Forum: Wissenschaft
Umweltschutz: Biene Maja muss nicht sterben
DPA

Seit Jahren warnen Umweltschützer vor einem Bienensterben und machen mit aufwendigen PR-Aktionen darauf aufmerksam. Doch es gibt ein Missverständnis: Honigbienen sind nicht gefährdet.

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muhzilla 20.05.2018, 10:03
50.

Komisch, irgendwie sehen das die Imkerverbände alle etwas anders und es gibt mindestens genau so viele Studien, die belegen sollen, dass Glyphosat auch der Honigbiene schadet. Dass die Bestände der Honigbiene in Deutschland stabil sind, dürfte primär daran liegen, dass wieder mehr Menschen sich dafür interessieren selbst zu imkern.

https://www.zeit.de/wissen/umwelt/2018-02/bienensterben-neonicotinoide-gefahr-eu-lebensmittelsicherheit-verbot

https://www.mellifera.de/ueber-uns/presse/mitteilungen/glyphosat-beeintraechtigt-das-orientierungsverhalten-der-bienen.html

Liest sich insgesamt wie ein Entschuldigungsartikel von Monsanto nach dem Motto "Ist nur ein bisschen schlimm".

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harry099 20.05.2018, 10:11
51. in meinem garten nahe stuttgart

sind in den vergangenen 2-3 jahren nicht nur die bienen insgesamt, sondern auch hummeln, libellen, stechmücken und sonstige fliegen aller art etc nahezu völlig verschwunden. das alles hat nichts mit der anzahl der imker zu tun. was also ist die wahrheit? wieso schweigt die wissenschaft?

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keine Zensur nötig 20.05.2018, 10:14
52. Die Biene Maja - lustig,

was im Artikel vollkommen unerwähnt blieb:
- der Bestand an Insekten in unserem schönen Land hat sich nicht nur halbiert, sondern geht im Verlust gen 75%
- der letzte Landwirtschaftsminister hat sich offen für Glyphosat ausgesprochen
- die sogenannten Bio-Öko-Bauern benutzen zwar keine Pestizide mehr, dafür aber lustig andere Umweltgifte wie Kupfer und Schwermetalle. Die bauen sich dann noch schlechter ab als das andere Giftzeugs.

Man sollte sich langsam darüber klar werden, dass das massive Insektensterben langfristig zum Aussterben des Menschen führt, da auch Getreide und andere Nahrungsmittel bestäubt werden müssen. Fällt das aus, gibt es keine Ernte mehr.

Was die Bienen angeht - natürlich kann man Bienenvölker nachzüchten, wenn sie durch importierte Seuchen vernichtet werden. Die Lust der Imker das zu tun wird allerdings gen Null gehen, da Honig aus Asien - gern von pestizidverseuchten Feldern - deutlich billiger ist. Über den Äks-Honig von Biospritfeldern wollen wir da garnicht reden.

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etude 20.05.2018, 10:16
53.

Och, nur die Wildbienen? Dann geht's ja. Mit diesem Artikel verharmlost SPON die Nebenwirkungen von Pflanzenschutzmitteln und Neonikotinoiden und gießt wieder Wssser auf die Mühlen derjenigen Landwirte, die sowieso nur schwer von der Gefährlichkeit dieser Mittel zu überzeugen waren. Mich dünkt, die angeführten Studien stammen von BASF und Co...

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Kopfschütteln angesagt 20.05.2018, 10:19
54. Sinnfreier Beitrag

Was für ein sinnfreier Beitrag. Honigbiene ist nicht gefährdet also kann alles so weitergehen wie jetzt. Oder will die Autorin anders, als die bösen Menschen die suggerieren die Honigbiene sei vom Aussterben bedroht, hier nicht suggerieren? Und was für eine absolut dämliche Aussage Glyphosat sei nicht am sterben der Bienen beteiligt, weil Glyphosat ja ein Pflanzen Vernichter sei. wer mit Glyphosat auf seinem Acker jegliche Pflanze vernichtet, vernichtet auch die von diesen Pflanzen lebenden Insekten, Würmer und andere für das Ökosystem wichtige Kleinstlebewesen. Wer industrialisierte, großflächige, chemiebasierte Landwirtschaft betreibt, weil kommerzielle Interessen wichtiger sind als alles andere, der soll nachher nicht behaupten: Das sei kein Problem für die Bienen, weil diese ja im Honig Stock vom Menschen so gut versorgt werden.
Mir drängt sich der Verdacht auf die Autorin ist entweder naiv, verkennt völlig die Gesamtzusammenhänge oder wird von der Pestizidindustrie bezahlt.

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gruener_heinrich 20.05.2018, 10:20
55. Glyphosat tötet also nur Pflanzen ?!?

Da kommt anscheinend die Bayer-Monsanto-Propaganda-Maschine zum Vorschein. Wenn also dieses Glyphosat offenbar laut Artikel für Bienen ungefährlich ist, dann frag ich mich schon, von welchen Pflanzen und Blüten auch unsere Honigbienen, von den ganzen anderen hunderten Insektenarten ganz zu schweigen, ihre Nahrung holen sollen. Prof. Steidle von der Uni Hohenheim zeigt sehr eindrucksvoll, wie sich die Total-Dezimierung alleine des ("Unkrauts") Rainfarn durch Glyphosat auf die immerhin 24 Insektenarten auswirkt, die nur von Rainfarn leben.

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derspiegeldesspiegel 20.05.2018, 10:20
56. Ähhh, ja...

Nun, mein Nachbar, der Hobby Imker sieht das anders... Die wissenschaftliche Auswertung sieht aus, als würde man sich von einem Monsonata/Bayer-Bericht bedienen. Die nachgewiesenen Schadstoffe im Honig sprechen aber leider auch Bände. Und darum geht es ja beim Sterben der Bienen nun mal. Der Bericht hat was von Donald Trumps: es gibt kein co2 Problem oder Volkswagens: es gibt keine illegale Abschaltvorrichtung. Immer wenn es brenzlig wird, ist der Datenbestand nicht aussagefähig... Alles klar! Schönen Feiertag noch!

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PhileasFoxx 20.05.2018, 10:21
57. PhileasFoxx

Zu argumentieren, wir müssten uns keine Sorgen um die Bienenbestände machen, weil es ja immer mehr Imker gäbe, ist unsinnig. Da könnte man auch gleich argumentieren, wir bräuchten nichts für den Umweltschutz und den Erhalt z.B. der Eisbären tun, die gibt es ja schließlich im Zoo... baut mehr Zoos!
Außerdem geht es nicht nur um die für den Menschen nützlichen Tiere und Pflanzen, sondern Artenvielfalt im Allgemeinen. Ihr Artikel suggeriert, es wäre doch alles in Ordnung, was ob der sinkenden Zahl von Wildbienen, man beachte das Wort WILD, keinesfalls so ist. Sie verbreiten hier gefährliches Halbwissen.

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hpkeul 20.05.2018, 10:21
58. Und das im "Spiegel"?

Da werden aber viele Leser enttäuscht sein, über den beklagenswerten Verlust eines liebgewonnenen Weltuntergangsszenario. Da sollte sich die Entrüstungsindustrie etwas einfallen lassen...

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MartinBeck 20.05.2018, 10:21
59. Selbsternannte Umweltschützer

Was mich zunehmend nervt, sind die selbsternannten und selbstherrlichen Organisationen, die alles schlecht reden, denen die Folgen ihrer Tätigkeit völlig egal ist und die weder transparent noch demokratisch kontrollierbar sind. Jahrzehntelang wurden unsere Flüsse und Seen immer sauberer, sodass die Fische kein Futter mehr finden - und jetzt sind sie plötzlich wieder katastrophal dreckig und alle Medien plappern das nach. Merkwürdig.

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