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Tsunami von 2018: Der fatale Kollaps des Anak Krakatau
UPI Photo/ ESA/ imago images

2018 stürzte der indonesische Vulkan Anak Krakatau ein, auf Sumatra und Java tötete ein Tsunami anschließend Hunderte Menschen. Nun zeigen Forscher, wie vor solchen Katastrophen gewarnt werden könnte.

TS_Alien 01.10.2019, 20:56
1.

Statt eines teuren Frühwarnsystems, das gerne auch versagt, hätte eine Kamera ausgereicht. Dann braucht man auch keine seismischen Signale auszuwerten, um eine Hangrutschung zu erkennen.

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ganzeinfach 02.10.2019, 09:08
2. Kamera nicht tauglich

Der Anak Krakatau (Kind des Krakatau) ist ein sehr aktiver Vulkan, welcher stark dampft - vor allem mit konzentriertem Schwefeldampf, welcher sich in der hohen Luftfeuchtigkeit der Sundastrasse fast nicht verzieht. Die Sicht ist zT. miserabel, die Apparate werden wegen der Schwefelkonzentration schnell ausser Gefecht gesetzt. Konnte ich 1990 bei einem Besuch auf dem Gipfel des Anak Krakatau (damals 190m hoch) selbst feststellen: Die Linsen mussten vor jeder Aufnahme gesäubert werden. Viele Aufnahmen waren trotzdem leider verschwommen. ganzeinfach

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TS_Alien 02.10.2019, 11:34
3.

Zitat von ganzeinfach
Der Anak Krakatau (Kind des Krakatau) ist ein sehr aktiver Vulkan, welcher stark dampft - vor allem mit konzentriertem Schwefeldampf, welcher sich in der hohen Luftfeuchtigkeit der Sundastrasse fast nicht verzieht. Die Sicht ist zT. miserabel, die Apparate werden wegen der Schwefelkonzentration schnell ausser Gefecht gesetzt. Konnte ich 1990 bei einem Besuch auf dem Gipfel des Anak Krakatau (damals 190m hoch) selbst feststellen: Die Linsen mussten vor jeder Aufnahme gesäubert werden. Viele Aufnahmen waren trotzdem leider verschwommen. ganzeinfach
Für eine Frühwarnung filmt man nicht vom Anak, sondern von den Inseln darum. Man muss auch nicht im sichtbaren Licht filmen. Für einen Vulkan bieten sich z.B. Infrarotkameras an.

Wer Millionen für ein Tsunami-Frühwarnsystem ausgibt, das oft versagt, sollte ein paar Zehntausender übrig haben für geeignete Filmkameras und die Übertragung der Daten.

Und wenn man nicht filmen möchte, kann man einen Berg immer noch anders beobachten. Beispielsweise durch Entfernungsmessungen von ausgewählten Punkten aus. Dazu bieten sich Laserstrahlen an, aber auch Radar.

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aurichter 02.10.2019, 17:57
4. Mess-Sonden

aus der Erdbebenüberwachung hätten ihr übriges mit Sicherheit getan. Wenn man um Verschiebungen und Hangrutschungen weiß - siehe Kanarische Inseln - dann hätten entsprechende Sonden mit Dauerüberwachung bei extremen Höhenverschiebungen durchaus einen Alarm aktivieren können. Die NOAA hat Mess-Sonden zur Überwachung von Meerwasserbewegungen, die bei entsprechender Modifizierung auch dort angewendet werden können. Stellt man nun innerhalb kürzester Zeit Höhenunterschiede fest, so könnte je nach Auslegung ein Alarm/Vorabalarm ausgelöst werden. Warum diese Möglichkeit dort nicht in Betracht gezogen wurde, dies ist mir ein Rätsel. Dazu kann man auch den Abrutsch des Mit.St.Helen noch anführen, der auf Landmasse eine ähnliche Zerstörung ausgelöst hat. Jedoch bitte bedenken, dass hier ein Laie seine Gedanken zum Besten gibt ;-)

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Eronica 08.10.2019, 10:21
5. Je mehr sich die Erde erwärmt um so mehr

Erdrutsche sind zu erwarten, weil der Eis als "Kleber" nicht mehr funktioniert, und damit mehr Tsunamis. Davon abgesehen lösen sich sie Anhydrate, wodurch unser Atemluft derart verändert wird dass wir daran verrecken. Wie kann ein von Storch wagen und diese Gefahren zu verleugnen.

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