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Unglücksflug MH370: Simulationen stellen Suchstrategie infrage
AFP / Geoscience Australia

Welchen Weg haben die Trümmer des Unglücksflugs MH370 über den Indischen Ozean genommen? Deutsche Forscher haben die Drift der Teile simuliert - und stellen erstaunliche Ergebnisse in Aussicht.

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uherm_ 28.08.2015, 19:16
1. Besser wäre,

die französischen Behörden würden ihren Stolz beiseite stellen und die Entenmuscheln den deutschen Wissenschaftlern überlassen. Wer Genanalysen von bestimmten Muschelarten macht, hat mein Vertrauen.

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Volksverretter 28.08.2015, 19:17
2.

"Ich bin ziemlich frustriert, weil sich trotz Anfragen auf verschiedenen Kanälen niemand gemeldet hat", sagt Hans-Georg Herbig im Gespräch mit SPIEGEL ONLINE. "Wir haben vieles versucht, es ist aber keine Reaktion gekommen."
Das hoert sich sehr interessant an. Die einzige Moeglichkeit, wirklich nahe an den realen Ort des Startpunktes des Treibens dieser Teile im Meerwasser festzustellen, wird nicht zur Verfuegung gestellt. Welches Ergebnis befuerchten die franzoesischen Behoerden? Oder wurde es von ausserhalb verboten, dieses Feststellen zu lassen? Hach, wie schoen. Alle Beteiligten bemuehen sich wirklich. Jede Moeglichkeit, Tatsachen auf den Tisch zu bekommen, wird ausgelassen. Und nachher wieder meckern, weil nicht offizielle VT's gegen die offiziellen VT's, eh, Theorien gestellt werden.
Klug geht anders!

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Hafturlaub 28.08.2015, 19:41
3.

Zitat von Volksverretter
"Ich bin ziemlich frustriert, weil sich trotz Anfragen auf verschiedenen Kanälen niemand gemeldet hat", sagt Hans-Georg Herbig im Gespräch mit SPIEGEL ONLINE. "Wir haben vieles versucht, es ist aber keine Reaktion gekommen." Das hoert sich sehr interessant an. Die einzige Moeglichkeit, wirklich nahe an den realen Ort des Startpunktes des Treibens dieser Teile im Meerwasser festzustellen, wird nicht zur Verfuegung gestellt. Welches Ergebnis befuerchten die franzoesischen Behoerden? Oder wurde es von ausserhalb verboten, dieses Feststellen zu lassen? Hach, wie schoen. Alle Beteiligten bemuehen sich wirklich. Jede Moeglichkeit, Tatsachen auf den Tisch zu bekommen, wird ausgelassen. Und nachher wieder meckern, weil nicht offizielle VT's gegen die offiziellen VT's, eh, Theorien gestellt werden. Klug geht anders!
Vermutlich wird den Franzosen herzlich egal sein, welche Theorien irgendwelche Verschwörungsgläubige verzapfen, sie werden es nicht mal mitbekommen. Die werden sicher zuerst versuchen mit ihren eigenen Leuten etwas Licht ins Dunkel zu bringen bevor sie Beweismittel rund um den Globus verteilen.

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neswlf88 28.08.2015, 19:43
4. abwarten und Tee trinken

Bevor es jetzt wieder mit Diego Garcia etc. losgeht, möchte ich gerne darauf hinweisen, dass es sich im Artikel um die Meinung von Kieler Forschern handelt.

Es kursieren jede Menge Meinungen anderer Experten, die überzeugt sind dass Australien genau im richtigen Gebiet sucht.

Die entscheidende Frage ist: Auf welchen Strömungen basiert denn das Computermodell der Kieler Forscher? Handelt es sich um Oberflächenströmungen, Wind oder was genau?

Bis jetzt weiß man doch noch gar nicht, ob die Flügelklappe die ganze Zeit an der Oberfläche schwamm... wieviel Angriffsfläche sie dem Wind bot... oder ob sie nicht weitestgehend IM Wasser schwamm. Solange das nicht geklärt ist, machen all diese Computermodelle gar keinen Sinn.

Man sollte die Franzosen ihre Arbeit tun lassen & sich dann einmischen, wenn man die gewünschten Daten zur Verfügung hat. Es waren 4 Franzosen an Bord, deshalb ermittelt die französische Staatsanwaltschaft (mit Hilfe der BEA) in dem Fall. Daran ist gar nichts mysteriös, und es ist auch klar dass Ergebnisse erst mitgeteilt werden, wenn die Untersuchungen abgeschlossen sind. Solange müssen die Medien sich eben gedulden.

Die bis jetzt stärksten Hinweise für den Absturzort von MH370 sind nunmal die Inmarsat-Satellitendaten samt dazugehörigen Berechnungen. Und diese deuten eben auf das südliche Gebiet des "7th Arc" hin.

Die australische Suchbehörde JACC hat bereits signalisiert, dass man sich nach Abschluss der Untersuchungen der Flügelklappe (womit im September gerechnet wird) mit allen Verantwortlichen zusammensetzen wird & über eine ev. Verlegung des Suchgebiets beraten wird.

Fazit: (1) Erst die Franzosen ihre Arbeit machen lassen (2) dann wird beraten (3) und dann eventuell das Suchgebiet verlegt.
Zu Punkt (2) dürfen sich die Kieler Forscher dann gerne einmischen, aber erst, wenn alle Untersuchungsergebnisse der Klappe veröffentlicht sind.

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skygirl 28.08.2015, 19:59
5. ok

ok, nun haben wir zwei Spuren, die auf zwei unterschiedliche Suchgebiete hinweisen:

Spur 1 - Handshakes mit dem Inmarsat-3 F1
Spur 2 - Rückberechnung des Wegs eines Wrackteils über einen Zeitraum von 16 Monaten (unter der Prämisse, dass es beim Absturz direkt zu Treibgut wurde und sich nicht erst später vom Wrack gelöst hat) durch ein Seegebiet dass nicht systematisch und konstant untersucht wird.

Ich stelle mal in Frage, dass die Wissenschaftler (deren Qualifikation ich nicht in Abrede stellen will) ein mathematisch exaktes Modell des Flapperons haben und mich würde darüber hinaus die Qualität der vorhandenen Strömungsdaten der "französischen Kollegen" (wer genau?, woher?, mit welchen Mitteln gewonnen?) interessieren.

Die Inmarsat Daten passen zur möglichen Flugzeit bis zum Flameout der Triebwerke - sollte der Flug dann in dem von den Wissenschaftkern vage beschriebenem Gebiet geendet haben, wäre dies nicht mit den Signallaufzeiten der Handshakes vereinbar, aus denen sich der Southern Arc, an dessen Ende gesucht wird errechnet.

Vielleicht wissen wir am Dienstag mehr, meine Hoffnungen setze ich aber (bis dahin) auf die Suche vor Australien.

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Volksverretter 28.08.2015, 20:26
6.

Zitat von skygirl
ok, nun haben wir zwei Spuren, die auf zwei unterschiedliche Suchgebiete hinweisen: Spur 1 - Handshakes mit dem Inmarsat-3 F1 Spur 2 - Rückberechnung des Wegs eines Wrackteils über einen Zeitraum von 16 Monaten (unter der Prämisse, dass es beim Absturz direkt zu Treibgut wurde und sich nicht erst später vom Wrack gelöst hat) durch ein Seegebiet dass nicht systematisch und konstant untersucht wird .....
Und die dritte Spur, die einzige, die nicht auf Berechnungen fussen muesste, die letztlich also beweisbare Oertlichkeit ins Spiel bringen koennte, nicht nur Theorien, wird erstmal, wenn ueberhaupt, nur von Franzosen begutachtet. Naja, vielleicht haben sie die Muscheln, die ins aktuelle 'Suchgebiet' deuten wuerden, noch nicht gefunden. Die Klappe sah zudem recht unbewachsen aus, auf den Bildern. Fuer 17 Monate im Wasser, zumindest.

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pythagoräische Bohne 28.08.2015, 21:24
7. Nicht die erste PR Aktion aus Kiel

erste Informationen aus Toulouse sprechen dafür, dass die Muscheln aus dem südlichen Indischen Ozean stammen. Man kann es gut verstehen, dass die Franzosen den Forschungsinstitutionen weltweit nur unscharfe Bilder zur Verfügung stellen, dafür waren aber die Experten der an der Suche beteiligten Länder in Toulouse dabei.

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Fuscipes 28.08.2015, 21:26
8.

Den "östlichen äquatorialen Indischen Ozean", hatten einige sowieso auf dem Schirm, und unplausibel ist der Mainstream schon länger.

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Duzend 28.08.2015, 21:30
9. Und was ist mit eventuell eingravierten Nummern?

Zitat von neswlf88
Bevor es jetzt wieder mit Diego Garcia etc. losgeht, möchte ich gerne darauf hinweisen, dass es sich im Artikel um die Meinung von Kieler Forschern handelt. Es kursieren jede Menge Meinungen anderer Experten, die überzeugt sind dass Australien genau im richtigen Gebiet sucht. Die entscheidende Frage ist: Auf welchen Strömungen basiert denn das Computermodell der Kieler Forscher? Handelt es sich um Oberflächenströmungen, Wind oder was genau? Bis jetzt weiß man doch noch gar nicht, ob die Flügelklappe die ganze Zeit an der Oberfläche schwamm... wieviel Angriffsfläche sie dem Wind bot... oder ob sie nicht weitestgehend IM Wasser schwamm. Solange das nicht geklärt ist, machen all diese Computermodelle gar keinen Sinn. Man sollte die Franzosen ihre Arbeit tun lassen & sich dann einmischen, wenn man die gewünschten Daten zur Verfügung hat. Es waren 4 Franzosen an Bord, deshalb ermittelt die französische Staatsanwaltschaft (mit Hilfe der BEA) in dem Fall. Daran ist gar nichts mysteriös, und es ist auch klar dass Ergebnisse erst mitgeteilt werden, wenn die Untersuchungen abgeschlossen sind. Solange müssen die Medien sich eben gedulden. Die bis jetzt stärksten Hinweise für den Absturzort von MH370 sind nunmal die Inmarsat-Satellitendaten samt dazugehörigen Berechnungen. Und diese deuten eben auf das südliche Gebiet des "7th Arc" hin. Die australische Suchbehörde JACC hat bereits signalisiert, dass man sich nach Abschluss der Untersuchungen der Flügelklappe (womit im September gerechnet wird) mit allen Verantwortlichen zusammensetzen wird & über eine ev. Verlegung des Suchgebiets beraten wird. Fazit: (1) Erst die Franzosen ihre Arbeit machen lassen (2) dann wird beraten (3) und dann eventuell das Suchgebiet verlegt. Zu Punkt (2) dürfen sich die Kieler Forscher dann gerne einmischen, aber erst, wenn alle Untersuchungsergebnisse der Klappe veröffentlicht sind.
Ich will die Leistung der Entenmuschelfachleute nicht schmälern, aber mir ist dieser kaskadische Syllogismus aus "die einen messen der Muschelanalyse grosse Bedeutung bei und sehen sie bereits jetzt (wo noch gar keine Ergebnisse da sind) als Grund für eine starke Vermutung", " die anderen sind felsenfest davon überzeugt, das es sich um ein Wrackteil von exakt der vermissten Maschine handelt" und "die dritten stimmt das alles so zuversichtlich, dass sie sich unmittelbar vor dem Wrackfund angekommen glauben" irgendwie ungeheuer und auch irgendwie nicht gut genug.

Gibt es am ganzen Wrackteil keine so hinreichend untersuchte Stelle, dass man mal mit dem Freilegen und Heruasmontieren eines innenliegenden, Gravur tragenden Bauteils hätte anfangen können? Oder tragen Bauteile in den Flaps keine eingravierten Nummern zur Kenntlichmachung, zu welcher Maschine sie gehören? Mit einer solchen Eindeutigkeit könnte man doch schon mal einen ganzen Stapel an Spekulatione beiseite räumen.

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