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Uno-Prognose zur Weltbevölkerung: Die Menschheit in 85 Jahren
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Newspeak 03.08.2015, 21:15
10.

Prognosen über diese Zeiträume sind UNSERIÖS.

Das ist so, als hätte man 1910, die zwei Weltkriege, den Pillenknick, HIV und was weiß ich noch alles vorhergesehen. Hat man aber nicht.

Bei der derzeitigen Aussicht, wird das Wachstum der Menschheit irgendwann demnächst einen massiven Dämpfer erfahren, wegen Ressourcenknappheit, Klimaveränderungen, einem Atomkrieg, einer weltweiten Seuche oder, vielleicht wahrscheinlicher, einer Vermischung vieler einzelner Faktoren, lokaler Bürgerkriege usw. Vielleicht gibt es bis zum Jahr 2050 auch gar keine UN mehr.

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herbert nau 03.08.2015, 21:20
11.

Wie auch immer man den Forecast bewertet, Afrika wird stärker wachsen als der Rest der Welt.

Für Europa wird das deshalb spannend, weil eine wachsende Flüchtlingssituation heftige Auswirkungen auf die Bevölkerungssituation haben wird und darüber entscheidet, ob Europa marginalisiert wird oder Zukunft hat. Wenn wir die Mauern um Europa noch weiter erhöhen, werden wir unsere Bedeutungslosigkeit beschleunigen.

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johi62 03.08.2015, 21:27
12. Hat man

in dieser Berechnung auch schon die riesigen Mengen an Menschen einbezogen die beim nächsten großen Knall getilgt werden? Und bis dahin kommt er sicher, der Knall, wenn sich nicht einges grundlegend ändert. Man kann ihn ja jetzt schon leise hören.

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Immanuel K. 03.08.2015, 21:31
13.

Selbst ohne Großkrieg, halte ich diese Prognose für vollkommenen Blödsinn - da, wo heute der Großteil der Nahrung produziert wird (in USA), wird spätestens in 30 Jahren alles vollkommen "verwüstet" sein. Die ganzen Megacities werden - ebenfalls in spätestens 30 Jahren zunehmend verlassen werden, da es nicht genug Wasser geben wird...
Dieses Szenario beruht doch nicht aufd irgendwelchem Geheimwissen...!?

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tolga13 03.08.2015, 21:37
14.

Die UN-Prognosen sind nur dazu da um momentane Fehlentwicklungen aufzuzeigen und haben nicht das Ziel die Zukunft vorherzusagen. Die nächste Prognose kann wieder ganz anders aussehen.

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Nölkopp 03.08.2015, 21:39
15.

Interessant ist, daß man weder die Statistiken einsehen kann, selbst wenn man AddBlocker & vorübergehend deaktiviert, noch daß man auf Kommentare von Mitforisten erwidern kann. Was, "lieber" Spiegel, soll so ein Scheiß?! Und nein und noch einmal nein: Eure Printausgabe kaufe ich nicht, weil ob solcher kruder Methoden kein Vertrauen in Eure Berichtserstattung habe.

Zur Sache: Ich glaube nicht, daß es so kommen wird. Der Kollaps kommt vorher. Das Witzige ist bloß: Er wird eher von der industrialisierten Welt ausgehen. Mögliche Szenarien sind: Sonnenstrum, 3. Weltkrieg, ökonomische Krise. In unmittelbarer Folge davon werden auch die aneren Regionen der Welt sehr schnell im Chaos versinken. Mord und Todschlag allüberall. Syrien, Haiti und Sahel in einem. Den alten Kulturen Asiens traue eine gewisse Resilenz zu. Die könnten sich irgendwan auch berappeln. Das 21. Jahrhundert wird ein Jarhundert des Untergangs sein.

Alles andere wäre ein Wunder. Ein Wunder allerdings wie das Verklingen des 1. kalten Krieges. Kein Mensch hätte erwartet, erwarten können, daß er so endet. Noch rückblickend erscheint sein friedlicher Auslauf gänzlich unwahrscheinlich. Also selbst wenn es einen unerwarteten postiven Wechsel geben sollte ( Nigeria wäre hier ein Ansatzpunkt ), bliebe immer noch die Möglichkeit eines negativen Wunders. Und die braucht es noch nicht einmal.

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maikalex 03.08.2015, 21:41
16.

Diese Zahlen folgen aus einer eindimensionalen Betrachtung: Bei den gegenwärtigen Fertilitätsraten bekommen wir im Jahre 2100 rund 11 Milliarden Erdbewohner, dann 2150 rund 20 Milliarden und 2200 rund 40 Milliarden. Das ist natürlich Unsinn. Es gibt Randbedingungen, die das Ergebnis vollkommen anders aussehen lassen werden: Die verfügbare landwirtschaftliche Nutzfläche nimmt ab, die Bodenqualität nimmt ab, die Phosphorvorräte, d.h. die Düngemittel auf der Erde, reichen nur noch ein paar Jahre, es gibt Wasserprobleme. Wie kommt man auf die Idee, 11 Milliarden ernähren zu können, wenn heute schon ein Drittel der Menschheit mangelernährt ist. Die Gesundheitsversorgung wird schwieriger, die Antibiotika verlieren ihre Wirksamkeit, neue Seuchen werden nur noch unter großen Schwierigkeiten eingedämmt. Und man kann sich des Eindrucks nicht erwehren, dass es weltweit zu immer größerer Aggressivität und immer mehr chaotischen Verhältnissen kommt. Solche Tendenzen werden die langfristigen Vorhersagen entscheidend bestimmen, also keine 11 Milliarden, niemals.

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Realist111 03.08.2015, 21:41
17.

Darf man vllt. an dieser Stelle auch einmal die Rolle der Kirche mit dem Postulat der verbotenen Empfängnisverhütung zur Sprache bringen? Solange etwa das Oberhaupt der katholischen Kirche auf dieser Position beharrt, wird sich an der Bevölkerungsentwicklung bei einem Anteil von > 40 % Christen an der afrikanischen Bevölkerung in den nächsten Jahrzehnten kaum etwas ändern ...

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hle 03.08.2015, 21:43
18.

Wie passt es eigentlich zusammen, dass wir immer die Spendenaufrufe fuer Afrika sehen, mit diese Herzschmerz erfuellenden Bildern von Kleinkindern in absoluter Hungersnot, gleichzeitig aber die Wachstumsprognose bei >900% liegt? Sollte nicht auch einmal diese Politik ueberdacht werden? Anreize schaffen um die Bevoelkerungsexplosion zu lindern? Ma darf sich fragen, ob die Hilfsorganisationen die richtige Strategie fahren. Klingt brutal unmenschlich auf den ersten Blick, aber eine Ueberlegung ist es wert, ob damit nicht allen mehr geholfen ist.

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ralf_gabriel 03.08.2015, 21:43
19.

Und wer soll glauben, daß dieses Bevölkerungswachstum in Afrika friedlich abgeht? Leider wohl eher nicht, was in der Folge heißt daß sich die vielen Menschen in nicht unerheblicher Anzahl gegenseitig umbringen werden. Somalia, Angola, Uganda, NIger? Wie viele der errechneten Gebohrenen werden wirklich überleben?

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