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Umwelt - ist die Angst vor der globalen Erwärmung übertrieben?

Die Erderwärmung und ihre Ursachen werden in der aktuellen wissenschaftlichen und politischen Diskussion um den Klimawandel intensiv behandelt. Dabei sind sich Fachleute in der Bewertung durchaus nicht immer einig. Ist die Angst vor der globalen Erwärmung übertrieben? Diskutieren Sie mit!

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reuanmuc 21.11.2009, 11:09
270.

Zitat von Edgar
Da fordern Sie Aktionen, globale Lenkung, völlige Umstrukturierung, Kriegswirtschaft, zehntausende Milliarden sind da nicht zuviel?
Klingt irgendwie nach Katastrophismus!! Haben Sie Angst um Ihren Besitzstand?

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od1 21.11.2009, 11:19
271. Modelle

Zitat: "Wir müssen der Öffentlichkeit erklären, dass die Temperaturen durch die Treibhausgase nicht von einem Rekord zum anderen eilen, sondern natürlichen Schwankungen unterliegen."

Das ist genau der Punkt. Was sind natürliche Schwankungen ? Es sind die Abweichungen zwischen dem, was das jeweilige Klimamodell berechnet, und dem was in Wirklichkeit passiert. Das Modell gibt nicht die Wirklichkeit wieder, das ist völlig normal. Völlig normal ist es dann auch, zu fragen, woher die Klimatologen die Gewissheit nehmen, dass der von ihnen berechnete Trend stimmt, obwohl diesem angeblichen Trend Schwankungen überlagert sind, die um ein Vielfaches größer sind, als der Trend selbst, und diese Schwankungen sich nicht aus den Modellen ergeben.

Es gibt ja schon auf rein empirischer Ebene zahllose Möglichkeiten, eine Kurve zu glätten, d.h. aus einer Zeitreihe die Schwankungen herauszurechnen. Es ist mit anderen Worten gar nicht eindeutig, was "der" Trend überhaupt ist, es hängt vielmehr von der Methode ab, und dies umso stärker, je größer die kurzzeitigen Schwankungen sind.

In diesem Sinne: zu behaupten, dass in den nächsten x Jahren eine Erwärmung um 0,y Grad eintreten wird (ein Trend), erfüllt angesichts dieser "natürlichen Schwankungen" genauso den Status des Kaffeesatzlesens, wie zu behaupten, dass in den letzten zehn Jahren die Temperatur exakt konstant war, d.h. 0.0 Grad (ein anderer Trend). Man muss zur Stützung dieser oder jener Hypothese nur die passende Methode wählen, und schon sind die Daten unauffällig frisiert worden.

Genau aus diesem Grund ist Klimaskeptizismus angebracht, egal ob er Klimaoptimismus oder Klimapessimismus angreift. Wovon man nicht reden kann, darüber sollte man schweigen.

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Pinarello 21.11.2009, 11:20
272.

Zitat von carlosowas
..... Wer bezahlt eigentlich die Wissenschaftler in all diesen Forschungsinstituten, die zu Ergebnissen und Vorhersagen kommen, die sich sehr oft sogar widersprechen? Diese Leute hätten früher, wo es nicht soviel Wohlstand gab, meist ihr Geld mit Schaufel und Hacke verdienen müssen. Aber es war schon sehr oft in der Weltgeschichte so: Die Propheten, vor allem wenn sie Katatrophen vorhergesagt haben, lebten ganz gut.
Nee, nix mit Hacke und Schaufel, diese Parasiten haben immer von anderer Leute Arbeit gelebt wie die Maden im Speck.

Volker Pispers hat zu diesen Parasiten ja mal gesagt, daß diese Herren früher auf der Kirmes mit der Glaskugel im Zelt saßen und dem dummen Pöbel das Geld aus der Tasche gezogen haben.

Hat sich ja bis heute nicht geändert, lediglich daß diese Herren sich heute für ihre "Vorhersagen" von den jeweils interessierten Seiten fürstlich bezahlen lassen.

Alleine schon die vom Steuerzahler massiv bezahlten Frühjahrs- und Herbstgutachten der selbst ernannten Wirtschaftswaisen sind ja an Dummheit, Falschheit und purer Verlogenheit nicht zu überbieten, die Schweiz hat ja schon in den 80er Jahren die Konsequenzen gezogen und sich diesen Unsinn ganz einfach gespart.

Hat dem Lande mit Sicherheit nicht geschadet.

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salbader 21.11.2009, 11:24
273. Keine Ahnung haben wir!

Diese Klimahysterie, von der eine milliardenschwere Wissenschaftsindustrie profitiert und die selbst bei ach so gut informierten SPIEGEL-LeserInnen bzw. RedakteurInnen häufig auf fruchtbaren Boden zu fallen scheint, ist m.E. eine krude Mischung aus Machbarkeitswahn, Kontrollzwang und ökonomischen bzw. politischen Interessen.

Vergegenwärtigt man sich allein den banalen Umstand, dass wir nicht einmal dazu in der Lage sind, das Wetter des kommenden Monats präzise zu prognostizieren, dann scheinen mir Zweifel an den ambitionierten Klimamodellen, die nahezu im Wochentakt in den Medien auftauchen, durchaus angebracht.

Um also sysops Frage zu beantworten: Keine Ahnung haben wir, denn für präzise Prognosen müsste man eben präziser um die komplexen Zusammenhänge bei der Entstehung von Klimaphänomenen wissen. In diesem Zusammenhang sei daran erinnert, dass offenbar bis in die siebziger Jahre hinein in Fachkreisen davon ausgegangen wurde, dass eine neue Eiszeit droht...

Kurzum: Wir wissen meinem Eindruck nach weniger, als wir uns selbst zugeben wollen, aber dafür reden wir ziemlich ausführlich darüber, um uns in einer Sicherheit zu wiegen, die wir bzgl. des Klimas gar nicht haben.

Gruß
Salbader

PS: Als populärwissenschaftlicher Einstieg in die Klimadebatte sei folgendes Filmchen empfohlen:
http://video.google.de/videoplay?doc...limaschwindel#

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Fackus 21.11.2009, 11:27
274. ...

Zitat von de.nada
So ist es. Mit welchem Thermometer haben Sie das festgestellt ?
Psychologische Phänomene mit dem Thermometer messen zu wollen ist so sinnig wie Bratkartoffeln mit der Bohrmaschine zuzubereiten.
Auf diesem 'Wissenschaftsniveau' ist bei dem Thema ja leider einiges angesiedelt ...

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Daniel Freuers 21.11.2009, 11:28
275.

Zitat von Palmstroem
Der Klimawechsel findet seit Entstehung der Erde permanent statt und natürlich sind Experten Experten.
Den ersten Teil Ihres Satzes sehe ich natürlich ganz genauso. Eine Klimaveränderung findet tatsächlich stetig statt und das ist absolut nichts neues.

Neu hingegen ist aber die Tatsache das eine Klimaveränderung heute den Leuten ganz anders verkauft wird. Da werden auf Kongressen und / oder sog. Expertenrunden ganz bewusst Horrorscenarien an die Wand geworfen, die dann verständlicherweise von unbedarften Politikern aufgegriffen werden, die wiederum z.T. sogar mit haltlosen Fakten Wahlkampf machen. Am Ende ist Otto-Normalverbraucher der Dumme, weil er weder für noch gegen Argumente verstehen kann, noch richtig damit umzugehen weiss.

Experten dagegen berichten von Fakten die sie belegen können und verbreiten keine Panik um evtl sich selber besser verkaufen zu können. Experten wüssten das die Klimathematik so komplex ist und auch heuige Rechnerkapazitäten nicht in der Lage sind diese Komplexität also diese Informationsdichte adäquat zu verarbeiten. Nur so liesse sich am Ende realistische Klimamodelle, Klimadaten aufbereiten, die dann zu nachvollziehbaren Ergebnissen kommen.

Was heute praktiziert wird ist in meinen Augen mit Verlaub Panikmache und Scharlatanerie. Der Artikel im SPON unterstreicht geradezu die Ohnmacht von Wissenschaftler und sog. Experten hinsichtlich eines vernünftigen Verständnisses und reealistischer Verwertbarkeiten von Klimadaten.

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lichtschalter 21.11.2009, 11:30
276. Jein

Zitat von carlosowas
Mein Beifall. Das ist die richtige Analyse für diese Klimahysterie. Wir diskutieren über eine statistische Fluktuation, wobei man, je nachdem, wo man die Analyse startet, zu einem anderen Ergebnis kommt. "Mit Worten läßt sich trefflich streiten."
Wenn für einen Zeitraum von 30 Jahren dieser oder jener Trend herauskommt, dann kann man den mE schon als Grundlage für Handlungsoptionen wählen. Bspw. wurde es zwischen 1951 und 1981 global etwas kälter. Es war dies aber die Zeit der Treibhausgase. Trotzdem hat die "Klimahysterie" ihren Grund: Wir wissen nämlich gar nicht was es ist. Die Aufregung ist aber gerechtfertigt und keine Hyterie da das Schmelzen des ewigen Eises ein minus an Vielfalt und damit ein Minus an Stabilität für das Erdsystem bedeutet. Wer da von Hyterie spricht hat nicht begriffen, dass seine Existenz vom Funktionieren gewisser Grundlagen abhängt. Und: Wenn es nicht kälter wird, warum Schmelzen die Polkappen trotzdem? Es könnte mehr Wasser in der Atmosphäre sein, das Klima wird "atlantischer". Der Gefrierpunkt könnte sich verschoben haben, da das atmosphärische Wasser (lächerliche 12300 km³) heute einem viel höheren Mikrowellenniveau ausgesetzt ist als vor 25 Jahren. Usw. usf. Es ist jedenfalls falsch sich aus theoretischen Gründen am CO2 aufzuhängen.

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AntiTaliban 21.11.2009, 11:31
277. Angst vor der Mullah-Bombe wäre berechtigt

Keine Sorge, der Fanatismus des radikalen Islam legt im Gegensatz zum Klima keine Pause ein. Amokdineschad ist ein Apokalyptiker und kann die Bombe sehr gut für seine Weltuntergangsfantasien gebrauchen. Der fürchtet keinen Atomkrieg, der kalkuliert ihn aus religiösen Grünen ganz bewußt ein. Das gab es auch bei Fundis anderer Religionen, nur hatten die nie die Chance, in einer Mittelmacht wie Iran an die Macht zu kommen.

Wenn das Klima pausiert, sollten Merkel und Co. auch damit pausieren, uns mit Klima-Maßnahmen das Geld aus der Tasche zu ziehen. Oder wird die Klima-Debatte von der Politik gezielt eingesetzt, um beim Steuerzahler noch ein bischen mehr herausquetschen zu können?
Für die teuren fürsorglichen Massnahmen der Politiker jeglicher Couleur muss ja ein gewisses Verständnis geschaffen werden.

Dass es unserer Wirtschaft gut tut, wenn hunderte Milliarden an Kosten für sog. "Klimaschutz" entstehen, die sich die Konkurrenz in Asien nicht aufbürdet, darf getrost bezweifelt werden. Der "Klimaschutz" sorgt dafür, dass Europa ärmer und China und Indien wohlhabender werden.

Sobald Amokdineschad die Bombe hat, sind Fragen des Klimas und der Ökonomie eher irrelevant für unsere Zukunft.

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tofinz 21.11.2009, 11:34
278. ..

vor millionen von jahren gab es klimaerwärmungen ohne menschliche schwerindustrie, die waren derart gewaltig, da wären heutige "wissenschaftler" vor angstgeschrei gar nicht in der lage mehr lobbyisten-gelder annehmen zu können als heutzutage. tanken sie nochmal voll, bevor die ökosteuer "der umwelt zu liebe" ins astronomische steigt oder es der chinese mit seinem neuen V8 tut und sie in ihrem elektrosmart auslacht.

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pushuk 21.11.2009, 11:48
279. von wegen Konsens beim Klimawandel

es herrscht keineswegs Konsens unter den Wissenschaftlern -
nur leider ist das im Netz nicht leicht rauszufinden - ist man jetzt auf einer "Klimaskeptiker-Seite gelandet, oder auf eine "Klimahisteriker"-Seite.

Hierzu habe ich endlich mal ein Dokument im Netz gefunden, was beide Seiten gegenüberstellt - witzig gemacht und mit einer Fülle von links, die die jeweiligen Thesen begründen.
„Menschgemachter Klimawandel, Ein Symposion“ geschrieben von Dr. Gerhard Engel.
Dies sollte in der Schule zum Thema Klimawandel gelehrt werden - oder auch zur Pflichtlektüre für Journalisten werden (hier meine Bitte an die Redaktion! bitte lesen!).
Hier mal der link
http://www.eike-klima-energie.eu/upl...limawandel.pdf ich hoffe dies wird hier nicht zensiert, denn was besseres habe ich im Netz noch nicht gefunden. Empfohlen von Prof. Dr. Horst-Joachim Lüdecke.

Hier mal zwei Auszüge:

Je nach Bezugsjahr kann entweder eine Erwärmung oder eine Abkühlung interpretieren. Beispiel:
Die Abkühlung zwischen
1940 bis mindestens 1975. In dieser
Zeit ist der CO2-Gehalt munter weiter
angestiegen – offenbar ohne die behauptete
Erwärmungsfolge..

Das ist nur ein kleiner Auszug - hiernoch einer, der mich nachdenklich stimmt:
"1995
zirkulierte unter IPCC-Insidern eine EMail,
in der es hieß: „We have to get rid
of the Medieval Warm Period.“ Übersetzt:
Wir müssen die mittelalterliche Warmzeit
loswerden."

hier wird getrickt und verbogen und solange die ensprechenden Datenquellen und Vergleichräume selektiert, bis das Ergebnis eine Globale Erwärumg aufgrund des anthropogenen CO2-Anteils herauskommt.

Ich bin kein Wissenschaftler, aber wenn nur ein Bruchteil der in diesem Symposium geschilderten Argumente stimmen, dann sollte man sich langsam fragen, was man heute zu Tage überhaupt noch glauben kann -wenn man noch nicht einmal mehr wissenschaftlichen Studien mehr glauben kann, ohne die Auftraggeber und HIntergründe der Studie zu recherchieren.

Deswegen umso dringlicher mein Appell an die Journalisten - nicht immer den vorgefertigten Eineitsbrei zum Thema Klima verbreiten, sondern auch mal - nicht nur dem politischen Mainstream entsprechende Aspekte veröffentlichen.

Gruß
Rolf Schneider

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