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Umwelt-Erklärung der AfD: Grünes Blatt, brauner Boden
Winfried Rothermel/ imago images

Mit ihrer Dresdner Erklärung zur Umweltpolitik versucht die AfD sich ein Ökoimage zuzulegen - allerdings ein streng nationales. Das weckt Erinnerungen an die Ursprünge rechter Naturschutzideologien.

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bigroyaleddi 28.07.2019, 16:22
1. Das soll Naturschutz sein?

Da kann ich ja noch nicht mal einen nationalsozialistischen Umweltschutz dran erkennen. Das ist schlicht Klimaleugnung al la Trump - sonst gar nichts. Ich bin diesen AfD-Umweltpolitikern richtig dankbar für diese Unklarstellungen. Damit weis auch der letzte Umweltaktivist und Umweltschützer, was er von dieser braunen Gurkentruppe zu halten hat.

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claus7447 28.07.2019, 16:23
2. Das ist docvh mal eine klare Ansage!

Das erinnert doch ziemlich an "Zurück in die Zukunft!" oder wie es schon mal vor 80 Jahren hieß. Schutz der heimatlichen Scholle!

Da kann ich doch recht herzlich zum Bau der Atomreaktoren gratulieren, den märkischen Großbauern unterstützen. Ja, das mit dem Klima und der AfD wird schwierig. Aber man hat das Thema ja lange genug ignoriert.

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seikor 28.07.2019, 16:24
3. Klimawandel

Wer den Klimawandel leugnet, versündigt sich an unseren Kindern. Mehr gibt es dazu eigentlich nicht zu sagen.

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K. Theo Frank 28.07.2019, 16:26
4.

Dann sollte die Grünen doch bitte ihren konservativen und heimatbezogenen Flügel stärken. Dass sich daraus kleine NPD ler entwickeln ist eine Legende, mit der ehemalige K-Grüppler den Leuten inzwischen total auf den Keks gehen. Positiver Nebeneffekt wäre, dass die AFD Populisten ein paar Prozente abgeben würden.

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ekkehoffmann 28.07.2019, 16:33
5. Ohne die "Totschlagkeule" 3. Reich geht es nicht

Es wäre eine dem Spiegel wirklich gut anstehende Entwicklung, wenn er wie früher zu Augsteins Zeiten, wieder zur Argumentation und Sachdiskussion zurückfinden würde. Diffamierungen und Beschimpfungen durch konstruierte Verbindungen zur NS- Ideologie sind letztlich Zeichen von intellektueller Hilflosigkeit.

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kpkuenkele 28.07.2019, 16:38
6. Definition von „populistisch“

Wenn man den Umfragen Glauben schenken darf, glaubt ein ganz überwiegender Teil der Bevölkerung an den Klimawandel. Wie kann dann ein Programm, das sich an Minderheiten richtet „populistisch“ sein? Das ist doch nach Definition das Gegenteil davon, oder?

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stagedoor 28.07.2019, 16:40
7. Und die AfD so...

Was ist Blut- und Bodenmentalität? Die Zuordnung zu vorangegangenen Jahrhunderten passt gut. Dieses, sagen wir, Zurückwünschen längst vergangener Zeiten ist zwar möglich, kann aber, folgerichtig, nicht funktionieren. Denn, wie der Name schon sagt: Vergangenheit ist - vergangen. Eine Verabschiedung derselben wäre ein erster Schritt, liebe Rechte. Die Zukunft liegt eben VOR uns.

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Anna-Lena19 28.07.2019, 16:43
8. Der Plan der AfD ist ein Witz...

Der Effekt von CO2 auf das Klima ist bereits mehrfach nachgewiesen worden. Eine hohe CO2-Steuer ist, anders als von der AfD propagiert, zwingend nötig. Die Menschen, die sich beim Thema CO2-Steuer bzw. CO2-Verzicht über die Kosten beschweren, die ihnen selbst entstehen, haben offensichtlich nicht verstanden, was das Thema für Ausmaße hat. Ich finde es erschreckend, wie man bei solch einen monumentalen Thema überhaupt mit der persönlichen Situation argumentieren kann. Es geht hierbei um nicht weniger als das Überleben von acht Milliarden Menschen. Verglichen damit ist ihr Urlaub, der künftig durch eine CO2-Steuer nicht mehr im Ausland, sondern in Deutschland stattfinden muss, völlig uninteressant. Auch ihre persönliche Arbeitssituation interessiert die Natur, das Klima und die anderen acht Milliarden Menschen nicht. Es geht hier einem etwas viel größeres als einen selbst.

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juba39 28.07.2019, 16:43
9. Was ist das denn für ein Machwerk!

Artikel kann man ja dazu absolut nicht sagen. Aber selbst für einen Kommentar vergißt Susanne Götze jeden journalistischen Anstand.
"Auch Anklänge an die NS-Blut- und Boden-Ideologie seien aus der Dresdner Erklärung herauszulesen, so Historiker Franke. "So erklärt die AfD, Bauernland gehöre nicht in die Hände des internationalen Finanzkapitals - des jüdischen, könnte man hinzufügen - sondern in 'Bauernhand'."
Wer solche intellektuellen Aussetzer produziert, hat selbst ein Problem. Denn solche verletzende Anwürfe sucht man sogar gegen Personen der bundesrepublikanischen Geschichte vergeblich, die TATSÄCHLICH Blut an den Händen haben. Oder auch die blutigen Hände von Diktatoren und Altfaschisten bei Besuchen in Bonn so kräftig schüttelten. Was in etwa Journalismus ausmacht, zeigt heute vormittag der RBB-Info mit einem Interview mit dem Landesvorsitzenden der AfD. Bis auf die Tatsache, die hier schon für Verwirrung sorgt, daß die Moderatorin brandenburgische Geschichte in der preußischen und DDR-Historie sucht. Kein Wort dazu (siehe oben) daß die Geschichte Brandenburgs auch geprägt wird, durch das erste KZ auf deutschem Boden in Sachsenhausen, und auch, daß die Geschichte der "Vernichtung lebensunwerten Lebens" in der Stadt Brandenburg.
Wer so mit der braunsten Geschichte von 1933-45 so umgeht, wie Frau Götze und Herr Franke, betreiben direkt die Interessen der rechten Kräfte in Deutschland. Nämlich die Verharmlosung dieser menschenverachtenden Diktatur. Mein Vorschlag: Einmal bei Berhard Vogel (CDU) dessen Rede auf einem Bundesparteitag nachlesen. Der hatte sich schon einmal mit solchen verharlosenden Vergleichen in seiner Partei auseinandergesetzt. (die Quintessenz in meiner Kritik zu finden)

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