Forum: Wissenschaft
Umweltschutz: Biene Maja muss nicht sterben
DPA

Seit Jahren warnen Umweltschützer vor einem Bienensterben und machen mit aufwendigen PR-Aktionen darauf aufmerksam. Doch es gibt ein Missverständnis: Honigbienen sind nicht gefährdet.

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Mister W. 20.05.2018, 13:40
190. So viel Wirbel um nichts...

Es war doch immer klar das Naturschutzorganisationen die Europäische Honigbiene und mit ihr Biene Maya als Symbolfigur genutzt haben, das ist doch nicht verwerflich. Das Ganze dient doch einem ehrbaren Zweck, nämlich der Rettung von all den Wildbienenarten und anderen Bestäubern. Deswegen verstehe ich auch den ganzen Aufruhr nicht, der jetzt darum gemacht wird, dass die Europäische Honigbiene, als eine der wenigen Bienenarten in Europa, nicht vom Aussterben bedroht ist, aktuell zumindest nicht. Auch wenn es trotzdem der Fall ist, dass auch die Anzahl der Honigbienen in Deutschland, in den letzten 30 Jahren, stark abgenommen hat. Das kann man der Statistik entnehmen, die in diesem Artikel zu finden ist und die eben zeigt, wie sich die Anzahl der Bienenstöcke in Deutschland, in den letzten Jahrzehnten entwickelt hat, das Ergebnis: Es gibt immer weniger Bienenstöcke und damit auch immer weniger Europäische Honigbienen hier bei uns. Aber ein Verbot von einzelnen Pestiziden kann die Insekten nicht alleine retten. Die Äcker und Felder Deutschland müssen wieder strukturreicher werden, also es sollte wieder mehr einheimische Hecken geben, die die Äcker Deutschland umgeben, es sollte wieder mehr Blühstreifen geben, mehr naturnahe Teiche, oder Bäche usw. Mit solchen Maßnahmen können die Insekten gerettet werden, gleichzeitig sollte der Einsatz von Pestiziden allgemein zumindest stark reduziert, vielleicht sogar verboten werden. Wenn wir in Deutschland auf 100 Prozent biologische Landwirtschaft umsteigen würden, dann wäre das ein riesiger und vor allem konsequenter Schritt zur Rettung der Insekten. Das würde natürlich bedeuten, dass es weniger Obst und Gemüse geben würde, weil die biologische Landwirtschaft eben nicht darauf spezialisiert ist, möglichst viel zu produzieren, im Gegensatz zu der konventionellen Landwirtschaft. Aber wenn die Regierung gleichzeitig gegen die Lebensmittelverschwendung kämpfen würde und zum Beispiel Supermärkte und Discounter dazu verpflichten würde, auch nicht perfekt aussehende, aber doch genießbare Lebensmittel von Landwirten aufzukaufen und auch anzubieten, dann könnte dieser Verlust wieder ausgeglichen werden. In Deutschland herrscht nämlich eine riesige Lebensmittelverschwendung. Supermärkte und Discounter kaufen den Bauern nur die schönsten und die perfekt aussehenden Lebensmittel ab, all die Lebensmittel die nicht perfekt aussehen (zum Beispiel eine Möhre mit zwei ,,Beinen", oder ein zu kleiner Apfel) werden weggeschmissen, obwohl diese Lebensmittel, trotz kleiner Schönheitsfehler, genauso gut schmecken, wie die perfekt aussehenden Exemplare. Du kannst ja mal darauf achten, ob du in dem Supermarkt deines Vertrauens nicht perfekt aussehendes Obst und Gemüse findest, das wirst du nicht, das kann ich dir jetzt schon schreiben. Und es ist einfach so, dass nicht alles an Obst und Gemüse, von Natur aus, so perfekt aussieht, wie es im Supermarkt zu finden ist. Aber als kleine Frage an dich, am Ende dieses Kommentares: Ist es das nicht wert, die Europäische Honigbiene als Symbolfigur zu nutzen, auch wenn diese gar nicht vom Aussterben bedroht ist, wenn man damit aber all die anderen bestäubenden Insekten retten kann?

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albertwilhelm-s 20.05.2018, 13:43
191.

egal,was so behauptet wird: in meinem Garten waren noch v or wenigen Jahren nie weniger als 10Bienen und Hummeln unterwegs ....jetzt 1-2.Scheinbar reicht das noch gerade zur Bestäubung.Andere Insekte auch viel weniger,ebenfalls so 20% Rest.Mücken fst garnicht mehr. Daher: Vögel auch nur noch ca,20%...ausser Krähen und Elstern,Tauben,denen gehts gut.

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Vournet 20.05.2018, 13:44
192.

Ein angenehm sachlicher Artikel und auch ich bin bisher dem Missverständnis erlegen, dass es beim Bienensterben vor allem um die Honigbiene geht. Dass viele Leser hier sofort wieder Industriesponsoring vermuten und Glyphosatverbote laut werden, zeigt eigentlich nur, dass Umweltschützer mitunter die größten Verschwörungstheoretiker überhaupt sind. Es ist natürlich leichter, ein Glyphosatverbot zu fordern als selbst einen Garten mit Obstbäumen und Wildblumenwiese anzulegen. Leute, die es selbst versuchen, merken sogar mitunter, dass eine Ernte ohne Einsatz von Pflanzenschutzmitteln nicht unbedingt gewährleistet ist.

Die Ursachen fürs Wildbienensterben sind ebenso vielfältig wie offensichtlich. Es ist ganz allgemein eine intensive Landwirtschaft, in der jede freie Ackerfläche mit Monokulturen bebaut wird, in der Unkraut keine Chance hat und Blumenwiesen höchstens noch vereinzelt in Privatgärten anzutreffen sind. Um das zu ändern, reicht es sicherlich nicht aus, ein paar einzelne Pestizide zu verbieten, da sich an diesem Grundproblem nichts ändern wird.

Andererseits zeigt der Artikel aber auch, dass die Angst vor Ernteausfällen völlig übertrieben ist. Es gab Zukunftsvisionen, in denen chinesische Billigarbeiter angeblich per Hand Bäume bestäuben sollten. Es wurde so getan, als ob wir uns gerade unserer eigenen Ernährungsgrundlage berauben. In Wirklichkeit dürfte es aber wohl ausreichen, einige Imker zu beschäftigen, die neben den Plantagen ihre Bienenstöcke aufstellen. Völlig übertriebene Panikmache!

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geschädigter5 20.05.2018, 13:46
193. Bei uns hier im Alten Land

Wird sofort am Ende der Blüte und damit dem Abholen der Bienen wieder mit den schädlichsten Spritzmitteln gespritzt. Ohne Rücksicht auf Wildbienen oder z.B. Hummeln. Glyphosat um die Bäume rum, damit dort kein Gras mehr wächst. In den großen Obsthöfen gibt es keine Vogelnester mehr, denn beim Spritzen werden diese durch Gebläse mit Giften geduscht. Da lebt nichts mehr. Es gibt auch andere Mittel, wie in einigen Biohöfen angewendet. Der gesamte Artikel ist eine Farce und vergisst die tatsächliche Situation.

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Augochlorini 20.05.2018, 13:46
194. auf meinem Balkon in Tübingen...

Zitat von harry099
sind in den vergangenen 2-3 jahren nicht nur die bienen insgesamt, sondern auch hummeln, libellen, stechmücken und sonstige fliegen aller art etc nahezu völlig verschwunden. das alles hat nichts mit der anzahl der imker zu tun. was also ist die wahrheit? wieso schweigt die wissenschaft?
... haben die Wildbienen (Mauerbienen) dagegen schon fast alle (künstlichen) Nisthilfen mit Brutzellen belegt. Und wenn die Ringelblumen aufblühen, werden sich vermutlich viele Wild-und Honigbienen wieder darauf stürzen, so wie im letzten Jahr.
Und bei Spaziergängen durch die Obstreuwiesen konnte ich schon einen guten Fruchtansatz bei Äpfeln, Kirschen, Pflaumen, beobachten. Und dafür waren keine Chinesen auf Leitern und mit Pinseln in der Hand verantwortlich...

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Jürgen Streich 20.05.2018, 13:46
195. Wissenschaftlicher Unfug

Die Autorin des Artikels hat Wissenschaftsjournalismus studiert. Davon merkt man in dem Artikel allerdings nichts, denn er ist in sich widersprüchlich und seine Hauptaussage mit gleich mitgelieferten Argumenten widerlegbar. Er enthält zudem grobe wissenschaftliche Fehler. Hm, so etwas in SPIEGEL-online...?!?

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curiosus_ 20.05.2018, 13:47
196. Die Argumentation geht ja anders

Zitat von kpkuenkele
Glyphosat richtet sich gegen unerwünschte Pflanzen auf dem Acker und ist deshalb ein Herbizid, kein Pestizid. Deswegen waren auch all die Demos zum Glyphosphatverbot zur Rettung der Honigbienen, wie man in diesem Artikel lernen kann, doppelter Unsinn: Weil die Honigbiene nicht ausstirbt und das Glyphosat sie nicht tötet.
Glyphosat vernichtet (unerwünschte) Pflanzen die dann den Wildbienen fehlen. bzgl. der Honigbienen gebe ich Ihnen recht.

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Sportzigarette 20.05.2018, 13:49
197.

Zitat von deb2011
Die grüne Ideologie ist ein ausgehöhltes Nichts. Sie dient ausschließlich einer kleinen Kaste von Menschenfeinden.
Nee, Ihre Meinung ist menschenfeindlich! Die Grünen haben sehr viel erreicht und das ist gut so! Aber so ewig Gestrige wie Sie, werden das wohl nich begreifen. Aber das macht nichts, denn ökologisches Verständnis setzt sich bei den intelligenten Mitbürgern weltweit durch! Da können wir auf Sie getrost verzichten:-)

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Freedom of Seech 20.05.2018, 13:51
198.

Jedes Gift greift in einen bestimmten Stoffwechselweg ein die sich von Pflanze zu Pflanze und Tier zu Tier unterscheiden können, wobei auch die Dosis ein wesentliche Rolle spielt. Gift ist also nicht gleich Gift. Eine intensive Landwirtschaft wird auch in Zukunft darauf nicht verzichten können, Totalverbote sind keine Lösung sondern ein schonender und verantwortlicher Umgang damit (viele hochwirksame Medikamente sind z.B. auch Gifte). Das wiederum erfordert Sachverstand und keine ideologischen Endlösungen (Ärzte statt Quacksalber). Das Schlüsselwort ist Sachverstand. Aufmerksamkeitsuchendes Verhalten durch Symbolpolitik (die Biene Maya stirbt aus!!!!!!!) hilft nicht weiter sondern bewirkt das Gegenteil d.h. dass politische Entscheidungen zunehmend durch Hysterie beeinflusst werden. Hysterie war schon immer der Hauptfeind einer aufgeklärten Gesellschaft: das was so bei den Hexenverbrennungen zu Beginn der Neuzeit, es war so im Deutschland der 30/40iger Jahre und es ist es auch wieder heute und zwar auf beiden Seiten des politischen Spektrums (Umwelthysterie auf den einen Seite, hysterische Angst vor Überfremdung auf der anderen Seite). Nach meiner Erfahrung handelt es sich dabei im Übrigen immer wieder um den selben Typ von Mensch der sich von Hysterie infizieren lässt, das Thema (des hysterischen Anfalls) ist dabei eigentlich zweitrangig.

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Freedom of Seech 20.05.2018, 13:52
199.

Jedes Gift greift in einen bestimmten Stoffwechselweg ein die sich von Pflanze zu Pflanze und Tier zu Tier unterscheiden können, wobei auch die Dosis ein wesentliche Rolle spielt. Gift ist also nicht gleich Gift. Eine intensive Landwirtschaft wird auch in Zukunft darauf nicht verzichten können, Totalverbote sind keine Lösung sondern ein schonender und verantwortlicher Umgang damit (viele hochwirksame Medikamente sind z.B. auch Gifte). Das wiederum erfordert Sachverstand und keine ideologischen Endlösungen (Ärzte statt Quacksalber). Das Schlüsselwort ist Sachverstand. Aufmerksamkeitsuchendes Verhalten durch Symbolpolitik (die Biene Maya stirbt aus!!!!!!!) hilft nicht weiter sondern bewirkt das Gegenteil d.h. dass politische Entscheidungen zunehmend durch Hysterie beeinflusst werden. Hysterie war schon immer der Hauptfeind einer aufgeklärten Gesellschaft: das was so bei den Hexenverbrennungen zu Beginn der Neuzeit, es war so im Deutschland der 30/40iger Jahre und es ist es auch wieder heute und zwar auf beiden Seiten des politischen Spektrums (Umwelthysterie auf den einen Seite, hysterische Angst vor Überfremdung auf der anderen Seite). Nach meiner Erfahrung handelt es sich dabei im Übrigen immer wieder um den selben Typ von Mensch der sich von Hysterie infizieren lässt, das Thema (des hysterischen Anfalls) ist dabei eigentlich zweitrangig.

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