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Unter Eis verborgen: Forscher entdecken See am Mars-Südpol
NASA via AP

Schon lange suchen Wissenschaftler nach flüssigem Wasser auf dem Mars. Jetzt meldet ein Forschungsteam gleich einen ganzen See. Könnte es dort Leben geben?

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Pfaffenwinkel 25.07.2018, 16:43
1. Wo es Wasser gibt,

gibt es ziemlich sicher auch Leben, in welcher Form auch immer. Bis Menschen jedoch zum Mars fliegen können, werden noch Jahrzehnte vergehen.

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hm2013_3 25.07.2018, 17:06
2. dann braucht die nächste Mars-Mission

nur noch ein Gerät zum Entsalzen. NASA hat schon entsprechende Geräte aber da sind die Israelis totale Spitze. Minus sechzig Grade sind durchaus gewöhnlich für viele Menschen hier in der Nähe vom Nordpol.

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thomasaustrier 25.07.2018, 17:11
3. Innehalten für länger Zeit

Für mich ist das jetzt der richtige Zeitpunkt einmal inne zu halten und über die Frage nachzudenken, wohin diese Erkenntnis uns bringen soll.
Wenn man Mikroorganismen auf dem Mars entdeckt muss man sich eigentlich von dort zurückziehen. Jede weiter Aktivität könnte sonst die Entwicklung dort beeinflussen. Sonst entsteht ein neuer Kolonialismus. Es sind zwar NUR Mikroorganismen, aber es ist IHR Planet, von dem wir unsere Finger lassen sollten. Wir sollten dem Mars dann seiner eigenen Entwicklung überlassen und erst wieder Kontakt aufnehmen, wenn sich dort entsprechendes Leben gebildet hat, auch wenn das ein paar Milliarden Jahre dauert!

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mimas101 25.07.2018, 17:15
4. Hmm

so lange man nicht weis wie der Übergang von der unbelebten zur belebten Natur (und damit dem Leben) geschehen ist ist wohl jede Annahme erlaubt.
Manche Wissenschaftler machen die Black Smoker verantwortlich das es zu Reaktionen kam die letztendlich zu langen und stabilen Molekülketten wurden (DNS/RNA) die sich dann vermehrten, andere z.B. die Lichtenergie / Lichtfarbe z.B. an Bruchstücken von Eis pp.
Offensichtlich wird dabei immer das Vorhandensein von flüssigem Wasser vorausgesetzt, ein paar Moleküle natürlich auch die sich dann zu irgendwas verbinden können und genügend Zeit (inklusive stabiler Verhältnisse) weil der Prozeß braucht das (auf der Erde dürfte das gut 1 Mrd Jahre gedauert haben bis die ersten Winzlinge Sauersoff pupsten, damit die Ursuppe vergifteten und gleichzeitig auch die erste globale Umweltkatastrophe auslösten).
Andere Wissenschaftler wiederum schließen nicht aus das es auch andere Lebensformen gibt die nicht auf Kohlenwasserstoffen basieren (und damit der Temperaturkorridor für kohlenwasserstoff basierende Einheiten nicht unbedingt gilt).

Ich finde das das Leben (oder Vorstufen hierzu) mittlerweile genauso universell sind wie auch die Planetenentstehung bei einer Sternengeburt. Es ist nur die Frage zu was sich die Moleküle später entwickelten können. Und so wirds auch beim Mars sein.
Allerdings bezweifele ich das wandelnde Blumen mit Fingernägeln aus Chitin dort leben und, wenn toughe US-Militärs und Musk mit seinem Auto auf dem Mars aufkreuzen sollten, diese dann auf ihren drögen Blobspeiseplan setzen. Sprich so eine Erfindung wie der Allrounder Homo Sapiens wirds nicht unbedingt sein.

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StefanXX 25.07.2018, 17:19
5. "Ziemlich sicher" wohl eher nicht

Zitat von Pfaffenwinkel
gibt es ziemlich sicher auch Leben, in welcher Form auch immer. Bis Menschen jedoch zum Mars fliegen können, werden noch Jahrzehnte vergehen.
Als "ziemlich sicher" würde ich das nicht bezeichnen. Es fehlen bisher jegliche Hinweise oder gar Beweise, dass es so ist .. sowohl theoretisch als auch empirisch. Von daher ist es schon eine steile These zu behaupten, dass es generell auch Leben gibt wenn es Wasser gibt. Korrekt ist wohl eher zu sagen, dass nach heutigem Kenntnisstand das Vorhandensein von Wasser die Möglichkeit, dass es auch Leben geben könnte, sehr viel wahrscheinlicher macht.

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mseepgood 25.07.2018, 17:58
6.

Zitat von thomasaustrier
Für mich ist das jetzt der richtige Zeitpunkt einmal inne zu halten und über die Frage nachzudenken, wohin diese Erkenntnis uns bringen soll. Wenn man Mikroorganismen auf dem Mars entdeckt muss man sich eigentlich von dort zurückziehen. Jede weiter Aktivität könnte sonst die Entwicklung dort beeinflussen. Sonst entsteht ein neuer Kolonialismus. Es sind zwar NUR Mikroorganismen, aber es ist IHR Planet, von dem wir unsere Finger lassen sollten. Wir sollten dem Mars dann seiner eigenen Entwicklung überlassen und erst wieder Kontakt aufnehmen, wenn sich dort entsprechendes Leben gebildet hat, auch wenn das ein paar Milliarden Jahre dauert!
Auf dem Mars wird sich kein blühendes Leben mehr entwickeln. Wenn es da Leben gibt, dann sind das die letzten traurigen Überreste. Mars hat nahezu seine ganze Atmosphäre und fast alles Wasser verloren. Die kommen nicht mehr wieder. Der befindet sich im Endstadium hinsichtlich Potenzial für Leben. Das wird für die Erde auch irgendwann der Fall sein. Wir sehen da quasi die Zukunft unseres Planeten.

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Sumerer 25.07.2018, 18:50
7.

Zitat von mseepgood
Auf dem Mars wird sich kein blühendes Leben mehr entwickeln. Wenn es da Leben gibt, dann sind das die letzten traurigen Überreste. Mars hat nahezu seine ganze Atmosphäre und fast alles Wasser verloren. Die kommen nicht mehr wieder. Der befindet sich im Endstadium hinsichtlich Potenzial für Leben. Das wird für die Erde auch irgendwann der Fall sein. Wir sehen da quasi die Zukunft unseres Planeten.
Leben benötigt lediglich eine von Organismen nutzbare Entropie, um es einmal ganz knapp auszudrücken und die Elemente, die notwendig sind, den Organismus auch evolutionär aufzubauen.

Eine Atmosphäre, wie auf der Erde, schaffen die Organismen dann selbst. Wobei stimmt, dass dieser Prozess auf dem Mars schon längere Zeit abgeschlossen ist und nur noch die Reste ehemaligen Lebens bewunderbar sind.

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Sissy.Voss 25.07.2018, 19:03
8. Heaven Help Us all

Zitat von thomasaustrier
...Wenn man Mikroorganismen auf dem Mars entdeckt muss man sich eigentlich von dort zurückziehen. Jede weiter Aktivität könnte sonst die Entwicklung dort beeinflussen. Sonst entsteht ein neuer Kolonialismus. Es sind zwar NUR Mikroorganismen, aber es ist IHR Planet, von dem wir unsere Finger lassen sollten. Wir sollten dem Mars dann seiner eigenen Entwicklung überlassen und erst wieder Kontakt aufnehmen, wenn sich dort entsprechendes Leben gebildet hat, auch wenn das ein paar Milliarden Jahre dauert!
Wenn Leben, welcher Stufe auch immer, auf einem Planeten entdeckt wird, sollte man es in Ruhe lassen. Das werden Monomanen wie z.B. Elon Musk mit Sicherheit nicht verstehen. Der will die Teilnehmer der bekloppten SpaceX Mission sogar an der Oberfläche des Mars verwesen lassen. Die Idee, dass damit Keime jeglicher Art freigesetzt werden, ist Musk sicher nie gekommen, oder, wahrscheinlicher, es ist ihm egal. Man kann nur hoffen, dass Tesla bis dahin bankrott ist. Die Aussichten dafür stehen gut: Musk muss seine Lieferanten schon um Abschläge von den Rechnungen bitte.

Gnade dem Mars, wenn womöglich sogar abbaubare Rohstoffe gefunden werden und sei es nur ausgewaschenes Gold in den ehemaligen Flussläufen aus dem Gebirge (falls es wirklich jemals solche gegeben haben soll).

Aber Gnade uns allen, oder wie Joan Baez gesungen hat: Heaven Help Us all, wenn sich herausstellen sollte, dass mitgeschleppte Keime für uns Erdlinge virulent sind. Dann erleben wir vielleicht, was die indigenen Völker der Amerikas erlebten, als die spanischen Eroberer dort ankamen…

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Sumerer 25.07.2018, 19:06
9.

Zitat von mseepgood
Auf dem Mars wird sich kein blühendes Leben mehr entwickeln. Wenn es da Leben gibt, dann sind das die letzten traurigen Überreste. Mars hat nahezu seine ganze Atmosphäre und fast alles Wasser verloren. Die kommen nicht mehr wieder. Der befindet sich im Endstadium hinsichtlich Potenzial für Leben. Das wird für die Erde auch irgendwann der Fall sein. Wir sehen da quasi die Zukunft unseres Planeten.
Na ja. Es ist schon möglich aus der Summe aller Entropien, die sich auf einem Himmelskörper finden lassen, darauf zu schließen, wie lebensfreundlich oder auch -feindlich dieser ist.

Der Mars, mit seinen vereisten Polen, den tagtäglichen Temperaturschwankungen, usw., schneidet da nicht so schlecht ab. Allerdings auch nicht so gut wie die Erde, mit ihrem Mond, in Verbindung mit unserer Sonne.

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