Forum: Wissenschaft
Tsunami-Gefahr: Fukushima-Konzern gibt gezielte Lüge zu
DPA/ DigitalGlobe

Der Betreiber des Atomkraftwerks Fukushima hat die Gefahr durch Tsunamis bewusst verharmlost - um eine Schließung des AKW zu vermeiden. Das geht aus einem Dokument hervor, das der Konzern Tepco jetzt veröffentlicht hat. Es listet minutiös die Missstände auf, die zur Katastrophe führten.

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kein Ideologe 12.10.2012, 16:29
10. 2345678

Zitat von frubi
Als ob man immer erst die Bestätigung braucht um eine Lüge zu entlarven. Zudem sollte es jeden aufgeklärten Bürger überraschen, wenn ein Großkonzern in einer Krisensituation nicht lügt.
Klares Weltbild ersetzt lesen, oder? Es ging
a) nicht um eine Bestätigung um eine Lüge zu entlarven, sondern um die durchaus relevante Information, daß TEPCO da einen Bericht abgeliefert hat, der sich deutlich von allen bisherigen Verlautbarungen unterscheidet.
b) es ging nicht um das Lügen in einer Krisensituation, sondern davor. Daß spätestens nach dem Tsunami von 2004 keine Streßtests gemacht wurden, ist einfach sträflich.

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Klopsdrops 12.10.2012, 16:31
11.

Und? Wer hier im Forum gleubt ernsthaft, dass es in Deutschland oder anderswo anders ist? Wer glaubt ernsthaft, dass in Deutschland nicht der Quartalsgewinn an erster Stelle steht, sondern die Sicherheit der Anlagen?

Ich glaub's nicht.

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jamesbrand 12.10.2012, 16:32
12. das

macht doch nichts, hatte doch eh schon jeder gewusst. Siehe auch Massenvernichtungswaffen im IRAK. Solche Lügen bleiben doch immer ohne Konsequenzen wenn es die Mächtigen machen.

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Sebb_81 12.10.2012, 16:32
13. überall ähnlich

Ich will gar nicht wissen was bei uns alles verheimlicht wird, nur um den Gewinn der eigenen Firma nicht zu gefährden.
Mit sowas muss in der heutigen Gesellschaft, in der, gerade bei Bilanzen, keine Verbesserung schon eine katastrophaöe Verschlechterung darstellt, überall gerechnet werden.
MRSA, Antibiotikaeinsatz bei Nutztieren, .... die Liste wird endlos sein.

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klaki 12.10.2012, 16:33
14.

Zitat von sysop
Der Betreiber des Atomkraftwerks Fukushima hat die Gefahr durch Tsunamis bewusst verharmlost - um eine Schließung des AKW zu vermeiden ...
Sowas bezeichet der Fachjargon der Kernkraftbefürworter als "Restrisiko".

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suban 12.10.2012, 16:33
15. Bubenstreich

Wenn man bedenkt, wie viele Menschen dort frühzeitig an Krebs sterben werden und welcher volkswirtschaftlicher Schaden entstanden ist und noch dazukommen wird, dann waren die Anschläge vom 2011 nur ein kleiner harmloser Bubenstreich von einigen dummen Jungen.
Es hat nur deshalb große Wellen geschlagen, weil alles auf einmal kam.
Deshalb mein Tipp an zukünftige Terroristen; hört auf mit Waffen, baut Kernkraftwerke und preist sie als absolut sicher.Euch wird der Erfolg sicher sein.

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Hugo55 12.10.2012, 16:38
16. Tepco

Zitat von sysop
Der Betreiber des Atomkraftwerks Fukushima hat die Gefahr durch Tsunamis bewusst verharmlost - um eine Schließung des AKW zu vermeiden. Das geht aus einem Dokument hervor, das der Konzern Tepco jetzt veröffentlicht hat. Es listet minutiös die Missstände auf, die zur Katastrophe führten.
wird den GAU nicht überleben - und das ist gut so.

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Klopsdrops 12.10.2012, 16:38
17.

Zitat von flaschenöffner
Warum wird dieser verlogene, unverantwortliche Konzern nicht endlich verstaatlicht oder zumindestens unabhangige "Aufpasser" in allen Schluesselpositionen vor die Nase gesetzt?
Der ist doch schon längst quasi-verstaatlicht. Tepco hat seit dem AKW-Vierfach-GAU bisher umgerechnet 34 Milliarden € Staatshilfe vom japanischen Steuerzahler bekommen, um wenigstens einen kleinen Teil der entstandenen Kosten und Entschädigungen bezahlen zu können. Und das erst mal nur in den 18 Monaten. Da werden noch mindestens um die 100 Milliarden zusätzlich nötig werden in den nächsten 30 Jahren.

Eigentlich gehört Tepco damit schon dem japanischen Staat, denn Tepco wird das Geld nie mehr zurückzahlen können. Jahrzehnte lang haben die privaten Betreiber die Gewinne abgeschöpft und jetzt, wo das Risiko zum Tragen kommt und es mal ordentlich kostet, zahlt's komplett der japanische Steuerzahler, der nahezu die kompletten Kosten und Verluste trägt. Bei uns würde es nicht anders laufen. Wir können nur hoffen, dass es bei uns niemals so weit kommt.

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vaikl 12.10.2012, 16:41
18. Irrtum

Zitat von c54
Das dürfte den Kernkraftgegnern wiederumg weniger gefallen.
Wenn Tepco die notwendige Sicherheit nicht einbaut, dann geschieht das garantiert nicht, weil der leitende Bauingenieur mal "Och nöö, hab jetzt keinen Bock" gesagt hatte, sondern weil es ein primärer Kostenfaktor ist.

Insofern freuen sich die Gegner über die Bestätigung, dass im Vergleich zu erneuerbaren Energien *günstiger* Atomstrom ein Ammenmärchen war und ist.

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loeweneule 12.10.2012, 16:41
19.

Zitat von flaschenöffner
Warum wird dieser verlogene, unverantwortliche Konzern nicht endlich verstaatlicht oder zumindestens unabhangige "Aufpasser" in allen Schluesselpositionen vor die Nase gesetzt?
Denken Sie wirklich, ein staatlicher Konzern würde wahrheitsgetreuer sein? Und unabhängige Aufpasser? Es geht bei diesem Geschäft um unvorstellbare Summen, da sind Schmiergelder in ordentlicher Höhe für die "Unabhängigen" immer drin.

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