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Urteil zu Nitratverschmutzung : Trinkwasser unter Druck
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Zu hohe Nitratmengen könnten das Trinkwasser in Deutschland künftig verteuern. Nun stärkt ein Urteil des EuGH den Wasserschutz. Die Entscheidung könnte Signalwirkung für den Streit ums Düngerecht haben.

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r.plate 05.10.2019, 19:11
20.

Zitat von appenzella
daß Säuglinge, die mit der Flasche groß gezogen werden, gefährdet sind. Bei solchen Werten hat es in der Vergangenheit bereits Todesfälle gegeben. Auf der sicheren Seite befinden wir uns erst bei maximal 25 Milligramm Nitrat pro Liter Trinkwasser. der appenzella
Können Sie die Todesfälle bitte belegen!

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r.plate 05.10.2019, 19:15
21.

Zitat von hanfiey
Die Bauern könnten auf Dünger verzichten und bei diesen Mengen direkt mit Grundwasser düngen, 50mg/L halte ich schon für viel zu viel.
Das würden die Bauern wohl sofort tun, sie würden ja viel Geld sparen. Warum tun sie das wohl nicht ?? Nachdenken!

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upalatus 05.10.2019, 19:20
22.

Bei einem eher abstrakten Klimathema steigens alle auf die Barrikaden, unmittelbare Versauung eines Grundlebensmittel quasi vor den Haustüren und frisch aus dem Wasserhan geht dagegen vollkommen an der öffentlichen Empörungsfähigkeit vorbei. Drum gehts ja auch munter weiter mit Gülle, Medikamenteneintrag und Co. Was den Brasilianern der Regenwald egal ist, ist uns unser Wasser egal. Die wollen (endlich) fressen, wir wollen (weiter) fressen.

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xc20 05.10.2019, 19:23
23. Falsch

Zitat von proffessor_hugo
einfach mal das Verursacher-Prinzip anwenden. Der sogenannte Bio-Strom aus Mais ist eben keiner. Nur Mais verträgt hohe Gülle-Mengen und wird deshalb allenthalben angebaut. Erst sollen wir Verbraucher über EEG-Umlagen und andere Abgaben diesen NICHT-Bio-Strom subventionieren - und nun noch für die Folgen zahlen.
Diese Aussage ist leider völlig falsch.
Sie können nahezu alle gängigen Kulturarten massiv mit Gülle düngen. Den Pflanzen ist es egal woher die benötigten NPK-Nährstoffe kommen. Grünland können sie ohne weiteres mit 250-300kgN/ha düngen.

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thilog 05.10.2019, 19:27
24. Die deutsche Mastsau und ihre Urinproduktion

Wir versauen uns seit Jahren unser Grundwasser durch die massive Ackerberieselung mit Schweinepisse, z.T. ausländischer Herkunft. Und die Agrarindustrie jammert, wenn das verboten oder drastisch reduziert werden müsse, könne sie nicht mehr rentabel produzieren. Die deutsche Agrarwirtschaft hängt also, wenn dieser Vergleich erlaubt ist, am Tropf der Mastschweine und ihrer Blase. Eine schöne Sauwirtschaft ist das!

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xc20 05.10.2019, 19:28
25. Einkommen sicher

Zitat von bigroyaleddi
Es ist bedauerlicherweise so, dass bei einer industriellen Landwirtschaft, zu diesen Nitrateinträgen kommt, ja kommen muss. Da kann ich die Bauern schon verstehen. Aber, jetzt kommt das große ABER, es kann doch nicht sein, dass wider besseres Wissen eine Verseuchung des Grundwassers hingenommen werden soll. Wir müssen rein in die flächendeckende schonende Landwirtschaft. Von mir aus soll man den Landwirten Geld für die Erhaltung der Landschaft und des Grundwassers aus Steuermitteln bezahlen. Alles besser als Industrie auf diesem Sektor.
Genau das ist ja aber das Problem. Der Konsument fordert ständig Dinge, für die er nicht bereit ist zu bezahlen. Die industrielle Landwirtschaft wird abgelehnt, aber der Bioanteil am Lebensmittelabsatz wächst viel zu gering, als das eine flächendeckende Umstellung für die Landwirte lohnend wäre.
Gerade gut bei unseren nördlichen Nachbarn in DK zu beobachten. Dort wurden die Düngeregeln in der Vergangenheit so stark verschärft, dass keine Anbau hochwertiger Backgetreidesorten mehr möglich war. Aus diesem Grund wurden die Regelungen dort gerade wieder gelockert.
Analog dazu sind die Überschüsse der Biobetriebe dort im letzten Jahr um über die Hälfte eingebrochen, da der Absatz im Biosegment schlicht auf einem niedrigen Niveau stagniert.

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xc20 05.10.2019, 19:31
26. 155

Zitat von spiejo
Zitat: "Außerdem befürchten sie Ernteeinbußen und höhere Kosten durch Reduzierungen der Düngemittel. So wären manche Betriebe nicht mehr rentabel. Laut dem letzten Nitratbericht der Bundesregierung übersteigen die Werte an 18 Prozent der knapp 700 Messstellen die 50 Milligramm-Marke." Bittesehr, dann macht diese Läden dicht. So eine Produktionseinheit, früher Bauernhof, versorgt um die 10 Leute, vergiftet aber tausende.
Es sind im Durchschnitt 155 Menschen, die ein deutscher Landwirt heute versorgt.
Und wenn alles wie geplant umgesetzt wird, werden es in naher Zukunft noch deutlich mehr werden. Denn verschärfte Regeln treffen immer die kleinen am stärksten. Diese haben oft keine Möglichkeit nicht rentable, aber vorgeschriebene Investitionen zu stemmen.

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dirkcoe 05.10.2019, 19:34
27. Nunja

wer als Winkönigin vor vielen Jahren schon den Zenit des eigenen Intellektes überschritten hat, der ist in der Union von Desaster Merkel immer noch zur Restverwertung im Ministeramt geeignet. Das Ergebnis? - Strafzahlungen an die EU, was denn sonst.

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shotaro_kaneda 05.10.2019, 19:35
28. @ dont_think #19

Richtig, oder Spinat oder anderes Blattgemüse. Ebenfalls äußerst nitrathaltig.

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xc20 05.10.2019, 19:36
29. Die Wehrlosen

Zitat von women_1900
Gewinne werden privatisiert, Verluste sozialisiert. Gülle ist ein Problem der Agraindustrie und die industrielle Landwirtschaft mit Massentierhaltung von hunderten, tausenden Tieren wird von der EU subventioniert, kleinere Landwirt mit weniger Vieh dagegen müssen schauen, wo sie bleiben. Dann wird auch noch Gülle aus den Niederlanden importiert. Dagegen ist die Agrarindustrie mittlerweile eine Exportindustrie. Milchpulver für Afrika, Schweine für China usw. usw. usw. Und die Verbraucher müssen zahlen. Sie zahlen Steuern für Subventionen, Entschädigungen für Dürreschäden verursacht durch Monokulturen, EEG-Umlagen für Bio Kraftwerke, mit ihren Steuern die Exportförderung für die Agrarindustrie, die Kosten für Flüchtlinger deren Existenzen in der Heimat durch hochsubventionierte, billigste Agrarprodukte aus der EU vernichtet wurden ... So wird das nie was mit Umweltschutz, Gewässerschutz, Klimaschutz, Fluchtursachen bekämpfen ... solange die Wehrlosesten blechen müssen, ändern die Verursacher ihr Verhalten nie.
Sie meinen sicherlich die allseits wehrlosen Verbraucher, die ihre Lebensmittel zu einem überwältigendem Teil beim jeweils billigsten Discounter kaufen, um sich immer das neuste Smartphone leisten zu können und die sich konsequent dem kauf von Biolebensmitteln verweigern, wie man leicht am viel zu geringen Wachstum diese Sektors erkennen kann.

Tut mir leid, aber wer seine Lebensmittel zu billigsten Preisen im Discounter kauft, der gibt seine Berechtigung zur Kritik an der Landwirtschaft an der Ladentür mitsamt seines Gewissens ab.

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