanisch aus dem politischen Diskurs ausgeschlossen und möglicherweise sogar sanktioniert werden. Die beiden Bücher How America Went Haywire: A 500-Year History by Kurt Andersen und American Carnage by Tim Alberta erklären, wie es dazu gekommen ist. Gerrymandering und Wählerunterdrückung ermöglichen im amerikanischen Mehrheitssystem die fortdauernde Regierung einer Minderheit über die Mehrheit, die konsequente Besetzung von Bundesrichtern durch Rechtsausleger garantieren sie. In Wisconsin haben die Republikaner die Zweidrittelmehrheit der Sitze bei Minderheit der abgegebenen Stimmen. Beispiel: Der direkt gewählte Gouverneur, ein Demokrat, hat nichts zu sagen und kann durch den Kongress des Staates völlig blockiert werden. Es ist nicht auszuschließen, dass Trump in 2020 trotz einer Lücke von mehr als 10 Millionen Wählerstimmen dennoch wiedergewählt wird.

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RioTokio 21.07.2019, 17:17
9.

Die vier Damen die Trump da aufforderte doch das Land zu verlassen sind mit ihren sozialistischen, linken Thesen nicht mal bei den Demokraten unumstritten.
Übrigens sind Aufforderungen das Land zu verlassen auch schon in Deutschland ausgesprochen worden.

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