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Umweltdebatte : Sie schaffen das, aber nicht allein
Phil Clarke Hill/ In Pictures/ Getty Images

Was man alles lassen soll, dem Klima zuliebe! Autofahren, fliegen, Fleisch essen - sogar Kinder zeugen ist angeblich eine Klimasünde. Dabei ist der wichtigste Beitrag, den jeder Erwachsene leisten kann, ein ganz anderer.

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CVCVCV 20.05.2019, 10:34
60. Von allen Seiten kommen!

Dass wir (selbstverständlich!) wählen gehen und unsere Kreuze (hoffentlich!) dort machen, wo (möglichst kollektiv!) an einer lebenswert-natürlichen, humanistisch-friedlichen und verantwortungsvoll-weitblickenden Zukunft ”gestrickt” wird, kann doch nicht im Ernst den Umbau des eigenen Lebens in Richtung Umwelt- (und also Selbst-) Schutz irrelevant werden lassen! Die Masse macht's. Wir sind der Konsum (Plastik, CO2, konventionelle Landwirtschaft ETC.)! Und die Politik ist fast immer zu schwerfällig, zu langsam, zu unbeherzt. (Zum Glück, muss man teilweise sagen. Denn so ist das mit demokratischen Prozessen.) Also, bitte BITTE: von allen Seiten kommen!

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okrogl 20.05.2019, 10:37
61. Manipulation?

Ist das einer der berühmt-berüchtigten Wahlmanipulationsartikel, die uns die Zensur beschert haben? Denn eigentlich sagt Herr Stöcker nur, dass wir Verbote brauchen und wir gefälligst Parteien wählen sollen, die solche Verbote durchdrücken wollen.

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jankla 20.05.2019, 10:43
62. Verantwortung

Der angeblichen Meinung des Autors, dass individuelle Verantwortung keine Rolle spielt, kann man ihm kaum abnehmen, sonst würde er statt Fahrrad oder Elektroroller sicherlich einen fetten Mercedes fahren und so weiter.. Natürlich sollte man in der Klimawandeldebatte vor allem eins in den Mittelpunkt stellen: die Hauptverursacher (Industrie), die es durch gesetzliche Massnahmen zu regulieren gilt. Doch individuelle Verantwortung spielt auch eine grosse Rolle, sowohl der persönliche Lebensstil, als auch durch die Möglichkeit, politischen Druck auszuüben. Bezüglich der Kinderdebatte: der Autor fühlt sich hier (wohl wie so viele Menschen) persönlich angegriffen (weil er Kinder hat/möchte?), doch das Argument einer stagnierenden mitteleuropäischen Bevölkerung gilt nicht: wir haben nur EINE Welt und die ist und wird in Zukunft nur noch mehr überbevölkert sein. Wir leben bereits jetzt über die bestehenden Ressourcen hinaus. Deshalb sollte sich jede(r) gut überlegen, ob, und wenn ja, wie viele Kinder es denn sein müssen.

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Flauschie 20.05.2019, 10:44
63. Klar - warten wir einfach auf alle anderen

Wenn jedes Paar nur ein Kind bekommt und wir das 100 Jahre machen, dann ist die Population soweit gesunken, dass er der Planet damit zurecht kommt. 50% weniger Menschen = 50% weniger Konsum = 50% weniger Produkte (Anzahl) = 50% weniger Umweltverschmutzung. Was ist daran schwer verstaendlich?

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izach 20.05.2019, 10:49
64.

Eine aktuelle Klimadebatte gibt es nicht. Der Autor und wenige andere versuchen vergeblich, durch ständige Kolumnen eine solche Debatte in Gang zu bringen. Mangels breitem Interesse gelingt dies nicht.

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buffbuff 20.05.2019, 11:32
65. das meiste im kommentar stimmt und ist ....

... stimmig. allerdings scheint die dringlichkeit noch nicht so zu sein, dass die parteien sich einig sind, was getun werden sollte. dabei ist es völlig offensichtlich:
- dass der autoverkehr runtergefahren werden muss und mit umweltfreundlicheren vehikeln stattfinden sollte (dabei ist die entwicklung von E-SUVs wohl der letzte exzess, den wir brauchen: mehr Li für schwerere batterien, mehr material für die dicken brummer, warum?)
- der flugverkehr begrenzt werden sollte (keine nationalen flüge mehr, flüge so teuer machen, dass die leute nicht mehr für umme auf ein wochenende nach malle jetten)
- plastikproblem in den griff bekommen (schwarzes plastik verbieten, plastik besteuern und teuer machen)
- infrastruktur (nachhaltige investionen in schienenverkehr und autofahren, inklusive ausländische, an den kosten für die autobahnen beteiligen)
wäre alles machbar, wenn sich die entscheider endlich von ihrer klientel lösen würden, die sie in ein paar jahren ohnehin nicht mehr in der art bedienen können. das bescheuerte gebrummel vom audi-andi ist sowas von unerträglich. warum komissionen einberufen, wenn man hinterher sagt, hej jungs ich weiss alles besser, daher ignorieren wir eure ratschläge, viel spass mit der kohle, die euch eure berichte eingebracht haben.
arme politik, ich glaube zu zeiten des FCKWs waren halt noch leute mit mehr prinizp und moral involviert und nicht ausschliesslich dampfplauderer, die nachweislich schon bei ihren dissertationen nicht in der lage waren, qualität zu liefern, oder einfach aufgegeben haben, wie der kinderlose sportbootfahrer und rennautolenker lindner, den den kindern und jugendlichen vorschreiben will, wie sie für ihre zukunft demonstrieren.
ich glaube ich wähle nico semsrott. der meint es ehrlich.
und wird sich gehör verschaffen...

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Schartin Mulz 20.05.2019, 11:44
66. Der Grundthese

kann ich uneingeschränkt zustimmen. Man wird das Problem nicht auif der persönlichen Ebene lösen können.
Widersprechen muss isch leider bei der Idee, man könne mit seiner Stimme bei der EU-Wahl etwas fürs Klima tun. Wo sind denn die Lösungen? Diese CO2-Steuer wird das Leben für viele verteuern, aber den Klimawandel nicht aufhalten. Solange die Menschen für die verteuerten Energien keine Alternativen haben. Oder werden wir im Winter nicht mehr heizen, wenn Gas etc teurer werden? ODer werden wir nicht mehr Autofahren, wenn das Benzin teurer wird? Wenn nicht z.B. gleichzeitig der OPNV etc soo massiv ausgebaut wird, dass das eine Alternative ist.
Warum sollte ich eine Partei wählen, die für mich alles teurer macht, ohne für günstige umweltfreundliche Alternativen zu sorgen?
Warum soll man eine Partei wählen, die Trinkhalme verbietet, aber es nicht schafft, den Müllexport zu verbieten. Und die Recyclingquoten zu erhöhen.
Nein, da keine PArtei eine tragfähige Lösung anbietet, kann der Klimaschutz nicht das entscheidende Kriterium bei der Wahl sein.

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distel-neu 20.05.2019, 11:55
67. Schöner Aufruf zur Europawahl - eien Versuch ist es wert

Allerdings ist es extrem schwierig, die Wahlprogramme von 25 Parteien (oder Gruppierungen) nachzulesen, um eine Partei zu finden, die nicht nur redet, sondern vielleicht auch für das Gemeinwohl und nicht nur für die persönlichen Interessen handeln wird. Der Wahlschein - ca. ein Meter lang - schreckt ja schon ziemlich ab. Außerdem wird man das Gefühl nicht los, viele von denen, die sich zur Wahl stellen, rechnen nur mit einem schönen Posten und dem tollen "Gehalt" einschließlich Mitarbeitern, die man nach der Wahl bekommt. Können und Wissen ist leider nicht erforderlich. Meist nicht mal Anwesenheit. Zumindest sieht es immer ziemlich leer aus, wenn man Bilder von Abstimmungen im Europaparlament sieht. Und leider gibt es auch viel zu viele Lobbyisten. Wie soll man denn diesen Parteien und diesen Leute noch glauben? Ich habe aber trotz allem gewählt (Briefwahl), weil ich das Wahlrecht nach wie vor für sehr wichtig halte.

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medium07 20.05.2019, 11:59
68. Doch etwas komplexer...

Zitat von egonv
Ich kann nicht aufhören, denjenigen zu widersprechen, die hier erneut versuchen den Klimawandel mit irgendwelchen Eiszeiten zu leugnen: Das Prinzip des Treibhauseffekts kann jeder Fünftklässler im Erdkundeunterricht lernen. Was genau soll daran nicht erwiesen sein? Welcher Mechanismus daran ist denn nun strittig? Nichts und keiner.... Ich denke, der Kommentar ist schon richtig, jedoch darf man nicht vergessen, dass Symbolwirkung nicht unterschätzt werden darf. Die Kernbotschaft stimmt: Am Ende geht es nur über Verbote und Vorschriften. Das ist aber auch, und das legt der Autor gut an Beispielen dar, historisch oft so gewesen. Ich stimme ihm außerdem zu, dass für jeden, dem sein Leben, das seiner Kinder und die Welt an sich irgendetwas bedeutet, nur die Auswahl zwischen denen Parteien hat, die ernsthaft vorhaben gegen den Klimawandel vorzugehen. Egal was es kostet.
Da fragt sich, wieso man sowohl in Potsdam als auch beim IPCC u.a. die Quantenmechanik, die Thermodynamik und die Navier–Stokes-Gleichungen für die Klima-Modelle bemühen muss, wenn alles so einfach ist. Im Erdkundeunterricht lernt man dergleichen bestimmt nicht, da muss man schon höhere Mathematik, Physik und Chemie bemühen. Für einen Fünftklässler ein bisschen zu hoch. Und selbst dann sind die schnellsten Rechner nicht in der Lage, einigermaßen verlässliche Prognosen abzugeben. Man behilft sich schließlich mit Parametrisierungen. Selbst wenn jedoch die teils nachweisbar gefälschten Prognosen (Hockeystick) stimmen sollten, sind die vorgeschlagenen Rezepte naiv bis gefährlich. Was Herr Stöcker hier Woche für Woche treibt erinnert immer stärker an den Ablasshandel eines Johann Tetzel.

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till_wollheim 20.05.2019, 12:13
69. Nein, nicht angeblich, sondern faktisch sind Kinder ein Problem!

Es ist der Mensch selbst, der die größte BELASTUNG für die Welt darstellt. Daher ist es nicht "angeblich" sondern faktisch so, daß jedes Kind mehr der größte Schaden für die Umwelt ist. Wer das nicht akzeptieren will, hat offenbar eine vernebelte Wahrnehmung! Genauso ist der Humanismus inzwischen kein Vorteil mehr für das Überleben der Menschheit. Das muß man ganz einfach wertneutral hinnehmen wenn man nicht als dumm gelten will! Erst wenn die Menschheit wieder stark reduziert ist, oder zumindest auf dem Weg dahin ist - das hieße 0,8 Kinder pro Frau weltweit - kann man Humanismus wieder als etwas Erstrebenswertes ansehen!
Im Übrigen ist es gerade echter Humanismus, wenn man aus Erkenntnis handelt und somit den Menschen davor bewahrt sich selbst auszurotten! Es ist eben gerade Homophob so zu tun als ob "gutmenschliches" Verhalten gut wäre.

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