Forum: Wissenschaft
Umstrittene Studie: Löste Klimawandel den Syrien-Krieg aus?
REUTERS

Eine alarmierende Studie hat weltweit für Aufregung gesorgt. Die Autoren behaupten, der Klimawandel habe Dürre und Bürgerkrieg in Syrien mitverursacht. Doch die These ist kaum zu halten.

Seite 2 von 4
kevinschmied704 07.03.2015, 12:12
10. wäre nicht das erste mal

das der hunger zu unruhe und krieg führt...

Beitrag melden
opaschowski 07.03.2015, 12:36
11.

mag sein, dass der klimawandel nichts mit dem krieg in syrien zu tun hat. aber mögliche folgen des klimawandels (wenn er nicht sofort entschieden bekämpft wird) verstärken selbstverständlich das konfliktpotenzial in besonders betroffenen regionen (trinkwasser, flüchtlinge, ressourcen). diesen zusammenhang kategorisch auszuschließen, ist naiv und töricht!

Beitrag melden
andreu66 07.03.2015, 12:43
12. Mangelndes Wasser und ungehemmtes Bevölkerungswachstum

sind in den ärmeren arabisch-moslemischen Wüstenstaaten das Hauptproblem und führen auch so schon zur Katastrophe. Dürre verschärft das Ganze, ob Anlass und Ursache ist eigentlich egal.

Beitrag melden
chwe 07.03.2015, 12:45
13. Nein - aber der Glaube an den Klimawandel

da der Westen seine Nahrungsmittel jetzt lieber verbrennt haben sich die Preise mehr als verdoppelt und viele Arme hungern.
Das hat sicherlich zur Unzufriedenheit und Unruhen beigetragen.

Beitrag melden
landsend 07.03.2015, 12:55
14. wissenschaftliche Milchmädchenrechnung

Ein Blick auf Syriens Anrainerstaaten wie Jordanien und Israel genügt, um zu erkennen, dass die These zu simpel ist, denn diese Staaten haben es geschafft, den Wassermangel, für den die Region des Nahen Ostens seit biblischen Zeiten bekannt ist (die 12 Stämme zogen wegen der Dürre nach Ägypten), in den Griff zu bekommen. Allerdings haben dort die staatlichen Behörden für und nicht gegen die Bevölkerung gewirtschaftet. Der jetzige Zustand Syrien scheint mir das Resultat rücksichtsloser Staatsgewalt zu sein, die nie eine wirkliche Gemein-schaftsbildung ermöglichte.

Beitrag melden
arago 07.03.2015, 14:40
15. Klimawandel?

Logisch ist eine 4 - 5 jährige Dürre bereits ein ernstes Signal für einen Klimawandel. Nur der Knopf "Anstieg des CO2 = alleiniger Verursacher dafür" ist noch lange nicht zu drücken. Hier ist wie fast überall auch sonst, der massive Eingriff in den natürlichen Wasserhaushalt wohl Fakt.
Mit Solaranlagen oder Windenergie den Klimawandel angehen zu wollen, ist nett aber leider nicht zielführend.

Dürre und damit Ernteausfälle führen ebenso logisch zu Konflikten. Wenn die herrschende Politik / Oligarchie für die veränderte Landnutzung verantwortlich gemacht wird, ist der Boden für den Volkszorn bereitet.

Beitrag melden
syracusa 07.03.2015, 15:28
16.

Zitat von Dieter62
bewirken wird, für alles verantwortlich machen scheint mir doch allzu sehr vereinfachend zu sein. Ist eine richtige Modeerscheinung. Sogar die Mayas sollen deswegen ausgestorben sein, behaupten irgendwelche "Wissenschaftler" Die wissen ja nicht einmal, dass die Mayas gar nicht ausgestorben sind.
Ich hab' noch von keinem Wissenschaftler gehört, der behauptet, dass die Maya ausgestorben seien. Vielmehr wird von zahlreichen Wissenschaftlern aufgrund ihrer Schlussfolgerungen aus einer sehr guten Datenlage behauptet, dass die Kultur der Maya und damit deren Zivilisation infolge klimatischer Änderungen zusammengebrochen sei.

Ich glaube, Sie haben da was falsch verstanden.

Beitrag melden
as@hbx.de 07.03.2015, 15:53
17. @ciefseattle und cirkular

2010 gab es KEINE "Hungersnot" oder "Hungeraufstände" in Syrien! Waren Sie vor Ort? Ich ja, 2010 in Aleppo, Ar Raqqa, Homs, Hama, Tartus und Latakia – kein Hunger, keine "revolutionäre Stimmung". Und 2011 waren die ersten "Aufständischen" Afghanistan-Kämpfer und Saudis – haben mir jedenfalls Freunde aus Syrien damals berichtet (vielleicht mal in meinem Kommentar-Archiv nachlesen...)

Beitrag melden
moi1 07.03.2015, 16:38
18.

Was wirklich ist, wird man vlt erst in 10-20 Jahren (wenn es u.U. zu spät ist) genau wissen. Ansonsten: "Business as usual" - oder wie Doping & Fußball. Es kann nicht sein was nicht sein darf!

Beitrag melden
dritter_versuch 07.03.2015, 17:08
19. 12 Stämme

Zitat von landsend
Ein Blick auf Syriens Anrainerstaaten wie Jordanien und Israel genügt, um zu erkennen, dass die These zu simpel ist, denn diese Staaten haben es geschafft, den Wassermangel, für den die Region des Nahen Ostens seit biblischen Zeiten bekannt ist (die 12 Stämme zogen wegen der Dürre nach Ägypten), in den Griff zu bekommen. Allerdings haben dort die staatlichen Behörden für und nicht gegen die Bevölkerung gewirtschaftet. Der jetzige Zustand Syrien scheint mir das Resultat rücksichtsloser Staatsgewalt zu sein, die nie eine wirkliche Gemein-schaftsbildung ermöglichte.
Das mit den 12 Stämmen sollte Sie vieleicht nochmal nachlessen.

Ja natürlich haben die Türkei und Israel (bei Jordanien bin ich mir nicht sicher) ihr Wasserproblem im Griff. Aber das ist ein Grund warum die anderen das Problem haben.

Beitrag melden
Seite 2 von 4
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!