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Umstellung in Europa: Sommerzeit, Winterzeit - was soll jetzt gelten?
Federico Gambarini/dpa

Die EU-Bürger wollen die Zeitumstellung abschaffen, doch die zuständigen Minister können sich nicht einigen. Woran es hakt - und was eine Änderung für Deutschland bedeuten würde.

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herm16 07.06.2019, 19:20
220. mit Verlaub

immer wenn Altmaier seine Finger im Spiel hat wird es nichts. Was hat der Herr Minister an fertigen Arbeiten vorzuweisen?

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seppfett 07.06.2019, 21:41
221.

Zitat von anders_denker
Peinlich das der Spiegel auch nur noch Copy-Paste TSCHurnaliten beschäftigt. Ordentliche Journalisten (die ohne hartes TSCH) wüssten noch aus Kindheitstagen das es dien NORMALZEIT (MEZ) und die Sommerzeit (MESZ) genannte Abweichung davon gibt.
Einem Bean Counter muss man hier antworten. Was als Normalzeit von ihnen bezeichnet wird, ist die Zeit die über die letzten Jahrzehnte und immer noch während des Winters herrscht, ergo Winterzeit. Zudem ist auch die sogenannte Normalzeit nur von Menschen definiert und nicht von der Natur gegeben.
Ich bin weiterhin für den Wechsel zwischen Sommer- und Winterzeit aber ich weiss, dass die Menschen heute jede Änderung scheuen.

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tubolix 07.06.2019, 22:22
222. Tja ...

Für mich ist die korrekte Zeit, wenn die Sonne um 12 Uhr Mittags im Zenit steht.
Ob Teile der (scheinbar) nicht arbeitenden Bevölkerung dann noch bis Mitternacht draußen sitzen können/wollen ist mir dabei herzlich egal.

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Der Kezzer 07.06.2019, 22:49
223. Schlechtes Wording

Es gibt keine Zeitumstellung, es gibt eine Uhrenumstellung.
Es gibt auch keine Winterzeit, es gibt nur die Mitteleuropäische Zeit (MEZ) und eben die Mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ). Die ist eigentlich eine Art kollektiver Selbstbetrug. Wir stehen statt vielleicht um 7 Uhr um 6 Uhr auf und [em]nennen[/em] das bloß "7 Uhr".
Wir gucken womöglich Tagesschau, und zwar um 19:00 Uhr und [em]nennen[/em] das bloß "20:00Uhr".
Und bei der Umstellung gibt es regelmäßig ein Chaos, zwar nur 2 Mal im Jahr, aber vermeidbar.

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anna cotty 07.06.2019, 22:55
224.

Hier in Irland wurde die Sommerzeit vor ueber 100 Jahren eingefuehrt und ich habe noch niemanden gehoert, der deswegen unter Jetlag leidet oder sonstige Probleme damit hat.
Von dieser sogenannten europaweiten Abstimmung hat man hier keinen Piep gehoert; wahrscheinlich weil niemand fuer eine Abschaffung der Zeitumstellung ist.
Wenn ich nicht SPon lesen wuerde und Freunde in Deutschland haette, haette ich gar nicht gewusst, dass es Menschen gibt, die damit Probleme haben.
Aber ich habe schon gemerkt, dass es in Deutschland besonders viele Hypochonder gibt, die immer in sich hinein hoeren, ob es ihnen vielleicht nicht gut geht.
Die Zeitumstellung findet immer am Wochenende statt und nach spaetestens einer Woche sollte auch die langsamste innere Uhr umgestellt sein. Niemand geht jeden Abend puenktlich um die gleiche Zeit ins Bett und steht jeden Morgen zur gleichen Zeit auf.

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b1979 08.06.2019, 00:52
225.

Zitat von markus_wienken
Ja natürlich, nur weil Sie niemanden persönlich kennen gibt es das auch nicht...? Seltsame "Argumentation".
Ich behaupte nicht, dass es keine Ausnahmen gibt. Aber es sicher nicht die Regel, dass man 7 Tage die Woche auf die Stunde genau zur gleichen Zeit abends in's Bett geht und morgens aufsteht.

Ich verstehe auch nicht, wieso hier so viele darauf pochen, dass die Sonne um 12 am Zenit stehen muss. Wer hat bitte etwas davon? Die Uhrzeit ist vom Menschen definiert. Der Bezug zur Natur besteht nur darin, dass die Erdrotation beinahe exakt durch 86400 Basiseinheiten teilbar ist. Die absolute Zeit ist dagegen "künstlich" mit unregelmäßig weit entfernten geographischen Grenzen verknüpft, sodass die Geschichte mit der Sonne am Zenit je nach Entfernung zu den jeweiligen Grenzen der Zeitzone eh nur an den wenigsten Orten passt (über unsere gesamte Zeitzone hinweg beträgt die Spanne bis zu 2:47!).

Man kann sich sicher darüber streiten, ob es sinnvoll war, so eine große Ost-West-Ausdehnung in eine Zeitzone zu packen, was dazu führt, dass in den Randbereichen sowohl eine ständige Winterzeit, als auch eine ständige Sommerzeit zu absurden Zuständen führt.

Ich glaube niemandem (egal ob Befürworter der Zeitumstellung/Normalzeit/Winterzeit) geht es um den aktuellen Monat, denn jetzt ist es eigentlich für die meisten perfekt. Es geht auch keinem Sommerzeit-Befürworter darum, dass man bis 22 Uhr ohne künstliche Beleuchtung draußen sitzen muss. Es geht darum, dass zu jeder Jahreszeit möglichst viele auf ihre Kosten kommen und die wenigsten werden es für sinnvoll erachten, wenn ein großer Teil der Hell-Phase auf die frühen Morgenstunden von 3-5 Uhr entfällt und man stattdessen im Dunkeln oder zumindest in der Dämmerung von der Arbeit nach Hause kommt - nur weil das einem vermeintlichen "Naturgesetz" entspricht.

Im Juni/Juli dürfte es fast allen völlig egal sein, ob nun Sommerzeit oder Normalzeit herrscht. Aber es gibt nun mal mindestens 4 weitere Monate im Jahr in denen die meisten sicher zustimmen würden, dass die Sommerzeit für die große Mehrheit der Bevölkerung wesentlich besser passt. Genauso wenig wie für die ganze EU eine Zeitzone passt, passt dieselbe Zeit in einem EU-Land über das ganze Jahr hinweg - das funktioniert nur in der Nähe des Äquators oder hoch im Norden (wo es ohnehin nicht mehr auf eine Stunde mehr oder weniger ankommt).

Wenn es bei der Umstellung an sich nur um den schroffen Übergang geht, wäre es nicht eher sinnvoll sich etwas schlaues zu überlegen, um den Übergang "weicher" zu gestalten?

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peppi59 08.06.2019, 04:48
226. Volksabstimmung

Ob die Menschen unter der Umstellung leiden, ob sie sinnvoll ist, können doch nicht die paar Kolumnisten hier entscheiden. Entweder die Politik respektiert ihre eigene Meinungsumfrage oder sie lässt in einer Volksbefragung alle entscheiden. Damit wäre doch das Problem vom Tisch, oder?

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e-dirk 08.06.2019, 06:56
227.

Zitat von intercooler61
... Fall (b) bereitet nur dann reale Probleme, wenn solche Verschiebungen im Ergebnis zu einem "Flickenteppich" führen würden. Ob und wo das überhaupt der Fall wäre, bleibt solange nebulös, wie man nichts über die Präferenzen der verschiedenen Beteiligten erfährt.
Um Deinen Fall b auszuschließen müsste es EINE verbindliche Regel für alle geben.
Da aber eine von der EU vorgegebene neue Regel jedoch als "Diktatur" aus Brüssel verunglimpft wird, gegen die man meint sich wehren zu müssen, soll jedes Land für sich selbst entscheiden.
Deshalb braucht es für diese neue Regel die Koordination und Einstimmigkeit aller EU-Staaten.

Und das wird dauern...

Zum Glück!

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bluebill 08.06.2019, 07:30
228. Normalzeit belassen

Auch wenn es einige erstaunen mag: Die Menschheit kommt sehr gut zurecht, ohne der Natir ins Handwerk zu pfuschen. Vor 1980 galt ganzjährig die Mitteleuropäische Normalzeit, um 12 Uhr war der höchste Sonnenstand. Niemand hat irgendetwas vermisst oder war unglücklich. Wir haben als junge Leute ständig abends draußen gefeiert, es war dabei ganz willkommen, wenn es dunkel wurde. Das war die Zeit für romantische Kerzenbeleuchtung oder Lagerfeuer. Wir wären nicht auf die Idee gekommen, Tageslicht dafür zu brauchen. Zur Arbeit kam man so früh oder spät, wie man wollte, denn die Gleitzeit war bereits erfunden. Wer feste Arbeitszeiten hatte und früher wach war, konnte vor der Arbeit noch etwas erledigen. - Es gibt keinen vernünftigen Grund, das heute anders zu machen. Nur weil eine Minderheit , die dem Chronotyp "Lerche" angehören, vor Jahrhunderten als besonders rechtschaffen und fleißig galten, muss man nicht Millionen Menschen zwingen, gegen ihre Natur zu leben. Woher kommen denn wohl die immer wieder beklagten Erschöpfungszustände, die epidemische Dimensionen annehmen? - Das ständige Uhrumstellen ist sowieso der größte Mist, der je von Politikern erfunden wurde. Bringt nichts und macht nachweislich krank. Wie schon andere Foristen sagen, wir tun nur so, als sei es eine Stunde später. Wenn es in Wirklichkeit Mittag ist, nennen wir es 13 Uhr. Zeitweise. Lasst den Quatsch einfach weg. Wir haben keine Kriegszeiten mehr. Übrigens: am Äquator, wo die tropischen Urlaubsparadiese liegen, sind Tag und Nacht ganzjährig genau gleich lang. So wie bei uns zu Frühlings- und Herbstbeginn. Von wegen lange helle Nächte.

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lindadaheim 08.06.2019, 07:43
229. Nicht "umstritten" sondern Unsinn

Die Stromersparnis hat sich nachgewiesenermassen (so gut wie) nicht eingestellt.
Und die meisten Menschen (vor allem Familien) haben immer noch den Tagesablauf: morgen aufstehen ... Arbeit/Schule .... abends ins Bett.

Deshalb macht nur die Normalzeit Sinn für Mensch und Tier (Kühe, Melken).
Das Experiment mit der ewigen Sommerzeit wurde in England wegen der vielen Unfälle mit Schulkindern wieder verworfen.
Das sagt doch wohl alles.
Wer morgens mit Kindern im Dunkeln aufstehen und die Abends im Hellen ins Bett kriegen muss, der weiss, wie grässlich das ist.
Ich brauche meinen Tag nicht künstlich verzerrt, noch reagiert mein Organismus auf Tageslicht.

Man kann es nicht oft genug sagen: für die Sommerzeit gibt es wirklich keinen einzigen vernünftigen Grund.

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