Forum: Wissenschaft
Umbau zu Speichern: Kohlemeiler könnten bei Energiewende helfen
DPA

Kohlekraftwerke abschalten - und dann als Energiespeicher nutzen: Forscher haben einen radikalen Plan für die künftige Stromversorgung. Jeder zweite Beschäftigte in den Meilern dürfte seinen Job behalten.

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bigroyaleddi 23.08.2018, 11:22
1. Das hört sich ja mal richtig gut an

Und ich möchte nicht wissen, was jetzt wieder von Bedenkenträgern alles noch auf den Tisch kommt. Gerade in den 80ern wurde die Diskussion geführt, man könne ruhig mer AKWs bauen, denn die Menschheit würde schon mal "irgendwann" das mit der Strahlung in den Griff bekommen.

Es freut mich, dass hier Technologien entwickelt werden, welche diesen für alle Lebewesen gefährlichen Strahlungseffekt nicht haben. Und ich bin überrascht, wie weit man da offensichtlich schon gekommen ist. Weiter so, kann ich da nur sagen.

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equigen 23.08.2018, 11:29
2. Am Problem vorbei

Meine Güte, die Frage ob man da irgendwann ne alte Turbine eines bestehenden Kraftwerks nutzt oder eine neue optimierte mit höherem Wirkunsgrad nutzt ist doch Pillepalle und der Nebenkriegsschauplatz. Die echte Frage ist ob die Salzspeichertechnologie jemals vernünftig und preiswert genug im großen Maßstab funktioniert oder ob das ein Hirngespinnst bleibt.
Eine Turbine um aus Dampf dann wieder Strom zu machen wird man dann schon hinkriegen. Das haben wir jetzt über 100 Jahre im Griff.

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martin_stübs 23.08.2018, 11:30
3. „Kohlemeiler“ ?

Weiß der geschätzte Autor dieses Artikels eigentlich. was ein Meiler ist? Ich verrate es: Ein Meiler ist ein abgedichteter Holzstapel, mit dem ein Köhler früher Holzkohle hergestellt hat. Es dient also zur Herstellung von Brennstoff. Dass Kohlekraftwerke Brennstoff herstellen, wäre mit neu. Vielmehr wurde der Begriff „Meiler“ auf Kernkraftwerke übertragen, mit denen sich tatsächlich auch Kernbrennstoff herstellen („brüten“) lässt. Ein Kohlekraftwerk Kohlemeiler zu nennen, ist also falsch.

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jojack 23.08.2018, 11:36
4. Investitionskosten

Am Ende macht sich der Erfolg solcher Konzepte an der Wirtschaftlichkeit fest. Und da darf man Zweifel haben. Offensichtlich sind solche Anlagen ja sehr personalintensiv - keine gute Voraussetzung für geringe Kosten. Dazu kommt: der Umstand alleine, dass das inzwischen offenbar ein hochpolitisiertes Projekt ist, lässt mich daran zweifeln, dass hier nüchtern aufgrund der Kostensituation entschieden wird. Eher schon muss man befürchten, dass dieses Projekt mit Steuergeldern gepäppelt wird. Wenn in einigen Jahren klar wird, dass sich das womöglich nicht rechnet, sind Millionen an Steuergeldern versenkt.

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quark2@mailinator.com 23.08.2018, 11:44
5.

Die (wiederholte) Verwendung des Wortes "Meiler" in diesem Artikel verträgt sich mMn. kaum mit Qualitätsjournalismus. Man kann bei Wikipedia nachlesen, was ein Meiler wirklich ist. Hier handelt es sich ganz offensichtlich um eine bewußte Herabsetzung bzw. Diffamierung der Kraftwerke (neudeutsch "hate speech"). Man sollte sich mal klarmachen, daß man damit auch all jene trifft, die sich über Jahrzehnte darum bemüht haben, den Schadstoffausstoß signifikant zu reduzieren. Es wäre natürlich schön, wenn eine Weiternutzung dieser Investitionsobjekte und ein Erhalt der Arbeitsplätze möglich wäre.

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sparrenburger 23.08.2018, 11:47
6. nett formuliert

Man könnte auch sagen 50 Prozent verlieren ihren Job.

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bigroyaleddi 23.08.2018, 11:49
7.

Zitat von equigen
Meine Güte, die Frage ob man da irgendwann ne alte Turbine eines bestehenden Kraftwerks nutzt oder eine neue optimierte mit höherem Wirkunsgrad nutzt ist doch Pillepalle und der Nebenkriegsschauplatz. Die echte Frage ist ob die Salzspeichertechnologie jemals vernünftig und preiswert genug im großen Maßstab funktioniert oder ob das ein Hirngespinnst bleibt. Eine Turbine um aus Dampf dann wieder Strom zu machen wird man dann schon hinkriegen. Das haben wir jetzt über 100 Jahre im Griff.
Interessant, dass immer wieder die Frage der finanziellen Effizienz auftaucht. Sicher nicht unwichtig, dieses Thema. Nur, alles was mit fossilen Energieträgern zu tun hat - auch das Uran - ist letztendlich endlich. Wäre schön, wenn man da in der Diskussion auch mal intensiever darauf einginge.

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rrippler 23.08.2018, 11:49
8. Es geht auch einfacher

Energie an einem Tag zu speichern und nachts oder an einem anderen wieder abzurufen, das ginge jetzt bereits bei sämtlichen PV-Anlagen, wenn man sie mit einer Batterie aufrüsten würde und eine Fernsteuerung durch das Elektroversorgungsunternehmen installiert. Die Fernsteuerungen gibt es schon, sie sind seit Jahren Pflicht, die Geräte heissen "Rundsteuerempfänger" . Batterie-Lösungen sind seit einigen Jahren auf dem Markt, und sie würden sich vor allem für ältere Anlagen lohnen, deren Einspeisevertrag mit dem EVU ausgelaufen ist. Es gibt nur ein Hindernis: Es ist gesetzlich nicht erlaubt, Strom aus Batterien ins Netz einzuspeisen. Nanu, warum das ??? Da war die Kohle-Lobby wieder mal erfolgreich, so konstruiert man Argumente für den Erhalt der Kohlekraftwerke für die Grundlastsicherung.

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theodtiger 23.08.2018, 11:49
9. irreführender Titel

Der Titel ist irreführend, denn es geht genau nicht um mit Kohle betriebene Kraftwerke, sondern um thermische Wärmespeicherung mit anschließender (Rück)umwandlung in Strom mittels Turbinen. Diese werden zwar auch in Kohlekraftwerken benutzt, aber hier geht es um aus Erneuerbaren Energiequellen erzeugte und gespeicherte Wärme. Dass man dies an bisherigen Standorten von stillgelegten Kohlekraftwerken macht, kann durchaus sinnvoll sein. Denn auf diese Stromerzeugungsstandorte hin wurde das bisherige Stromnetz optimiert - und der Bau neuer Stromleitung ist teuer und stößt oft auf Widerstände. Das Ganze hat aber nichts mehr mit Kohle zu tun.

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