Forum: Wissenschaft
Trumps Amerika: Das Horrorszenario ist schon Realität
Brendan Smialowsk/ AFP

Science-Fiction-Autoren sehen die Zukunft manchmal klarer als andere. Blickt man durch die Augen des oft prophetischen Neal Stephenson auf das Trump-Spektakel dieser Woche, kann einem angst und bange werden.

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lalito 23.07.2019, 07:25
331. Merci

Zitat von Little_Nemo
Einen seltsamen Vergleich ziehen Sie hier. Inwiefern ist das denn extrem antidemokratisch? Gibt es denn in Deutschland eine Mehrheit, die mit der Flüchlingspolitik der Regierung nicht einverstanden ist? Können Sie das belegen? Extrem antidemokratisch wäre es doch, wenn die Regierung einer lautstarken Minderheit, die auch vor Morddrohungen und Gewalt nicht zurück schreckt, Folge leisten würde. Einer Minderheit, die ständig rumjammert, man höre ihr nicht zu und den Teufel an die Wand malt, da wolle irgendwer "unsere" Kultur abschaffen und "unsere" Werte mißachten. Aber welche Werte eigentlich? Wir leben in einem demokratischen Rechtsstaat, der sich zu den Menschenrechten bekennt. Das sind unsere Werte. Offensichtlich aber nicht die Werte der besagten Minderheit. Da kann man sich schonmal fragen, ob die in diesem Land wohl richtig sind. Aber immer wenn man ihnen dann wirklich mal zuhört und sich auch anmaßt etwas zu antworten, wie es in Gesprächen ja durchaus vorkommen soll in unserer Kultur, heißt es sofort: "Geht weg!" Demokratisch? Eher nicht. Ganz bestimmt aber extrem.
Meinen Dank für die kühle wie treffende Replik.

"Wir leben in einem demokratischen Rechtsstaat, der sich zu den Menschenrechten bekennt."

Das ist gut so. Und genau dieses Gute wird von den üblichen Verdächtigen so diskreditiert und es fällt diesen überhaupt nicht schwer. Weil es so einfach ist, das simple Dagegen sein.

Weitgehend befreit von verifizierbaren Argumenten und des Vorhandenseins jeglicher Idee eines Besseren. So dürfen mit Fug und Recht anarchische Züge konstatiert werden. Zumindest sehe ich, mal ab von schnöder Fremdenfeindlichkeit und retronationalistischem Denken sowie solcherart Geschwafel, keinerlei Alternative aus der Ecke erwachsen.

Kommt zur Anarchomacke noch der schnöde Etikettenschwindel. Nun ja, das Etikett wurde mit feindlicher Übernahme ergattert.

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isi-dor 23.07.2019, 08:21
332.

Zitat von RioTokio
Trump ist gewählter US Präsident der die Interessen seiner Wähler durchsetzt. Rassismusvorwürfe die Linksextreme als Kampfmittel einsetzen interessieren ihn nicht.
Wer gegen Rassismus ist, der ist für Sie also ein "Linksextremer"?

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isi-dor 23.07.2019, 08:23
333. Irrwitz!

Zitat von Pompeo Davyd
besteht nicht, wenn Trump wiedergewählt wird, sondern wenn er NICHT wiedergewählt wird. Damit wird er sich nämlich nicht abfinden und seine Wähler aufhetzen, dagegen vorzugehen.
Die Demokratie ist wehrhaft. Wer ein Wahlergebnis nicht akzeptieren kann, der hat in einer Demokratie nichts verloren, sonst könnte man aus Angst Trump gleich zum "geliebten Führer" erklären, der dann ewig regiert und nach ihm alle seine Nachfahren, weil man sonst Angst haben muss.
Ist das Ihre Aussage?

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boanerges 23.07.2019, 08:27
334. Nationalpopulismus gibt es überall...

...auch in Europa. Da hilft nur Härte unsererseits gegen die Salvinis, Orbans, Visegrads, AfDs, Briten. Die EU muss konsequenter werden, Schluss mit Rumeiern. Bankenkontrolle, Social Media Kontrolle, Bussgelder, Abstrafen, Ausschliessen. Sonst werden wir gefressen von diesem Moloch Ultrakapitalismus + Nationalismus + Populismus. Wenn einige europäische Länder lieber wieder eine semidiktatorische Demokratie haben möchten nach Beispiel Putin, sollen sie, aber nicht in der EU und schon gar nicht finanziert von der EU. Da der Ausschluss eines Landes nicht vorgesehen wurde, sollte vielleicht der Kern der demokratischen Staaten austreten und eine neue EU bilden mit 12 Ländern, die sowieso 80% des BIP erwirtschaften. Die restlichen Staaten können lose verbunden bleiben.

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eichenbohle 23.07.2019, 08:34
335. "Dann geh doch nach drüben!"

War auch mal so ein Satz, um gesellschaftspolitische Kritiker mundtot zu machen oder zumindest eine Diskussion aus Mangel an Argumenten abzuwürgen - bis in höchste rechte und rechtskonservative Politische Kreise. In ähnlicher Form auch in anderen (westeuropäischen) Ländern. Trump hat praktisch das gleiche gesagt. Aus "Geh doch nach drüben" wurde bei Trump "Geh dahin wo du hergekommen bist." Ach ja, wie oft kann man besonders in Foren lesen, sinngemäß: Dann geh doch nach Russland/China/Iran/Kuba/Nordkorea/... , wenn die Argumente ausgehen?

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rloose 23.07.2019, 08:54
336.

Zitat von RioTokio
Hören Sie auf mit dieser lächerlichen Rassimuskeule. Die Damen haben sich extrem negativ über ihr Land, in einem Fall Gastland USA, ausgelassen. Sie siind israelfeindlich und verbreiten extreme linksradikale Thesen.
Und selbst wenn? Warum darf man sich nicht negativ über sein Land äußern? Oder darf man das nur wie Trump im Wahlkampf, wenn man weiß ist? Dieser Präsident bedient sich eindeutig im Repertoire des Rassismus. Ob er das aus Machtkalkül oder aus Überzeugung macht, ist letztendlich egal. Es ist widerlich und erbärmlich, erst recht in seiner Position. Und wer das nicht erkennen kann oder will, der sollte seine Werteskala mal dringend nachjustieren.

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rloose 23.07.2019, 09:03
337.

Zitat von florianusa
… hatte Lübcke nicht vor zwei Jahren auch genau das gleiche gesagt? Wem's hier nicht paßt, kann ja gern das Land verlassen, oder so ähnlich waren wohl die Worte. Im Gegensatz zu Trump wurde da aber nicht gleich gefragt, ob Deutschland in einem Meer von Intoleranz versinkt, obgleich Lübcke für seine Aussage damals wohl genau so viel Zustimmung geerntet hatte wie Trump jetzt.
Nein, hat er nicht gesagt. Erhält lediglich die Freiheit in diesem Land zum Ausdruck gebracht, dieses Land zu verlassen, wenn einem die Werte des GG nicht zusagen und sich eines zu suchen, das die entsprechenden Werte vertritt. Und dabei hat er auch nicht explizit in rassistischer Art und Weise einen bestimmten Personenkreis angesprochen.

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Magna Carta 23.07.2019, 09:23
338. mal in den Spiegel schauen, Herr Stoecker

. "Die Leute haben keine gemeinsame Basis mehr, um miteinander ins Gespräch zu kommen",
"Das gemeinsame Herausschreien dieses Hasses ist zu einem Wesensmerkmal…….."
Des Spiegels geworden.
political correctnes, man darf schon nicht mehr seine Meinung aeussern ohne das man zensiert wird . Und korregiert.

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-volver- 23.07.2019, 10:30
339. ...

Ich bin mir nicht sicher ob es das Amerika von Donald Trump ist. Vielmehr glaube ich, dass eben diese Strömungen in beträchtlicher Zahl in den USA schon immer vorhanden waren und sie es natürlich noch immer sind. Trump als Präsident ist für mich das Resultat dieser Tatsache.
Dieses reaktionäre Amerika bekommt durch ihren Präsidenten Trump nur noch mehr Rückenwind. Da deren Anteil an der Bevölkerung in den USA aber wohl beträchtlich ist, bin ich mir ziemlich sicher, dass Trump nochmal gewählt wird.

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