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Viele Arten auf der Roten Liste: Der Regenwurm - nützlich, aber gefährdet
Martin Schutt/ DPA

Der Regenwurm ist für die Qualität unserer Böden unverzichtbar. Doch eine aktuelle Zählung zeigt: Viele Wurmarten sind im Bestand gefährdet. Bei einigen anderen Bodenlebewesen sieht es kaum besser aus.

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tueftler 14.04.2019, 10:54
30.

Zitat von 4711_please
Glyphosat ist zwar bequem für die Bauern, aber wenn sie die Mikroorganismen zerstören, wird es nicht nachhaltig sein. Wahrscheinlich ernten die nachfolgenden Landwirtgenerationen die Schäden von Böden, die nichts mehr wert sind. Bis dahin ist BAYER pleite...
Im Artikel ist als einer der Gründe die Bodenbearbeitung erwähnt. Glyphosat ist eine Möglichkeit diese zu reduzieren, insbesondere seit Zwischenbepflanzung vorgeschrieben ist, um die Bodenerosion zu vermindern. Es bringt nichts immer nur auf Glyphosat Framing zu betreiben. Man muss Zusammenhänge begreifen und dann Lösungen suchen. Bzw Lösungen an den Zusammenhängen spiegeln. Für NGOs, Populismus Parteien und Medien ist das halt leider zielführend.

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regelaltersrentner 14.04.2019, 11:06
31.

"Die Gründe dafür sind bekannt: Schädlich für die Bodenflora sind demnach etwa Monokulturen, Rückgang von Grünflächen, Düngung durch Gülleeintrag, Pestizide und zu viel Bodenbearbeitung. In vielen Äckern leben nur drei bis vier, maximal zehn verschiedene Regenwurmarten, hatte die Umweltschutzorganisation WWF in einem Bericht geschrieben."

1. Was sind Monokulturen?
Die Flächen sind größer geworden, weil viele Betriebe dem Preisdruck nicht mehr gewachsen waren. Daran sind nicht die Bauern Schuld, sondern wir alle.

2. In vielen Ländern besteht Umbruchverbot, eine Art Enteignung!

3. Gülle ist ein wertvoller Dünger und fördert das Bodenlebewesen. Allerdings gibt es Flächen, auf denen zu viel aufgebracht wurde, das muss man korrigieren.

4. Pflanzenschutz
Wie sagte vor ein paar Tagen der Geschäftsführer einer Obstgenossenschaft:

Wenn man bei ALDI zwei mal (äußerliche Qualität) Auffällt, braucht man in dem Jahr nicht mehr liefern.
Außerdem möchte der Verbraucher heimische Ware zu polnischen Preisen.

4. Derzeit fordern die meisten ein Verbot von Glyphosat, das heißt der Boden muss 3 X mit Pflug, Egge bearbeitet werden, was bei der Verwendung von Glyphosat nicht notwendig ist.

Nur eines von beiden ist möglich.

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regelaltersrentner 14.04.2019, 11:09
32.

Zitat von HH1960
Monokulturen, Gülleeintrag, Bodenbearbeitung, Pestizide im Übermaß! Oder ganz kurz ausgedrückt: konventionelle Landwirtschaft! Die konventionell arbeitenden Bauern sind im Zusammenspiel mit Bayer & Co. und den Konservativen ein ernsthaftes Problem!
Wenn die konventionelle Landwirtschaft ein Problem sist, dann sollten alle nur BIO Lebensmittel kaufen, dann erledigt sich die konventionelle Landwirtschaft von selbst.

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Testtubebaby 14.04.2019, 11:12
33. Gartentrends

Und noch ein Wort zum modernen "Gartenliebhaber". Da werden munter die exotischsten Exemplare angepflanzt. So exotisch, daß die Blüten keinerlei Nahrungsquelle für unsere heimische Insektenwelt bieten. Dann muß der tropische Garten natürlich pflegeleicht sein. Also werden die Beete ganzjährig mit Kies und Mulch erstickt. Der regelmäßige Laubhäckslereinsatz darf natürlich auch nicht fehlen. Das ganze hat mit Naturverbundenheit so rein gar nichts zu tun und ist einfach nur ein weiteres Angeberprojekt neben dem teuren SUV in der Garage.

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tueftler 14.04.2019, 11:12
34.

Zitat von cave68
...und wieder so ein "Wohlstandsjammerer" der nicht ansatzweise weiss was passiert ,wenn solche Lebewesen wie Insekten,Würmer etc. verschwinden.
Man muss kein Wohlstandsjammerer sein, um solche Untersuchungen für manipuliert zu halten. Letztes Jahr war ziemlich trocken. Ich habe in meinem Garten auf Spatentiefe kaum noch Regenwürmer gesehen. Die wenigen Würmer, die ich beim Arbeiten noch gesehen habe, haben sich in einer Art Winterschlaf befunden. Beim Vorbereiten der Beete dieser Tage waren sie wieder zahlreich vorhanden. Wenn sie wieder bessere Bedingungen haben, dann vermehren sich die Würmer auch wieder stark. Das ist bei den Insekten auch nichts anderes. Ob die ganzen Ökofundis beim Insektensterben auch Toleranz gegenüber Fruchtfliegen, Schmeissfliegen, Stechmücken, Kakerlaken, Bremsen, diversen Mottenarten, Läusen... haben? Ist halt immer einfach zu fordern, wenn man nicht selbst betroffen ist.

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tueftler 14.04.2019, 11:22
35.

Zitat von der_rookie
Der Artikel könnte noch das Thema Fruchtfolge ergänzen: Der Biodiversität des Bodens bekommt eine traditionelle Fruchtfolge besser als zehn Jahre hintereinander Mais alle Nährstoffe aussaugen zu lassen.
Och die Nährstoffe müssen auch ohne dauernde Maispflanzung ergänzt werden. Das muss auch der Biobauer. Alles was vom Acker weg kommt und der menschlichen Ernährung dient, muss dem Boden wieder zugeführt werden. Weil der Klärschlamm ist so verseucht mit Medikamenten Rückständen, das will kein vernünftiger Mensch mehr auf seinem Acker. Da ist die Dauermaise, wenn der Rückstand aus der Biogasanlage wieder auf den Acker kommt, sogar mal fast 100 %ige Kreislaufwirtschaft. Denn Kohlen- und Wasserstoff holen sich die Pflanzen aus Luft bzw Kohlendioxid und Wasser. Da muss der Landwirt gar nichts tun, solange ausreichend Regen fällt.

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regelaltersrentner 14.04.2019, 11:27
36.

Zitat von Testtubebaby
Selbst konventionelle Bauern fangen hier mittlerweile an, Flächen mit Bienenweiden nach verschiedenen Blütezeiten anzulegen. Die Massen in den Asphalthöllen der Großstädte bekommen da leider keinen echten Eindruck der Zustände.
Die konventionellen Bauern legen Blütenflächen an, damit die Bevölkerung nicht immer auf die Bauern eindreschen können.
Wahrscheinlich hilft es nur den Honigbienen und weniger den Wildbienen.

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regelaltersrentner 14.04.2019, 11:34
37.

Zitat von tueftler
Man muss kein Wohlstandsjammerer sein, um solche Untersuchungen für manipuliert zu halten. Letztes Jahr war ziemlich trocken. Ich habe in meinem Garten auf Spatentiefe kaum noch Regenwürmer gesehen. Die wenigen Würmer, die ich beim Arbeiten noch gesehen habe, haben sich in einer Art Winterschlaf befunden. Beim Vorbereiten der Beete dieser Tage waren sie wieder zahlreich vorhanden. Wenn sie wieder bessere Bedingungen haben, dann vermehren sich die Würmer auch wieder stark. Das ist bei den Insekten auch nichts anderes. Ob die ganzen Ökofundis beim Insektensterben auch Toleranz gegenüber Fruchtfliegen, Schmeissfliegen, Stechmücken, Kakerlaken, Bremsen, diversen Mottenarten, Läusen... haben? Ist halt immer einfach zu fordern, wenn man nicht selbst betroffen ist.
Beim Kuhglockenstreit in Bayern ging es nicht nur um die Kuhglocken, nein auch gegen die Fliegen hatte der Kläger Einwendungen.

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emil7685 14.04.2019, 11:56
38.

Zitat von St.Baphomet
wenn auf der roten Liste nur noch Wanderratte und die Schmeißfliege stehen sollten (der Rest aller Pflanzen und Tiere ist dann längst weg) wird die breite Masse auf diesem Planeten weiter brav "Konservative" Parteien wählen.
Selbstverständlich! Was nutzt mir eine ursprüngliche Natur wenn ich kein Geld habe um sie zu genießen und auf Grund von rigorosen Nutzungsverboten sowieso nichts davon habe?

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cave68 14.04.2019, 12:22
39.

Zitat von tueftler
Man muss kein Wohlstandsjammerer sein, um solche Untersuchungen für manipuliert zu halten. Letztes Jahr war ziemlich trocken. Ich habe in meinem Garten auf Spatentiefe kaum noch Regenwürmer gesehen. Die wenigen Würmer, die ich beim Arbeiten noch gesehen habe, haben sich in einer Art Winterschlaf befunden. Beim Vorbereiten der Beete dieser Tage waren sie wieder zahlreich vorhanden. Wenn sie wieder bessere Bedingungen haben, dann vermehren sich die Würmer auch wieder stark. Das ist bei den Insekten auch nichts anderes. Ob die ganzen Ökofundis beim Insektensterben auch Toleranz gegenüber Fruchtfliegen, Schmeissfliegen, Stechmücken, Kakerlaken, Bremsen, diversen Mottenarten, Läusen... haben? Ist halt immer einfach zu fordern, wenn man nicht selbst betroffen ist.
ich glaube,dass die Zusammenhänge bezüglich der Insekten und auch Würmer zu komplex sind um nach dem Buddeln im eigenen Garten deren Zustand bestimmen zu können.
Genauso wie ich werden auch sie nicht die Würmer unterscheiden können und auch nicht wissen,was da bei ihnen rumfleucht.
Selbst bei den Wildbienen oder Schmetterlingen gibt es noch Arten die relativ moderate Rückgänge zu verzeichnen haben (wobei moderat sehr harmlos ausgedrückt ist) ...andere wiederum sind nahezu komplett verschwunden.
Was Stechmücken,diverse Motten,Schmeissfliegen oder sonstige Insekten betrifft,die mithin als Ungeziefer angesehen werden:Ich habe noch nie gehört,dass es irgendwelche Bestrebungen gab diese Tiere auszurotten...es geht lediglich drum sie von menschlichen Behausungen und vor allem von gelagerten Lebensmitteln fernzuhalten,oder ein Massenauftreten einzudämmen.

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