Forum: Wissenschaft
Vorwürfe gegen den WWF: Sturm im Pandaland

Zu große Industrienähe und sogar Sympathie für Gentechnik - der WWF muss sich nach einer TV-Dokumentation mit schweren Vorwürfen auseinandersetzen. Mühevoll versuchen die Umweltschützer, ihren Ruf zu retten. Denn die Organisation lebt von Spenden.

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ToertjeX 23.06.2011, 20:44
30. Ahoi

Zitat von Peet89
Jemand hält einen Vortrag, untermalt das Ganze mit emotionaler Musik und nimmt ein zwei Indios heraus. Schon haben wir bildniveau. bitte erkundigen Sie sich. Unter wwf.de.
Ja, auf wwf.de finde ich die gleichen Propagandafilmchen mit emotionaler Musik auf Bild-Niveau...

Es tut mir ja leid, dass Ihre wwf-Organisation im Handeln das Gegenteil tut als es verspricht. Wenn ich das jahrelang unterstützt hätte, würde ich das wahrscheinlich auch nicht glauben wollen und hier das Forum mit 100 Gegenposts zuspammen... so sind wir nunmal

Viele Grüße und tapfer bleiben !

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raetselfreund 23.06.2011, 20:50
31. Quote

Zitat von eloquentinkompetent
Nun ist es leider allgemein bekannt, dass eine Presse gerne mal über's ziel hinausschiest nur um eine gute Quote zu kriegen. Gerade bei den öffentlich rechtlichen fällt mir das zunehmend auf (während RTL sachlicher wird).
Genau!
Und weil die ARD nur auf die Quote schielt haben sie diese Reportage auch zur besten Sendezeit gebracht!
Da haben bestimmt 30.000.000 Menschen vorm Fernseher gesessen

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bertburk 23.06.2011, 20:54
32. .

Der Film ist mal wieder ein typisches beispiel für Öko-propaganda.


Wer es wagt auch nur handbreit von extremen Standpunkten abzuweichen (zB. bei Atomstopp, Massentierhaltung, Industrialisierung in Entwicklungsländern, Automobilität, Ölförderung und vielen anderen Themen) und es tatsächlich wagt Kompromisse (und sei aus aus Sachzwängen) einzugehen wird an die Wand gestellt und mit Übertreibungen und falschen Aussagen demontiert.

Ich für meinen Teil werde weiterhin an den WWF Spenden und hoffe das auch viele andere Menschen unsere pluralistische Presse nutzen und nicht irgendwelchen Einzeldarstellungen vollen Glauben schenken wollen. Jedenfalls hat der WWF bis jetzt mehr erreicht als es Greanpeace wohl jemals wird.

Ich finde es einfach sinnvoller sich mit den "Verbrechern" an einen Tisch zu setzen und wenigstens an einer Lösung zu arbeiten als in extremistischen Eifer irgendwelche Ölplattformen zu stürmen - ersteres bringt vielleicht mal eine Verbesserung der Zustände, zweiteres dient nur der Publicity und der Selbstbestätigung ein "besserer" Mensch zu sein.

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hinnerk18 23.06.2011, 20:57
33. Von wegen Action-Klamauk

Greenpeace verweigert sich durchaus nicht dem Dialog mit der Industrie, nur eben nicht durch Anbiederung. Ein erfolgreiches Beispiel war die weltweite Kampagne 2009, nach der etliche Großunternehmen Beziehungen zu Fleisch- und Lederlieferanten abgebrochen haben, die in Amazonien produzierten. Sofort lenkte die Branche daraufhin ein. Mittlerweile sucht sie sogar den Rat von GP, um ähnliches für die Zukunft zu vermeiden. Man muss sich nicht prostituieren wie der WWF es tut...
http://www.greenpeace.de/themen/wael...onas_gebiet-1/

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traumfänger 23.06.2011, 20:59
34. hmm ... wow !!

... ich schieße ja auch gerne über das Ziel hinaus, aber eines ist dabei sicher: wer über das Ziel hinausschiesst, bewegt sich in die richtige Richtung. Wer hingegen behauptet "wir sind Schuld" überabtwortet sich und zieht den Rest mit runter. Mal ganz ehrlich, der globale Profitwahn im Zeichen des Kapitalismus hat rein gar nichts mehr mit der Nachfrage zu tun! Würde die anarchische Profitgier und das geschwürartige Wuchern der Industrie eingeschränkt und Gesetzen unterworfen, könnte dieser Planet ein Paradies sein. Es ist ein absolutes Unding die Narrenfreiheit der Industrie und dessen Folgen der Menschlichkeit zuzuschreiben. Wer dennoch glaubt dass das kleinste Glied in der Kette für alles Schuld ist, sollte sich mal in die Meditation zurückziehen und irgendwann wieder kommen ... mit Liebe im Herzen ;-)

Es hilft kein philosophieren und Haare spalten!

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janne2109 23.06.2011, 20:59
35. das ist mir etwas zu viel

Zitat von ChristianT
Da lob ich mir doch den Nabu. Bodenständige Organisation mit Leuten, denen der Umweltschutz wirklich am Herzen liegt und diesen auch aktiv in ihrem Umfeld betreiben. Hier bei uns bauen die Insektenhotels, helfen Kröten über die Schnellstraßen und renaturieren Flüsse. Der Nabu hat übrigens Blacklists von Unternehmen, mit denen sie nicht kooperieren. Dazu gehören sämtliche Unternehmen, die irgendwas mit Gentechnik zu tun haben. z.B. die BASF.
renaturieren Flüsse - damit kann ich sehr gut leben, aber Insektenhotels? Das ist mir doch etwas zu spinnert, sorry.
Ein Umweltbewusstsein, wozu auch die Erhaltung der Tierarten gehört, ist für jeden von uns notwendig.Aber immer schön auf dem Rasen dieser Erde bleiben.

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Peet89 23.06.2011, 21:09
36. .

Zitat von ToertjeX
Ja, auf wwf.de finde ich die gleichen Propagandafilmchen mit emotionaler Musik auf Bild-Niveau...
Es tut mir ja leid, dass Ihre wwf-Organisation im Handeln das Gegenteil tut als es verspricht. Wenn ich das jahrelang unterstützt hätte, würde ich das wahrscheinlich auch nicht glauben wollen und hier das Forum mit 100 Gegenposts zuspammen... so sind wir nunmal

Viele Grüße und tapfer bleiben !

Eben nicht. Denn dort sind auch die Zahlen prüfbar, die die Finanzen zeigen. Und die Zahlen werden jedes Jahr unabhängig vom WWF geprüft - Stiftung eben.

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Peet89 23.06.2011, 21:10
37. .

Zitat von raetselfreund
Genau! Und weil die ARD nur auf die Quote schielt haben sie diese Reportage auch zur besten Sendezeit gebracht! Da haben bestimmt 30.000.000 Menschen vorm Fernseher gesessen
Fakt ist einfach, dass sich solche Geschichten besser verkaufen lassen. Ob sie stimmen oder nicht.

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Jochen Binikowski 23.06.2011, 21:13
38. x

Ich habe mich eben auf der wwf.de Seite umgeschaut. Dort konnte ich z.B. nirgends lesen, dass der wwf für ein generelles Importverbot von Agrarprodukten aus abgeholzten Regenwäldern oder GMO-Produkten eintritt. Würden die Industrieländer das einführen würden auch keine Wälder mehr abgeholzt und gigantische Agrarflächen durch den Dauereinsatz von Roundup nachhaltig ruiniert.

Ohne GMO-Saatgut würde sich der Sojaanbau in Südamerika vermutlich nicht lohnen. Das Protein kann zum großen Teil auch in unseren Breiten als zweite Ernte produziert werden, nur wird dann der Liter Milch einen halben Cent teurer. Es geht also ausschließlich um die Profite der Saatgut-, Düngemittel- und Chemieindustrie und der Sojabarone.

Die Strategie, mit Firmen wie Monsanto oder Nestle zu verhandeln, halte ich in etwa für so erfolgversprechend als wenn man Löwen durch gutes zureden zu Vegetariern konvertieren wollte.

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lpino 23.06.2011, 21:18
39. WWF moralisch am Ende.

Zunächst einmal bin ich froh darüber, dass sich noch Menschen die Mühe machen, Reportagen in einem schwierigen und gefährlichen Umfeld zu gestalten. Wie sonst könnte man sich über solche Dinge informieren.

Nach vielen Jahren der Unterstützung für den WWF habe ich mich nach der ARD Sendung entschlossen, keine weiteren Zahlungen an den WWF mehr zu leisten.

Selbst falls Wilfried Huismann den Boden der objektiven Berichterstattung in Teilen des Reports verlassen haben sollte, so sind die Anschuldigungen derart schwerwiegend und fundamental, dass nur ein einziger Schluss daraus gezogen werden kann:

Keine Spenden mehr für den WWF.

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