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US-Raumfahrt: Trump will in fünf Jahren auf den Mond
DPA

Die US-Regierung drängt die Nasa zur Eile: Binnen fünf Jahren sollen Amerikaner wieder auf den Mond - damit ihnen China nicht zuvorkommt. Sicherheit scheint zweitrangig.

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Bernd.Brincken 27.03.2019, 23:23
60. Schwerfälligkeit

'Pence warf in seiner Rede im US-Bundesstaat Alabama der US-Raumfahrtbehörde Nasa "bürokratische Schwerfälligkeit" vor.'
Da hat er leider recht. Der Apollo-Erfolg ist der NASA weniger zu Kopf gestiegen als den Bauchumfang vergrößert.
Das Shuttle war technologisch interessant, aber die ursprüngliche Idee, damit billiger in den Orbit zu kommen, wurde grotesk widerlegt. Trotzdem lief das Programm weiter, einfach weil damit so genial Bundes-Mittel auf Top-Jobs in verschiedenen Staaten verteilt werden konnten.
Klar, wie bei allen bemannten Missionen kann man immer Sicherheit als Haupt-Einwand nennen. Autos sind auch am sichersten, wenn sie stehen.
Dabei ist das NASA-Budget seit Apollo - inflationsbereinigt - etwa gleich geblieben. Man hat einfach viele andere interessante Projekte entwickelt.
Es ist wichtig, dass überhaupt wieder mal jemand von 'oben' an die ursprüngliche Idee erinnert; auch wenn der sonst manchen Unsinn vertritt.

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r.mehring 28.03.2019, 09:10
61. Die Chinesen werden milde lächeln

und weiterhin ihrem Zeitplan folgen. Und wer da behauptet eine Mondlandung wäre heutzutage mit mehr Risiken behaftet als 1969 der muss 50 Jahre verschlafen haben oder er will aus seinem dünnen Artikel ein bisschen Aufregungssahne schlagen. Alleine die Computertechnologie hat sich wenig weiter entwickelt gerade in Bezug auf Rechenleistung. Die 64 kb Speicher sind auch ein wenig weiterentwickelt worden. Die Amis sind damals mit einem programmierbaren Taschenrechner auf den Mond gekommen.

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varlex 28.03.2019, 10:57
62.

Zitat von Bernd.Brincken
Dabei ist das NASA-Budget seit Apollo - inflationsbereinigt - etwa gleich geblieben. Man hat einfach viele andere interessante Projekte entwickelt. Es ist wichtig, dass überhaupt wieder mal jemand von 'oben' an die ursprüngliche Idee erinnert; auch wenn der sonst manchen Unsinn vertritt.
Schon ein kurzer Blick auf Wiki widerlegt diese Aussage. Gerade in der Vorbereitungszeit zu den Apollo-Missionen war das Budget etwa 1,5-2x so hoch, wie aktuell. Erst zum Ende des Programms wurde weniger investiert.

Interessant ist ja eher, dass damals die NASA zwischen 1-4% des Gesamtbudget erhalten hat, was nun mitterlweile auf etwa 0,5% geschrumpft ist.

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varlex 28.03.2019, 11:04
63.

Zitat von r.mehring
und weiterhin ihrem Zeitplan folgen. Und wer da behauptet eine Mondlandung wäre heutzutage mit mehr Risiken behaftet als 1969 der muss 50 Jahre verschlafen haben oder er will aus seinem dünnen Artikel ein bisschen Aufregungssahne schlagen. Alleine die Computertechnologie hat sich wenig weiter entwickelt gerade in Bezug auf Rechenleistung. Die 64 kb Speicher sind auch ein wenig weiterentwickelt worden. Die Amis sind damals mit einem programmierbaren Taschenrechner auf den Mond gekommen.
Es steht nirgends etwas von "mehr Risiken". Maximal wurde Pence zitiert mit "höheren Herausforderungen".

Und das ist im Grunde auch korrekt.

Rein von der Flugbahn ist es eher einfach jemanden auf den Mond zu bringen. (Da gibt es weitauskompliziertere Manöver, siehe Rosetta und andere Asteroiden-/Kometenlandungen).

Das Problem ist
A) eine neue Rakete zu entwickeln und zu bauen. Die Kostenstrukturen und die Sicherheitsstandards sind heute auf einem ganz anderen Niveau, wie in den 60er Jahren. Und auch das Sicherheitsniveau ist in den USA höher als in China.

B) einen Lander zu entwickeln...im Prinzip siehe A.

Würde die Apollomission in unserer Zeit durchgeführt werden, wären die Kosten wohl 2-4x höher.

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Bernd.Brincken 28.03.2019, 21:21
64. Budget

Zitat von varlex
Gerade in der Vorbereitungszeit zu den Apollo-Missionen war das Budget etwa 1,5-2x so hoch, wie aktuell. Erst zum Ende des Programms wurde weniger investiert. Interessant ist ja eher, dass damals die NASA zwischen 1-4% des Gesamtbudget erhalten hat, was nun mitterlweile auf etwa 0,5% geschrumpft ist.
Von 1970 bis 2018 lag das Budget im Bereich zwischen ~16 und 23 Mio USD. Das meinte ich mit "seit Apollo".

Und nach 1972 hat die NASA eben nichts zu Apollo vergleichbares mehr realisiert.

In Sachen Mars gab es einen Haufen Robotik-Missionen, und zahlreiche Forschungs-Projekte - die i.w. belegen, dass der Mensch nicht für das Verlassen der Erde gemacht ist. Wer hätte das gedacht.

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mundi 28.03.2019, 22:22
65. Die Kosten

Bereits im Buch über Thermodynamik aus dem ajahr 1936 habe ich gelesen:
Irgendwann wird es möglich sein, einen Menschen auf dem Mond bestatten.
Vorraussetzung: sein Nachlass ist groß genug.
Immerhin, besser als Militärrüstung.

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mundi 28.03.2019, 22:48
66. Diese Anstrengung kann sich lohnen

Zitat von fidhelma
auf den Mond. Meine Herren, was für eine 1960er Nostalgie. Als ob es keine anderen Probleme zu lösen gäbe.
Der Wettlauf im All in den 60ern hat nicht nur den Menschen zum Mond gebracht. Es war ein Riesenschub für die Technik.
Nicht nur Wettersatelliten sondern eine rasante Entwicklung der Computertechnik wären ohne diese Vorgeschichte kaum denkbar.
Leider haben militärisch motivierte Anstrengungen auch poditive Nebenwirkungen.
Anderes Beeispiel:
Vermutlich wäre ohne die Vielen Verwundeten im 2. Weltkrieg dem Antibiotikum Penicillin kaum dieser Durchbruch gelungen, denn bereits 1927 hat es Flemming entdeckt.
Die Vermarktung übernahm das britische Militär erst 1942.

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zuckerfuchs 15.04.2019, 18:37
67. Die Überschrift passt gut,

Denn da gehört er schließlich auch hin.

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