Forum: Wissenschaft
Untergrundlabor Gran Sasso: Wie Forscher das Antimaterie-Rätsel lösen wollen
imago stock&people

In Italien warten Forscher auf den Zerfall von Atomen. Erste Erkenntnis: Da können sie lange warten. Denn es dürfte mehrere 100 Milliarden Jahre dauern, bis es ein einzelnes Atom zerlegt.

Seite 1 von 5
crossy-hl 03.04.2018, 16:30
1. Im Gegensatz zur belebten Natur

steigt die Artenviefalt im Teilchenzoo beständig. Die bisherigem Ergebnisse dazu lassen sich sehr einfach zusammenfassen: Es wird eine noch größer Maschine als bisher benötigt, um die Chance zu haben, überzeugende Ergebnisse zu erzielen. Dafür müßten dann aber Beträge locker gemacht werden, die den Haushalt eines mittleren Industriestaates übersteigen. So geht nun schon seit Jahren ohne tatsächlich relevanten Erkenntnisgewinn.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
UCL 03.04.2018, 16:57
2. Nichts spannender als Physik

.. und ich dachte damals, Hirnforschung/Neuro-Anatomie/-Psychologie/-Physiologie wäre es. Falsch. Zwar spannend, aber nicht, und wirklich gar nichts, so spannend wie Physik, von den Quanten- bis Kosmos.
Vor allem da wir total 'blind' für den überwiegenden Grossteil da draussen sind : Dark Matter, Dark Energy, und dann diese Elemente und Teilchen (Stichwort : Neutrinos, u.a.) die sich auch hören, fühlen oder sehen lassen aber massig uns 'durchströmen'.

Für meinen Geschmack nicht genug Mittel die wir da investieren.
Kann keine Fehlinvestition sein.
Verstehe es auch bisher so, dass zB CERN nicht nur kostet, sondern reichlich Innovationen erst möglich macht.

Also besser nicht blind sein, sondern fördern. Und derweil fokussiere ich dann wieder Farb- und Stereo-Blindheit, bis dass -- hoffentlich -- sehr bald, die nächsten angenehm verständlichen Berichte zur Physik publiziert werden.
Ausser von der BBC, u.a. von Jim Al-Khalili präsentiert, gibt es ohnehin viel zu wenige Dokus in diesem Bereich, bis auf die angejahrten AlphaCentauri-Reihen von H. Lesch.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
phthalo 03.04.2018, 17:00
3. @crossy-hl

Es werden permanent neue Tier- und Pflanzenarten entdeckt.
Was wäre die Alternative zum "Nicht-forschen"? Ich finde es richtig und wichtig, dass auch für Teilchenforschung viel Geld ausgegeben wird. Es war schon immer so: Je kleiner die Dinge sind, die man untersuchen möchte, desto höher die Kosten.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
relative_wahrheiten 03.04.2018, 17:02
4. ja, es ist immer ein einfaches

für Physik- Laien, die Physikalische- Grundlagenforschung in Ermangelung verwertbarer Endergebnisse und nicht nachvollziehbarer Kosten für jene Forschung, zu Kritisieren oder für überflüssig zu erklären. Es iat ja nicht so, das der Forscher mal eben seinen Star Trek- Scanner aus der Hosentasche holt, und die Wissenschaft per Knöpfchendruck Revolutioniert....
Tja.. wie würde unsere Moderne Gesellschaft ohne die Grundlagenforschung der letzten 300 Jahre wohl aussehen?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
the_tetrarch 03.04.2018, 17:04
5.

Schade, dass ich den Zusammenhang zwischen dem Zerfall von (ausgerechnet) Telluratomen, der Antimaterie und unserer Existenz nicht verstanden habe. Ich habe den Eindruck, dass es dem Auto des Artikels ähnlich geht. Das ist insofern bedauerlich, als man es wenigstens hätte versuchen können. :-(

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Zaunsfeld 03.04.2018, 17:22
6.

Das hier ist einer der schlechtesten Wissenschaftsartikel, die ich je gelesen habe.
Begonnen wird mit der Ankündigung, ein Experiment vorzustellen, mit dem man die Nicht-Existenz der Antimaterie bzw. die Existenz der Materie erforschen will.
Dann plötzlich, als ginge es um einen ganz anderen Artikel, faselt der Autos was von Tellur-Atomen, die in einem neutrinolosen Doppel-Beta-Zerfall zerfallen sollen.
Kein Wort darüber, was dieser neutrinolose Doppel-Beta-Zerfall überhaupt sein soll und inwieweit er sich warum von einem normalen Beta-Zerfall unterscheidet. Auch kein Wort darüber, was dieser seltsame Zerfall, sofern es ihn denn gibt, überhaupt mit Antimaterie zu tun haben soll.
Ich glaube, der Artikelautor weiß selbst gar nicht so recht, was er hier im Artikel überhaupt schreiben wollte. Wahrscheinlich hat er es selbst noch nicht mal im Ansatz verstanden.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
permissiveactionlink 03.04.2018, 17:35
7. Sorry, aber

100 Millionen Milliarden Milliarden entsprechen einer 1 mit 26 Nullen ! Das lässt sich auch gut abschätzen : 1m^3 Te02 mit der Dichte 5,67 g/cm^3 hat die Masse 5.670.000 g. Ein mol entspricht 159,6 g. In dem Würfel befinden sich also 35.526,32 mol Tellur-Atome, also 35.526,32 * 6,0221*10^23 = 2,14*10^28. Ist davon in zwei Monaten (60 Tage) kein einziges zerfallen, dann muss die Zerfallskonstante lamda kleiner als 1/(2,18*10^28 * 5.184.000 s) sein. Oder die Halbwertszeit größer gleich ln2/lamda = 7,7 * 10^34 s = 2,4 * 10^27 a. Eine ziemlich gute Abschätzung, finde ich, zumal ich die Dichte von TeO2 nahe 0 K nicht gefunden habe.....

Beitrag melden Antworten / Zitieren
stefanmargraf 03.04.2018, 17:35
8. Die Antwort lautet bekanntlich 42

Nur die Frage fehlt noch. Beim Urknall war also Sand im Getriebe? Vielleicht ein Wal?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
StefanXX 03.04.2018, 17:37
9. Faszinierende Physik

Es gab vor dem Experiment schon starke Hinweise darauf, dass diese Halbwertszeit für den Protonenzerfall - wenn es ihn denn gibt - bei mindestens 10 hoch 35 liegt .. also noch mal schlappe 10 Nullen mehr. Insofern ist das bisherige Ergebnis erst mal nicht verwunderlich. Diese Zahlen schauen auf den ersten Blick so harmlos aus .. eine 10 und eine 35 halt .. sind aber so unendlich weit weg von unserer Vorstellungskraft.

Was mich an der Physik auch reizt, ist dieses Ineinanderübergehen in andere Domänen wie z.B. der Philosophie. Also Jugendlicher dachte ich Physik und Philosophie, das sind je Gebiete die meilenweit voneinander entfernt sind: In der Physik hier geht es um Messungen, harten Fakte, klare Argumentationen. In der Philosophie dagegen um unbestimmtes vages Gerede um schwammige Dinge. Dabei ergänzen sich diese beiden Wissenschaften so wunderbar. Z.B. wenn es um Determinismus geht, ob unsere Welt durch den Zufall bestimmt ist oder nicht. Da geht die Physik dann ganz schnell in teilweise recht philosophische Fragen über ob es so etwas wie einen freien Willen gibt. Ich finde das alles wahnsinnig spannend und beschäftige mich damit - wenn auch nur als Laie - so oft und gerne damit. Und es gibt so viel mehre faszinierende Dinge in der Physik. Alleine schon dass die Zeit für alle unterschiedlich vergeht. Auf der Zugspitze vergeht die Zeit schneller als im Tal .. wenn ich mit dem Auto 100 fahre vergeht für mich die Zeit schneller als für meine Mutter die zuhause bleibt. Jeder von uns unternimmt jede Stunde ständig Mini-Mini-Zeitreisen ohne dass wir es bemerken. Das Phänomen der Quantenverschränkung, der Dualismus Welle/Teilchen von Licht, die Dunkle Materie und dunkle Energie .. all das ist so spannend.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 5