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Umstrittener Versuch: Forscher befreien menschliche Embryonen von Erbkrankheit
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Dürfen Forscher das Erbgut von Menschen über Generationen hinweg verändern? Ein erfolgreiches Experiment aus den USA zeigt: Schon bald könnte das möglich sein. Ethiker sind alarmiert.

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Xiuhcoatl 02.08.2017, 22:13
20. Ein (neues) Problem oder Dilemma ist nirgends ersichtlich

Ich kapiere mal wieder nicht, wo hier das wesentlich zu lösende (ethische), neue(?) Problem sein soll.

Auch bislang ist doch ein in Entstehung befindlicher Mensch von der Gunst seiner zuständigen Versorger abhängig. (Wer die zuständigen Versorger sind, ist weit überwiegend vollumfänglich geklärt, übrigens auch i. d. R. gesetzlich, was hier aber gar nichts zur Sache tut.) Das sind in der Regel abzähbar viele, und zwar wenige Personen (z. B. können das Eltern sein). Und diese Gunstabhängigkeit ist weit überwiegend gewollt, und sie funktioniert erfahrungsgemäß weit überwiegend gut.

Ok, Vorrede erledigt.

Daher: Ebenfalls das thematisierte Problem kann doch von diesen zuständigen Versorgern beurteilt und entschieden werden, und zwar bedenkenlos. (Wie könnte man plausible Bedenken haben, schließlich werden Abertausende nebenläufige Probleme genauso von den Zuständigen beurteilt und entschieden.)

Also, das spezielle Problem mag da sein, nur ist es längst und seit jeher bereits zu aller Zufriedenheit gelöst.

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ebenfalls.hofnarr 02.08.2017, 22:17
21. Erschreckend

wie empathielos manche "Ethiker" sind. Oder um es drastischer zu benennen asozial, in dem sie Menschen zumuten wollen mit Leiden und einem verkürztem Leben zu treffen nur wg. der Beweihräucherung sich um das Leben an sich und dem gehandicapten Leben im Speziellen verdient gemacht zu haben. Motto: man müsse tolerant sein und sich nur aufopfernd genug kümmern, dann wären alle glücklich.
Schwachsinn hoch drei! Es ist für alle Beteilgten ein Martyrium. Natürlich ist immer irgendwas möglich, aber es fehlt immer dss letzte Quäntchen Spontanität, Flexibilität und Möglichkeit.
Ich fordere geradezu mit allem was man mobilisieren kann Erbkrankheiten auszurotten so wie die Pest oder Pocken.

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Ge-spiegelt 02.08.2017, 22:19
22. Keine Sorge, nicht in Deutschland

wo Gentechnik pöhse ist. Reparatur von krankmachenden Genen findet dann halt woanders statt. Einfach mal die betroffenen Eltern fragen ob sie lieber ein krankes Kind wollen. Bessere Menschen ist da natürlich kritischer, aber das wird sich nicht verhindern lassen.

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Atheist_Crusader 02.08.2017, 22:23
23.

"Die Forschung berührt damit grundlegende Fragen: Wie stark dürfen Menschen nicht nur in das Erbgut eines Einzelnen, sondern in das folgender Generationen eingreifen? Welche Formen von Erbkrankheiten und Behinderungen sind so schlimm, dass sie vor der Geburt behoben werden sollten?"

Gegenfrage: Ist es denn ethisch verantwortlich wenn man ganzen Generationen Krankheit, Schmerzen und Behinderungen ersparen könnte und es nicht tut?
Wollen wir Erbkrankheiten jetzt zu Teilen der menschlichen Identität verklären, so wie es das halbe Internet mit eingebildeten Geisteskrankheiten tut? Oder sollten wir nicht zusehen, dass wir möglichst vielen Menschen ein möglichst menschenwürdiges Leben verschaffen können?

Ich habe keine Erbkrankheiten. Das schlimmste was ich meinen Kindern vererben könnte wären Kurzsichtigkeit und eine Birkenpollenallergie. Aber wenn ich ihnen das ersparen könnte, dann würde ich das gerne tun. Und das würde umso mehr gelten wenn ich unter etwas Ernsthafterem leiden würde.

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ps71 02.08.2017, 22:24
24. Nicht nur eine ethische Frage

Ich bin grundsätzlich der Meinung, dass der Wissenschaft so wenig Grenzen wie möglich gesetzt werden sollten. Da es leider so sein wird, dass alles, was prinzipiell machbar ist, auch irgendwann gemacht wird, kann es jedenfalls nicht schaden, das was man machen wird so gut wie möglich zu verstehen. Was bei der ganzen Diskussion aber bisher vergessen wurde ist, dass es wie im Artikel schon erwähnt eben nicht nur ein ethisches Problem sein könnte. Es wird das menschliche Erbgut verändert, und zwar nicht nur für einen betroffenen Menschen sondern für alle nachfolgenden Generationen. Wenn die Technik funktioniert, wird sie natürlich irgendwann auch im großen Stil eingesetzt werden, auch für weniger gravierende Defekte. Und wenn sich dann herausstellt, dass sie schwerwiegende Nebenwirkungen hat, die sich erst in der dritten oder vierten Generation bemerkbar machen, dann ist es eben zu spät, dann ist bereits ein großen Teil aller Menschen betroffen. Im Extremfall könnte man damit dann nicht die Menschheit weiterentwickeln sondern auch komplett auslöschen. Und da sollte man durchaus noch mal den ein oder anderen Gedanken daran verschwenden.

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skeptikerin007 02.08.2017, 22:28
25. Hasspredikt

Zitat von der_weisse_wal
Bekanntlich hat Religion wenig mit Ethik zu tun. Das zeigt und die Historie und die aktuelle Zeitgeschichte. Dass ausgerechnet die Vertreter eines imaginären, grausamen, racheerfüllten, wankelmütigen, frauenhassenden und narzisstischen Gottes auch heute die Deutungshoheit über "die Ethik" haben dürfen, ist eigentlich ein Skandal.
Ich würde nie mit so viel Hass von der Atheisten so schreiben, deren beste Vertreter zwei Männer mit Namen Hitler und Stalin sind.
Oder meinen sie, sie haben das Ethik gepachtet?
Übrigens ich finde diese Art von Hilfe für die Menschen gut. Die Leute regen sich nicht auf über die künstliche Befruchtung mit anonymen Samenspender, nicht über unkontrollierte Vermehrung von Menschen , die entgegen der Hassprediger gegen der katholische Kirche, von Islam propagiert wird, nicht über massenhafte Tierhaltung, deren Fleisch nicht mehr zum überleben braucht.

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kurtzac 02.08.2017, 22:40
26. Ethiker sind alarmiert?

Warum sollten sie ? Ein gesundes baby ist kein Monster. Mißbrauch ist möglich, sicher, und die Gesellschaft - nicht der Geldbeutel sollte entscheiden wann Gedsundheit aufhört und Design anfängt. Das ist aber in dieser Gesellschaft nicht möglich. Geld entscheidet, nicht Ethik.

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u-brueckmann 03.08.2017, 23:08
27. Der Herr Dobrack ist Evangeliban

Zitat von ar_wo
Und wenn man nachschaut wer denn der Vorsitzende der Ethikkommission ist, dann ist es natürlich ein Theologe! Warum dürfen sich in Deutschland auch im 21. Jahrhundert immer noch Kirchenvertreter in die Wissenschaft einmischen ?!? Alles was in der Genetik erforscht werden kann wird irgendwann erforscht, nur wohl nicht in Deutschland, denn da hat der Katholiban das sagen! :D Kein Wunder dass viele Wissenschaftler aus diesem Bereich auswandern. :/ Willkommen im christlichen Gottesstaat …
Kleine Korrektur: Herr Dobrack ist evangelischer Fundamentaltheologe, kein Katholiban.

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moev 03.08.2017, 23:20
28.

Zitat von DerMarktschreier
Ist jeder Mensch, der keine super Muskeln, keinen IQ von 150, kein sonstwas hat, ein schlechterer Mensch? Denn das würde es bedeuten, wenn die Menschheit weiter macht.
Und was wäre daran schlecht? Wenn wir das können, dann sollten wir es machen.

Und zum Glück werden wir das, kein Ethikrat, schon gar kein deutscher, wird das aufhalten.

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go-west 03.08.2017, 23:21
29. Ein sinnvoller Ansatz wäre

Fettleibigkeit auf Dauer aus dem Erbgut zu entfernen.

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