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Umweltschutz: Biene Maja muss nicht sterben
DPA

Seit Jahren warnen Umweltschützer vor einem Bienensterben und machen mit aufwendigen PR-Aktionen darauf aufmerksam. Doch es gibt ein Missverständnis: Honigbienen sind nicht gefährdet.

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Yves Martin 20.05.2018, 13:20
180.

Zitat von tailspin
Zur Kirschbluete in Kalifornien werden inzwischen extern Mietbienen in Bienenstoecken herangekarrt. Das ist ein eintraegliches Zuatzgeschaeft fuer Imker geworden. Die natuerliche Bienendichte ist offenbar zu gering fuer eine gewerbsmaessige Produktion von Kirschen.
Ja, die Kirschblüte dauert nur wenige Wochen; die Bienen brauchen aber das ganze Jahr Futter. Sie müssen nicht "herangekarrt" werden, weil alles ganz schrecklich ist, sondern weil sie in einer Monokultur nur für kurze Zeit gebraucht werden.

Das ist dasselbe wie mit menschlichen Spargelstechern oder Erdbeerpflückern: Die werden auch nicht das ganze Jahr gebraucht (und bezahlt), sondern nur zu bestimmten Zeiten.

Aber klar: Bei SPON hat sich mal wieder die gesammelte Bienen-Expertenschaft versammelt. Und wenn ausgebildete Wissenschaftler, die sich den ganzen Tag mit der Problematik befassen, etwas anderes sagen als die selbst ernannten Amateur-Auskenner, sind die garantiert von der chemischen Industrie gekauft und bestochen worden.

Manchmal hätte ich auch gerne so ein primitives Weltbild...

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Mister W. 20.05.2018, 13:21
181. Insektenschutz bleibt trotzdem wichtig

Zitat von kpkuenkele
Glyphosat richtet sich gegen unerwünschte Pflanzen auf dem Acker und ist deshalb ein Herbizid, kein Pestizid. Deswegen waren auch all die Demos zum Glyphosphatverbot zur Rettung der Honigbienen, wie man in diesem Artikel lernen kann, doppelter Unsinn: Weil die Honigbiene nicht ausstirbt und das Glyphosat sie nicht tötet.
Unter dem Begriff ,,Pestizide" lassen sich alle Pflanzenschutzmittel zusammenfassen, also sowohl Herbizide, wie Glyphosat, als auch Insektizide. Du musst dabei bedenken, dass auch Herbizide, wie Glyphosat, nichts weiter als Gifte sind. Gifte, deren einzige Aufgabe es ist, Lebewesen zu töten. Auch wenn Herbizide darauf spezialisiert sind, Pflanzen abzutöten, haben sie eben auch eine tödliche Wirkung auf Insekten. Außerdem vernichten Herbizide, eben vor allem besonders effektive Herbizide wie Glyphosat, die Nahrungsgrundlage von Insekten, Vögeln und unzähligen weiteren Tieren, die auf den Äckern Deutschlands leben. Insekten ernähren sich nämlich von diesen unerwünschten Pflanzen, die Herbizide vernichten. Herbizide zerstören nicht nur die Nahrungsgrundlagen von Insekten, sondern auch von Vögeln, die die Sämereien fressen, die in den unerwünschten Pflanzen enthalten sind, aber auch von Feldhasen und Feldhamstern, die sich ebenfalls ausschließlich von diesen Ackerblumen ernähren. Außerdem steht Glyphosat dazu auch noch im Verdacht, krebserregend auf Menschen zu wirken. Und das ist schon ziemlich bedenklich, wenn man bedenkt, dass auf über 50% aller deutschen Äckern Glyphosat eingesetzt wird. Also Herbizide sind wirklich alles andere, nur eben nicht unschädlich. Herbizide sind, ebenso wie Insektizide, einfach nur pure Gifte, die, meiner Meinung nach, nicht in der Natur eingesetzt werden sollten. Das die Europäische Honigbiene am wenigsten bedroht ist, von allen bestäubenden Insekten, war mir eigentlich immer klar, es war doch immer klar das Naturschutzorganisationen die Europäische Honigbiene und mit ihr Biene Maya als Symbolfigur genutzt haben, das ist doch nicht verwerflich. Das Ganze dient doch einem ehrbaren Zweck, nämlich der Rettung von all den Wildbienenarten und anderen Bestäubern. Deswegen verstehe ich auch den ganzen Aufruhr nicht, der jetzt darum gemacht wird, dass die Europäische Honigbiene, als eine der wenigen Bienenarten in Europa, nicht vom Aussterben bedroht ist, aktuell zumindest nicht. Auch wenn es trotzdem der Fall ist, dass auch die Anzahl der Honigbienen in Deutschland, in den letzten 30 Jahren, stark abgenommen hat. Das kann man der Statistik entnehmen, die in diesem Artikel zu finden ist und die eben zeigt, wie sich die Anzahl der Bienenstöcke in Deutschland, in den letzten Jahrzehnten entwickelt hat, das Ergebnis: Es gibt immer weniger Bienenstöcke und damit auch immer weniger Europäische Honigbienen hier bei uns. Ist es das nicht wert, die Europäische Honigbiene als Symbolfigur zu nutzen, auch wenn diese gar nicht vom Aussterben bedroht ist, wenn man damit aber all die anderen bestäubenden Insekten retten kann?

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manicmecanic 20.05.2018, 13:24
182. @rex_danny. Aerodynamik ?

Das ist genauso falsch wie Ihr Spruch mit die alten Autos hätten meist keine Klimaanlage gehabt weil es wegen senkrecht stehender Scheiben kaum nötig war.Total falsch,ich bin alt genug um mehrere Dekaden Autotechnik erlebt zu haben.Man hat in alten Autos mindestens genauso wenn nicht schlimmer geschwitzt da die Scheiben auch teils größer waren.Der Hauptgrund für selten vorhandene Klimaanlagen in alten Zeiten war aber schlicht der,daß es für viele Modelle dieses Extra in keiner Ausstattungsliste gab.Die war nur in teuren Modellen zu haben,aber selbst in solchen haben die Neukäufer sie oft nicht bestellt.Totaler Autonarr der ich war hatte ich auch einige Oberklasseautos,keins hatte Klimaanlage.Ich hatte in alten Zeiten auch schon mal Autos mit flachen Scheiben,ja solche gabs auch.Da mußte man aber genauso wie mit dem Familienschiff nach einer Autobahnfahrt die Scheibe waschen.Nach einer Motorradfahrt in die Eifel dasselbe Spiel,wenn ich aber heute eine Runde drehe mit meinem Motorrad ist der Helm trotz selber Strecken im Vergleich fast sauber.

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Sapere aude ! 20.05.2018, 13:26
183. Erschreckend unterkomplex

Wieder ein Artikel der nur verharmlosen will und den Einfluss des Menschen auf die ökologische Zerstörung unserer Lebensgrundlage weitestgehend bestreitet. Alles nicht so schlimm mit dem Bienensterben.
Fangt endlich an euch des eigenen Verstandes zu bedienen !

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gmarzahn 20.05.2018, 13:28
184. Bienen sind keine Nutztiere!

Offiziell gelten Bienen (auch die Honig Variante) als Wildtiere, deshalb muss man beim Aufstellen von Bienenstöcken im Garten auch keine Erlaubnis einholen z.B. beim Vermieter.

Mir wird ja eh schon schlecht bei dem Begriff des Nutztieres, alle Tiere (und auch sonst alle Dinge) haben einen oder sogar ganz viele Nutzen. Man kann sie halt nicht so leicht aus-nutzen.

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mucschwabe 20.05.2018, 13:30
185. Unfassbar !

Wenn ich es richtig verstanden habe, dann ist das Sterben der Insekten alles kein Problem, da es ja viele Imker gibt und deren Bienenvölker das Bestäuben unserer Nutzpflanzen übernehmen. Wir werden also nicht verhungern. Alles gut! Ich überlege gerade... Hmmm, wer frisst denn alles Insekten? Vögeln zum Beispiel und Fische, also Forellen soweit ich weiß. Und überraschender Weise gehen die Bestände von Singvögeln und Salmoniden bei uns in Deutschland stark zurück. Aber, hey, kein Problem. Bei den Fischen füttern wir nach und züchten sie in großen Becken und wer bracht schon Singvögel. Die nerven doch nur, wenn man im Sommer am Wochenende mal ausschlafen will. Machen wir doch weiter wie bisher mit den Pflanzengiften und den Neonicotinoiden. In Südamerika wird übrigens viel mehr von diesem Gift auf die Pflanzen gesprüht, aus Flugzeugen oft. Es gibt deutlich erhöhte Missbildungen bei Kindern und erhöhte Krebsraten. Okay, die sprühen dort mehr drauf als bei uns, weil die Pflanzen schon teilweise Resistent sind gegen das Gift und sie es direkt auf genmanipulierte Pflanzen sprühen und nicht, wie bei uns kurz nach der Aussaat. Von daher, ist es bei uns kein Problem und wird es auch nie sein. Wir sollten auf alle Fälle so weiter machen und sicherstellen, dass unsere Nahrungsmittel weiterhin billig bleiben. Das ist ja das wichtigste. Wer sich für die Zustände in Südamerika interessiert: http://www.daserste.de/information/wissen-kultur/ttt/sendung/ttt-16072017-pablo-piovano-100.html. Es geht dabei allerdings nicht um Bienen.

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Mister W. 20.05.2018, 13:31
186. So viel Wirbel um nichts...

Es war doch immer klar das Naturschutzorganisationen die Europäische Honigbiene und mit ihr Biene Maya als Symbolfigur genutzt haben, das ist doch nicht verwerflich. Das Ganze dient doch einem ehrbaren Zweck, nämlich der Rettung von all den Wildbienenarten und anderen Bestäubern. Deswegen verstehe ich auch den ganzen Aufruhr nicht, der jetzt darum gemacht wird, dass die Europäische Honigbiene, als eine der wenigen Bienenarten in Europa, nicht vom Aussterben bedroht ist, aktuell zumindest nicht. Auch wenn es trotzdem der Fall ist, dass auch die Anzahl der Honigbienen in Deutschland, in den letzten 30 Jahren, stark abgenommen hat. Das kann man der Statistik entnehmen, die in diesem Artikel zu finden ist und die eben zeigt, wie sich die Anzahl der Bienenstöcke in Deutschland, in den letzten Jahrzehnten entwickelt hat, das Ergebnis: Es gibt immer weniger Bienenstöcke und damit auch immer weniger Europäische Honigbienen hier bei uns. Aber trotzdem ist es auch ein Fakt, dass ein Verbote von einzelnen Pestiziden alleine all die Insekten nicht retten werden. Die Äcker und Felder Deutschland müssen wieder strukturreicher werden, also es sollte wieder mehr einheimische Hecken geben, die die Äcker Deutschland umgeben, es sollte wieder mehr Blühstreifen geben usw.. Mit solchen Maßnahmen können die Insekten gerettet werden, gleichzeitig sollte der Einsatz von Pestiziden allgemein zumindest stark reduziert, vielleicht sogar verboten werden. Wenn wir in Deutschland auf 100 Prozent biologische Landwirtschaft umsteigen würden, dann wäre das ein riesiger und vor allem konsequenter Schritt zur Rettung der Insekten. Das würde natürlich bedeuten, dass es weniger Obst und Gemüse geben würde, weil die biologische Landwirtschaft eben nicht darauf spezialisiert ist, möglichst viel zu produzieren, im Gegensatz zu der konventionellen Landwirtschaft. Aber wenn die Regierung gleichzeitig gegen die Lebensmittelverschwendung kämpfen würde und zum Beispiel Supermärkte und Discounter dazu verpflichten würde, auch nicht perfekt aussehende, aber doch genießbare Lebensmittel von Landwirten aufzukaufen und auch anzubieten, dann könnte dieser Verlust wieder ausgeglichen werden. In Deutschland herrscht nämlich eine riesige Lebensmittelverschwendung. Supermärkte und Discounter kaufen den Bauern nur die schönsten und die perfekt aussehenden Lebensmittel ab, all die Lebensmittel die nicht perfekt aussehen (zum Beispiel eine Möhre mit zwei ,,Beinen", oder ein zu kleiner Apfel) werden weggeschmissen, obwohl diese Lebensmittel, trotz kleiner Schönheitsfehler, genauso gut schmecken, wie die perfekt aussehenden Exemplare. Du kannst ja mal darauf achten, ob du in dem Supermarkt deines Vertrauens nicht perfekt aussehendes Obst und Gemüse findest, das wirst du nicht, das kann ich dir jetzt schon schreiben. Und es ist einfach so, dass nicht alles an Obst und Gemüse, von Natur aus, so perfekt aussieht, wie es im Supermarkt zu finden ist. Aber als kleine Frage an dich, am Ende dieses Kommentares: Ist es das nicht wert, die Europäische Honigbiene als Symbolfigur zu nutzen, auch wenn diese gar nicht vom Aussterben bedroht ist, wenn man damit aber all die anderen bestäubenden Insekten retten kann?

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Augochlorini 20.05.2018, 13:37
187. Gegen das Aussterben von Honigbienen ...

Zitat von permissiveactionlink
wäre ohne die Hege und Pflege der Imker längst am Rande der Extinktion : Die Honigbiene durchläuft schon lange eine "Co-Evolution" mit Homo sapiens, was dazu führt, dass beide zunehmend voneinander abhängig sind. Selbstverständlich trifft deshalb der Rückgang der Insekten in erster Linie alle Bestäuberarten, die uns ökonomisch keinen Gewinn bringen (also nicht unbedingt Hummeln), und oder uns ästetisches Wohlbehagen bereiten, wie z.B. auffällig schöne Schmetterlinge, sprich Tagfalter. Also in erster Näherung alle. Und natürlich sind solche Arten, Gattungen,... im Vergleich mit Honigbienen im Bestand deutlich weniger zahlreich, da sie den Winter nicht mit freundlicher Hilfe des Menschen überstehen. Dass Glyphosat Bienen nicht direkt schädigt, ist nachvollziehbar, da die Substanz spezifisch ein spezielles pflanzliches Enzym hemmt. Glyphosat schädigt Insekten aber indirekt durch Vernichtung ihrer Trachtpflanzen. Glyphosat verhindert die Bereitstellung von Nektar und Pollen durch eine große Kräutervielfalt. Die Insekten verhungern, was auch spürbare Auswirkungen auf den Bestand der Singvögel und Fledermäuse hat. Zu den Wildblumenwiesen sei gesagt, dass man weder vor "ordnungsliebenden" Vermietern noch ebensolchen Nachbarn Angst haben muss : Die Gerichte haben jüngst zahlreiche Urteile zu der Problematik gefällt und der Gartengestaltung diesbezüglich wohlwollend freie Hand gelassen.
...spricht die Tatsache, dass sich wilde, also nicht unter imkerlicher Pflege stehende Honigbienen-Völker, in den letzten Jahrzehnten völlig selbständig ausgebreitet und vermehrt haben, zum Beispiel in Süd- und Mittelamerika, und im Süden der USA. Und zwar in urprünglich erhaltener Vegetation wie Urwäldern, Halbwüsten. Die Honigbienen kommen heute auf der ganzen Welt vor, und brauchen uns Menschen nicht für ihr Überleben.
Aber natürlich ist das Wohlergehen bzw. Überleben von Bienenvölkern, die von Imkern gehalten werden, von seinem Wissen und Geschick im Umgang mit den Völkern abhängig.

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santoku03 20.05.2018, 13:38
188.

Zitat von NAAD24472
Nicht wundern, ist aus einer WhatsApp Diskussion kopiert: Heute ist ja Weltbienentag. Und dann kommt so ein weltfremder Wissenschaftler und quatscht ein Käse in die Welt, dass es einem Angst und Bange wird. Der Artikel suggeriert, das mit den Bienen im Wesentlichen alles in Ordnung ist. Kein Wort über die schleichende Vergiftung durch Insektizide, insbesondere durch die Neonicotinoide. Alles im grünen Bereich, es gibt ja Imker, die die Bienen vor dem Aussterben schützen! Dabei ist die Situation dramatisch. Bienen können ohne menschliche Hilfe nicht mehr überleben! Früher gab es in den Wäldern Abermillionen wilde Honigbienen. Heute sind sie in Mitteleuropa ausgestorben . Und die Reporterin hat ja von Tuten und Blasen keine Ahnung und schwatzt einem irre geleiteten Wissenschaftler hinterher, der den Eindruck erweckt, die Wildbienen sein ja wohl wichtiger als die Honigbienen. Dabei übernehmen die meisten Bestäubungsleistungen die Honigbienen. So ein blöder Artikel zum Weltbienentag! Hat wohl die Chemieindustrie gesponsert?
Haben Sie den Artikel eigentlich gelesen, bevor Sie sich künstlich aufgeregt haben? Ich glaube nicht. Keine einzige Ihrer Unterstellungen zu dem Artikel ist zutreffend, wie man leicht durch Nachlesen des Artikels überprüfen kann.

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alpstein 20.05.2018, 13:38
189. Die Vergiftung hat

schon längst stattgefunden :
in den Köpfen der meisten Laien, für die der Pflanzenschutz Teufelswerk ist und ein wahrheitsdemässer Bericht nur über die Entwicklung der Bienen nicht wahr sein darf weil der schöne grüne Weltbild etwas derangiert. Nur soviel : In Europa hatten wir nicht nur Zunahmen an Bienenstöcken, sondern auch Rekordernten bzw. Sehr gute Honigmengen pro Stock in den letzten 10 Jahren, was nicht sein dürfte wenn die Nahrung fehlen würde oder die Stöcke geschädigt wären.
Ganz ausgeblendet wird die Tatsache dass die Honigbiene eien ernsthafte Konkurrenz zur blütenbesuchenden Wildbiene ist, Wo ein Imker seine 6-10 Stöcke aufstellt bleibt für die nicht mehr viel übrig, vor allem nach der Baumblüte.

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