Forum: Wissenschaft
Umweltdebatte: Sei kein Nimby, sei ein Nomp

Es gab diese Woche zwei gute Nachrichten: Die EU will Einwegplastik verbieten, und der Klimaschutz kommt endlich ein bisschen voran. Nicht allen gefällt das. Für diese Haltung gibt es ein Wort.

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Strichnid 23.12.2018, 13:22
50.

Zitat von Zoppotrump2
Fast jeder wird zum Nimby, wenn der Eingriff in den eigenen 'Hinterhof' nur ausreichend groß ist. Ich kann daran und am Widerstand gegen dieses Eingriff auch nichts Schlechtes sehen. Dieser Widerstand zwingt diejenigen, die Entscheidungen treffen, im besten Fall dazu, ihre Entscheidungen gut zu durchdenken und gut zu begründen.
Sie haben offensichtlich keinen einzigen Satz des Artikels verstanden. Es geht um Personen, die es grundsätzlich begrüßen, wenn bestimmte Maßnahmen auf irgendeinem Hinterhof durchgesetzt werden, nur eben dann nicht, wenn es sich um den eigenen handelt.

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oalos 23.12.2018, 13:24
51. What about ...

Zitat von pommes112
Sorry wegen ein paar Messungen an 5 Windmühlen zu behaupten das Ergebnis wäre nun Stand der Technik ist mager. Zu glauben das unsere neuen Produkte durch das Strohhalm verbot, die Welt verbessern ( andere uns folgen) ist auch sehr fraglich? Beispiel Energiewende bis jetzt sehe ich nur Länder die auf Deutschland zeigen und sagen „seht mal selbst die deutschen schaffen es nicht, also bleiben wir bzw. steigen wir bei der Kernenergie ein.“ Windmühlen mit deren Flächen verbrauch in Naturschutzgebieten und zugehörigen Vogel Mord als gesetztes Heilmittel zu verkaufen ist unseriös.
Strohhalm aus Stroh hört sich doch gut an. Deutschland schafft es doch prima mit der Energiewende -- wir exportieren (nein, nicht bei den 3 Tagen Windstille...) Strom. Die armen Vögel: erst sind's die vielen bösen Katzen - jetzt die Windmühlen. Auf den deutschen Autobahnen werden wohl mehr Vögel geschreddert. Vielleicht kann man sich da aber auch noch eine Lösung einfallen lassen.

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sotraluz 23.12.2018, 13:31
52. Lächerlich

Gestern habe ich mir einen Ananas-Snack gekauft: Füllgewicht 200 g in 20 g Plastikverpackung mit Löffel.
Der Löffel wiegt knapp 1 g und ist dank EU künftig verboten. So retten wir die Umwelt ...

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KlausMeucht 23.12.2018, 13:31
53.

Zitat von Gleichstrom
Absolut zustimmungsfähig! Weil die Kunden den Schund kaufen. Sich nicht für Zusammenhänge und Wirksamkeiten interessieren, sondern irgendwo zwischen dem Wunsch nach einem fahrenden Wattebausch, Komfort-Reizüberflutung und der tumben Glorifikation entweder der Vergangenheit großvolumiger Motoren oder der Zukunft debil grinsender Elektrowägelchen gefangen sind, sich entweder für einen heroischen Erhalter des Erbes oder für einen ach so fortschrittlichen Pionier einer neuen Zeit halten.
Ich wehre mich dagegen den Endkunden verantwortlich zu machen. Der ist der letzte der den Überblick über den Gesamtprozess hat.

Ich kann nicht bei jedem Einkauf eine Internetrecherche machen. Ich werde aber seit dem ich Denken kann zur Bequemlichkeit als Konsument erzogen.

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bartnelke 23.12.2018, 13:37
54. @domino3116#18

Zurückverweis. der Dieter hat da nuhr zu kurz gedacht. Wir brauchen echte Kreislaufwirtschaft, naja nicht beim Wattestäbchen, aber bei den rasanten Technikneuerungen. Also mehr reparieren, bzw Module austauschen. Dieses knowhow könnten wir Deutsche haben, derzeit sind uns die Afrikaner aber weit überlegen und vieles was wir aus ökologischer Sicht ausrangieren wird woanders wieder zum Leben erweckt. Damit ist wirklich nichts gewonnen.
Wer kauft sich denn einen neuen Computer weil der alte farblich nicht zum neuen Sofa passt?

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priemer 23.12.2018, 13:42
55. Romani sum!

Endlich, rechtzeitig zu Weihnachten sagt mir Herr Stöcker wie ich richtig zu denken habe. Selbstverständlich hege ich keine Zweifel am Elektroauto, dass statt der versprochenen bis zu 400km Reichweite nach 43km mit leerem Akku gerade noch eine Ladestation erreicht. Ja, es war Herbst und ich fuhr mit Licht, Heizung und Radio. An der Ladestation wurde mein Testfahrzeug dann mit Strom aus fossilen Energieträgern aufgeladen, weil die erneuerbaren nicht die Energiedichte für das Schnellladen erzeugen. Die Zulieferer wären übrigens fast alle Made in China. Der Automobilbau als deutsche Schlüsselindustrie - selbstverständlich ein völlig unnötiger Anachronismus. Die Steuergelder werden schon aus anderen Branchen fließen - von Solarworld zum Beispiel. Ich bitte Sie Herr Stöcker, wer ist hier der Erkenntnisverweigerer? Mein Vorschlag entstammt dem analogen Zeitalter, also quasi aus der Steinzeit: Immanuel Kants: Habe Mut, Dich deines eigenen Verstandes zu bedienen. Also bitte, Herr Stöcker, streiten wir uns nicht über die Begriffe, mit denen wir den Andersdenkenden abwerten. Lassen Sie uns darum streiten, wie wir mit den Herausforderungen der Zukunft umgehen!

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Gleichstrom 23.12.2018, 13:54
56.

Zitat von KlausMeucht
Ich wehre mich dagegen den Endkunden verantwortlich zu machen. Der ist der letzte der den Überblick über den Gesamtprozess hat. Ich kann nicht bei jedem Einkauf eine Internetrecherche machen. Ich werde aber seit dem ich Denken kann zur Bequemlichkeit als Konsument erzogen.
Und weiter? Sie wollen also die Maxime der Bequemlichkeit ausleben, aber nicht verantwortlich sein?

Wenn ich das richtig verstehe, dann könnten sie erstens genausogut das Erlernen des Fliegens beabsichtigen, zweitens sehen Sie die andere Seite nicht: Das, was die Bequemlichkeit des Einen nach sich zieht, ist für viele, viele Andere eine existenzielle Frage! Das ist einfach systematisierter Egoismus.

Daneben könnten Sie mit Sicherheit eine Recherche über alle möglichen Käufe machen. Das ist sogar garnicht so zeitaufwendig: Regelmäßig gekaufte Produkte müssen nicht bei jedem Kauf einer neuen Analyse unterzogen werden, es können Grundsatzentscheidungen getroffen werden, die zwar nicht immer die absolut optimale Lösung bieten mögen, aber eine einfache und wirksame Annäherung daran.

Der Kunde KANN den Überblick haben. Ich weiß nicht allein bei ottomotorisch angetriebenen PKW - deren Entwicklung mein Beruf ist - was ich kaufe, sondern im Prinzip überall. Verbringe nicht Stunden am Tag damit, allenfalls Minuten. Ich mag mir selbst nicht so gern eine dermaßen überlegene Intelligenz oder Rationalität unterstellen, zumal ich keinen IQ von 150 habe.

Es ist am Ende auch garkein Detailwissen über alles notwendig, aber wenn man z.B. ein neues Fahrzeug kauft, also eine mindestens fünfstellige Summe ausgibt, kann man davon ausgehen, daß sich zu informieren zumutbar ist, und zwar über Werbeprospekte hinaus. Sie werden bei Tesla so wenig zu den Problemen elektrischer Autos lesen wie bei Audi zu denen von Benzinmotoren; aber KEIN grundsätzlicher Zusammenhang ist ein Geheimnis, kein Konzept ist frei von Nachteilen, und keines, das es gibt, ist frei von Vorteilen.

Daß es noch wesentlich wirksamere Konsum-Stellhebel gibt - geschenkt!

Die Industrie tut, was ihr die Kunden auftragen. Sie bewirbt dieses, das ist ein Wechselspiel aus echter und erzeugter Nachfrage, aus innovativen Ideen und Reaktionen auf geänderte Nachfragekriterien, aber in jeder Kausalkette steht zu Anfang einer, der was will. Der will was, also wird er was kaufen, also wird er sich Gedanken machen, was er kaufen will.

Zu ihrer Erziehung zur Bequemlichkeit: Mein Beileid! Wiederholen Sie das bitte nicht, eine Erziehung zu Eigenverantwortlichkeit, Rationalität und einem gesunden Maß an echter Freude am Leben erscheint sicher nicht allein mir als sinnvoller, angenehmer oder kurzgesagt einfach besser.

Ein Konsumlemming zu sein, ein kleines zufriedenes Rädchen im System - ist das wirklich so geil? Macht das glücklich? Zufrieden, auf einer ... größeren Ebene, im Ganzen gesehen?

Ich hoffe und vermute, das tut es nicht.

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geri&freki 23.12.2018, 14:02
57. Nicht zu Ende gedacht

Zitat von karl-felix
Seit dem letzten Jahrhundert wissen wir, dass nicht die " Überbevölkerung " - ein Begriff der vielleicht vor 250 Jahren in Europa eine gewisse Berechtigung hatte - das Problem unseres Planeten ist sondern die nicht nachhaltige Wirtschaftsweise der Industrienationen . Es ist kein Problem 14 Milliarden Menschen zu versorgen . Der PLanet bietet genug für jedermanns Bedürfnisse, aber nicht für jedermanns Gier.
Wer die Problematik der globalen Überbevölkerung alleine auf die Frage der Ernährung reduziert, hat die Tragweite nicht im Ansatz begriffen. Als ob 7 Milliarden zusätzliche Menschen auf diesem Planeten keinen Müll erzeugen, keine Energiebedarf hätten, keine Schadstoffe ausstoßen würden, nicht mobil sein wollten und damit auch keine Ressourcen beanspruchen, verbrauchen und unwiderbringlich vernichten würden. Vom Naturverbrauch einmal ganz abgesehen.

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tinnytim 23.12.2018, 14:25
58. Murmeltiertag im Dezember?

Zitat von geri&freki
Ihnen scheint nicht nur entgangen zu sein, dass der Deutsche Vogelschutzbund seit mittlerweile fast 30 Jahren einen anderen ganz Namen führt. Auch mit Ihren Rechenkünsten scheint es nicht allzu weit her zu sein. 250.000 : 25.000 ergibt - nach Adam Riese - noch immer den Wert 10! Zu den toten Vögeln kommt übrigens außerdem noch einmal die selbe Zahl an toten Fledermäusen. Macht schon mal 20 tote Tiere pro Anlage und Jahr, was gerade bei relativ seltenen Arten alles Andere als wenig oder gar unbedeutend ist. Ansonsten: Wieder mal die gleiche absurde "Nimby"-Argumentation: Weil Anderes auch schlimm - oder noch schlimmer - ist, ist das eine Schlimme auch nicht von Belang...! Und weil Wildvögel massenhaft auch an Glasscheiben, durch den Verkehr, durch Hauskatzen oder durch illegalen Vogelfang im Mittelmeergebiet zu Tode kommen, dürfen andere Faktoren nicht einmal erwähnt, geschweige denn kritisiert werden - oder wie? Im Übrigen: Auch der Naturschutz lehnt die Windenergie keineswegs pauschal ab - im Gegenteil. Aber eben nicht um jeden Preis und auch nicht überall. Aber für Grautöne scheint in der Welt von heute ja kein Platz mehr zu sein. Sondern nur noch für Schwarz oder Weiß!
An das täglich grüßende Murmeltier musste ich eher bei Ihrem Beitrag denken.
Hier ein paar harte Fakten:
https://de.m.wikipedia.org/wiki/Windkraftanlage#Vogel-_und_Fledermausschlag
Richtig düster wirds dann, wenn man auf die Verluste durch Glasfassaden, Verkehr und Hauskatzen schaut. Dort ist die Größenordnung um Zehner-Potenzen höher.
Im Übrigen sind sind sich alle Biologen einig, dass die Agrarindustrie die mit Abstand größte Gefahr für gefährdete Vogel- und Fledermausarten ist. Weniger Diversität auf dem Acker -- > weniger Insekten -- > weniger Singvögel und Fledermäuse -- > weniger Greifvögel.

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karl-felix 23.12.2018, 14:45
59.

Zitat von licht_und_schatten
1)Selbstverständlich ist die Überbevölkerung einer der wichtigsten Faktoren für die Klimaveränderung. 2) Der Trend geht doch dahin, sonst können Sie 14 Milliarden nicht unterbringen. Vielleicht haben Sie ja erfahren, dass man Spaß haben kann auch ohne Kinder zu zeugen.
1) Es ist nicht des Menschen Furz, sondern das Baunkohlekraftwerk-Kraftwerk, das die Massen an C02 eq emittiert.

2) Wir sprengen zehntausende völlig intakter Wohnungen einfach weg um die Preise hoch zu halten. Fahren Sie durch Mc Pom , wandern Sie durch die Mark - tagelang brauchen Sie dort keinen Menschen zu treffen. Ganze Dörfer stehen leer, wir sterben ohne Zuwanderung aus. Weltweit sinkt - außer bei den Verschwenderstaaten wie Deutschland un den USA die Fertilitätsrate der Frauen.
Vielleicht haben Sie ja erfahren, dass wir niemals 14 Milliarden Menschen auf dieser Erde sein werden.

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