Forum: Wissenschaft
Umweltschutz: Kommen Sie mir bloß nicht mit Nachhaltigkeit
DPA

Ob Olympische Spiele, Hotels oder Konsumgüter - alles muss nachhaltig sein. Doch der Begriff Nachhaltigkeit ist oft Etikettenschwindel. Wir sollten ihn meiden.

Seite 17 von 24
weltverkehrt 02.08.2014, 13:20
160.

Zitat von tempus fugit
Ja, Essensreste oder Reste davon gehen in den Müll, auch wenn es die Biotonne ist. Was Sie offenbar nicht gelesen haben, ist, dass es um rund 50% der Lebensmittel geht, die weggeworfen werden - unnachhaltig!
Achso, dann wird dieser "Müll" in der Biotonne also nicht zum "Wertstoffhof" gebracht, sondern in die Müllverbrennungsanlage oder auf die Deponie?

50 % ...

Dieses Jahr hatten wir im Garten drei Salatgurken-Pflanzen angebaut. Seit anderthalb Wochen werde ich mit Gurken überschüttet. Innerhalb der letzten drei Tage ein ganzer Korb (6 Stück in Supermarktgröße) voll. Müsste ich von dem Anbau leben, würde ich die auf den Markt bringen, wie alle anderen auch. In der Saison entsteht so ein Überangebot, außerhalb der Saison die Tendenz zum Mangel. Da es sich um verderbliche Ware handelt, wenn auch kühl gelagert über eine Woche haltbar, lässt es sich saisonal nicht vermeiden, dass auch mal etwas verdirbt oder für den Verkauf nicht mehr geeignet ist, da die Haltbarkeit nicht mehr gegeben ist. (Oder finden Sie es toll, wenn Sie Gurken kaufen und die am nächsten Tag schon gammelig sind?) . In meinem Fall kann ich die Nachbarn mit kostenlosen Gurken beglücken, zumindest solange die Ihnen nicht aus den Ohren herauswachsen.

Beitrag melden
apfelmännchen 02.08.2014, 13:24
161.

Zitat von tempus fugit
...und auf'm Balkon geht das in einem Mehrfamilienhaus eher schlecht mit dem eigenen Komposthaufen... Mit bewohner könnten sich da dran stören... Ja, Essensreste oder Reste davon gehen in den Müll, auch wenn es die Biotonne ist. Was Sie offenbar nicht gelesen haben, ist, dass es um rund 50% der Lebensmittel geht, die weggeworfen werden - unnachhaltig! Jetzt klarer? Eher nicht...
Ich kenne ein Land, wo keine 10% der Lebensmittel weggeworfen wurden. Und ich würde ihnen gerne empfehlen, dorthin zu ziehen, wenn ihnen der Luxus über ist, dass es auch kurz vor Ladenschluss noch JEDES Lebensmittel zu kaufen gibt.

Leider gibt es dieses Land seit 1990 nicht mehr - die Leute wollten offensichtlich lieber, dass 50% weggeschmissen wird.

Tipp: In Nordkorea könnten sie die - ihrer Meinung nach - paradiesischen Zustände noch vorfinden, dass keine Lebensmittel weggeworfen werden... Viel Spass dort ;-)

Beitrag melden
djo 02.08.2014, 13:26
162. gut sortiert, aber falsch gefolgert

Ich habe letzte Woche mit einem Förster über den Erfinder/ die Erfindung der Nachhaltigkeit gesprochen.
Fakt ist, es funktioniert, seit einigen hundert Jahren. Derzeit herrscht Holzzuwachs in Deutschland.
Was der Artikel schön beschreibt, ist der Missbrauch von Worten. Täter sind m.E. nicht nicht nur Politiker, sondern besonders auch Journalisten.
Worte durchleben seit Jahrtausenden Bedeutungswechsel. Allein die Verschiebung mancher Wortbedeutung zu verfolgen, ist manchmal recht spannend, manche finden es vielleicht sogar geil! ;)
Die Forderung, ein Wort nicht mehr zu nutzen, unterscheidet sich m.E. nicht sehr von dessen Missbrauch.
Aufmerksames Zuhören und sorgfältige Wortwahl stünden uns allen inklusive Politikern und Journalisten jedoch gut an.

Beitrag melden
nichzufassen 02.08.2014, 13:29
163. Hm

Zitat von achim j.
NIEMAND will Gutmensch sein. Der Begriff Gutmensch ist die blödsinnige Erfindung von bei einschlägigen Blättern beschäftigten Journalisten und wird von nicht nachdenkenden Foristen gerne und inflationär benutzt, um zu diffamieren. (Schlägt aber wegen der Dummbazigkeit auf den Foristen zurück)

Zitat von achim j.
"Die erste Bemerkung bezeugt wieder Gutmenschentum." Noch so ein Worthülsenfetischist
Zwei mal die gleiche Bemerkung zum selben Text. Das scheint Ihnen ja wichtig zu sein, nur Argumente hat es keine. Auch geantwortet wurde auf den längeren Text nicht, nur ein Nebensatz wurde ideologie- und arroganzgerecht `verwendet´. Das kann kein Zufall sein. Drei Finger

Beitrag melden
MFKBoulder 02.08.2014, 13:36
164. Applaus

Zitat von bairbre ni gabhann
Es ist richtig, dass mit dem Begriff "Nachhaltigkeit" und 'sustainability' viel Schindluder getrieben wird, der Artikel kritisiert das sehr zu Recht. Allerdings ist die Loesung den Begriff einfach zu vermeiden viel zu kurz gedacht, und waere eine Kapitulation vor einem Wort! . . . Kapitulation vor der Komplexitaet hinter Begriffen ist keine Loesung.
Danke für den guten Beitrag!

Beitrag melden
Jabagrafs 02.08.2014, 13:37
165. Der Unsinn mit den 50%...

Zitat von tempus fugit
Ja, Essensreste oder Reste davon gehen in den Müll, auch wenn es die Biotonne ist. Was Sie offenbar nicht gelesen haben, ist, dass es um rund 50% der Lebensmittel geht, die weggeworfen werden - unnachhaltig!
Untersuchungen haben gezeigt, dass bis zu 43% nicht der Lebensmittelverwertung zugeführt werden oder dort verbleiben..
Schlagzeilenkünstler machten daraus zuerst "fast die Hälfte"..
Dann liess man das "fast" weg und aus nicht gegessen wurde weggeschmissen..

Und völlig ausser acht bleibt dabei, worum es sich bei den nicht als Nahrung genutzten Anteilen handelt!
Als Ausgangsbasis wird bei Obst und Gemüse fast ausschliesslich das Gewicht der Rohware ab Feld/Strauch/Baum genommen!
Also auch die Schalen von Bananen, Apfelsinen, Kartoffeln, Erbsenschoten/Nüssen..
Oder die Kerne/Kerngehäuse von Äpfeln, Birnen...
Alle Pressreste aus der Saftherstellung..
Bei Tieren und Fischen zählt zumindest fast das Lebendgewicht!

Ich esse aber weder Knochen, Gräten, Hufe, Sehnen, noch verspeise ich Haselnüsse mit Schale...

Beitrag melden
weltverkehrt 02.08.2014, 13:42
166.

Zitat von achim j.
Immer, wenn ich denke, ich hätte schon alle dämlichen Kommentare gelesen, kommt einer, der alle topt
Ruhig Blut, Herr Oberschlau!

Man spricht von Bioabfall und Restmüll. Wenn Ihnen jemand sagt: "Bringen Sie das bitte in die Mülltonne", dann werden Sie wohl kaum generell darunter eine Bio(abfall)tonne verstehen, oder? Man könnte sogar noch weiter gehen in der Umgangssprache. Das Wort Abfall ist eher mit dem Begriff Rohstoff in Verbindung zu bringen (selbst bei Industrieabfällen) als das Wort Müll. Sondermüll aus Industrieabfällen ist nicht verwertbar, Industrieabfälle generell oft schon.

Beitrag melden
ladym 02.08.2014, 13:59
167.

Journalisten sprechen und schreiben auch standing von humanitären Katatrophen. Humanitär heißt menschenfreundlich, was aber keinen Sinnmacht.

Beitrag melden
apfelmännchen 02.08.2014, 14:04
168.

Zitat von tempus fugit
...Bier, was Sie da alles reinphantasieren oder zusammenreimen! Es gibt Energie-Foristen, die auf SPON Bestrahlung durch radioaktive Quellen als der Gesundheit und Abhärtung zuträglich propagierten (n+x, Prometheus z.B.) Und selbst ein Amerikaner wird eher einen Nicht-Cäsium-haltigen Thunfisch einem 'normalen' - nachhaltigem? - vorziehen. ausser einem StrahlenSamurai Don Luckey, der von x+n als Nachweis erwähnt wurde... Selbst diese Dame hier, als sie mal ohne den IAEA-Maulkorb was sagen durfte - GIBT ZU...: taz_online_7023770237 Und 'zugeben' heisst schlicht und einfach, dass man es zuvor - wohl seit langem - wusste, aber verleugnete... Für Mitleser: Die IAEA ist die internationale Atomlobbyvertretung, die WHO ist ihr untergeordnet bei 'Verlautbarungen'...
Sag ich doch: ziehen sie aus dem "radioaktiv verstrahlten" Schwarzwald nach Nordkorea um. Damit erledigen sie gleich zwei ihrer innigsten Wünsche :p

Beitrag melden
spiegelleser987 02.08.2014, 14:09
169. Warum sollte ...

Zitat von weltverkehrt
.....Sondermüll aus Industrieabfällen ist nicht verwertbar, .....
Warum sollte Sondermüll nicht verwertbar sein? Das ist genauso eine Ressource, wie alles andere. Blei ist Sondermüll, Lithium, Tantal, Kupfer usw. auch. Kupfer wird in der Biolandwirtschaft als Pflanzenschutzmittel im Boden verteilt .... unheimlich nachhaltig, weil das Kupfer im Boden und im Grundwasser bleibt. Das wieder rauszuholen, ist fast unmöglich (vielleicht in 1000 Jahren). Weil das Kupfer so verschwendet wird, muss man sich irgendwoher neues holen. Also buddelt man ein neues Loch in die Erde ... ganz nachhaltig. Aus dem Sondermüll Blei und Lithium könnte man wieder Akkus bauen. Der Begriff "Sondermüll" sagt nichts über ein Verwendungsverbot oder eine Erlaubnis.

Beitrag melden
Seite 17 von 24
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!