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Ureinwohner in Louisiana umgesiedelt: Wenn das Zuhause im Meer versinkt
AFP

98 Prozent ihrer Insel im US-Bundesstaat Louisiana hat sich der Golf von Mexiko schon geholt - nun müssen die Bewohner vom Stamm der Biloxi-Chitimacha-Choctaw umziehen. Manche können es kaum abwarten.

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Felix1234 23.12.2017, 15:09
1. Meerespiegelanstieg vs Landsenkung

Im Video wird ja deutlich gemacht, dass das Schrumpfen der Insel mit Bodenerosion (im schlammigen Mississipi Delta + Oehlboerungen) zusammnhaengt.

Der Einfluss des Klimawandels ist hier verschwindend gering... (sonst wuerden ja auch weltweit die Kuesten gleichmaessig im Meer versinken)

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Mario V. 23.12.2017, 15:26
2. Danke Felix1234

Das war auch das erste, was mir aufgefallen ist. Die Ursache der bisherigen Veränderungen wird deutlich mit "Erosion, absinkendes Land und von Menschenhand veränderte Wasserläufe im Golf" beschrieben. Interessant, wie man dann einen Zusammenhang zum Klimawandel herstellt, und die Betroffenen zu Klimawandel-Flüchtlingen werden.

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widower+2 23.12.2017, 15:30
3. Langusten

Langusten sind Meeresbewohner, die Felsspalten im Ozean besiedeln. In Teichen lassen die sich weder züchten noch fangen.

Gemeint sind mit ziemlicher Sicherheit Flusskrebse, die tatsächlich typisch für Louisiana sind. Man muss dem Nicht-Übersetzer, der die betreffenden Aussagen übersetzt hat, allerdings zugute halten, dass sowohl Langusten als auch Flusskrebse im US-Englischen zuweilen als "crayfish" bezeichnet werden.

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Hermes75 23.12.2017, 16:23
4.

Zitat von Felix1234
Im Video wird ja deutlich gemacht, dass das Schrumpfen der Insel mit Bodenerosion (im schlammigen Mississipi Delta + Oehlboerungen) zusammnhaengt. Der Einfluss des Klimawandels ist hier verschwindend gering... (sonst wuerden ja auch weltweit die Kuesten gleichmaessig im Meer versinken)
Wieso "sonst"? Flache Küstenregionen weltweit haben bereits Probleme mit steigenden Meeresspiegeln. Das Problem verteilt sich allerdings nicht gleichmäßig, da auch noch andere Faktoren eine Rolle spielen. Reiche Länder können z.B. in ihren Küstenschutz investieren.
Für Inselnationen im Pazifik oder auch die Maldiven ist ist das keine Option.

Bei diesem speziellen Fall muss man allerdings sagen, dass das Mississippi-Delta einfach Schwemmland ist und sich die Küstenlinien dort andauern verlagern. Tendeziell wird dort allerdings eher Land auf als abgebaut.

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DJ Bob 23.12.2017, 16:49
5. Cajuns

Der Man im Video war kein Biloxi-Chitimacha-Choctaw sondern ein Cajun

Nur so am Rande

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undog 23.12.2017, 16:55
6. Malediven u.a. Koralleninseln versinken nicht

Zitat von Hermes75
Wieso "sonst"? Flache Küstenregionen weltweit haben bereits Probleme mit steigenden Meeresspiegeln. Das Problem verteilt sich allerdings nicht gleichmäßig, da auch noch andere Faktoren eine Rolle spielen. Reiche Länder können z.B. in ihren Küstenschutz investieren. Für Inselnationen im Pazifik oder auch die Maldiven ist ist das keine Option. Bei diesem speziellen Fall muss man allerdings sagen, dass das Mississippi-Delta einfach Schwemmland ist und sich die Küstenlinien dort andauern verlagern. Tendeziell wird dort allerdings eher Land auf als abgebaut.
hierzu ein Kenner der Materie:
"Die Vorstellung dass "die Malediven" im Meer versinken könnten ist kompletter Unsinn. Koralleninseln wachsen so lange in die Höhe bis sie bei Ebbe aus dem Wasser schauen und die Korallen absterben. Danach wachsen die Korallenstöcke nur noch in die Breite, und so entsteht über Jahrtausende das Atoll und darin die Lagune. Und das alles passt sich dem Wasserstand ganz automatisch an, seit Jahrmillionen.
Da von den Malediven sowieso nur ein Viertel der Inseln bewohnt ist, sind damit per se schon mal 3/4 der Inseln ungefährdet.
Die Inseln, besonders der Palmenstrand mit dem Weißen Sand entstehen nur durch die abgestorbenen Korallenbestandteile in Verbindung mit Strömung und Wind.
Das Problem sind die mit technischen Mitteln befestigten Inseln, die sich nicht mehr dynamisch den Umweltbedingungen anpassen können. So besteht zum Beispiel der Untergrund der Flugpiste auf der Hauptinsel Male - aus abgebaggerten Korallenstöcken. so schaffen sich die Malediver ihre Probleme selbst.
man made problems..."

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svizzero 23.12.2017, 17:13
7. ... und wieder wird dem Klimawandel die Schuld gegeben.

"Erosion, absinkendes Land und von Menschenhand veränderte Wasserläufe im Golf haben der Isle de Jean Charles schwer zugesetzt." Aha, das ist also der Klimawandel. Diese Region ist ein einziges ehemaliges (und heute noch) existierendes Sumpfgebiet. Und wer in einem Sumpfgebiet festen Boden erwartet, der hat im Unterricht wohl geschlafen. Zudem ist dort in den meisten Gebieten 0 Meter über Meer. Jeder Wellenschlag nagt an Grasbüscheln, Landkissen usw. Jede Strasse ist künstlich auf moorigem Boden angelegt. Also, kein Klimawandel sondern ganz natürliche Auswirkungen über Jahrzehnte.

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Hermes75 23.12.2017, 17:25
8.

Zitat von undog
hierzu ein Kenner der Materie: "Die Vorstellung dass "die Malediven" im Meer versinken könnten ist kompletter Unsinn. Koralleninseln wachsen so lange in die Höhe bis sie bei Ebbe aus dem Wasser schauen und die Korallen absterben. Danach wachsen die Korallenstöcke nur noch in die Breite, und so entsteht über Jahrtausende das Atoll und darin die Lagune. Und das alles passt sich dem Wasserstand ganz automatisch an, seit Jahrmillionen. Da von den Malediven sowieso nur ein Viertel der Inseln bewohnt ist, sind damit per se schon mal 3/4 der Inseln ungefährdet. Die Inseln, besonders der Palmenstrand mit dem Weißen Sand entstehen nur durch die abgestorbenen Korallenbestandteile in Verbindung mit Strömung und Wind. Das Problem sind die mit technischen Mitteln befestigten Inseln, die sich nicht mehr dynamisch den Umweltbedingungen anpassen können. So besteht zum Beispiel der Untergrund der Flugpiste auf der Hauptinsel Male - aus abgebaggerten Korallenstöcken. so schaffen sich die Malediver ihre Probleme selbst. man made problems..."
Das wird die Bewohner dieser Inseln aber total beruhigen, wenn Sie denen erzählen, dass nicht der steigende Meeresspiegel das Problem ist, sondern nur deren mangelnde Fähigkeit sich diesem anzupassen.

Nebenbei: Der steigende CO2-Gehalt in der Atmosphäre führt zu einer Versauerung der Meere und die wiederum stört die Fähigkeit von Korallen Kalkskelette aufzubauen. Kohlensäure lößt Kalk nämlich auf.
Das zweite Problem ist, dass zu hohe Wassertemperarturen ebenfalls die Korallen schädigen (Korallenbleiche).

Was raten Sie den Bewohnern dieser Inseln in Zunkuft zu tun? Darauf zu hoffen, dass alles schon nicht so schlimm kommen wird? Oder doch lieber schwimmen lernen?

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dedie 23.12.2017, 19:15
9.

Zitat von Hermes75
Was raten Sie den Bewohnern dieser Inseln in Zunkuft zu tun? Ist das so schwer zu verstehen?
Den Bewohner kann man nur raten niemals auf solche Pseudoexperten wie sie einer sind zu hören.


Sie merken doch noch nicht mal das sie weder eine Antwort geben noch das sie sich eigentlich selbst widersprechen.

Aber den Experten mimen das wollen sie gerne.

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