Forum: Wissenschaft
Unglücksflug MH370: Simulationen stellen Suchstrategie infrage
AFP / Geoscience Australia

Welchen Weg haben die Trümmer des Unglücksflugs MH370 über den Indischen Ozean genommen? Deutsche Forscher haben die Drift der Teile simuliert - und stellen erstaunliche Ergebnisse in Aussicht.

Seite 3 von 6
cavete 29.08.2015, 07:02
20. Kein Selbstzweck (1)

"Über mehrere Wochen hatten die Kieler Forscher Arne Biastoch und Jonathan Durgadoo am Computer den Weg des
Trümmerteils über den Indischen Ozean zurückverfolgt. Ihr Modell nutzte tagesaktuelle Strömungsdaten aus den
vergangenen Monaten, die von französischen Kollegen stammen. (...)
Doch weil die französischen Behörden ihnen bisher kein Probenmaterial der Organismen vom Wrackteil zur
Verfügung gestellt haben, können sie ihre Erkenntnisse bisher nicht für die Suche nach dem Absturzort nutzen.
'Ich bin ziemlich frustriert, weil sich trotz Anfragen auf verschiedenen Kanälen niemand gemeldet hat', sagt
Hans-Georg Herbig im Gespräch mit SPIEGEL ONLINE. 'Wir haben vieles versucht, es ist aber keine Reaktion
gekommen.' "

Sollten die aus den Störmungsdaten gewonnenen Schlußfolgerungen zutreffen, und auf ein ganz anneres Suchtgebiet deuten, dann waere zu diskutieren, wie die Satelltitenbetreiber-Frima "Inmarsatt" zu ihren Ergebnissen gelant ist. Diese waren ja Grundlage fuer die Suchmassnahmen, die in Regie Australiens durchgefuehrt werden.

Und der Chef der australischen Flugsicherheitsbehoerde sieht in dem Fundort des Wrachteils sein Stroemungsmodell bestaetigt, und damit auch das Suchgebiet eingegrenzt.

Und die Eingernzung des Suchgebietes erfolgte ja aufgrund vereinzelter "Pings", also Komm uni kationssignale des
veschwundenen Flugzeugs, die man meinte, geogaphisch eingrenzen zu koennen - druch mathematische Bewrecknungen.

Nachpruefbar und kontrollierbar sind solche Berechnungen der englischen Firma wohl nicht.

Was haben wir bisher: Die Englaender sind an der Aufklärung beteiligt, die Amerikaner und die Australier sind behilflich gewesen - die Chinesen und Malaysier sind dabei, die Kannadir und die Neuseeländer waren wohl nicht eingebunden, soweit man weiß. Und nun die Franzosen.

Und das Verlahten des maylasischen Militaers bleibt in entscheidenden Momenten nach wie vor ungeklaert, Und
scheinbar läesst sich das auch nicht aendern.

Einzig der Optimismus, das Wrack zu fniden, bleibt nach wie vor ungebrochen. Obgleich man in ganz anderen Regionen sucht, wird ein Fragment des Fulgzeugs an de Kueste Reunions aufgefunden. Den Optimismus, der ja - aus welchen Gruenden auch immer - waehrend der gnazen Suche anhielt, beeinflusst das weiterhin nicht.

Es gab in juengster Zeit zudem wiederspruechliche Medlungen ueber weitere aufgefundene Wrackteile von Flug MH-370, die an der Kueste von Reunion aufgefunden worden sein sollen, was von den Franzosen jedoch dementiert wurde.

Es wirkt schon etwas befremdlich, wenn die Franzosen auf das Ersuchen der Duetschen nicht eingehen und diesen kein Probenmaterial zu Verfuegung stellen. Fuehlen sie sich vielleicht ausgebottet, weil die deutschen Froscher sich auf Datenmaterial ihrer franzoesischen Kollegen stuetzen?

Schlieslich haette es ja auch umgekehrt laufen können: Die Franzosen werten ihre selbst gewonnenen Stroemingsdaten
aus und fragen bei den beiden deutschen Spezialisten nach der Herkunft der Entennuscheln.

Beitrag melden
cavete 29.08.2015, 07:04
21. Kein Selbstzweck (2)

Bei solch einer scheinbaren Verweigerungshaltung entsteht doch letztlich allenfalls Stoff fuer zusaetzliche Veschwoerungstehorien. Alle Beteiligten, die an der Aufklaerung mitwirken, sollten im Interesse einer Loesung
arbeiten, und persoenliche Eitelkeiten hintanstelen.

Denn, die Arbeit kann doch kein Selfstzweck sein, sie geschieht im Sinne der Angehoerigen der Passagiere
und der Luftsicherheit.

Beitrag melden
p-touch 29.08.2015, 07:42
22.

Zitat von Duzend
Ich will die Leistung der Entenmuschelfachleute nicht schmälern, aber mir ist dieser kaskadische Syllogismus aus "die einen messen der Muschelanalyse grosse Bedeutung bei und sehen sie bereits jetzt (wo noch gar keine Ergebnisse da sind) als Grund für eine starke Vermutung", " die anderen sind felsenfest davon überzeugt, das es sich um ein Wrackteil von exakt der vermissten Maschine handelt" und "die dritten stimmt das alles so zuversichtlich, dass sie sich unmittelbar vor dem Wrackfund angekommen glauben" irgendwie ungeheuer und auch irgendwie nicht gut genug. Gibt es am ganzen Wrackteil keine so hinreichend untersuchte Stelle, dass man mal mit dem Freilegen und Heruasmontieren eines innenliegenden, Gravur tragenden Bauteils hätte anfangen können? Oder tragen Bauteile in den Flaps keine eingravierten Nummern zur Kenntlichmachung, zu welcher Maschine sie gehören? Mit einer solchen Eindeutigkeit könnte man doch schon mal einen ganzen Stapel an Spekulatione beiseite räumen.
Nun, offensichtlich hat dieses Bauteil keine Ident.-Nummer, sonst währen entsprechente Meldung durch die Presse gegangen. Da gibt´s auch nicht´s zu vertuschen, um unseren VT Fans gleich denn Wind aus denn Segeln zu nehmen. Es gibt genügent Experte die diesen Flugzeugtyp genau kennen und wissen wo solche Nummer zufinden sind.

Beitrag melden
RobMcKenna 29.08.2015, 08:19
23.

Zitat von multi_io
Wie eindeutig wollen Sie's denn? So oft stürzen Flugzeuge glücklicherweise nicht ab, dass die Meere voll von Flugzeugtrümmern wären, die Anlass für Verwechslungen gäben. Das Teil stammt eindeutig von einer 777, und MH370 ist weltweit die einzige Maschine dieses Typs, die vermisst wird. Bingo.
MH370 mag die einzige vermisste 777 sein, allerdings verlieren Flugzeuge gelegentlich auch "enfach so" mal Teile: http://www.fr-online.de/flughafen-fr...,28739270.html. (Und wie im Artikel angedeutet ist, war das auch nicht der erste derartige Vorfall in Frankfurt.) Von daher habe ich mich ebenfalls gewundert, als nach dem Fund des Trümmerstückes dieses sofort MH370 zugeschrieben wurde, ohne dabei Seriennummern o.ä. auch nur zu erwähnen.

Beitrag melden
hefred34 29.08.2015, 08:25
24. @ neswlf88

"Es waren 4 Franzosen an Bord, deshalb ermittelt die französische Staatsanwaltschaft (mit Hilfe der BEA) in dem Fall." so so. Warum untersuchen dann nicht die Chinesen? Île de la Réunion sind französiches Département et région d'outre-mer! Dämmert's warum das Teil in Frankreich untersucht wird?

Beitrag melden
hefred34 29.08.2015, 08:33
25. Warum untersuchen die Franzosen?

Zitat von neswlf88
"Es waren 4 Franzosen an Bord, deshalb ermittelt die französische Staatsanwaltschaft (mit Hilfe der BEA) in dem Fall."
Warum untersuchen dann nicht die Chinesen? Île de la Réunion sind französiches Département et région d'outre-mer! Dämmert's warum das Teil in Frankreich untersucht wird?

Beitrag melden
kuwacker 29.08.2015, 08:44
26. Nachverfolgbarkeit

Ich kann überhaupt nicht verstehen, dass Zulieferer von halbwegs banalen Automobilteilen eine lückenlose Nachverfolgbarkeit von einzelnen Bauteilen gewährleisten müssen, auf einer Flügelklappe eines Flugzeug aber nicht einmal die Seriennummer eingeschlagen wird. Im ersten Fall geht es im Falle eines Rückrufs um sehr viel Geld, im zweiten wohl nur um die Klärung menschlicher Schicksale...

Beitrag melden
cobaea 29.08.2015, 09:34
27. nördlich und südlich

Zitat von lapetrovna
In dem Artikel heisst es, ? 35. Breitengrad, weit suedlich des Aequators???? Ich selber wohne seit ewigen Jahren am 36.... In North Carolina..... Also Wer genau hat recht hier?
Es gibt nördliche und südliche Breitengrade - eben nördlich und südlich des Äquators. Sie leben am 35. Grad nördlicher Breite, das Absturzgebiet wäre am entsprechenden Grad südlicher Breite. Alles klar?

Beitrag melden
Volksverretter 29.08.2015, 09:57
28.

Zitat von multi_io
Und das wissen Sie, weil Sie weltweit anerkannter Experte für Muschelbewuchs monatelang im Meer schwimmender Flugzeugteile sind. Lol.
Das die Teile zwar Muscheln genannt werden, aber Krebse sind, wissen sie? Nicht?
Man koennte auch sagen, das ich das daher annehme, weil ich z.B. in den Jahren nach dem Tsunami immer wieder Teile gefunden habe, die seit Dez. 2004 im Wasser trieben. Und an denen war selbst gegen Ende 2005 deutlich mehr Bewuchs festzustellen.
Oder auch Alu-Bootsruempfe, die ja sogar zumeist gegen diesen Befall behandelt werden, und sich haeufig schneller bewegen, als die max 'Andockgeschwindigkeit'dieser Tiere ist, selbst wenn dann Bootsliegezeiten mit in Betrachtung (gar keine Bewegung, besseres Andocken, gelle?) zieht, sehen schon nach einigen wenigen Monaten im wasser 'schlimmer' (bewachsen) aus.

Beitrag melden
FocusTurnier 29.08.2015, 10:01
29. VT-Bingo

Zitat von multi_io
. Das Teil stammt eindeutig von einer 777, und MH370 ist weltweit die einzige Maschine dieses Typs, die vermisst wird. Bingo.
Es wird zwar derzeit nur eine Maschine vom Typ B777 vermißt, aber es gibt 43 Maschinen dieses Typs, die außer Dienst gestellt bzw. teilweise demontiert oder eingelagert sind. Als Quelle des Flaperons käme also nicht nur 9M-MRO in Frage.....

Beitrag melden
Seite 3 von 6
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!