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Umfrage des Umweltministeriums: Über allen Gipfel ist Schmuh
DPA

Wer ist für den Wald zuständig? Wer für die Landwirtschaft? Darüber wird in der Bundesregierung gestritten. Jetzt soll eine Umfrage entscheiden - aber kann der deutsche Naturromantiker Umweltpolitik bestimmen?

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timi_moon 27.04.2016, 18:36
1. Ha

Schönes Beispiel für die wilde Natur in Deutschland:
"Flusshochwasser-Katastrophen", die wir genau der Nicht-Natur unserer Flüsse zu verdanken haben. Die Begradigungen, Entwässerungen von Flussauen, Vertiefungen sind für die Hochwasser verantwortlich Herr Geologe.

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armin_steiner 27.04.2016, 18:38
2. Wie traurig...

...ist dieser Artikel. Da wird der Mehrheit der Bürger, die objektiv betrachtet mehr Natur wagen wollen, unterstellt, sie würden das gar nicht verstehen und eigentlich doch nicht wollen.

Der Autor wird die neue Bewegung glücklicherweise nicht aufhalten können, denn die Bürger sind sehr viel intelligenter als dieser unterstellt. Natürlich gibt es im Leben immer widerstreitende Interessen, aber ich kann doch z.B. weiter ein umweltbewußtes Elektroauto fahren und mich mehr für z.B. naturnahe Parks in den Städten einsetzen? Das eine tun ohne das andere zu lassen?

Die CDU hat beispielsweise bei der letzten Wahl in Niedersachsen die Quittung bekommen, die Bürger wollten hier keine weitere Förderung von stinkenden Massentierhaltungen auf dem Land, und ein Großteil der Produktion geht noch in den Export... Sie ist auch deswegen einfach abgewählt worden und das war gut so (und ich bin normalerweise CDU Wähler).

Die Bürger sind schlauer als der Autor denkt und in einer Demokratie dachte ich hat die Mehrheit immer Recht? Ich freue mich dass der Mehrheit der Bürger die Natur sehr wichtig ist!!

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Reza Rosenbaum 27.04.2016, 18:54
3. Zeichen und Wunder

Das meine mueden und entzuendeten Augen so einen Artikel noch bei Spon erleben duerfen - wer haette das gedacht. Eine schoene Entlarvung des verschwurbelten Natuerverstaendnisses vieler Deutscher, bis hinein in die hoechsten politischen Aemter. Alle wollen Natur und Naturschutz, aber bitte "NIMBY"! Sobald da mal ein Wildschwein den Garten umpfluegt, oder eine Kuh sich alleine im Wald auf den Weg macht, wird da gleich die ganz grosse German Angst ausgepackt. Koennte ja wer weiss was passieren.

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reinhardappel 27.04.2016, 19:00
4. Alles Bio-Alles regional-Alles Schmu

Ein Blick in Edeka/Rewe suggeriert, dass 50% der Ware Bio, regional und mit grünem Fussabdruck dort liegt. Die Realität: Bio stagniert auf den LW-Betrieben bei 6-7% und muss mit nahezu "roher Gewalt" auf 20% gesteigert werden.
Mit Enthusiasmus wird beim Bauern vor Ort ein Feld in Patenschaft genommen. Heute gesät und gehegt, mit Mühe und Not geerntet. Morgen liegts schon Brach...
Früher hiess es mal Schrebergarten...

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spon-1310070297731 27.04.2016, 19:04
5. nicht in meinen namen

und wo bekomme ich gentechnisch veränderte Lebensmittel her wenn ich diese haben möchte? wir leben in einer Kulturlandschaft und nicht in einer Naturlandschaft! Die meisten der heute vorkommenden Landschaften sind Menschen gemacht. letzten habeich gehört, dass der Wald aufgeräumter sein soll.

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wittchen2000 27.04.2016, 19:13
6. Soll das ein Witz sein?

Natürlich musste der Mensch irgendwann mal innerhalb der Natur seinen Platz behaupten, aber wir sind doch schon längst so weit dass das Pendel sehr weit in die andere Richtung ausschlägt.

Erdbeben - so schlimm sie auch sind, sind z.B. als Todesursache weit weniger dramatisch als der menschengemachte Autoverkehr,
ausserdem kann man gerade hier durch geschickte Bauweise schäden stark verhindern.

Das Problem ist doch dass die Menschen denken sie müssten alles machen was sie auch können und dabei übersehen dass jede einzelne Anwendung menschlicher Technologie unbeabsichtigte Nebeneffekte hat.
Z.B. Microperlen aus Kosmetika die via Fisch wieder auf dem Esstisch landen.

Der Mensch ist von Natur aus blöd, und die Natur spiegelt diese Blödheit wieder. Deswegen müssen wir darauf achtgeben dass wir alles was wir aus der Natur nehmen auch wieder ordentlich zurückgeben können.

ALLES ANDERE führt im Laufe der Zeit zu riesigen Problemen, z.B. zu planetarer Erhitzung (Klimawandel ist als Wort einfach viel zu schwach).

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lorohusk 27.04.2016, 19:17
7. Scheinheilig

Jeder mag die Natur, jeder will sie erhalten, jeder erachtet sie für wichtig. Und doch isst die Mehrheit der Menschen täglich Fleisch, fliegt, bucht Kreuzreisen und denkt nicht mal im Ansatz darüber nach, welche Faktoren (Ernährung --> Fleisch, Industrie) der Umwelt/Natur wirklich großen Schaden zufügen.

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the_rover 27.04.2016, 19:36
8. Der Autor hat völlig Recht!

Was wir derzeit erleben ist, dass eine naturentfremdete Stadtbevölkerung - ohne jegliche Kenntnisse darüber, was außerhalb der Städte wirklich passiert - den ländlichen Raum in seine Wunschvorstellungen pressen will. Da dort die meisten Wähler sitzen, wird deshalb in großer Breite eine Politik gegen den ländlichen Raum und seine Wirtschaftsstrukturen gemacht. Ohne Rücksicht auf diejenigen, die von Landwirtschaft, Forstwirtschaft, Fischerei usw. leben müssen und wollen.
Wenn der ländliche Raum dann zu Tode geschützt ist, kann man je seine Biolebensmittel ja auch dem Ausland einfliegen lassen ...

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erdmann.rs 27.04.2016, 19:43
9. Bojanowskis Beitrag

Der Beitrag von Herrn Bojanowski ist für mich einer der
besten, die ich hier in den letzten Monaten gelesen habe.
Er zeigt die Fakten auf, aber auch die Widersprüche und
analysiert die Dinge mit Sachverstand, ohne jegliche
Verharmlosung, ohne jede linke oder sonstige Ideologie oder gar Häme. Es ist gut und auch gut zu wissen, dass
sich sehr viele Deutsche für die Natur interessieren und
sich für sie einsetzen. Es ist aber n i c h t gut, wenn es
zum großen Teil Menschen sind, die sich nur von ihrem
"Gefühl" leiten lassen, aber von den Dingen wenig oder gar keine Ahnung haben. Das sind ja auch weniger die
Menschen, die selbst auf dem Lande, inmitten der Natur
leben, sondern die Städter. Sie wünschen sich den Wald
am besten gleich am Stadtrand und überall Äcker mit
ganz viel Korn- und Mohnblumen. Schön wäre es auch,
wenn man immer wieder mal ein Bambi oder ein Häschen
zu sehen bekäme, oder auch eine richtige Wildsau.
Der Wald beginnt aber meist nicht gleich am Stadtrand
und die Äcker auch nicht. Da muss man eben erst ein
paar Kilometer fahren, um hinzugelangen. Naturschützer
fordern ja auch, einen bestimmten Teil des Waldes als
"Urwald" zu belassen. Es gibt diese Gebiete schon, zum
gefahrlosen Spaziergang sind sie nicht unbedingt alle geeignet. Die Vorstellungen und Wünsche vieler Städter,
wie denn Land- und Forstwirtschaft auszusehen hätten,
gehen an der Realität und den absolut berechtigten
Interessen der Land- und Forstwirte oft komplett vorbei.
Von denjenigen, welche im Wald ihren Abfall und ihre Kackhäufchen hinterlassen, den Mountainbikern, die durch die Wälder brettern, den Hunden, die auch während der Brut- und Setzzeit ohne Leine laufen, ganz zu schwiegen. D i e s e Naturliebhaber und - vorgeblichen -Naturschützer, die schützen weder "die Natur", noch respektieren sie diese. Sie "(b e) n u t z e n" sie nur".
Manche bilden sich auf ihr "gesundes Halbwissen" (oder Unwissen) sogar noch etwas ein.

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