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Umweltschutz: Wohin mit dem Mist?
DPA

Gülle wird in Deutschland zunehmend zum Problem. Die Nitratbelastung steigt. Schuld daran ist auch der "Gülletourismus", bei dem Jauche durch Europa gekarrt wird.

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Herbert Diess 04.10.2016, 14:04
1. Ein kranker Wahnsinn in dem wir Leben

Die Viehzucht gehört endlich staatlich reglementiert. Müssen die Leute halt mal was anderes essen als billigstes, oft ungesundes Fleisch.

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taste-of-ink 04.10.2016, 14:20
2.

Wann kapieren wir endlich, dass die übermäßige Fleischproduktion (um den Fleischkonsum bedienen zu können) auch abseits des unmittelbaren Tierwohls riesige Probleme schafft?

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Oberleerer 04.10.2016, 14:24
3.

In China kommt das in die Biogasanlage (vor 10 Jahren):
http://www.spiegel.de/wirtschaft/armut-in-china-frau-shang-und-ihr-energieschwein-a-550215.html

Warum muß man in D extra Mais anbauen, wenn doch genügend Gülle vorhanden zu sein scheint?

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sir wilfried 04.10.2016, 14:36
4. Das Ende des Trinkwassers

In vielen Landstrichen läßt sich genau berechnen, wann in etwa Nitrat das Grundwasser erreicht. Und dann ist Schluss mit Trinkwasser aus der Leitung. Das taugt dann allenfalls noch zum Waschen und Klo spülen. Trinkwasser dürfen wir dann teuer in Plastikflaschen von privaten Unternehmen kaufen. Was eine neue Ressourcenverschwendung nach sich zieht.
Sage also keiner, das ginge ihn nichts an. Wenn der Gesetzgeber nichts unternimmt, liegt es vermutlich wieder mal an erfolgreicher Lobbyarbeit.

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gluonball 04.10.2016, 14:41
5.

Zitat von Oberleerer
In China kommt das in die Biogasanlage (vor 10 Jahren): http://www.spiegel.de/wirtschaft/armut-in-china-frau-shang-und-ihr-energieschwein-a-550215.html Warum muß man in D extra Mais anbauen, wenn doch genügend Gülle vorhanden zu sein scheint?
So sieht es aus. Das Billgi-fleisch ist nicht das Problem, das Problem ist, dass Menschen die Umwelt vergiften dürfen von der andere Menschen leben. Gülle auf ein Feld ausbringen sollte generell Verboten werden. Oder besteuert werden.

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walter_de_chepe 04.10.2016, 14:49
6. Exportweltmeister

Es geht nicht darum, dass die "Leute" ein bisschen weniger Fleisch essen. Deutschland ist nicht umsonst Exportweltmeister. Die Landwirtschaft ist Teil der Exportindustrie und produziert für den Weltmarkt. Man kann sich selbstverständlich fragen, wieviel Nitratbelastung wollen wir zulassen, um für China Milchpulver zu produzieren. Aber muss man dann nicht ebenso die Frage stellen: Wieviel Fläche wollen wir bebauen, um für den Export Autos herzustellen? Warum sollen die Einkommen in der Automobilindustrie mehr gelten als die in der Landwirtschaft? Wir können nicht alle bei Daimler, VW und BMW arbeiten.

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vantast64 04.10.2016, 14:50
7. Nitrat im Grundwasser, Antibiotika im Blut,

Menschen werden gefährdet und sterben, nur, um den
lieben Bauern und Großagrariern mehr Profit zu gestatten
und dankbarerweise das richtige Kreuz auf dem Wahlzettel
zu erhalten. Lobbyismus pur auf Kosten unserer Gesundheit.
Schämt sich niemand für die Eidesbrüche?

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Havel Pavel 04.10.2016, 14:54
8. Früher gab es mal die Grünen, die gegen solche Frevel ankämpften!

Zitat von sir wilfried
In vielen Landstrichen läßt sich genau berechnen, wann in etwa Nitrat das Grundwasser erreicht. Und dann ist Schluss mit Trinkwasser aus der Leitung. Das taugt dann allenfalls noch zum Waschen und Klo spülen. Trinkwasser dürfen wir dann teuer in Plastikflaschen von privaten Unternehmen kaufen. Was eine neue Ressourcenverschwendung nach sich zieht. Sage also keiner, das ginge ihn nichts an. Wenn der Gesetzgeber nichts unternimmt, liegt es vermutlich wieder mal an erfolgreicher Lobbyarbeit.
Auch die Grünen haben sich dem Establishment mittlerweile untergeordnet und tröten nur noch proforma gegen Missstände an.
Ausser dem umstrittenen und lächerlichen Dosenpfand hat diese Partei nichts mehr geleistet was sie sich als Ziel in ihrem Parteiprogramm auf die Fahnen geschrieben hatte. Am Ende zählt dann eh nur noch der private Luxus und die traumhaften Pfründe die einem als gewiefter Politiker überall winken. Das Volk ist denen dann eh egal, Hauptsache die Gelder sprudeln!

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OskarMaria 04.10.2016, 15:04
9. Die gute Landluft!

Wer in diesen Tagen mit dem Fahrrad durch Bauernland fährt, weiß von was ich rede. Die gute Landluft war einmal, heute stinkt es über allen Äckern heftig nach Gülle. Denn irgendwo muss die ganze Sche... ja hin.
Die Gülle ist ein preiswerter Dünger für die Äcker, da nimmt man lieber etwas mehr als zu wenig.
Es wird Zeit, dass mit diesem Mißbrauch Schluss gemacht und das Ausbringen von Gülle stark reglementiert wird.
Gülle eignet sich prima für Biogas-Anlagen. Da wird der Mist umweltgerecht entsorgt und Energie gewonnen.

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