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Umweltdebatte : Sie schaffen das, aber nicht allein
Phil Clarke Hill/ In Pictures/ Getty Images

Was man alles lassen soll, dem Klima zuliebe! Autofahren, fliegen, Fleisch essen - sogar Kinder zeugen ist angeblich eine Klimasünde. Dabei ist der wichtigste Beitrag, den jeder Erwachsene leisten kann, ein ganz anderer.

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till_wollheim 20.05.2019, 12:23
70. Man sollte nicht gegen die Empirik versuchen anzureden

Die sicherste wissenschaftliche Methode ist nicht die Theorie sondern die Empirie! Also - dann ist Greta Thunberg der beste Beweis, daß alles was der Autor hier zum Besten gibt in Punkto individuellen Verhaltens und seiner Auswirkungen widerlegt ist: Greta hat in Schweden ganz alleine angefangen und nun streben ihr Millionen intelligenter Jugendlicher in über 100 Ländern nach - wenn das keine Auswirkungen haben soll - vor allem wenn diese heute noch Jugendlichen in ein paar Jahren Erwachsen sind, dann … Aber schon heute hat es direkte Auswirkungen auf die Diskussionen in der Politik und Entscheidungen in der Industrie! ich wage zu behaupten, daß Herr Diess ohne die Friday for Future Bewegung es nicht gewagt hätte so radikal etwas höchste Vernünftiges und Zielführendes gewagt hätte! Auch wenn viele jetzt gegen ihn anstänkern - besonders in der naiven Autopresse - die werden alle bald eines Besseren belehrt sein werden!

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andre_36 20.05.2019, 12:32
71.

Zitat von Flauschie
Wenn jedes Paar nur ein Kind bekommt und wir das 100 Jahre machen, dann ist die Population soweit gesunken, dass er der Planet damit zurecht kommt. 50% weniger Menschen = 50% weniger Konsum = 50% weniger Produkte (Anzahl) = 50% weniger Umweltverschmutzung. Was ist daran schwer verstaendlich?
Sie irren sich. Wenn die Bevölkerungszahl sinken würde, bedeutet das nicht, dass Konsum und Produktion nachließen. Es werden immer neue Bedürfnisse geschaffen, und die Haltbarkeitsdauer vieler Artikel noch weiter gesenkt. Von vielen Einwegprodukten ganz zu schweigen. Billigflugangebote sorgen für mehr Flüge, auch bei weniger Bevölkerung. Das globale Wirtschaftssystem erfordert Wachstum von Konsum und Produktion , egal mit wie vielen Menschen. Die Umweltprobleme werden sich nur lösen lassen, wenn die Ideologie des permanenten Wachstums endlich beseitigt würde. Also: Nicht mit den Grünen oder anderen Parteien, die Klimapolitik mit marktwirtschaftlichen Mitteln umsetzen wollen. Anstatt Elektroautos anzupreisen, müsste Autofahren als Privatvergnügen abgeschafft werden. ÖPNV und Bahn müssten kostenlos angeboten werden, Massentierhaltung verboten werden. Mit freier Marktwirtschaft wird das natürlich nicht möglich sein.

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andre_36 20.05.2019, 12:47
72.

Zitat von CVCVCV
Dass wir (selbstverständlich!) wählen gehen und unsere Kreuze (hoffentlich!) dort machen, wo (möglichst kollektiv!) an einer lebenswert-natürlichen, humanistisch-friedlichen und verantwortungsvoll-weitblickenden Zukunft ”gestrickt” wird, kann doch nicht im Ernst den Umbau des eigenen Lebens in Richtung Umwelt- (und also Selbst-) Schutz irrelevant werden lassen! Die Masse macht's. Wir sind der Konsum (Plastik, CO2, konventionelle Landwirtschaft ETC.)! Und die Politik ist fast immer zu schwerfällig, zu langsam, zu unbeherzt. (Zum Glück, muss man teilweise sagen. Denn so ist das mit demokratischen Prozessen.) Also, bitte BITTE: von allen Seiten kommen!
Wenn es nicht politisch beschlossen wird, wird gar nichts passieren. Den letzten Generationen wurde gepredigt, dass die Möglichkeit des unbegrenzten Konsums das kapitalistische System legitimiert. Und jetzt sollen diese Menschen freiwillig auf Konsum verzichten? Wozu brauchen wir dann noch den Kapitalismus und die freie Marktwirtschaft? Ohne ständig wachsenden Konsum gibt es keine wachsende Wirtschaft und damit wäre der Kapitalismus am Ende.. Also bräuchten wir zuerst ein neues Wirtschaftssystem. Das allerdings werden die derzeitigen Akteure nicht zulassen. Es gibt keine soziale Verantwortung, die wichtiger wäre, als Gewinn zu machen. Fragen Sie bei den betrügenden Autoherstellern oder Familie Bahlsen nach.

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ds10 20.05.2019, 12:52
73.

Zitat von medium07
Da fragt sich, wieso man sowohl in Potsdam als auch beim IPCC u.a. die Quantenmechanik, die Thermodynamik und die Navier–Stokes-Gleichungen für die Klima-Modelle bemühen muss, wenn alles so einfach ist. Im Erdkundeunterricht lernt man dergleichen bestimmt nicht, da muss man schon höhere Mathematik, Physik und Chemie bemühen. Für einen Fünftklässler ein bisschen zu hoch. Und selbst dann sind die schnellsten Rechner nicht in der Lage, einigermaßen verlässliche Prognosen abzugeben. Man behilft sich schließlich mit Parametrisierungen. Selbst wenn jedoch die teils nachweisbar gefälschten Prognosen (Hockeystick) stimmen sollten, sind die vorgeschlagenen Rezepte naiv bis gefährlich. Was Herr Stöcker hier Woche für Woche treibt erinnert immer stärker an den Ablasshandel eines Johann Tetzel.
Die Grundlagen des Klimawandels sind einfach, wenn CO2 ein Treibhausgas ist, dann muss die Erhöhung dessen Konzentration in der Atmosphäre (ceteris paribus) eine Erhöhung der Temperatur zur Folge haben. Das wusste man schon zu Beginn des 20. Jahrhunderts.

Das was kompliziert ist, ist die genaue Temperaturerhöhung zu berechnen (weil es eben noch viele weitere Faktoren gibt, die miteinander in Wechselwirkung stehen), das zieht aber die Grundlagen nicht in Zweifel. Das Ablenken auf die Kompliziertheit dient nur der Beruhigung des eigenen Gewissens (so man eines hat) oder folgt irgendwelchen wirtschaftlichen Interessen.

Sogar die fossile Rohstoffindustrie ist sich dieser Tatsache seit langem bewusst, oder haben Sie zufällig den Artikel über die Vorhersagen von Exxon verpasst: https://www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/exxon-sagte-co2-gehalt-der-atmosphaere-fuer-2019-genau-voraus-a-1267915.html

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checkitoutple 20.05.2019, 12:57
74. Was nutzt HerStöcker denn einen Angeblich Ökologische Partei wie die

Grünen. Denn sie handelt ja Kapitalistisch Neoliberal. Und Wirtschaftswachstum ist das größte Übel von allen. Das will nur keiner wahr haben.Und vor allem die Neo Liberalen wollen da ja ungezügeltes unkontrolliertes Wachtum.Solange die Ideologie des ungezügelten Wachstums bestimmend ist und der Egowahn auf allenEbenen gepredigt wird ist alles qndere Schal und Rauch.
Gehen sie mal durch einen Konsumtempel oder durchsurfen sie Amazon und Konsorten immer wird sie derVersuch begleiten möglichst viele Dinge zu kaufen die sie Wahrscheinlich gar nicht nutzen werden.
Klimakiller Nummer 1 ist heute die Werbung in alen Ausprägungen. Die Kunden Manipulation und die früherziehung von Konsumenten.
Nestle und Konsorten haben heute schon kostenose Games im iTunes Shop und Google Play in denen Kinder unter 3 Jahren einen möglichst großen Schockolade Konsum Antrainiert wird. Das Fernsehn trainiert in vielen Kindersendungen kleine Kinder dazu möglichst Trendy zu sein und nur ja keinen Konsumrausch zu verpassen.
Ja man wird sich entsheiden müssen entwerde 3 Jobs für beide Eltern und totale Medienkontrolle über die Kindheit, oder etwas weniger Wachstum ein Sinnvolles Leben mit Sinnvollem Konsum.
Aber die goldene Kuh des Wachstums haben doch alle im Programm. Und solange ist es auch Sinnfrei eine dieser Parteien zu wählen.

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Dr. Kilad 20.05.2019, 12:57
75. Mal ganz ehrlich... Ich kann damit nicht viel anfangen.

Dass nur kollektiv eine Lösung möglich wäre, stimmt zwar. Aber wie durchsetzen?? Der Sklaven-Vergleich ist schon deshalb Unsinn, weil eben einzelne Ereignisse (wie hier der Sklavenaufstand in Haiti) maßgeblich zur Ächtung beigetragen haben. Das Verhältnis von bestimmten Personen und Einzelereignissen zur Allgemeinheit ist sehr unpräzise, ja, falsch.

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h_jahn 20.05.2019, 13:02
76. Ökostrom?

Lieber Herr Stöcker, es mag ja sein, dass Sie seit 20 Jahren ausschließlich Ökostrom bezahlen. Sofern Sie keine eigene Windkraft- oder PV-Anlage haben, beziehen Sie aber den Strom, der gerade da ist. Eine Filterung passiert nämlich nicht. Physik, Sie wissen schon. Und etwas fürs Klima tun? Wie wäre es mit fundierter Aufklärung beim Spiegel? Gerade war noch Dürre, jetzt drohen extreme Niederschläge. Weniger Panik und Angst (Greta lässt grüßen) und ein wenig mehr Sachlichkeit wäre nett. Auch wenn es nur eine Kolumne ist. Und natürlich gehe ich wählen :-)

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Schartin Mulz 20.05.2019, 13:21
77. Das Klima

Zitat von till_wollheim
Die sicherste wissenschaftliche Methode ist nicht die Theorie sondern die Empirie! Also - dann ist Greta Thunberg der beste Beweis, daß alles was der Autor hier zum Besten gibt in Punkto individuellen Verhaltens und seiner Auswirkungen widerlegt ist: Greta hat in Schweden ganz alleine angefangen und nun streben ihr Millionen intelligenter Jugendlicher in über 100 Ländern nach - wenn das keine Auswirkungen haben soll - vor allem wenn diese heute noch Jugendlichen in ein paar Jahren Erwachsen sind, dann … Aber schon heute hat es direkte Auswirkungen auf die Diskussionen in der Politik und Entscheidungen in der Industrie! ich wage zu behaupten, daß Herr Diess ohne die Friday for Future Bewegung es nicht gewagt hätte so radikal etwas höchste Vernünftiges und Zielführendes gewagt hätte! Auch wenn viele jetzt gegen ihn anstänkern - besonders in der naiven Autopresse - die werden alle bald eines Besseren belehrt sein werden!
wird nicht dadurch gerettet, dass Millionen einem Mädchen zujubeln.
Es müssen konkrete Maßnahmen ergriffen werden. Da können auch mIlliarden Schüler freitags auf die Straße gehen, das ändert nichts. Die Schüler machen lediglich auf ein Problem aufmerksam, das wir seit Jahrzehnten kennen. Nicht weniger, aber auch nicht mehr.

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Flauschie 20.05.2019, 13:22
78. Da irren SIE sich, fuerchte ich

Zitat von andre_36
Sie irren sich. Wenn die Bevölkerungszahl sinken würde, bedeutet das nicht, dass Konsum und Produktion nachließen. Es werden immer neue Bedürfnisse geschaffen, und die Haltbarkeitsdauer vieler Artikel noch weiter gesenkt. Von vielen Einwegprodukten ganz zu schweigen. Billigflugangebote sorgen für mehr Flüge, auch bei weniger Bevölkerung. Das globale Wirtschaftssystem erfordert Wachstum von Konsum und Produktion , egal mit wie vielen Menschen. Die Umweltprobleme werden sich nur lösen lassen, wenn die Ideologie des permanenten Wachstums endlich beseitigt würde. Also: Nicht mit den Grünen oder anderen Parteien, die Klimapolitik mit marktwirtschaftlichen Mitteln umsetzen wollen. Anstatt Elektroautos anzupreisen, müsste Autofahren als Privatvergnügen abgeschafft werden. ÖPNV und Bahn müssten kostenlos angeboten werden, Massentierhaltung verboten werden. Mit freier Marktwirtschaft wird das natürlich nicht möglich sein.
Wenn man den Verbrauch von 5Mrd vs 10Mrd Menschen vergleicht, dann bleibt der Verbrauch der 5Mrd (bei Gleichverteilung) bei 50%. Es mag sein, dass der Verbrauch pro Person absolut im Laufe der Zeit steigt - das hat aber keinen Einfluss auf die Relation.
Davon mal abgesehen gibt es zumindest die Hoffnung, dass zumindest der Energiebedarf aus nicht-regenerativen Energien langfristig stark sinken wird.

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ganzeinfach 20.05.2019, 13:24
79. Frevel an der Umwelt

Wieviele Male durften Sie letztes Jahr den Saharastaub vom Fahrzeug waschen? Mehr als vor 10 Jahren? Eben - Antwort klar: viel mehr. Genauso gehts mit dem Raubbau an der Natur. Mal kurz 100-jährigen Wald im Hambacher Forst (oder im Amazonas u.a.m.) abholzen, um darunter etwas Energie rauszukratzen, welche im gleichen Quartal endgültig verheizt ist. Darauf kommt welche Nachhaltigkeit? KEINE.
Nun müssen wir Kosten versus Nutzen gegenüberstellen und handeln: ganzeinfach
hmmm... ja - der ganzeinfach geht jetzt Kohletagebaugruben in D begrünen. Nicht mit Wald - aber mit echtem Nutzen für die deutsche Bevölkerung, deren Natur und für eine lebenswerte Zukunft. Umweltschutz fängt eben bei sich selber an. Jetzt. ganzeinfach.

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