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Uno-Bericht: Ein Viertel der Nahrung landet im Müll
DPA

Es ist eine Verschwendung von unvorstellbarem Ausmaß: Laut einem Uno-Bericht wird mehr als ein Viertel der weltweiten Ackerfläche zur Produktion von Nahrung genutzt, die direkt in die Mülltonne wandert. Gleichzeitig hungern 870 Millionen Menschen.

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analyse 11.09.2013, 18:09
1. und wenn dann noch wie von den GRÜNEN gefordert

der Bio-Anbau sich ausweitet ,mit nochmal 30% weniger Ertrag pro ha ,dann sind Hungersnöte vorprogrammiert.Allerdings nicht für die deutschen grünen Besserverdiener !

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Schacht Holland 11.09.2013, 18:10
2. Nachvollziehbar

Zitat von sysop
Es ist eine Verschwendung von unvorstellbarem Ausmaß: Laut einem Uno-Bericht wird mehr als ein Viertel der weltweiten Ackerfläche zur Produktion von Nahrung genutzt, die direkt in die Mülltonne wandert. Gleichzeitig hungern 870 Millionen Menschen.
Klingt dramatisch - ist es aber nicht. Wenn mir eine Kollegin erzählt, daß sich irgendwelche Schnecken über die Salatpflanzen im Garten hergemacht haben, dann erklärt dies u.a., warum die Salatpflanzen entsorgt und nicht gegessen werden.

Wenn ich mir ein Steak mit Kartoffelecken zubereite, dann habe ich gerne Sour Creme dazu. Leider gibt es Sour Creme im Supermarkt immer nur in grösseren Portionen. Also kaufe ich mir Sour Creme, entnehme das, was ich benötige und werfe den Rest weg. Was soll ich sonst tun? Bis ich in ein paar Tagen Hunger auf Steak mit Kartoffelecken habe, ist die Sour Creme ungenießbar.

Daher: bedauerlich, aber nachvollziehbar. Kein Grund zur Aufregung.

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Mimimat 11.09.2013, 18:14
3. Weiß nicht..

Zitat von sysop
Es ist eine Verschwendung von unvorstellbarem Ausmaß: Laut einem Uno-Bericht wird mehr als ein Viertel der weltweiten Ackerfläche zur Produktion von Nahrung genutzt, die direkt in die Mülltonne wandert. Gleichzeitig hungern 870 Millionen Menschen.
Also, ich weiß nicht, ob das wirklich ein Problem der Verbraucher ist. Wenn ich von unserem Haushalt ausgehe, dann werden Nahrungsmittel höchstens im einstelligen Prozentsatz weggeworfen. Und die sind dann oft wirklich verdorben.
Viel stärker sind doch solche Sachen betroffen, die sich schlecht verkaufen lassen: kleine Gurken, verkrüppelte Möhren, Äpfel und Birnen, die nicht dem Standard entsprechen usw.
Und die Begriffe Butterberg etc. sind sicher auch noch jedem geläufig. Soll keine behaupten, so was gäbe es heute nicht mehr.

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doppelpost123 11.09.2013, 18:15
4. unfähig

Zitat von sysop
Es ist eine Verschwendung von unvorstellbarem Ausmaß: Laut einem Uno-Bericht wird mehr als ein Viertel der weltweiten Ackerfläche zur Produktion von Nahrung genutzt, die direkt in die Mülltonne wandert. Gleichzeitig hungern 870 Millionen Menschen.
So traurig wie beschränkt wir sind.

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mangeder 11.09.2013, 18:17
5. optional

Das sollten mal die Monsanto-Fans und Gentechnik-Fundamentalisten lesen, die uns immer erzählen wollen, dass wir die Nahrungsherstellung immer mehr in die Hände der Konzerne geben sollen und immer mehr künstlich verändern sollen. Hunger und Nahrungsmangel war schon immer ein politisches Prolbem und ein Problem unserer Wegwerfgesellschaft (indem wir subvontionierte Produkte zu Dumpingpreisen in die Dritte Welt exportieren, schadet unser System auch den Entwicklungsländern). Wir produzieren bereits jetzt mehr Nahrungsmittel mit denen 9 Milliarden Menschen ernährt werden können - nur verteilen wir die Nahrung falsch, füllen damit Benzintanks und vernichten zu viel Nahrungsmittel.

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Cr4y 11.09.2013, 18:18
6.

Wundert mich nicht.
Auf der anderen Seite: Nur weil sich hier in unseren Breiten sehr viel Nahrung herstellen lässt, heißt das ja nicht, dass die Überschüssige Nahrung anderen Breiten so ohne weiteres zur Verfügung gestellt werden kann.

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NeoTiger 11.09.2013, 18:24
7. Ja und?

Die Menschen in der dritten Welt hungern ja nicht, weil wir Essen wegschmeißen, sondern weil sie wirtschaftlich zu arm sind um sich die in der westlichen Welt produzierten Agrarprodukte zu leisten und selbst in Regionen leben, die landwirtschaftlich kaum ertragreich sind. Klar kann man dabei ein schlechtes Gewissen haben, wenn man Nahrung wegwirft, während andere auf der Welt hungern, aber weniger Nahrung zu vergeuden führt leider nicht automatisch dazu, dass andere dann mehr zu Essen bekommen. Die Landwirte würden dann stattdessen einfach ihre Raps für Biosprit anbauen.

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7eggert 11.09.2013, 18:24
8.

Zitat von sysop
Es ist eine Verschwendung von unvorstellbarem Ausmaß: Laut einem Uno-Bericht wird mehr als ein Viertel der weltweiten Ackerfläche zur Produktion von Nahrung genutzt, die direkt in die Mülltonne wandert. Gleichzeitig hungern 870 Millionen Menschen.
Ressourcen wachsen linear, Populationen exponentiell. Exponentielles Wachstum ist immer wesentlich schneller, als lineares. Daraus folgt, daß wir letztendlich immer irgendwo Hunger haben werden, wenn wir keine Geburtenkontrolle betreiben.

Dennoch ist es ein Unding, daß wir fernab unseres Blickfeldes die Menschen hungern lassen, während wir vielleicht sogar genau von dort Nahrung und Tierfutter importieren. Da ist mir dann die Mathematik egal.

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ernstrobert 11.09.2013, 18:30
9. Frage der Moral

Zitat von sysop
Es ist eine Verschwendung von unvorstellbarem Ausmaß: Laut einem Uno-Bericht wird mehr als ein Viertel der weltweiten Ackerfläche zur Produktion von Nahrung genutzt, die direkt in die Mülltonne wandert. Gleichzeitig hungern 870 Millionen Menschen.
Erstmal eine Richtigstellung: Es werden nicht 28% der weltweiten Ackerfläche genutzt, um Lebensmittel zu erzeugen, die weggeschmissen werden. Das passiert anteilig überall, schon bei der Ernte. Reife Früchte müssen eigentlich binnen weniger Stunden gegessen werden, transportieren wird schon schwierig, handeln erst recht. Wollen wir nur Unreifes essen?
Aber es stimmt: Wegwerfen geht nicht, das zerstört jede Moral.
Vielleicht mal weniger essen? Das versucht die Werbung mit aller Kraft zu verhindern. Die Profiteure interessiert nur, was verkauft, nicht was tatsächlich gebraucht wird.
Eine höhere Wertschätzung unseres 'täglichen Brotes' ist dringend geboten. Zur Not kann man Gemüse, Brot usw. auch einfrieren, wenn die Augen mal wieder größer waren als der Mund.

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