Forum: Wissenschaft
Urteil in Straßburg: EU-Lebensmittelbehörde muss geheime Glyphosat-Studien veröffentl
DPA

Die EU-Lebensmittelbehörde Efsa hatte sich geweigert, Studien über den Unkrautvernichter Glyphosat herauszugeben. Das war unzulässig, urteilte der Europäische Gerichtshof nun - die Daten müssen freigegeben werden.

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Beat Adler 07.03.2019, 14:13
80.

Zitat von cyberpommez
@ Beat Adler Woher nehmen Sie denn bitte Ihre Informationen? Von Bayer direkt, oder haben Sie noch andere Quellen? Beim versprühen von Round Up wird nicht nur Glyphosat versprüht, sondern auch so genannte Netzmittel, ohne die Glyphosat nicht funktioniert. Die Wirkstoffe sind zudem plazentagängig, das heißt, sie gehen in die Gebärmutter über. Glyphosat stört selbst bei niedrigen Dosen die Embryonalentwicklung erheblich, wie Tierversuche mit Amphibien und Hühnerembryos zeigen.In Argentinien ist die Fehlgeburtenrate in der Nähe der Agrarflächen um 33% erhöht, im Vergleich zu Rest des Landes. Ihre Infos können demnach nur aus Bayer finanzierten Studien kommen. Haben sie schon mal hochverdünntes Round Up auf eine Schnecke, Fliege oder anderes Tier gesprüht? Ich schon, da ich mal als Gärtner gearbeitet habe, und danach war alles tot. Daher muss ich jede Studie, die das widerlegt, anzweifeln, denn ich habe es selbst gesehen. Machen sie sich doch ein wenig schlauer, dann müssen sie nicht solche Unwahrheiten verbreiten. Danke und Grüße
Bitte die entsprechenden Studien verlinken. Danke im voraus.

Zur Ergaenzung:

Sri Lanka war das erste Land, welches Glyphosat erst vebot und nun wieder zulaesst.

Hauptakteur fuer das Verbot war ein Arzt, der viele Nierenkranke in seinem Gebiet pflegt. Er sagte am franzoesischen TV folgendes: "In der Gegend wo sich meine Patienten befinden, ist das Trinkwasser stark mit Schwermetallen bealstet, deswegen baut sich das Glyphosat nicht schnell genug ab." Er zeigte eine Tabelle, wo zuobert Glyphosat mit der Zahl 4.5 dahinter stand. Gleich darunter Paraquat mit der Zahl 2.8.

Was tun Schwermetalle im Trinkwasser, besonders wenn es sich dabei um Quecksilber und Cadmium handelt mit der Niere? Dass sich Glyphosat in mit Schwermetallen belastendem TRINK-Wasser schlechter abbaut ist schlicht falsch. Wenn die Zahl 4.5 hinter Glyphosat ppm ist oder ppb, spielt nur unwesentlich eine Rolle, wenn angenommen wird, dass die Zahl hinter Paraquat, ein extrem giftiges Totalherbizid, gleich ist. 2.8 ppm oder ppb Paraquat sind um Groessenoerdnungen giftiger wie 4.5 ppm oder ppb Glyphosat. Das ist wissenschaftlich hieb -und stichfest bewiesen.

Ein Arzt, der keine Zahlen fuer seine Erkrankten fuer die grosse Schwermetall-Belastung im Trinkwasser OHNE Glyphosat und OHNE Paraquat vorlegt, sondern nur als Kombimischung, zeigt, dass er nicht nur voellig unwissenschaftlich handelt, sondern schlicht ein Betrueger ist. Aber am TV kommt er gut an und die Regierung verbietet NICHT etwa das Drinken von Schwermetall im Trinkwasser und die Anwendung des hochgiftigen Paraquat, frueher beliebtes Mittel zum Selbstmord, sondern die Anwendung von Glyphosat!
mfG Beat

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Emil Peisker 07.03.2019, 14:14
81.

Zitat von interessierter Laie
Und selbstverständlich kann auch ein einziger UV-Strahl Hautkrebs erzeugen, aber die Wahrscheinlichkeit ist nahe 0. Je stärker man exponiert ist, desto höher die Wahrscheinlichkeit. Trotzdem empfielt man Menschen eine Höchstdauer Sonne und nicht den vollständigen Verzicht.
Sonnenbestrahlung ist für die Erzeugung von Vitamin D im Körper erforderlich.
Hierbei ist tatsächlichh die Dosis entscheidend.

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Mittelfr. 07.03.2019, 14:29
82. Ob wir alles erfahren ??

Das Versteckspiel mit Heimlichtuerei deutet nicht darauf hin, dass die ganze Wahrheit öffentlich wird.

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Beat Adler 07.03.2019, 14:30
83. Bitte um Wissenschaft, nicht Behauptungen!

Zitat von mystyhax
Dann sind das alles Fake News und die Wissenschaftler in Südamerika wurden wohl alle von der Konkurrenz gekauft. Ich habe Interviews von Menschen und Bauern sowie Ärzte gesehen die das tagtäglich dort betrifft. Das ist kein Labor oder Fiktion. Das ist Realität.
Bitte um Wissenschaft, nicht Behauptungen!

Bitte um die Studien, die beweisen, dass Glyphosat fuer die Anomalien in Argentinien ursaechlich verantwortlich ist. Danke im voraus.
mfG Beat

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shardan 07.03.2019, 14:34
84. Unglaublich

Bezeichnend für den heutigen zustand der EU: Eine Untersuchung über mögliche Krebserregung wird wg. "Gefährdung der Geschäftsinteressen" zurückgehalten. Das sagt einiges über die EU aus: Krebskranke? Tote? ***egal, Hauptsache, die Kohle stimmt. Bayer wird schon genug Lobbyarbeit geleistet haben, um bei der Übernahme von Monsanto den Verkauf weiterführen zu können. Leider ist ein "Raus aus der EU" hier ein schlechtes Argument - eienr der Haupt-Protektionisten von Glyphosat ist unsere Bundesregierung, die dieses scheinheilige Argument der EFSA unterstützt. Aber bei den nächsten Wahlen sowohl in D als auch bei der EU-Wahl wird dieser Vorgang, ebenso wie der unsägliche "Artikel 13" bei mir eine ausschlaggebende Rolle spielen!

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floydpink 07.03.2019, 14:52
85. Ist doch klar.

Zitat von regelaltersrentner
Doch, können sie. Einfach BIO kaufen, bei denen ist es verboten. Warum wissen sie sowas nicht?
Weil's nicht so sicher ist, wie Sie suggerieren.
Gerade bei dem Einsatz von flüssigen Mitteln gibt es immer wieder Probleme mit Abdrift.
Lässt sich schon bei etwas Wind einfach nicht vermeiden.

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regelaltersrentner 07.03.2019, 14:57
86.

Zitat von mystyhax
Dann sind das alles Fake News und die Wissenschaftler in Südamerika wurden wohl alle von der Konkurrenz gekauft. Ich habe Interviews von Menschen und Bauern sowie Ärzte gesehen die das tagtäglich dort betrifft. Das ist kein Labor oder Fiktion. Das ist Realität. Sie können noch das Gegenteil behaupten doch die Realität für diese Menschen sieht einfach anders aus. Krebs, Fehlbildungen, gesundheitliche Probleme. Alles signifikant gestiegen als es zu erwarten gewesen wäre. Und das seit Einsatz von Glyphosat. Und genau das muss man auch mal zur Kenntnis nehmen. Wir verstehen bis heute nur einen Bruchteil des Metabolismus des menschlichen Köpers und Sie wollen allen ernstes behaupten Sie wüssten genau was da abläuft. Wie vermessen ist das? Ein wenig mehr Demut wäre angebracht. Wir sind nicht allmächtig und allwissend. Quelle Handelsblatt und DPA: In kaum einem Land wird Glyphosat so stark eingesetzt wie in Argentinien, um Soja vor Schädlingen und Unkraut zu schützen. Mit den Sojafeldern wächst nun der Widerstand. Zitat: "Zahlreiche argentinische Wissenschaftler beschäftigen sich mit den Auswirkungen des Pflanzengifts auf seine Umgebung. Damián Verzeñassi, Mediziner und Professor an der Universität Rosario, 300 Kilometer nördlich von Buenos Aires, sieht die schädliche Wirkung des Mittels als erwiesen an. Seit der Freigabe von Glyphosat in Argentinien 1996 habe das starke, unkontrollierte Besprühen von Sojafeldern mit Mitteln wie Glyphosat Atembeschwerden, Schilddrüsenunterfunktionen, Missbildungen, Fehlgeburten und Krebs hervorgerufen. „Wir können nachweisen, dass sich die Todesursachen in den vergangenen 20 Jahren verändert haben“, sagte Verzeñassi der Deutschen Presse-Agentur" "Ein nationales Gesetz, das die Anwendung des Unkrautvernichters regelt, wäre notwendig, sagt María Marta Di Paola, zuständig für Umweltpolitik bei der Stiftung für Umwelt und natürliche Ressourcen (FARN). In den Nachbarländern Brasilien und Uruguay müssen Landwirte Abstände zu Wohngebieten einhalten, wenn sie das Pestizid versprühen"
Was für Mittel bringen die sonst noch aus?


Neben dem eingesetzten Herbizids Glyphosat wird gleichzeitig 2,4-D ausgebracht. Die Nutzung des nachweislich humantoxischen Herbizids Paraquat hat sich sogar noch ausgebreitet. ( In Deutschland Handel und Anwendungverbot) Dieses Verfahren sieht vor dem Pflanzen im „ersten Aufschlag“ das Spritzen von Glyphosat und 2,4-D und einige Tage einige Tage später Paraquat im „zweiten Aufschlag“ vor.

Außerdem wurde das Ameisengift cypermethrin, "chlorpyrifos" und Endosulfan gefunden, alles Mittel die in der deutschen Landwirtschaft verboten sind.

Wenn diese Mittel in Kombination mit Flugzeugen ausgebracht wird, dann sind körperliche Schäden nicht auszuschließen.

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kumi-ori 07.03.2019, 14:59
87. Seltsam

Zitat von UweGroßberndt
Nun ja, man muss sich nur die beteiligten Interessengruppen anschauen. 1. Die chem. Industrie, klar die wollen ihr Produkt verkaufen und werden den Teufel tun negative, möglicherweise negative oder vielleicht nicht so ganz schöne Ergebnisse zu veröffentlichen. Daher werden sie auch nur die ihnen genehme Institute beschäftigen. Auf der anderen Seite stehe die GRÜNEN, bei denen zählt "glauben", "fühlen"oder "meinen" und nicht Wissen an erster Stelle steht. Oder anders, es stehen zwei Mannschaften auf dem Feld die unterschiedlicher nicht sein könnten. a) die Profis, mit einem enormen Wissen und wenig Skrupel b) die Amateure, mit keinem Wissen und genauso wenig Skrupel. Beide Mannschaften spielen das Spiel "Wir lügen das sich die Balken biegen".
Ihre Anwürfe muten seltsam an. Schließlich bemühen sich die Grünen Abgeordneten genau um das, was ihnen Ihrer Meinung nach fehlt: um Wissen. Was liegt Ihrer Meinung nach einer fakten- und wissenschaftsbasierten Entscheidungsfindung näher, als die Sachinformationen (sprich Studiendaten) zum Thema einzuholen. Wer hier esoterisch agiert, ist die EU-Kommission, die sich von Marketingbeteuerungen, bunten Prospekten, dümmlichem Landratsgeschwurbel und (so nehme ich an) vielen bunten Geldscheinchen zu einer Politik des Durchwinkens animieren lässt nach dem Motto "besser gar nicht so genau hinsehen".

Ich behaupte übrigens nicht, dass Glyphosat krebserregend oder teratogen sei. Definitiv ist aber auch das Gegenteil weder absolut noch mit ststistischer Abwägung demonstriert worden. Die Vielzahl der Fälle bspw. aus Südamerika geben weiterhin zu denken und sind nicht befriedigend anderweitig erklärt. Wie kommen Sie auf den Gedanken, es sei amateurhaft, in dieser Konstellation auf eine Herausgabe von daten zu bestehen? Wenn sich am Ende herausstellen wird, dass die Studien Glyphosat entlasten, dass ist ja alles gut.

Bitte klären Sie mich auf, wie sich professionelle und realitätsbezogene Politiker Ihrer Meinung nach in Diesem Falle verhalten sollten.

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shardan 07.03.2019, 15:03
88.

Zitat von interessierter Laie
Anschaulich gesprochen ist der Mechanismus wie folgt. Alle Pflanzen besitzen einen bestimmten Stoffwechselmechanismus, der eine bestimmte Aminosäure über einen enzymatischen Prozess weiterverarbeitet. Der Prozess führt zur Erzeugung einer ganzen Reihe von essentiellen Verbindungen. Glyphosat gleicht dieser Aminosäure bis auf einen kleinen Unterschied. Es passt wie ein Schlüssel ins Schlüsselloch und wird deshalb vom e entsprechenden Enzym gebunden. Aufgrund des kleinen Unterschieds wird es aber nicht umgewandelt und blockiert das Enzym. So unterbricht es die gesamte Stoffwechselkette und der Organismus stirbt. Für alle Lebewesen, die diesen Stoffwechselprozess (dieses Schlüsselloch) nicht besitzen (Menschen und Tiere) ist es daher wirkungslos
Entschuldigung, aber das ist naiv. Die Wirkungskette beschreiben Sie zwar korrekt - aber das ist eben nur die gewollte Wirkungskette. Wenn das besagte Enzym bei Mensch und Tier so nicht existiert, besagt das noch lange nicht, dass es keine anderen Auswirkungen hat. Diese Annahme ist ebenso einfältig wie eine Aussage, Contergan wäre eben nur ein Schmerzmittel und kann deshalb keine Missbildungen hervorrufen.

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hman2 07.03.2019, 15:10
89.

Zitat von kayakclc
"Wahrscheinlich karzinogen" heist übersetzt: man kann nichts beweisen.
Das ist auch gar nicht erforderlich, weil in der EU das Vorsorgeprinzip gilt!

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