Forum: Wissenschaft
Unglücksflug MH370: Simulationen stellen Suchstrategie infrage
AFP / Geoscience Australia

Welchen Weg haben die Trümmer des Unglücksflugs MH370 über den Indischen Ozean genommen? Deutsche Forscher haben die Drift der Teile simuliert - und stellen erstaunliche Ergebnisse in Aussicht.

Seite 6 von 6
DMenakker 29.08.2015, 19:58
50.

Zitat von neswlf88
Das Teil wurde auf französischem Boden (Réunion)gefunden, also untersuchen die Franzosen. Warum untersucht nicht die BEA (zivil) alleine? Warum hat die Staatsanwaltschaft ihre Finger im Spiel & lässt die Untersuchungen hinter verschlossenen Türen durchführen? Ganz einfach: Bei MH370 sind 4 Franzosen zu Tode gekommen - und es wird derzeit von "Absicht" ausgegangen (ähnlich wie bei Germanwings). Deshalb werden auch keine Beweisstücke mit anderen Ländern geteilt - bei uns wäre das übrigens auch nicht üblich. Die deutsche Staatsanwaltschaft schickt auch nicht einfach mal so essentielle Beweisstücke an andere Länder. Nichts wird hier verschleiert - es wird gründlich gearbeitet! Und das ist gut so.
In jedem demokratischen Land mit normaler Gewaltenteilung hat die Oberaufsicht über solche Ermittlungen immer ein Staatsanwalt, ggf. ein Ermittlungsrichter. ALLE anderen Beteiligten sind diesen untergeordnet. Deshalb is der Status jedes Kriminalbeamten ja auch derjenige eines "Hilfsbeamten der Staatsanwaltschaft".

Wenn hier jetzt keine Franzosen betroffen wären, wäre die französische Staatsanwaltschaft immer noch zuständig gewesen, weil das Teil auf französischem Staatsgebiet angespült wurde.

Aber auch hier gilt wieder. Der größte Freund der VT ist die Dummheit ( oder sagen wir versöhnlich: Unwissenheit ) der anderen.

Ansonsten im übrigen vielen Dank für Ihre Beiträge, die hier zumindest denjenigen, die pprune nicht mitlesen, aber allgemein interessiert sind, doch das wesentliche erklären.

Beitrag melden
dancar 29.08.2015, 20:06
51. Fluegelteil zu 99,99% von MH370

Hier scheint es immer noch Personen zu geben, die das relativ große Flügelteil nicht der MH370 zuordnen würden. Dann stellt sich allerdings die Frage, warum das fehlende Teil bei keiner noch fliegenden B777 aufgefallen ist? Oder wie soll so ein Teil ins Meer kommen?
Somit zu 100% von MH370 und ein erweiterter Suizid wars auch.

Beitrag melden
DMenakker 29.08.2015, 22:35
52.

Zitat von dancar
Hier scheint es immer noch Personen zu geben, die das relativ große Flügelteil nicht der MH370 zuordnen würden. Dann stellt sich allerdings die Frage, warum das fehlende Teil bei keiner noch fliegenden B777 aufgefallen ist? Oder wie soll so ein Teil ins Meer kommen? Somit zu 100% von MH370 und ein erweiterter Suizid wars auch.
Wie der Mitforist bereits geschrieben hat, sind mehrere 777 bereits ausgemustert. Es besteht also eine - zumindest theoretische - Möglichkeit, dass es woanders hergekommen ist. Wissen Sie, ob die JAL ( nur als Beispiel ) Das Teil vor Jahren einmal an einer Maschine auswechseln musste, und das Altteil während des Tsunamis ins Meer gespült wurde? Natürich extrem unwahrscheinlich, aber das sind auch immer ALLE Komponenten, die letztendlich zu einem Totalverlust eines Flugzeuges führen.

Bevor hier nicht alle Möglichkeiten ausgeschlossen werden, wird kein seriöser Ermittler die Herkunft des Teile als absolut gesichert bezeichnen. Warten Sie es ab, in 2 Monaten is es abgesichert.

Aber wie kommen Sie auf den erweiterten Suizid? Da spricht eigentlich ALLES dagegen. Aber ich lass mich ja gerne überzeugen.

Beitrag melden
ANDIEFUZZICH 30.08.2015, 00:17
53. Das Geheimniss der Flügelklappe

Zitat von DMenakker
Wie der Mitforist bereits geschrieben hat, sind mehrere 777 bereits ausgemustert. Es besteht also eine - zumindest theoretische - Möglichkeit, dass es woanders hergekommen ist. Wissen Sie, ob die JAL ( nur als Beispiel ) Das Teil vor Jahren einmal an einer Maschine auswechseln musste, und das Altteil während des Tsunamis ins Meer gespült wurde? Natürich extrem unwahrscheinlich, aber das sind auch immer ALLE Komponenten, die letztendlich zu einem Totalverlust eines Flugzeuges führen. Bevor hier nicht alle Möglichkeiten ausgeschlossen werden, wird kein seriöser Ermittler die Herkunft des Teile als absolut gesichert bezeichnen. Warten Sie es ab, in 2 Monaten is es abgesichert. Aber wie kommen Sie auf den erweiterten Suizid? Da spricht eigentlich ALLES dagegen. Aber ich lass mich ja gerne überzeugen.
Die Meeresströmungen sprechen allerdings völlig gegen die Möglichkeit, dass das Teil aus Japan dorthin gelangt seien könnte, abgesehen vom Bewuchs und der anscheinend relativ intakten Struktur.
Sie haben mich dankenswerter Weise aber auf den Gedanken gebracht, mal nach den Produktionsdaten/Status der 777 200 zu googeln.
War gar nicht so einfach da was zu finden, aber hier mal eine Aufstellung über die ich gestolpert bin.
http://www.planespotters.net/Production_List/Boeing/777/777-200/index.php
Es wäre also theoretisch möglich das ein anderes Teil dort plaziert wurde, aber wer und warum sollte das tun?
Abgesehen davon werden sie doch die eigentliche Produktionskennzahlen nicht aussen auf dem Flügelteil aufgeklebt haben.
Aber wenn sie was genaues darüber wissen...

Beitrag melden
DMenakker 30.08.2015, 10:39
54.

Zitat von ANDIEFUZZICH
Es wäre also theoretisch möglich das ein anderes Teil dort plaziert wurde, aber wer und warum sollte das tun? Abgesehen davon werden sie doch die eigentliche Produktionskennzahlen nicht aussen auf dem Flügelteil aufgeklebt haben. Aber wenn sie was genaues darüber wissen...
Ich weiss nicht, wie die einzelnen Teile gekennzeichnet sind. Und warum ein Teil irgendwo platziert werden sollte weiss ich noch sehr viel weniger Mein einziger Grund, warum ich Japan gebracht habe weil es dort mit dem Tsunami eine irgendwie theoretische Möglichkeit gegeben hätte wie das Teil ins Meer gekommen sei, one dass die versammelten Spinner wieder DG ins Spiel bringen.

Ich interessiere mich ledigich für Zivilluftfahrt und habe versucht die Denke, die hinter solch einer untersuchung steht zu verstehen. Das ist alles

Beitrag melden
DMenakker 30.08.2015, 11:09
55.

Ich weiss nicht, wie die einzelnen Teile gekennzeichnet sind. Und warum ein Teil irgendwo platziert werden sollte weiss ich noch sehr viel weniger Mein einziger Grund, warum ich Japan gebracht habe weil es dort mit dem Tsunami eine irgendwie theoretische Möglichkeit gegeben hätte wie das Teil ins Meer gekommen sei, one dass die versammelten Spinner wieder DG ins Spiel bringen.

Ich interessiere mich ledigich für Zivilluftfahrt und habe versucht die Denke, die hinter solch einer untersuchung steht zu verstehen. Das ist alles

Beitrag melden
clus 30.08.2015, 11:58
56. Vermutlich weniger egal, sondern Prioritäten

Zitat von Hafturlaub
Vermutlich wird den Franzosen herzlich egal sein, welche Theorien irgendwelche Verschwörungsgläubige verzapfen, sie werden es nicht mal mitbekommen. Die werden sicher zuerst versuchen mit ihren eigenen Leuten etwas Licht ins Dunkel zu bringen bevor sie Beweismittel rund um den Globus verteilen.
Die erste Frage war doch, ob das Teil zur MH370 gehörte. Dazu liefern die Entenmuscheln genau null Informationen. Sichere Antworten würden nur Bauteile und evtl. vorhandenen/lesbare Seriennummern liefern. Also sucht man zuerst nach denen. Dazu kommt, dass der genetische Fingerabdruck der Entenmuscheln bestenfalls vage Informationen liefern würde: Um eine halbwegs zuverlässige Lokalisierung zu erreichen bräuchte man sehr umfangreiche Referenzdaten. D.h. man müsste an sehr vielen Orten im potentiellen Absturzgebiet jeweils eine grosse Anzahl von Entenmuscheln untersucht haben. Das scheint, nach allem was ich in der Literatur finden konnte, bisher nicht passiert zu sein.

Beitrag melden
DMenakker 30.08.2015, 15:55
57.

Das Grundproblem bei solchen Unglücken, deren Untersuchung sich über Monaten hinzieht, ist doch, dass sich nur ein ganz kleiner Teil sich wirklich mit der Materie beschäftigt, viel im Gedächtnis behält und ggf. auch einmal nochmals ältere Informationen nachliest. Bestes Beispiel. Es gab eine kurze Periode, in welcher hier die Funktionsweise der Flugzeugkennung erklärt wurde. Es ist nunmal so, dass man als Flugzeug seine Kennung den Anforderungen des zu überfliegenden Landes anpassen muss und daher eine Neueingabe während des Fluges zwingend. So lange aber die neue Kennung noch nicht bestätigtist ( als Computernutzer hätte ich gesagt, die Enter Taste zweimal betätigt ) ist die Kennungssendung kurz aus. Bei allen normalen Flugzeugen ist dies eine Sachen von 30 - 60 Sekunden, aber in vorliegendem Fall deuten sehr viele Indizien darauf, dass exact in diesem Moment etwas entscheidendes passiert ist. Es ist also durchaus nicht unwahrscheinlich, dass der Transponder in diesem Moment "vergessen" wurde, weil drittrangig, bis es zu spät war. Das zu wissen ist wichtig, weil es jede Enführungsspekulationen oder Selbstmordthesen zumindest unwahrscheinlicher macht. Das hat keine drei Tage gedauert, dann wurde der alte Quatsch hier fleissig weitergepostet, u.a. unterstützt durch die Laberbacke von EK, dem dies offensichtlich nicht bekannt war.

Man stelle sich jetzt vor. Die Lübecker haben eine Absturzstelle weit nördlich errechnet. Vielleicht geben die Muscheln eine ähnliches Resultat und eines Tages kommt die Kurzmeldung, das Teil war doch nicht von MH 370 und die Suche im Falschen Gebiet wird wieder eingestellt. Der Shistorm, der dann hier im Spiegel losbricht. DEUTSCHE haben BEWIESEN, die anderen wollen alles vertuschen .... Die simple Tatasache, dass es da falsche Teil war geht in so einer Diskussion sofort wieder unter, weil es die meisten schlicht nicht wissen wollen

Beitrag melden
neswlf88 30.08.2015, 17:08
58. nicht ganz richtig

Zitat von DMenakker
In jedem demokratischen Land mit normaler Gewaltenteilung hat die Oberaufsicht über solche Ermittlungen immer ein Staatsanwalt, ggf. ein Ermittlungsrichter. ALLE anderen Beteiligten sind diesen untergeordnet. Deshalb is der Status jedes Kriminalbeamten ja auch derjenige eines "Hilfsbeamten der Staatsanwaltschaft". Wenn hier jetzt keine Franzosen betroffen wären, wäre die französische Staatsanwaltschaft immer noch zuständig gewesen, weil das Teil auf französischem Staatsgebiet angespült wurde. Aber auch hier gilt wieder. Der größte Freund der VT ist die Dummheit ( oder sagen wir versöhnlich: Unwissenheit ) der anderen. Ansonsten im übrigen vielen Dank für Ihre Beiträge, die hier zumindest denjenigen, die pprune nicht mitlesen, aber allgemein interessiert sind, doch das wesentliche erklären.
Sie sind leider nicht ganz ausreichend informiert.

Die BEA ist nicht der Staatsanwaltschaft "untergeordnet". Das widerspräche auch den Statuten der ICAO.

Bei einem Flugunfall finden grundsätzlich zwei parallel durchzuführende Untersuchungen statt:

1.Prüfung der Strafverfolgungsbehörden (Staatsanwaltschaft/Polizei), ob ein Anfangsverdacht im Hinblick auf das Vorliegen von Straftaten besteht. Falls dies bejaht wird, sind die Strafverfolgungsbehörden nach dem Legalitätsprinzip zur Aufnahme eigener strafrechtlicher Ermittlungen verpflichtet.

2.Die Untersuchungen der zuständigen Stelle für Flugunfalluntersuchung. Die Zuständigkeit der Untersuchungsbehörden ist geregelt im ICAO-Artikel 26, Annex 13 (Übereinkommen von Chicago 1944). Das Ziel dieser Untersuchungen ist, die Sicherheit der Luftfahrt zu erhöhen. Die Untersuchungen dienen nicht der Feststellung des Verschuldens, der Haftung oder von Ansprüchen.

Quelle: https://de.wikipedia.org/wiki/Flugunfall#Flugunfalluntersuchung

In meinem Kommentar habe ich versucht zu erklären, warum eben nicht bloß die BEA (1) ermittelt, sondern auch die Staatsanwaltschaft (2). Dies liegt daran, dass bei MH370 eben Absicht vermutet wird, und (unter anderem) französische Staatsbürger zu Tode gekommen sind. Wären keine Franzosen an Bord gewesen, weiß ich nicht ob die französische Staatsanwaltschaft unbedingt ein Verfahren eröffnet hätte. Wahrscheinlich hätte dann nur die BEA ermittelt (wie im Fall AF447, wo man von vornerein von einem Unfall ausging).

Bin aber auch kein Experte für französisches Recht.

Beitrag melden
libertarian2012 31.08.2015, 01:10
59.

Das wird wohl alles noch eine Weile dauern. Ich habe heute an anderer Stelle gelesen, dass das Trümmergrundstück eben nicht in einem Labor untersucht wird sondern da schlicht irgendwo rumliegt und darauf wartet, dass die Damen und Herren sich aus dem französischen Sommerurlaub zurückbequemen. Aber sagt man was dazu ist man wieder ein "Kuluralist".

Beitrag melden
Seite 6 von 6
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!