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Verbindung zwischen Atlantik und Pazifik: Route für geplanten Kanal durch Nicaragua f
DPA

Der Panama-Kanal bekommt Konkurrenz: Die Route für eine künstlichen Wasserstraße zwischen Atlantik und Pazifik durch Nicaragua steht fest.

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mediaspiegel 09.07.2014, 11:16
1. < 5 Minuten Recherche?

Und? Wie verläuft nun die Route? Irgendwie vermisse ich die wichtigste Information - oder zumindest einen Link zu ihr.

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swandue 09.07.2014, 11:41
2. Mal nicht so anspruchsvoll bitte! ;-)

Zitat von mediaspiegel
Und? Wie verläuft nun die Route? Irgendwie vermisse ich die wichtigste Information - oder zumindest einen Link zu ihr.
Mehr braucht der Durchschnittsdeutsche nicht zu wissen:

"Die Wasserstraße solle von der Flussmündung des Río Punta Gorda an der Karibikküste durch den Nicaragua-See im Landesinnern bis zur Mündung des Río Brito auf der Pazifikseite führen"

Die Namen sind sowieso gleich wieder vergessen.

Wer im Thema drin ist, weiß, wo er schauen muss.

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mcvitus 09.07.2014, 11:57
3. Und wieder wird ein Stück nahezu unberührter Wildnis

zerstört! Wie lautet der Spontispruch aus den 70ern: Gestern standen wir am Abgrund, heute sind wir einen Schritt weiter. Ich empfinde Mitleid mit der gequälten Natur und den nachfolgenden Generationen, die hilflos in eine von Menschen zerstörte Natur blicken werden.

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spiritof81 09.07.2014, 11:59
4.

Zitat von mediaspiegel
Und? Wie verläuft nun die Route? Irgendwie vermisse ich die wichtigste Information - oder zumindest einen Link zu ihr.
Wie üblich wurde hier offenbar eine dpa-Meldung übernommen und leicht modifiziert. Erwarten Sie also nicht allzuviel Information.

Mich würde darüberhinaus die ökonomische Perspektive interessieren, sprich ein Hinweis auf die Auslastung des bestehenden Panamakanals und ob diese einen zweiten Kanal rechtfertigt.

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Dr_EBIL 09.07.2014, 12:27
5. Schlüsselwort: Investitionschutzabkommen!

Dieses Projekt ist ein sehr gutes Beispiel wie internationale Konzerne sich rechtlich absichern, um dann arme Länder sprichwörtlich zu verwüsten (ähnliches blüht uns mit TTIP) :

"Der See ist das größte Trinkwasserreservoir Mittelamerikas. Die Havarie eines Öltankers könnte die Wasserversorgung der ganzen Region gefährden."


Ein ein Vergleich: Das wäre wie wenn wir Supertanker durch den Bodensee fahren lassen. Der Vergleich hinkt sogar:

http://de.wikipedia.org/wiki/Nicarag...e_Auswirkungen

"Ein Novum sei jedoch, dass die HKND-Group bereits im Vorfeld von allen ökonomischen und ökologischen Folgekosten freigesprochen wird."

Da ist auch schon ein Investitionsschutzabkommen wirksam.

Anderes Beispiel, das gerade wieder in den Medien war:

http://www.spiegel.de/wirtschaft/unt...-a-956962.html

http://www.sueddeutsche.de/wirtschaf...hlen-1.1250301

http://en.wikipedia.org/wiki/Lago_Agrio_oil_field

http://www.youtube.com/results?searc...cuador+%C3%B6l

Es wird kein Schadenersatz bezahlt, da Chevron einen Prozeß vor einem US-Gericht in New York gewann. Man vergleiche wiederum mit Argentinien und dem Paul Singer-Prozeß.

Statt dessen wird in Ecuador im nächsten hochsensiblen Naturschutzgebiet Öl gefördert. Dieses Schicksal blüht auch Nicaragua, natürlich etwas abgeschwächt, und anderen Latinostaaten, wo Rohstoffkonzerne Konzessionen bekommen, in Kolumbien Goldminien, in Venezuela Ölförderung etc. Da könnte man noch viele Beispiele aufzählen. Die Natur wird zerstört, Rohstoffe ausgebeutet, die Einwohner von Paramilitärs eingeschüchtert, gar ermordet und am Ende lässt man sie mit der Zerstörung ihrer Heimat alleine.

zum Thema Paramilitärs:

http://www.handelszeitung.ch/unterne...rs-vorgeworfen

http://www.aljazeera.com/indepth/fea...392621189.html

Bei dem Fall von Chiquita-Banana sind die Auswirkungen sogar für 9/11-Opfer zu spüren. Denen wurde verwehrt gegen die Geldgeber von 9/11 zu klagen, denn sonst könnten Kolumbianer auch in USA gegen Chiquita klagen.

http://www.thewire.com/politics/2014...s-bill/372066/

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Katzebextra 09.07.2014, 12:39
6. Läuft doch hier genauso

Zitat von spiritof81
Wie üblich wurde hier offenbar eine dpa-Meldung übernommen und leicht modifiziert. Erwarten Sie also nicht allzuviel Information. Mich würde darüberhinaus die ökonomische Perspektive interessieren, sprich ein Hinweis auf die Auslastung des bestehenden Panamakanals und ob diese einen zweiten Kanal rechtfertigt.
Es geht doch nur um Gewinn. Bei Stuttgart 21 wird die Kapazität des Bahnhofes für einen noch unbekannten 2 stelligen Milliardenbetrag verringert und nebenbei werden noch enorme Umweltschäden produziert. Und das verblödete Volk klatscht noch Beifall.

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nomorejokes 09.07.2014, 13:56
7. Mitleid...

@ mcvitus:"Ich empfinde Mitleid mit der gequälten Natur und den nachfolgenden Generationen, die hilflos in eine von Menschen zerstörte Natur blicken werden."
Fahren Sie mal nach Nicaragua, dann empfinden Sie vielleicht Mitleid mit den Menschen, die dort in schlimmster Armut unter erbärmlichen Bedingungen leben. Ihr Luxusproblem hat man nicht, wenn man nicht weiß, wie man seine Kinder über den nächsten Tag bringen soll.
200.000 Arbeitsplätze, auch für viel weniger wird man dort mit offenen Händen als Messias empfangen.
Hoffentlich erweist sich das Ganze, wie oft, nicht nur als Luftblase. Auch wenn von dem erwarteten Geldsegen das meiste in Korruption und Filz versickern wird.

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mcvitus 09.07.2014, 15:17
8. @nomorejokes

Ich gratulierte Ihnen zu Ihrer Sichtweise der Dinge. Verlieren Sie auch die Hoffnung auf eine bessere Welt nicht! Die Welt bleibt nämlich so oder so die gleiche, aber SIE gehen abends mit einem besseren Gefühl schlafen als ich.

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Heimatlos 09.07.2014, 15:30
9.

Zitat von nomorejokes
@ mcvitus:"Ich empfinde Mitleid mit der gequälten Natur und den nachfolgenden Generationen, die hilflos in eine von Menschen zerstörte Natur blicken werden." Fahren Sie mal nach.....
Mitleid mit den Menschen in Nicaragua? Jene Menschen, die einem Diktator (El loco, der Verrueckte) huldigen, der das ganze Geld fuer Militaer, aber nicht fuer Investitionen im Wirtschaftsbereich ausgibt? Ein Praesident, der seinem Freund Chavez nacheifert und alle Macht an sich reisst und gerissen hat. Der, wir in Costa Rica erleben das ja Hautnah, der Schlaegertruppen gegen alle losschickt, die gegen ihn sind. Ein Diktator, dessen fanatische Frau lieber Geld fuer „Esoterische Forschungen“ ausgibt, anstatt fuer Schulen. Ein Diktator, der vom „armen Revolutionaer“ zum Multimillionaer mutierte und in seinen Hacienden ganze Kollektionen von Meredes-Benz stehen hat, die er sammelt. Der arme Mann hat ja sonst keine Freude mehr am Dasein.
Durch den Kanal wird die Umwelt Costa Ricas nachhaltig und gravierend schaedigt, denn dort in der Naehe( in Tortugero) kommen seit Jahrmillionen die Riesenschildkroeten, um Eier abzulegen. Nicaragua, Hand in Hand mit den Umweltzerstoeren aus China, werden auch dies zerstoeren.
Hoeren Sie auf mit ihren Duseleien. Wenn ihnen das alles so nahe geht, dann adoptieren sie ein Kind und finanzieren desen Ernaehrung und Schule und Ausbildung.
Diese Armut, die ja besteht, ist aber auch Hausgemacht. Danken Sie lieber dem verrueckten, dem kriegsluesternen Mulitimillionaer Daniel Ortega, den in vielen Laendern Lateinamerikas nicht kommen darf, weil er seine eigene Tochter vergewaltig hat. Das wissen wir alle in Lateinamerika, und daher verachten wir ihn. Ortega, der mit dem Umwelt ebenso rucksichtslos umgeht wie mit seinen politischen Gegnern. Armut, die Nicaragua aendern koennte, wenn das Land, wie etwa Costa Rica, sein Militaer abschaffen und die Gelder in Schulen, medizinische Versorgung und Ausbildung stecken wuerde. Dann braeuchte es keinen Umweltzerstoerenden Kanal. Aber solange Nicaragua Geld fuer Bomben und Panzer ausgeben kann, solange haelt sich mein Mitleid ueber die Armut in Grenzen. Denken Sie mal ueber all das gruendlich nach. Saludos.

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