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Verbotene Verhütungsspritzen: Mehr als 600 Gynäkologen unter Verdacht
DPA

Die Staatsanwaltschaft ermittelte gegen mehr als 600 deutsche Frauenärzte. Diese hatten über einen Großhändler günstige Verhütungsspritzen für ihre Patientinnen besorgt. Der Haken: Die Medikamente waren hierzulande nicht zugelassen.

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sPeterle 28.11.2013, 10:57
30. des Pudels Kern

Zitat von taglöhner
12km von meinem Wohnort aus gibt s das Zeug für 10% des hiesigen Preises. Dazwischen liegt der Rhein.
genau das ist der Grund für die hektische Aktivität ;-)

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Luna-lucia 28.11.2013, 10:59
31. unser Vorschlag dazu wäre

Zitat von donbilbo
Wenn tatsächlich über 600!! Gynäkologen in Deutschland so gehandelt haben sollte man nicht gegen diese ermitteln sondern aufdecken, welcher Filz und Sumpf verhindert, dass wir Deutschen diese anscheinend hochwertigen Produkte zu kleinen Preisen erhalten dürfen. Das ist der eigentliche Skandal.
dass Medikamente ALLER ART! nur über den geprüften Fachhandel bezogen werden. Mit dem Hinweis, dass der / die Fachhandels- und Versandbetreiber, z.B. auch eine Internationale Apotheke, zu jedem vertriebenen Produkt, explizit die genaue Herkunft, die Lager- Zwischenlagerstätten, mit den dort für viele Medikamente vorgeschriebenen Lagertemperaturen, nachweisen müssen. Dies wäret wichtig, um den "Verkehrsweg" jederzeit lückenlos zurückverfolgen zu können.

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spmc-12653168937531 28.11.2013, 11:05
32. Nichts Neues!

Was den Berufsstand der Ärzte betrifft - übrigens die Wissenschaft, die sich am meisten korrigieren muss, wundert mich nichts mehr. Diese Vertreter eines völlig überbewerteten Berufsstandes tauchen am meisten in den Medien auf, wenn es um Kummeleien und Betrügereien geht. Ich kenne keinen anderen Berufsstand, der unser Sozialsystem so ausbeutet. Leider, leider spielen unsere Politiker aufgrund des Lobbydrucks und und und keine konsequente Rolle, um die Kontrollmechanismen zu verschärfen und die Narrenfreiheit zu mindern.
Darüber hinaus ist es längst überfällig, die Ärztekammern zu beseitigen.
So ist es nun mal in unserer Zeit, wo mit der Angst, Krankheit und Tod die größten Geschäfte gemacht werden ( s. auch die Kirchen ). Ich empfehle allen interessierten das Buch von K.G. Blüchel - Heilen verboten - töten erlaubt Untertitel: Die organisierte Kriminalität im Gesundheitswesen.

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spon-facebook-10000283853 28.11.2013, 11:13
33.

Zitat von sysop
Die Staatsanwaltschaft ermittelte gegen mehr als 600 deutsche Frauenärzte. Diese hatten über einen Großhändler günstige Verhütungsspritzen für ihre Patientinnen besorgt. Der Haken: Die Medikamente waren hierzulande nicht zugelassen.
Das ist das Problem an den ach-so-schützenden Arzneimittelbehörden - in der Bilanz schaden sie mehr als sie nützen.
Sie verzögern die Freigabe von wirksamen Medikamenten und verteuern - wie jeder dieser staatlichen Eingriffe - die Entwicklung von Medikamenten.

Natürlich wird es auch mal Treffer geben, wo Medikamente von diesen Behörden gestoppt werden, die möglicher Weise zu Schaden hätte führen können. Worüber jedoch nie berichtet werden wird, sind die vielen, vielen Medikamente, die Patienten hier das Leben hätte retten können, aber von diesen Behörden aufgehalten wurde.

Eine Pharmafirma hat das größte Interesse keine schädlichen Produkte rauszugeben - Milliarden an Investitionen wären auf einen Schlag vernichtet, der Ruf der Firma auf Jahrzehnte (siehe Contergan) vernichtet.
Einer Firma, die Gewinn machen will kann nichts Schlimmeres passieren.
Deswegen kommen die Einschränkungen der Nutzungsbereiche bei den geringsten Nebenwirkungen auch von den Pharmafirmen selbst - nicht von der Arzneimittelbehörde.

Immer die Bilanz sehen.

Und zum konkreten Fall: hier versucht der Staat wieder das Individum vor sich selbst zu schützen. Unerträglich.

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smilesuomi 28.11.2013, 11:21
34. Stimmt....

Zitat von NoTarget
keine Ahnung. Erstens ermittelt hier nicht die Steuerfahndung sondern das Zollfahndungsamt, zweitens geht es um Verstöße gegen das Arzneimittelrecht und nicht um steuerrechtliche Vergehen und drittens sind Ärzte als Freiberufler grundsätzlich nicht gewerbesteuerpflichtig und genießen auch die Umsatzsteuerbefreiung für medizinische Heilberufe. Wie war das doch gleich mit dem Schaum vorm Mund...
Zollfahndung ist nicht für das Hinterziehen der bei Einfuhr anfallenden MwSt. zuständig...neeeeein...deswegen kontrollieren die auch am Flughafen...es ging auch sicher ncht um Hinterziehung der Mwst. nein sicher nicht. Man bekommt nur beim Export aus Österreich die dortige Steuer erstattet...
Zoll online - Einfuhrumsatzsteuer
und dazu, dass Ärzte keine Gewerbesteuer zahlen dürfen, ist ja wohl nur bedingt richtig.
1. Hätte der Staat ja Gewerbesteuer kassiert, wäre es über eine deutsche Apotheke gegangen.
2. Wird auch der Arzt, der wie der Apotheker Freiberufler ist, gewerbesteuerpflichtig, wenn er als Gewerbetreibender (Verkauf von Waren und eben nicht reiner Dienstleistung). Ob sich der Arzt daran hält, sich dessen bewußt ist, erschließt sich nicht richtig. Die zitierte Ärztin wußte ja angeblich noch nicht mal etwas über den vertriebsweg
3. Ist dem Arzt per Gesetz der Verkauf von Waren in seinen Räumen unterstagt (Dispensierverbot)....aber das wissen Sie ja sicherlich alles...
4. Dass die genannten Ärzte zumindest nicht in der Lage sind, eine ordentliche Arzneimittelversorgung aufrecht zu halten sieht man an dem Vertriebsweg...Fälschungen, here we come...
5. Es ging auch nicht um Einsparungen. Das hätte man über ausländische Versandapotheken in der Vergangenheit ganz legal gekonnt.
6. Selbst als der Versand noch gesetzlich verboten war, hat sich der Staat eine feuchten Dreck um den Versand von AM gekümmert, da ja docmorris angeblich brav die Mwst in D bezahlt hat....

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NoTarget 28.11.2013, 11:22
35. Hoffentlich

Zitat von spmc-12653168937531
Diese Vertreter eines völlig überbewerteten Berufsstandes
Ich wünsche Ihnen, dass Sie nie in die Situation kommen müssen, hier Ihre Meinung zu ändern. Wenn Sie an einer lebensbedrohenden Erkrankung leiden müssten sie sonst Herrn K.G. Blüchel fragen, ob er ihnen helfen kann.

Einer Berufsgruppe die eben nicht nur aus porschefahrenden niedergelassen Radiologen und Zahnärzten besteht sondern sich unter erheblichem persönlichen Einsatz und teilweise rund um die Uhr um ihre Patienten kümmert pauschal so zu verunglimpfen ist eine Frechheit.

Natürlich machen auch Ärzte Fehler, aber ob das im Falle von Depocon überhaupt einer war, ist ja noch nicht mal geklärt.

Bis dahin können Sie mir ja vielleicht einen anderen Berufsstand nennen, der ebenso vielen Menschen das Leben gerettet hat?

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qoderrat 28.11.2013, 11:28
36. Zulassungstricks

Zitat von stundenzeiger
Ein guter Beweis dafür, dass Apotheken doch einen sinnvollen Beitrag zur Arzneimitteltherapiesicherheit leisten.
Bei allem Respekt, aber das kann wirklich nur ein Apotheker oder Vertreter der Pharmabranche aus Eigeninteresse geschrieben haben.

Der hier angewendete Trick ist offensichtlich, es wird dasselbe Mittel unter zwei Produktnamen in den Handel gebracht, in D nur für eine Produktbezeichnung die Zulassung beantragt und dann für einen mehrfachen Preis verkauft.

Und ich bin eigentlich ein Vertreter der Apothekenpflicht, oft genug habe ich schon hilfreiche Informationen zu den Medikamenten für meinen Vater bekommen. Was hier aber abläuft, ist schlicht und einfach Abzockerei.

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fr.unbequem 28.11.2013, 11:32
37. Pferd falsch aufgezäumt

Zitat von sysop
Die Staatsanwaltschaft ermittelte gegen mehr als 600 deutsche Frauenärzte. Diese hatten über einen Großhändler günstige Verhütungsspritzen für ihre Patientinnen besorgt. Der Haken: Die Medikamente waren hierzulande nicht zugelassen.
Im Ernst, in Deutschland müssen Frauen ihre Kontrazeptiva immer noch aus eigener Tasche bezahlen?
Sogar im Land der Millionen Unversicherten, in den USA, bezahlten bisher die meisten Versicherungen für Kontrazeptiva. Unter Obamacare müssen sie nun bei allen K-Versicherungen im Versicherungsschutz enthalten sein, inkl. der "Pille danach". Experten rechnen damit, dass die Zahl von unerwünschten Schwangerschaften und Abtreibungen dadurch erheblich reduziert werden kann, was abgesehen von den ethischen Fragen auch eine Kostenreduzierung im Gesundheitssystem zur Folge hat (eine Packung Kontrazeptiva ist erheblich billiger als eine Abtreibung plus das ganze Beratungsbimborium im Zusammenhang damit).

Wenn die Krankenkassen Kontrazeptiva bezahlten, hätte es dieses Problem erst gar nicht gegeben. Ich frage mich, wieviel Steuergelder durch die Arbeit der Zollfahnder und Justiz zusätzlich vergeudet wurden.

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alexxa2 28.11.2013, 11:33
38. Toll!

Wenn die Bürger durch Europa und die Globalisierung sich etwas Geld sparen wollen , dann kommt die Statsanwalt-wenn Die Elite aber überall Geschäfte macht, dann kommen die Profite! Und viele Hirnverbrannten kapieren gar nicht was sie lesen...Armes Deutschland!

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NoTarget 28.11.2013, 11:39
39. Rechtswidrigkeit noch gar nicht festgestellt

Zitat von chb_74
Es ist deswegen "illegal" (ich bevorzuge den Ausdruck "rechtswidrig"), weil das Arzneimittel eben hier nicht zugelassen ist. Das hat seine Gründe; der wahrscheinlichste ist: der Hersteller hat die Zulassung für Deutschland gar nicht beantragt. Diese von der EU koordinierten Zulassungsverfahren stellen sicher, dass kein Wildwest im Arzneimittelmarkt herrscht.
Zuerst dient dieses Verfahren ganz offensichtlich der Durchsetzung überhöhter Preise im deutschen Markt.

Davon abgesehen ist die Rechtswidrigkeit des Vorgangs überhaupt noch gar nicht festgestellt, da das von der Staatsanwaltschaft behauptete "in Verkehr bringen" (also Import+Handel mit dem Medikament), der einen Verstoß gegen das Arzneimittelgesetz darstellen würde, womöglich gar nicht erfolgt ist.
Es gibt nämlich auch die abweichende Ansicht, das die direkte Anwendung durch den Arzt mangels Abgabe des Medikaments diesen Tatbestand überhaupt nicht erfüllt.

(Vgl. http://www.rudolph-recht.de/files/fi...en%20Sigma.pdf)

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