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Umweltschutz: Biene Maja muss nicht sterben
DPA

Seit Jahren warnen Umweltschützer vor einem Bienensterben und machen mit aufwendigen PR-Aktionen darauf aufmerksam. Doch es gibt ein Missverständnis: Honigbienen sind nicht gefährdet.

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mens 21.05.2018, 12:02
270. Cool, weiter so

Mein Gott, jetzt sieht für mich die Welt wieder ganz anders aus. Nicht nur respektable deutsche Autohersteller lügen (lassen weg oder vereinfachen), dass sich die Balken biegen, sondern auch moralisch unantastbare Naturschützer. Man kann jetzt jeweils über die Gegenseite motzen, triumphieren und in seinem ganz persönlichen Ideologie-Universum weitermachen. So ein schöner Tag.

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Augochlorini 21.05.2018, 12:07
271. schon falsch....

Zitat von Rolf DieterLehner
... Ab und zu kommt s zu fristloser Kündigung im Bienenstock, wenn eine neugeborene Königin einen Teil des Volkes auf auf seine Seite ziehr und ausschwärmt. ...
...Es ist die alte, begattete Königin, die mit einem Teil des Volkes auszieht, um eine neue "Wohnung" zu suchen, was ein gewisses Risiko birgt.
Die frisch geschlüpfte Jungkönigin dagegen bleibt im Stock mit dem grösseren Teil der Bienen sowie allen Pollen- und Honigvorräten. Sie muss noch auf Hochzeitsflug gehen bevor sie mit der Eiablage beginnen kann.

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alpstein 21.05.2018, 13:14
272.

Zitat von egghead7
Ihre simple Aussage ist falsch. Der Artikel ist in seiner Aufmache tendentiös und irreführend, geht dann aber im Kleindgedruckten auf die ganzen Fakten ein, wenn auch sehr oberflächlich. Natürlich gibt es das Bienensterben - von Neoniktoinoiden und anderen Herbiziden sowie der Varroamilbe geschwächte Völker sterben immer weieder komplett weg. 'Die kann man dann nachzüchten', so wie es der Artikel weismachen möchte, ist dann so einfach auch nicht, zumal vermutlich immer weniger Imker darauf Lust haben. Und bei den Wildbienen, Käfern, Schmetterlingen sind einige Arten schon (fast?) ausgestorben, und die Masse insgesamt drastisch zurückgegangen. Da kann man ebenfalls von einem Sterben sprechen. Ganz ohne Hysterie. Sie sind vermutlich noch nie viel draußen unterwegs gewesen, oder?
Warum ignorieren sie denn die Fakten ?
Imkerei_in_Deutschland_Zahlen_Daten_Fakten

Tatsächlich gibt s mit über 12 Millionen Bienenstöcke nach der Welternährungskommission in Europa ddenhöchsten Stand seit 94
http://www.fao.org/faostat/en/#data/QA/visualize (beehive im dropdown-menue auswwählen.
Auch Weltweit steigt die Zahl der Bienenstöcke, gerade in Ländern wie Mexiko oder China in denen mit Pestiziden weit weniger zimperlich umgegangen wird als in der EU und Neonicotinoide zugelassen sind und selbst deren sachgemässe Anwendung nicht gesichert ist. Ebensowenig sind die Winterverluste bei uns nicht höher als normal,

https://www.bienenjournal.de/aktuelles/meldungen/so-hoch-lagen-die-winterverluste-20172018/

denn kein Volk lebt ewig. Bei 20 % Wintersterblichkeit hat ein Volk 5 Jahre gelebt und ebensoviele neue Schwärme erzeugt.

Wenn sie bessere Zahlen haben, vor allem welche über die tatsächlichen Verluste durch Neonicotoide - her damit. Dass unter künstlichen Bedigungen im Laborversuch den Bienen schaden ist unbestritten , aber über die realen Auswirkungen gibts nur wilde Behauptungen.

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Exclam 21.05.2018, 13:47
273. Ach, da bin ich ja beruhigt.

Und wenn wir zusätzlich noch die Blüten der Pflanzen wie in China selbst mit einem Pinsel bestäuben, ist auch die Obsternte nicht gefährdet!
So ein gefährlicher Lobby-Artikel... In den Kommentaren sieht man dann auch gleich, dass es sich auszahlt. Es lassen sich viele überzeugen.

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alpstein 21.05.2018, 13:57
274.

Zitat von kuac
Wem haben wir die Zunahme der Bienenstöcke zu verdanken? Chemiefirmen? Agrarlobbyisten? Bauern? Regierungen? Oder, den fast ehrenamtlich arbeitenden und umweltbewussten HobbyimkerInnen? Die Nahrung fehlen nicht, weil massiv Raps angebaut wird und danach gibt es die Baumblüte. DE deckt ja nur ca 25% des Eigenbedarfs des Honig aus heimischer Produktion. Der Rest wird aus China, Ukraine, Ungarn, Polen, Brasilien und Mexiko importiert. Die Frage ist, was wird passieren, wenn das Umweltbewusstsein der neuen Generation abnehmen würde und keine mehr HobbyimkerInnen geben würde? Was würden dann die Agrarlobbyisten, Bauern und Regierungen unternehmen, um den selbst verursachten Schäden zu reparieren? Einen kassieren die Profite und die anderen sollen die Schäden reparieren - wie lange geht das gut?
Die Ursache der Zunahme an Imkern liegt daran dass 1. Der Imkerbund seit einigen Jahren geziehlt Jugendarbeit betreibt (das warr längst nicht immer so ) und 2. Imkerei als Hobby gerade in Mode ist. Da mehr Neuline dabeibleiben als Imker aufgeben scheint die Sache entgegen den Unkenrufen doch zu funktioniiren

Schade dass sie nicht auf meine Argumente eingehen:
Aber was stimmt denn nun : Vernichtet Glyphosat die Nahrungsgrundlagen oder gibts genügend Nektarspender ?
Die hohen Erträge deuten eher auf letzteres
Und warum beziehen wir Honig aus Ländern wie China, von dem zahlreiche Foristen behaupten dass dort die Bienen ausgestorben seien oder aus Brasilien und anderen nicht EU- Ländern in denen der chemische Pflanzenschutz weit weniger beschränkt ist ?
Die Lösung lautet : Desinformation vs Fakten.
Noch etwas zu den tatsächlich bedrohten Wildbienen.
Es sind vor allem Arten die ganz streng an ihre Lebenräume gebunden sind, nicht selten auch auf einige wenige seltenen Pflanzen spezialisiert sind. z. B. sandige Heiden oder Moore (die im übrigen noch nie ein Pflanzenschutzmittel gesehen haben) Durch kleiner werdende Inseln, und deren fehlende Vernetzung werden die Populationen kleiner und instabiler. Es ist eine evolutionäre Sackgasse die sich nur begrenzt durch eine massive Ausweitung der Schutzgebiete bekämpfen lässt.
Ehemalige Truppenübungsplätze oder das Gebiet um Tschernobyl weisen heute eine beeindruckende Biodiversität auf

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