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Vorwürfe gegen Klimaforscher: Der Weltverbesserer-Wahn, Teil 2
Corbis

Der Klimawandel polarisiert: Die einen neigen zur Hysterie, andere zur Verharmlosung. Nun berichten zwei Insider eine neue Variante - Kartelle, Seilschaften und Feldschlachten stürzen die Umweltforschung in eine Vertrauenskrise.

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platten 17.03.2013, 10:52
60. Y2k

Zitat von reuanmuc
Kleine Unternehmen hatten in den 70ern nicht genug Geld (mehrere millionen DM), Computer zu beschaffen. Ab den 80ern war das Millenium abzusehen und man hatte genügend Arbeitsspeicher, um auch vierstellige Jahreszahlen zu speichern und mit vierstelligen Jahreszahlen zu rechnen. Die großen Banken und Versicherungen haben viel Geld investiert, um ihre Altanlagen auf mögliche Probleme zu überprüfen, bzw. haben noch vorher auf neuere Software umgestellt.
Es gibt eine Tabellenkalkulation, die auch noch mit ihrer Version des Jahres 1998 Y2K nicht konnte.

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platten 17.03.2013, 12:29
61. Warum zensiert

Zitat von günter1934
Er hält also Vorlesungen über die wirtschaftlichen Aspekte des Klimawandel, nicht über die wissenschaftlichen. Das heisst, er verlässt sich darauf, welche Prophezeiungen ihm sein Kollege Schellnhuber zuflüstert. So nach dem Motto: Spanien wird nicht zu halten sein. Übrigens könnte auch ein Erziehungswissenschaftler oder Psychologe eine Vorlesung halten mit dem Thema: "Folgen der Indoktrinierung der Kinder im Kindergarten mit Klimawandelthemen."
Einmal schreiben sie, er würde im "Saustall" PIK aufräumn, dann wieder er wäre denen hörig.
Was denn nun?
Trauen Sie einem Professor nicht zu, selbst zu denken?

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günter1934 17.03.2013, 20:38
62.

Zitat von platten
Einmal schreiben sie, er würde im "Saustall" PIK aufräumn, dann wieder er wäre denen hörig. Was denn nun? Trauen Sie einem Professor nicht zu, selbst zu denken?
Das ist ja das Problem. Selbst denken können die alle.
Aber wenn Prof. Edenhofer eine Vorlesung über die Ökonomie des Klimawandels hält, weiss er sicher sehr gut über den ökonomischen Teil Bescheid, über den wissenschaflichen muss er sich von seinem Kollegen aufklären lassen.
Und um den "Saustall" PIK aufzuräumen, bedarf es keiner Vorlesungen, da wird es sicher viele intime Gespräche geben, von denen nichts nach aussen dringt.

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kampmannpeine 24.03.2013, 17:35
63. Schöner Artikel ...

Herr Bojanowski, ich verfolge schon seit längerem Ihre Artikel hier bei SPON ... Sie gefallen mir sämtlich, gehen Sie doch sachlich vor und gleichzeitig legen Sie die Finger auf die vielen offenen Wunden, die diese Diskussion (ich meine das Thema "Klimawandel" insgesamt) besitzt.

Mir fehlt ganz erheblich - und ich hoffe, das Buch von HvS und WK trágt dazu bei - eine faire Streitkultur, die ja durchaus gelernt werden könnte bei den Soziologen und Psychiatern ... Es gibt da einen schönen Begriff in diesem Zusammenhang:

"Die niederlagenlose Konfliktbewältigung"

dieses Wort muss man sich auf der Zunge zergehen lassen.

Interessant ist auch eine meines Erachtens neue Forschungsrichtung: "Geoethik", die jetzt u.a. auch von der EGU auf ihrer diesjährigen Tagung in Wien vertreten sein wird (EGU2013 - Home).

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rkinfo 05.05.2013, 13:03
64. Onkel Arrhenius hatte es leichter - und sie erwärmt sich doch

Als anno 1895 der Treibhauseffekt vom Genie Arrhenius entdeckt wurde sah er sogar nur die Vorteile eines wärmeren Skandinavien.
Die ungeheure Vielfalt heutiger Klimamodelle und kurzzeitiger Temperaturdaten macht die Sache komplexer. Und wenn die Sahara glüht gibts nicht mal passende Baumringe. Arrhenius wurde seit über 100 Jahren nicht widerlegt womit sein Modell PI mal Daumen auch gilt sie erwärmt sich doch bei mehr CO2 in der Atmosphäre was definitiv erfolgt. Wieso sind da heutige Klimaforscher zu verurteilen die nur ein 100 Jahre altes Basisdesign verfeinern ?

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günter1934 05.05.2013, 18:17
65.

Zitat von rkinfo
Als anno 1895 der Treibhauseffekt vom Genie Arrhenius entdeckt wurde sah er sogar nur die Vorteile eines wärmeren Skandinavien. Die ungeheure Vielfalt heutiger Klimamodelle und kurzzeitiger Temperaturdaten macht die Sache komplexer. Und wenn die Sahara glüht gibts nicht mal passende Baumringe. Arrhenius wurde seit über 100 Jahren nicht widerlegt womit sein Modell PI mal Daumen auch gilt sie erwärmt sich doch bei mehr CO2 in der Atmosphäre was definitiv erfolgt. Wieso sind da heutige Klimaforscher zu verurteilen die nur ein 100 Jahre altes Basisdesign verfeinern ?
Ihr Onkel Arrhenius hatte natürlich mit der Postulierung des Treibhauseffektes von CO2 recht. Obwohl er sich das damals ganz anders vorgestellt hatte.
Das grosse Rätsel ist doch schlicht und ergreifend, - wieso wurde es in den letzen 2.000 Jahren wärmer und wieder kälter bei praktisch gleichbleibendem CO2 Gehalt?
Seit der kleinen Eiszeit wurde es in der ersten Hälfte des 20. Jahrhundert kräftig wärmer, obwohl der CO2-Ausstoss nur ein Bruchteil des heutigen war.
Seit 1998 wird es nicht mehr wärmer, obwohl der CO2-Ausstoss exponentiell steigt.
Könnte es vielleicht sein, dass das CO2 nur einen kleinen Anteil von 0,1°C hat und für den grossen Rest ganz andere Ursachen zuständig sind? Vielleicht, dass die Ursachen, die für die kleine Eiszeit verantwortlich waren, nicht mehr vorhanden sind?

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