Forum: Wissenschaft
Umweltschutz: Biene Maja muss nicht sterben
DPA

Seit Jahren warnen Umweltschützer vor einem Bienensterben und machen mit aufwendigen PR-Aktionen darauf aufmerksam. Doch es gibt ein Missverständnis: Honigbienen sind nicht gefährdet.

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HLoeng 20.05.2018, 11:55
140. Mein SUV fährt auch ohne Bienen

Der Amokläufer der Evolution lechzt wie immer voller Gier nach Ausflüchten, um an seinem Verhalten nichts ändern zu müssen. In seinem tiefsten Innern ahnt er natürlich schon, dass wir die Lebensgrundlagen der nächsten Generationen gnadenlos ruinieren, doch im schneidigen Verdrängen bringt es das "Ebenbild des Herrn" zur absoluten Meisterschaft.

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oeff 20.05.2018, 11:56
141.

Zitat von rex_danny
Nun, das liegt meines Wissens größtenteils an der optimierten Aerodynamik. Waren Windschutzscheiben oder Kühlergrills früher mehr oder weniger senkrecht gestellt, sind Autos heute sehr windschlüpfrig - der Effekt: die Luft wird widerstandsärmer um die Karosserie geleitet und anfliegende Insekten ebenso. Im übrigen ist das gleiche Grund, warum kein Pkw mehr ohne Klimaanlage auskommt. Durch die extrem schräg stehenden Scheiben wird sehr viel mehr Hitze im Innenraum produziert, als bei alten Autos.
Hmm,
das mag ein Argument sein.
Aber in meinen rein subjektiven Vergleich hat das Auto das ich zwischen 2000-2010 fuhr ( ein Ford Focus Kombi) und meinem aktuellen ( Subaru Forester ) damals den weit besseren CW Wert und es handelt sich um die selbe Strecke. Am Focus hatte ich weit aus mehr Getier an der Scheibe kleben. Und der Subaru ist mit 147 PS gegen damals 90 mindestens genaus flott unterwegs. :-(

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styxx66 20.05.2018, 11:57
142.

Zitat von mina2010
aber Fakt ist, das vor 30 - 40 deutlich mehr Insekten unterwegs waren. Wenn man früher zur Pflaumenkuchenzeit in eine Bäckerei gegangen ist, war der Kuchen vor Wespen kaum zu sehen. Treten heute mal zwei Wespen zusammen auf, entblödet sich ein Teil der Presse von einer Plage zu sprechen. Keine Ahnung wann ich die letze Libelle gesehen habe, dieses Jahr tatsächlich eine Hummel. Wenn Gifte die nur gegen Pflanzen wirken sollen so unschädlich sind lieber Autor, wie wär´s mit nem Schlückchen Unkrautvernichter zur Verdauuung?
Ich kann Ihnen nur beipflichten. Als ich diesen Artikel lass, fragte ich mich, wann war die Autorin zum letzten Mal in der freien Natur oder im Garten? Der Unterschied der Artenvielfalt vor 20 Jahren zu heute ist dermassen frappierend, dass er eigentlich jedem auffallen müsste. In meinem Garten könnte ich jeden Tag die Bienen einzeln begrüssen, was noch vor ein paar Jahren unmöglich war, wie gesagt wegen der unglaublichen Anszahl der Insekten. Hier wird dem Leser mal wieder ein X für ein U vorgemacht, ivestigativer Journalismus eben, wieher.

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Svante07 20.05.2018, 11:58
143. Nein!

Zitat von Pfaffenwinkel
war also falsch. Aber immerhin: Es hat das Bewußtsein für die Umwelt geschärft.
Absolut nicht falsch.
Der Honigbiene geht es schlecht, sie wird nur dauernd gepäppelt und nachgezüchtet.
Die Wildbienen wurden in der Medienlandschaft aus Unwissenheit (fehlende Bildung, fehlendes Fachwissen) und Desinteresse in der Regel stets vergessen oder ignoriert.
Die Populationen der meisten Wildbienenarten haben einen dramatischen Rückgang erfahren.
Von einer Mär also keine Spur. Das wäre sonst der nächste Fehlschluss.

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bibabuzelmann 20.05.2018, 11:59
144. @136/muunoy

Zitat von muunoy
Da wird dann eben auch schnell das Herbizid Glyphosat zu einem Pestizid gemacht.
Tja .. wer sagt Ihnen denn, dass das Endprodukt Roundup ungiftig für Tiere sei? Nur weil der Wirkstoff ein Herbizid ist? Das ist nur die halbe Wahrheit. Denn verspritzt wird Roundup, kein Glyphosat.

Das ist leider der Trick den viele auf dem Leim gehen. Ja man hat Tierversuche mit Glyphosat gemacht und da gabs es wenig Probleme .. aber bei Tierversuchen mit Roundup war das wieder ganz was anderes.

Warum? Weil dem Roundup zum Glyphosat weiter Chemikalien zugesetzt werden, die dafür sorgen, dass das Glyphosat auch in die Pflanze vordringen kann, um dort "wirken" zu können und nicht einfach am Grashalm abperlt.

Beim Menschen ist das nichts anderes, da bekommt man bei diversen Krankheiten und Gebrechen Spritzen mit dem Wirkstoff, weil ein bloßes Auftragen auf die Haut natürlich nicht ausreicht.

Bei 100.000 Unkräutern auf dem Acker kann man natürlich nicht jede Distel auf gleichem Wege händisch behandeln, ergo braucht man etwas, was die Pflanze mikroskopisch "aufschneidet", sodass der Wirkstoff/das Gift eindringen und zu Werke gehen kann.

Dass solche Chemikalien nicht harmlos sind, erschließt sich von selbst.

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böseronkel 20.05.2018, 11:59
145.

Zitat von mina2010
aber Fakt ist, das vor 30 - 40 deutlich mehr Insekten unterwegs waren. Wenn man früher zur Pflaumenkuchenzeit in eine Bäckerei gegangen ist, war der Kuchen vor Wespen kaum zu sehen. Treten heute mal zwei Wespen zusammen auf, entblödet sich ein Teil der Presse von einer Plage zu sprechen. Keine Ahnung wann ich die letze Libelle gesehen habe, dieses Jahr tatsächlich eine Hummel. Wenn Gifte die nur gegen Pflanzen wirken sollen so unschädlich sind lieber Autor, wie wär´s mit nem Schlückchen Unkrautvernichter zur Verdauuung?
Glyphosat wirkt gegen Pflanzen, nicht gegen Insekten. Insekten werden sich sicher nicht an einem Schlückchen Roundup laben wollen. Gegen Insekten wurden die besonders gegen Insekten wirksamen Nervengifte auf Nikotinbasis gebastelt. Drei dieser Neonikotinoide werden demnächst in Freilandanwendungen verboten sein. Die Giftköche haben aber Neonikotinoide gebastelt, die über die Saatgutbeize in das Chlorophyll gebracht werden können, und dort lange Zeit wirksam sein können. Sollte es also dem Schmetterling Maiszünsler einfallen seinen Nachwuchs in einem Maisfeld heran zu ziehen, wird das Gift die kleine Raupe sofort in den Insektenhimmels befördern. Ähnlich funktioniert es bei den Rüben. Sollte sich der einzeln gelegten Rübenpflanze ein Drahtwurm nähern wird er sofort tot umfallen.

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d.u.s 20.05.2018, 12:02
146. Gottseidank..

.. alles relativ easy! Mich stören Wildbienen ohnehin bereits geraume Zeit. Diese nutzlosen und unangepassten Hippies unter den Insekten. Wäre nicht allen geholfen, wenn man, sagen wir.. patentgeschützte, fortpflanzungsunfähige Einjahres-High-Performance-Hybrid-Honigbienen bei einem gemeinnützigen Verein, sagen wir.. Monsanto kaufen könnte? Zu einem angemessenen Preis. Das wäre auch ein großer Vorteil für Drittweltstaaten.. in der Abhängigkeit liegt die Kraft.

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McNulty30 20.05.2018, 12:02
147. Unglaubliche Kommentare

Ich lese hier die Kommentare durch und komme aus dem Staunen nicht mehr raus, wie einseitig und unsachlich hier teilsweise argumentiert/kommentiert wird. Was steht in dem Artikel denn nun drin? Alles halb so schlimm, wie hier die meisten meinen und gleich wieder Monsanto und Konsorten als pösepöse Strippenzieher im Hintergrund sehen? Meiner Meinung nach will der Artikel nicht verharmlosen, sondern nur einen gerne bemühten Sachverhalt (Glyphosat, Insektensterben, Bienensterben) aus einer sachlichen Perspektive darstellen. Und noch viel weniger gibt der Artikel Entwarnung.
In den Kommentaren lese ich dann, dass das Insektensterben ja bemerkbar ist, weil man kaum noch dreckige Windschutzscheiben hat. Tja, mal kurz auf die Wikipedia schauen zum Artikel über Insektensterben und dann lesen, dass das eher subjektives Empfinden ist, da es speziell zu diesem Thema keine wissenschaftiche Abhandlung gibt, mag dann doch keiner Kommentatoren. Ich habe dieses Windschutzschieben-Argument bereits so viele Male gehört, dass ich den Eindruck habe hier ein tolles Beispiel für den Mandela-Effekt vor mir zu haben.
Nicht falsch verstehen - Insektensterben ist fakt. Man sollte aber nicht zu Pauschalisierung und Verallgemeinerung greifen, bloß weil man dann auch mal was zur Diskussion beitragen kann.
Ich selbst wohne in SH auf dem Land auf einem Resthof. Insellage umgeben von ca. 15 ha Acker, auf dem Mais wächst. Ich bin selber Hobbyimker und - Achtung! - nutze selber Glyphosat, um Unkraut im Garten zu bekämpfen, ganz zu schweigen vom dem Bauern mit seinem Mais drumherum. Sind mir deshalb schon Bienen gestorben? Nö. Ist die Diversität der Arten (und darum geht es unter Anderem beim Insektensterben) zurückgegangen? Kann ich nicht sagen, da ich nicht ständig auf Insketenbeobachtung bin. Ich kann aber sagen, dass wir hier Hummeln, Hornissen, Bienen(..), Ölkäfer, Libellen, Schmetterlinge, Schwebfliegen, Mücken, Gnidden usw. haben. WEnn ich mir meine Windschutzscheibe ansehe, gibt es im Umkreis anscheinend noch genig Insekten. Was ist denn nun richtig?
Und was machen die meisten Kommentatoren denn selbst gegen das Bienensterben/Insektensterben? Imkern? Insektenhotels bauen? Den Rasen mal wachsen lassen? Sonst irgendetwas? Eine ganz andere Diskussion ist ja auch die Art der Landwirtschaft und Nahrungsmittelerzeugung in Deutschland und was man selbst bereit ist, um eine Änderung herbeizuführen. Aber das würde hier den Rahmen sprengen. Bis dahin verteufeln wir lieber die Monsanto und BASF, weils so bequem ist.

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bommerlunder 20.05.2018, 12:03
148. Lieber mal lesen.

Zitat von NAAD24472
Nicht wundern, ist aus einer WhatsApp Diskussion kopiert: Heute ist ja Weltbienentag. Und dann kommt so ein weltfremder Wissenschaftler und quatscht ein Käse in die Welt, dass es einem Angst und Bange wird. Der Artikel suggeriert, das mit den Bienen im Wesentlichen alles in Ordnung ist. Kein Wort über die schleichende Vergiftung durch Insektizide, insbesondere durch die Neonicotinoide. Alles im grünen Bereich, es gibt ja Imker, die die Bienen vor dem Aussterben schützen! Dabei ist die Situation dramatisch. Bienen können ohne menschliche Hilfe nicht mehr überleben! Früher gab es in den Wäldern Abermillionen wilde Honigbienen. Heute sind sie in Mitteleuropa ausgestorben . Und die Reporterin hat ja von Tuten und Blasen keine Ahnung und schwatzt einem irre geleiteten Wissenschaftler hinterher, der den Eindruck erweckt, die Wildbienen sein ja wohl wichtiger als die Honigbienen. Dabei übernehmen die meisten Bestäubungsleistungen die Honigbienen. So ein blöder Artikel zum Weltbienentag! Hat wohl die Chemieindustrie gesponsert?
Vielleicht sollten sie den Artikel nochmal lesen. Oder den Whatsapp-Beitrag, den se kopiert haben. Das passt beides nicht zusammen.

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Osservatore 20.05.2018, 12:04
149. Nebelkerze

Zitat von dersichgedankenmacht
Selten so einen dummen Kommentar gelesen. Heißt das, Frau Merlot, dass nur die Tierarten geschützt werden müssen, die uns bekannt sind? Nach Ihrer Argumentation ist es so: Wenn wir heute 75% weniger Insekten haben als noch in der 60er Jahren, dann spielt das überhaupt keine Rolle für die Umwelt. Weil: Die anderen 75% sind Ihnen ja nicht bekannt. Und was Sie nicht untersucht haben oder nicht kennen, können wir gern ausrotten. Sind nur Honigbienen schützenswert, weil es um Honig geht? Wenn ich diese Argumentationslogik zu Ende denke, dann könne Sie ja Glyphosat auf die Felder hauen, so viel sie wollen. Der Honigbiene schadet's ja nicht. Alle anderen Tierarten und biologischen Zusammenhänge spielen sich jenseits Ihres Denk-Horizonts ab und brauchen nicht berücksichtigt zu werden. Wie ungebildet muss man sein, wie wenig von den Gesamtzusammenhängen auf dieser Erde verstehen, um so zu argumentieren? Das schlägt dem Fass den Boden aus...
Das müssen Sie verstehen, die Monsanto-Bayer-Syngenta-etc.-...-"mittel" können einem schon mal die Sinne vernebeln...

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