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Urteil zu Nitratverschmutzung : Trinkwasser unter Druck
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Zu hohe Nitratmengen könnten das Trinkwasser in Deutschland künftig verteuern. Nun stärkt ein Urteil des EuGH den Wasserschutz. Die Entscheidung könnte Signalwirkung für den Streit ums Düngerecht haben.

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grwiwo 05.10.2019, 17:57
1. Vermutlich wird sich nicht viel ändern

Solange bei den Landkreisen in ihren Verordnungen zur Gülleausbringung, Gülle euphemistisch als "Hochwertiger Dünger" bezeichnet wird nichts Großartig ändern.

Und bei kleineren ländlichen Gemeinden die noch eine lokale Wasserversorgung betreiben ist inzwischen auch nicht mehr so ganz sichergestellt, dass das aus Tiefbrunnen geförderte Grundwasser frei von Kolibakterien und ähnliches ist und muss entsprechend aufbereitet werden.
Das wird irgendwie auch nicht so recht thematisiert...

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jj2005 05.10.2019, 17:58
2. Gülletourismus nein danke!

Es ist ein Unding, dass in NRW Gülle in Tankwagen aus den Niederlanden importiert wird (warum die das Zeugs wohl loswerden wollen???). Die zuständigen Behörden haben offensichtlich keine Lust, das Thema anzugehen. Übrigens kann man auch als Laie recht einfach erkennen, wo massiv überdüngt wird: Maisfelder. Es ist die einzige Nutzpflanze, die extrem hohe Düngergaben verträgt. Der Staat könnte die Situation etwas entschärfen, indem er Kunstdünger entweder ganz verbietet oder zumindest per Abgabe massiv verteuert. Das wäre für die Landwirte ein Anreiz, die Gülle besser zu verteilen und auch dort einzusetzen, wo heute wegen der grossen Entfernung zu den Schweinefabriken eben (billiger) Kunstdünger eingesetzt wird.

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dirkcoe 05.10.2019, 18:02
3. Passt Kind Bild

der Bücklinge der Union. So wie Verkehrskasper Scheuer einnässt, sobald die Autolobby anruft - so versteht sich die Klöckner als Sprachrohr vom Bauernverband. Natürlich interessiert die Gesundheit der Bürger nicht einmal am Rande - saubere Luft und sauberes Wasser? Ach was - die Dividende ist wichtiger. Und 800.000? am Tag? - Kleingeld gegen das Versagen vom Scheuer. Und überhaupt, ist doch nur Steuergeld - das betrachtet die Union als Verfügungsmasse ihrer Amtsversager.

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appenzella 05.10.2019, 18:04
4. 50 Milligramm Nitrat pro Liter Trinkwasser bedeutet,

daß Säuglinge, die mit der Flasche groß gezogen werden, gefährdet sind. Bei solchen Werten hat es in der Vergangenheit bereits Todesfälle gegeben.
Auf der sicheren Seite befinden wir uns erst bei maximal 25 Milligramm Nitrat pro Liter Trinkwasser.
der appenzella

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andrehe 05.10.2019, 18:04
5. Korruption bekämpfen

Warum wurde die Düngeverordnung verwässert? Warum wird in der EU weiterhin nach Fläche subventioniert, was den Weltmarkt mit Dumpingprodukten überschwemmt und den Bauern in vielen Ländern die Existenzgrundlage raubt, die sich dann auf den Weg machen und zu uns kommen. Weiterhin ist der Fleischpreis wegen der Subventionen extrem niedrig. Eigentlich müßte Fleisch ein Vielfaches von Gemüse kosten, aufgrund der aufwendigen Produktion. Antibiotika sind zur Prävention von Krankheiten in der Tiermast weiterhin erlaubt, obwohl resistente Keime ein zweites großes Problem der Menschheit darstellen neben der Umweltverschutzung. Kämpfen wir gegen Mercosur, das den Handel mit zwei äußerst klimaschädlichen Produkten fördern möchte: Autos und Rindfleisch aus dem abgebrannten Regenwald. Verbieten wir den Import von Soja-Kraftfutter! Relevante CDU/CSU-Agrarpolitiker in D und in der EU haben zahlreiche Nebeneinkünfte von Lobbyverbänden der Agrarindustrie, die die hohen Diäten sogar noch übersteigen. Wählen wir die korrupten Politiker ab! Das wird nicht reichen, um die Korruption einzudämmen, wäre aber ein starkes Signal. CDU/CSU < 5%. Macht mit, unserer Gesundheit und Umwelt zuliebe. Tun wir etwas für uns selbst.

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proffessor_hugo 05.10.2019, 18:11
6.

einfach mal das Verursacher-Prinzip anwenden. Der sogenannte Bio-Strom aus Mais ist eben keiner. Nur Mais verträgt hohe Gülle-Mengen und wird deshalb allenthalben angebaut.

Erst sollen wir Verbraucher über EEG-Umlagen und andere Abgaben diesen NICHT-Bio-Strom subventionieren - und nun noch für die Folgen zahlen.

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Doppeler 05.10.2019, 18:12
7. Auch hier betreibt Bundesregierung Scheinpolitik

Es mag sein, daß die Landwirte Recht haben und die Grenzwerte für Gewässerverunreinigungen selbst bei Einhaltung der Düngeverordnung überschritten werden.

Dann zeigt dies aber doch, daß diese Düngeverordnung - auf Druck der Lobbyverbände der Agrarindustrie - zu lasch ist und dringend verschärft werden muß. Ebenso wie im Straßenverkehr werden dort die Grenzwerte für die Luftreinhaltung überschritten.

Dies sind nur 2 Beispiele, die zeigen, wie die CDU/SPD/CSU-Bundesregierung unfähig ist, Gesetze zu erlassen, die geeignet sind, ein vorgegebenes Ziel zu erreichen. Stattdessen tut sie so, als ob sie etwas tut, gerade wieder beim Klimapäckchen. So etwas geht eben nur eine gewisse Zeit gut und fliegt dann auf. Den Schaden haben dann die Menschen.

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rghrichter 05.10.2019, 18:16
8.

Empfohlen von einer Expertengruppe wurden seinerzeit eine Höchstmenge von 150kg/ha, genemigt wurden dann 200mg. Man kann sicher sein, was Julia Klöckner anfaßt, verkommt zu einer Verbeugung vor der mächtigen Landwirtschaftslobby

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bigroyaleddi 05.10.2019, 18:17
9. Es ist gut, wenn auf höchster EU-Ebene sauberes Wasser verlangt wird

Es ist bedauerlicherweise so, dass bei einer industriellen Landwirtschaft, zu diesen Nitrateinträgen kommt, ja kommen muss. Da kann ich die Bauern schon verstehen. Aber, jetzt kommt das große ABER, es kann doch nicht sein, dass wider besseres Wissen eine Verseuchung des Grundwassers hingenommen werden soll.

Wir müssen rein in die flächendeckende schonende Landwirtschaft. Von mir aus soll man den Landwirten Geld für die Erhaltung der Landschaft und des Grundwassers aus Steuermitteln bezahlen. Alles besser als Industrie auf diesem Sektor.

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