Forum: Wissenschaft
"Viking Sky": Kreuzfahrtschiff wird nach Beinahe-Unglück untersucht
Svein Ove Ekornesvag / EPA-EFE / REX

Die "Viking Sky" war fast neu und nach modernen Standards ausgestattet - wie konnte es vor Norwegens Küste trotzdem fast zur Katastrophe kommen? Ermittler nehmen nun die Bordtechnik in den Blick.

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isar56 25.03.2019, 16:34
1. Die Reisenden

sind gerettet. Warum machen Sie so viel Wind um eine Dreckschleuder irgendeines Lobbyistenvereins.
In Mali wurden 134 Menschen gewaltsam getötet. Das war eine Meldung wert. Christchurch beherrscht nun seit acht Tagen die Schlagzeilen. Wo liegt der Grund für dieses seltsame Gebaren ? Es ist lediglich eine Frage. Die Redakteure entscheiden, wovon berichtet wird. Ich habe mir zum Teil in Schweizer und österreichischen Zeitungen zusammengesucht was ich wissen wollte, um informiert zu sein.

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seppfrieder 25.03.2019, 16:58
2. Schade

Zum einen bei Wellengang wird die Leistung reduziert damit die Propellermotoren nicht übertouren, ergo braucht man auch weniger elektrische Leistung und die Motoren werden geringer belastet.
Die Kraftstoffversorgung erfolgt über Tagestanks in denen sich, über Separatoren, gereinigter Kraftstoff befindet. Es kann also kein Dreck in den Kraftstoffleitungen zu den Motoren hin sein.

Summa sumarum die zwei angeblichen Punkten, weshalb das Schiff Manövrierunfähig war, können wir wieder streichen.

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rrv.vogt 25.03.2019, 17:00
3. Sorry

Nein nicht MAN sondern MTU soll die Motore gebaut haben

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duanehanson 25.03.2019, 17:13
4. @isar56

Das liegt doch auf der Hand: Kunden und Passagiere, die sich eine solche Kreuzfahrt leisten, sind Besserverdienende. Das wiederum ist eine interessante Werbezielgruppe, obschon recht alt. Kreuzfahrten werden das neue Malle, Millionen wollen es so, die Leute interessiert das nun mal. Mich nebenbei bemerkt auch, aber eher aus technischer Sicht denn aus persönlichen Gründen.

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sachfahnder 25.03.2019, 17:19
5. Tja...

... die Boeing 737 MAX war auch ein neues Flugzeug und ist trotzdem zu einem Massengrab geworden!
Ob Maritim oder Luftfahrt, die Technik wird durch Elektronik zu einer Gefahrenquelle besonderer Art ...

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Domainator 25.03.2019, 17:36
6. Die Titanic...

..., ein laut Werftangaben unsinkbares Schiff, ist innerhalb von 2 Std 40 Minuten gesunken. Trotzdem konnten 686 Menschen gerettet werden - doppelt so viele, wie von der "Viking Sky" innerhalb von 17 Stunden. Die Rettung erfolgte mit Hubschraubern. Vor der Küste eines der reichsten Länder und Seefahrernation. Ich stelle mir das gerade bei einem richtigen Sturm in der Karibik oder fernab eines so potenten Industrielandes vor. Da wird es diese Option nicht geben. "Safe return to port" heißt wohl, dass eine vollständige Rettung bzw. Evakuierung gar nicht vorgesehen ist. Mit anderen Worten: Totalverlust eingeplant.
Ich bin erstaunt, wie weit die Sicherheit für Profitzwecke heruntergefahren werden kann. Im Angesicht der Titanic-Katastrophe kann ich herabfallende Deckenelemente und herumrollende große Blumentöpfe sowie herumfahrende Tische nur kopfschüttelnd zur Kenntnis nehmen.
Die Frage ist nicht ob, sondern wann es zu einem erneuten Großunglück vom Rang der Titanic-Katastrophe kommen wird.
Hollywood wird die Buch- und Filmrechte kaufen, die Reederei ist versichert, die Reisenden und ihre Angehörigen werden mit "Gedanken an die Hinterbliebenen und Gebeten für die Opfer" abgespeist werden.

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klaus-peterkuhlmann 25.03.2019, 17:40
7. Mausefalle Kreutzfahrtschiff

Nur eine Kleinigkeit wie Motorschaden , Magendarmgrippe ,Rauchentwicklung , Feuer ,Monsterwellen,Felsenkollision ,Navigationsausfall,machen bei mehr als 1000 oder 5000 Menschen zu einem Katastrophen Hotspoot Mausefalle. Bei den Menschenmassen und den Größen und Höhenunterschiede der absolute Horror. Dieser täuschend sichere Größenwahn schließen ja ein erneutes Massengrab nicht aus? Deshalb bin ich raus aus der Nummer oder besser ich war noch nie drinn.

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From7000islands 25.03.2019, 18:00
8. Künstliche Intelligenz...

...war anscheinend noch nicht eingebaut. Sie hätte das Schiff sicher durch die Klippen gesteuert -lo-
Ich kaufe schon seit einigen Jahren nur Autos, deren Bordelektronik maximal die restliche Reichweite anzeigt. Automatische Türverriegelung, Kofferraum Ver/Entriegelung baue ich immer aus. Elektronik kann gefährlich werden, wenn man sie nicht abschalten kann.

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marialeidenberg 25.03.2019, 18:02
9. Die Tagestanks sind immer ein Problem.

Zitat von seppfrieder
Zum einen bei Wellengang wird die Leistung reduziert damit die Propellermotoren nicht übertouren, ergo braucht man auch weniger elektrische Leistung und die Motoren werden geringer belastet. Die Kraftstoffversorgung erfolgt über Tagestanks in denen sich, über Separatoren, gereinigter Kraftstoff befindet. Es kann also kein Dreck in den Kraftstoffleitungen zu den Motoren hin sein. Summa sumarum die zwei angeblichen Punkten, weshalb das Schiff Manövrierunfähig war, können wir wieder streichen.
Ich will mich nicht in die Schlange von Klugscheißern und Ferndiagnostikern einreihen, aber der Brennstoff (MDO oder HF) enthält immer einen geringen Anteil an Wasser. Aus diesem Grund haben diese Tanks am Boden eine kegelige oder halbkugelige Ausprägung, den sog. Wassersack. Das Wasser, das sich dort absetzt, kann abgelassen und entsorgt werden. Bei schlechtem Wetter und wenn zusätzlich der Wassersack nicht pünktlich entleert worden ist, verwirbelt sich dieses Wasser mit dem Brennstoff und der Motor sagt: "No go!".

Dies könnte eine Ursache sein.

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