Forum: Wissenschaft
Verantwortung für andere: Was macht einen Menschen zum Anführer?
Getty Images/iStockphoto

Ob bei der Arbeit oder im Verein - längst nicht jeder eignet sich als Anführer. Manche Menschen ziehen die Aufgabe dagegen förmlich an. Forscher haben untersucht, was sie vom Rest unterscheidet.

Seite 2 von 6
Zaunsfeld 06.08.2018, 14:20
10.

Zitat von weltraumschrott
Man kann nur hoffen, dass Sie mit einer solchen Einstellung keine Führungsposition innehaben. Denn wer führt, arbeitet nicht weniger, sondern mehr. Das kann man in jedem Verein sehen: Wer ein Amt innehat, der hat eine ganze Menge Organisationsarbeit am .......
Das hat doch nichts mit Führung zu tun. Sie führen doch da keine Menschen, sondern Sie machen die Vorstandsarbeit einfach nur, weil diese Art von Aufgaben Ihnen Spaß macht.
Und wenn Ihnen das Hinterherrennen hinter den Nur-Mitgliedern zu lästig ist, dann lassen Sie es doch bleiben. Ein Verein ist eine freiwillige Angelegenheit. Da können die Mitglieder hingehen oder es eben das ein oder andere Mal auch lassen. Und wenn Sie das stört, dann schließen Sie diese Mitglieder doch aus.

Beitrag melden
vitalik 06.08.2018, 14:21
11.

Zitat von BettyB.
Das mit dem Willen zur Übernahme von Verantwortung stimmt wohl, allein die Eignung hat in vielen Fällen damit nichts zu tun, denn zu meinen, sich sicher zu sein, zeichnet oftmals Menschen aus, die zwar von sich überzeugt sind, aber objektiv betrachtet "keine Ahnung" haben.
Und auch das sind wichtige Eigenschaften einer Führungspersönlichkeit. Eine 100% Sicherheit bei Entscheidungen gibt es nun Mal nicht, eine Entscheidung muss trotzdem getroffen werden. Ob man es nun "keine Ahnung" nennt, würde ich bezweifeln.
Sie glauben anscheinend, dass man immer alles wissen muss oder die Informationslage immer vorhanden ist.

Beitrag melden
interessierter Laie 06.08.2018, 14:26
12. @gottfriedflade

das ist schlicht falsch. Egal was sie hernehmen - Politik, Wirtschaft, Wissenschaft oder sozialer Bereich - die Menschen in den Führungspositionen arbeiten in der Regel deutlich länger und die Arbeit reicht oft sehr weit in ihr privates Umfeld. Eine 40- oder gar 35-Stunden-Woche oder einen fixen Jahresurlaub haben diese Leute in aller Regel nicht.

Beitrag melden
Crom 06.08.2018, 14:27
13.

Zitat von Zaunsfeld
Das hat doch nichts mit Führung zu tun. Sie führen doch da keine Menschen, sondern Sie machen die Vorstandsarbeit einfach nur, weil diese Art von Aufgaben Ihnen Spaß macht. Und wenn Ihnen das Hinterherrennen hinter .....
Mit so einer Einstellung ist ein Verein ruck zuck an die Wand gefahren, denn jeder Verein braucht auch die einfachen Mitglieder und je mehr mitziehen, umso besser.

Beitrag melden
Fuxx81 06.08.2018, 14:33
14. Ich denke selbst, vielen Dank

Interessant wäre es, in einer ähnlich aufgebauten Studie zu untersuchen, welche Faktoren dazu führen, dass Menschen sich anführen lassen.
Ich persönlich übernehme zwar ungern Verantwortung für andere, gebe meine eigene Verantwortung aber auch ungerne ab.

Beitrag melden
Zaunsfeld 06.08.2018, 14:35
15.

Zitat von vitalik
Und auch das sind wichtige Eigenschaften einer Führungspersönlichkeit. Eine 100% Sicherheit bei Entscheidungen gibt es nun Mal nicht, eine Entscheidung muss trotzdem getroffen werden. Ob man es nun "keine Ahnung" nennt, würde ich bezweifeln. Sie glauben anscheinend, dass man immer alles wissen muss oder die Informationslage immer vorhanden ist.
Das eine hat mit dem anderen nichts zu tun.
Wenn einer von dem, worüber er entscheidet, noch nicht mal grundlegend Bescheid weiß, dann hat das nichts mehr mit Entscheidungen unter Unsicherheit zu tun, sondern einfach nur noch mit wildem Herumraten und hoffen, dass es keiner merkt.
Ganz schlimm wird es dann erst, wenn die eigenen Untergebenen mehr Ahnung von der ganzen Angelegenheit haben als der eigene Chef.
Wenn das ein kluger Chef ist, dann macht er sich das Wissen seiner Untergebenen zu nutze. Das trifft oft auf etwas ältere lebenserfahrene Chefs zu. Aber immer häufiger trifft man auch auf den Typus Chef, der keine Ahnung hat, den die Erfahrung und das Wissen seiner Untergebenen eine Dreck interessiert, weil er selbst ja eh alles besser weiß (Dazu ist man ja Chef ...) und das geht dann zwangsläufig in die Hose.

In dem Unternehmen, in dem ich arbeite, gibt es mehrere solche Kaliber. Aber mittlerweile haben die Untergebenen (auch alles Akademiker, hauptsächlich Ingenieure) gemerkt, dass sie die betreffenden Abteilungsleiter auf einen Meter 10 Mal austricksen können und man lässt die betreffenden Chefs einfach auflaufen. Und die können noch nicht mal was dagegen machen, weil sie ja selbst keine Ahnung haben.

Beitrag melden
gwyar 06.08.2018, 14:36
16. Dritte Option

Nicht erwähnt sind die "Führungskräfte", welche in "führende" Position gehoben wurden, um produktiv keinen Schaden mehr anrichten zu können.... Ist leider auch eine Wahrheit. Da wird dann nicht mehr geführt, sondern nur noch verwaltet. Da die nächst höhere Ebene, welche die Personalie zu verantworten hat, sich keine Blöße geben wird, hängen Gedeihe und Verderb an der Kompetenz und den Entscheidungen der sogenannten "Geführten".

Beitrag melden
homo_popularis 06.08.2018, 14:40
17. Die interessantere Frage ist:

Was sagt das charakterlich über Personen aus, wenn sie die Lösung nicht kennen, dass sie dennoch gerne über anderer Köpfe hinweg entscheiden, gleichwohl das Ergebnis sie selbst nicht betrifft?
Ich persönlich neige dazu, Entscheidungen, die auch andere betreffen, mit diesen abstimmen zu wollen. Ich hätte gedacht, dass wäre positiv, aber offensichtlich disqualifiziert mich das. Das ist ja nicht schlimm, damit kann ich leben, aber nach dieser Definition (Unwissen hält nicht davon ab, Entscheidungen großen Ausmaßes zu treffen), wäre Trump der Prototyp der Führungsperson. Und diese Studie soll helfen, "Führungskompetenz" zu ermitteln? Ich hoffe, die Ergebnisse werden invers angewandt! "Führungskompetenz" sollte nicht die Risikobereitschaft sowie das Verlangen nach Egotrips sein, sondern das Gegenteil!

Der letzte Absatz gibt da mehr Hoffnung, passt aber aus meiner Sicht nicht ganz zum ersten Teil. Missverstehe ich da etwas oder ist evtl im ersten Teil der Forschungsansatz nicht gut wiedergegeben?

Beitrag melden
kickmeto 06.08.2018, 14:51
18. Der Unterschied liegt in der Motivation zu führen...

Die einen führen gerne, weil sie es können und es einfach gerne tun, für die Gemeinschaft. Und die anderen tun es, weil sie damit ihr eigentlich kleines Ego scheinbar groß darstellen können, sie müssen zeigen, was für ein toller Hecht sie sind und wer sollte es denn können, außer sie selbst^^

Beitrag melden
tschoemitoe 06.08.2018, 14:51
19. bedeutet nicht richtig oder falsch

meiner Erfahrung nach entstehen für eine Gruppe langfristig die größeren Probleme durch nicht getroffene Entscheidungen als durch falsche Entscheidungen. Insofern ist es generell zu begrüßen, wenn man eine entscheidungsstarke Persönlichkeit in einer Führungsposition hat. Als Teammitglied hat man dann natürlich die Aufgabe, die jeweiligen Vor- und Nachteile überzeugend zu kommunizieren.

Beitrag melden
Seite 2 von 6
Diskussion geschlossen - lesen Sie die Beiträge!