Forum: Wissenschaft
Umfrage des Umweltministeriums: Über allen Gipfel ist Schmuh
DPA

Wer ist für den Wald zuständig? Wer für die Landwirtschaft? Darüber wird in der Bundesregierung gestritten. Jetzt soll eine Umfrage entscheiden - aber kann der deutsche Naturromantiker Umweltpolitik bestimmen?

Seite 3 von 5
Posaunist545 28.04.2016, 07:25
20. Die Deutschen

wollen eine bessere Landwirtschaft, aber gleichzeitig das Kilo Schnitzel für 5 Euro oder weniger. So kann sich nichts ändern.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
docmillerlulu 28.04.2016, 08:55
21. Na ja - der Autor hat vieles gut und richtig angesprochen.

Wald ist Privateigentum zur landwirtschaftlichen Nutzung. Warum sollten fremde Leute über den Nutzungsplan bzw. die Einordnung abstimmen. Der gemeine Hausbesitzer wird sich wohl verbitten, alle privaten Gartenflächen unter Fremdbestimmung durch das Umweltministerium zu stellen. Schon darin erkennt man die Unwissenheit des typischen Stadtbewohners.

Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde der Wald sogar noch zur Viehhaltung bewirtschaftet. Da wurden Kühe in den Wald getrieben und haben dort geweidet. Damals gab es aus genau diesem Grund deutlich weniger Rehwild - als Folge der Nahrungskonkurrenz.

Wald wird seit über hundert Jahren nachhaltig bewirtschaftet - landwirtschaftlich. Man kann ja gerne die öffentlichen Wälder dem Umweltministerium unterstellen. Aber wohl kaum den privaten Wald.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Mikrohirn 28.04.2016, 09:06
22. Naturschutz und Umweltschutz

sind erst einmal auseinanderzuhalten. Umweltschutz ist wichtig, Naturschutz braucht niemand. Naturschutz und Unverstand sind Siamesische Zwillinge, was der Autor treffend belegt. Fachkenntnis wird durch Ideologie ersetzt, die Realität wird - wie von allen Ideologen - ignoriert. Dazu: Staatlicher Naturschutz ist menschenrechtswidrig, da er gegen die Menschenwürde verstößt und das Eigentum aus nichtigen Gründen verletzt, und daher illegal. Die wenigste Ahnung von der Natur hat der Naturschützer, oft studierter Biologe/in. Ich selbst habe ein naturwissenschaftliches Studium absolviert, 30 Jahre berufliche Erfahrung mit privatem und verbeamteten Naturschutz, und weiß daher wovon ich schreibe.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Akonda 28.04.2016, 09:13
23. Bäume? Wozu........

So wird das heute gesehen. Meine Nachbarn, alle ohne Bäume, nur regelmäßig gestutzte Sträucher und Rasen, den niemand betritt, verlangen ernsthaft von mir, meine schönen alten Bäume (lebe am Waldrand, vor 20 Jahren hatten wir hier Rehe und Hasen zuhauf, heute gibt es nichts mehr davon) zu fällen oder mindestens zusammenzuschneiden auf Buschhöhe. Bäume lassen Blätter fallen, und das könnte den nagelscherengepflegten Rasen verunzieren. Schon seltsam, diese Einstellung. Was wären wir ohne Bäume?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
spon-1290375543970 28.04.2016, 09:23
24. .

Was mir an dem Bericht viel mehr zu denken gibt ist, wieso es mehr als eine viertel Million kostet 2000 Hansel zu befragen. Beim nächsten mal einfach kurz melden, dann mach' ich das für 200.000.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Deddy 28.04.2016, 09:27
25. Relikt aus alten Nachkriegstagen

Zitat:"Das Landwirtschaftsministerium kämpft für die Interessen von Bauern, Fischern, Förstern, Tierzüchtern, Jägern und Agrarindustrie."
Damit ist doch alles gesagt.

Das Landwirtschaftsministerium ist ein Lobbyministerium. Ein Relikt aus der Nachkriegszeit in der die Ernährung der Menschen gesichert werden musste. Heute herrschen Umweltzerstörung (Stichwort Gülle, Pflanzengifte) und steuerfinanzierte Überproduktion vor. Dies in der ganzen EU.
Nach meiner Meinung sollte dieses Ministerium schlicht abgeschafft und ins Umweltministerium Eingegliedert werden. Landwirtschaft ist ein Teil unserer Umwelt nicht mehr und nicht weniger.

Sicher würde dann auch das Umweltministerium gewinnen, weil es seine Wünsche und Forderungen an realistischen Notwendigkeiten anlehnen müsste.
Zum Nutzen beider Seiten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Timöre 28.04.2016, 09:55
26.

Zitat von Mikrohirn
sind erst einmal auseinanderzuhalten. Umweltschutz ist wichtig, Naturschutz braucht niemand. Naturschutz und Unverstand sind Siamesische Zwillinge, was der Autor treffend belegt. Fachkenntnis wird durch Ideologie ersetzt, die Realität wird - wie von allen Ideologen - ignoriert. Dazu: Staatlicher Naturschutz ist menschenrechtswidrig, da er gegen die Menschenwürde verstößt und das Eigentum aus nichtigen Gründen verletzt, und daher illegal. Die wenigste Ahnung von der Natur hat der Naturschützer, oft studierter Biologe/in. Ich selbst habe ein naturwissenschaftliches Studium absolviert, 30 Jahre berufliche Erfahrung mit privatem und verbeamteten Naturschutz, und weiß daher wovon ich schreibe.
Eigentlich kann das nur ein Troll sein...
Wenn nicht sind sie wohl in den 80ern stecken geblieben. Bei so viel Unwissenheit und Ignoranz bleibt mir glatt mein Kaffee im Hals stecken.
Lesen sie sich mal etwas über Ökosystemservices durch, dann wissen sie wie wir Menschen von der Natur profitieren. Ein Großteil der Services wird durch Naturschutz geschützt. Schauen sie sich gerne mal in Entwicklungsländern um, dort hat man keinen staatlichen Naturschutz - mit katastrophalen Ergebnissen für den MENSCHEN.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
J.Boehrer 28.04.2016, 09:55
27.

Zitat von timi_moon
Schönes Beispiel für die wilde Natur in Deutschland: "Flusshochwasser-Katastrophen", die wir genau der Nicht-Natur unserer Flüsse zu verdanken haben. Die Begradigungen, Entwässerungen von Flussauen, Vertiefungen sind für die Hochwasser verantwortlich Herr Geologe.
Ach? Und die historischen Hochwasser an der Elbe ider Donau dier am Rhein?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Timöre 28.04.2016, 09:59
28.

Zitat von docmillerlulu
Wald ist Privateigentum zur landwirtschaftlichen Nutzung. Warum sollten fremde Leute über den Nutzungsplan bzw. die Einordnung abstimmen. Der gemeine Hausbesitzer wird sich wohl verbitten, alle privaten Gartenflächen unter Fremdbestimmung durch das Umweltministerium zu stellen. Schon darin erkennt man die Unwissenheit des typischen Stadtbewohners. Zu Beginn des 20. Jahrhunderts wurde der Wald sogar noch zur Viehhaltung bewirtschaftet. Da wurden Kühe in den Wald getrieben und haben dort geweidet. Damals gab es aus genau diesem Grund deutlich weniger Rehwild - als Folge der Nahrungskonkurrenz. Wald wird seit über hundert Jahren nachhaltig bewirtschaftet - landwirtschaftlich. Man kann ja gerne die öffentlichen Wälder dem Umweltministerium unterstellen. Aber wohl kaum den privaten Wald.
In vielen Fällen würde es bereits helfen wenn die Naturschutzrichtlinien richtig umgesetzt werden. Lesen sie sich mal die Natura 2000 Richtlinien durch, immerhin Europas wichtigstes Naturschutzprojekt, dann werden sie schnell merken dass da Forstwirtschaft, Jagd und Fischerei fast nie angetastet werden (können). Also so schlimm wie es immer dargestellt wird ist der Naturschutz nicht.

Beispielsweise würde es in Wäldern schon sehr helfen mehr Totholz drinnen zu belassen. Davon wird die Forstwirtschaft sicher nicht untergehen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
spon-facebook-10000650617 28.04.2016, 10:02
29. Sachkunde

Meiner Erfahrung nach sind gerade diejenigen, die sich mehr und andere Gesetze wünschen oft auch die, die das geltende Recht (zB CC-Richtlinien, FFH) überhaupt nicht kennen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 3 von 5