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Wärmedämmung: Forscher wollen Styropor-Müllproblem lösen
DPA

Durch alte Wärmedämmplatten werden mehrere 10.000 Tonnen Styropor-Abfall pro Jahr anfallen. Fraunhofer-Forscher haben jetzt ein Verfahren entwickelt, um den Kunststoff zu recyclen

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tecdetai 20.12.2018, 11:13
20. ow

Zitat von kayakclc
Das Problem solcher SPON Artikel ist, dass sie nicht die wichtigen Fakten zusammentrage und sich in blumigen nicht quantifizierbaren Aussagen ergehen. Es wäre wünschenswert, wenn man einmal die Erdölmenge benennt, die pro Kubikmeter Styrpor verbraucht wird, und dieses dann gegenrechnet mit der Energieesparnis eines Hauses, dass in den 60er oder 70 jahren gebaut wurde. Man findet, dass 1m3 Styropor ca 50l Öl in der Herstellung kostet. Bei unserem Haus (1968) sparen wir durch die Dämmung ca 4500L Öl pro Jahr im Vergleich zum vorheringen ungedämmten Zustand. Das aufgebrachte Dämmmaterial einschließlich Dachgeschiossdämmung kostete grob 5000l Öl. D.h schon nach zwei Jahren ist der Ölaufwand durch den senkten Energieverbrauch bei uns völlig reingespart. In Deutschland wird leider zu wenig Mathematik gelehrt, so dass anscheindend die meisten Leute überfordert sind, einmal kurz die Bilanz nachzurechnen. Dabei reicht Dreisatz aus der 4 Klasse.
sie sparen 4500l Öl im Jahr ein durch Dämmung?
Was war den vorher ihr Ölverbrauch?
Oder wie groß ist ihr Gemäuer?
Nach kurzem überschlagen ihrer angaben komme ich bei der angebenen Öl/Dämmstoffmenge auf 500 m² bei 200mm Dämmstärke (Gestz.min. Vorgabe) ohne Dach, dürfte danch ungefähr einem 6 Familienhaus entsprechen (alles nur geschätzt)
Das heißt ein mittlerer Verbrauchswert von 24000 l/Öl/Jahr heißt eine Ersparniss von 18,75% /Jahr.
Ist eher unwahrscheinlich selbst bei einem Sommer wie dieses Jahr.
Zu dem isst ihr Rechenmodel eher unrichtig weil sie
A. die Erstellungskosten unterschlagen und
B. Instandhaltung und Entsorgung nicht mit einbeziehen
in ihre Rechnung.
Nur den Ölverbrauch anzugeben ist arg Einseitig.

Mag in ihrem Fall für die 4 Klasse gereicht haben aber das war es dann auch.

tec

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quark2@mailinator.com 20.12.2018, 11:20
21.

Eine gute Nachricht. Aber es fehlt der 2. Teil. Nämlich die Frage, wie es in den 90ern möglich war, im Namen des Umweltschutzes die Plastifizierung der deutschen Fasaden überhaupt erst zu erzwingen. Auch damals gab es nicht-brennbare und plastikfreie Alternativen (sog. Steinwolle). Wie war es möglich, daß es überhaupt erlaubt wurde, diese gigantische Menge Müll an unsere Häuser zu pappen ? Wieso muß niemand dafür in den Knast, sich der Lobbyarbeit gebeugt zu haben ? Ich stelle diese Fragen, weil auch in Zukunft eine Vermeidung von Problemen wichtiger ist, als diese hinterher mühsam zu lösen. Und ich fürchte, solange eine Frau Merkel Bundeskanzlerin werden kann, NACHDEM sie als Umweltministerin das unsortierte Abkippen von Atommüllfässern in einen nicht voll aufgeklärten Bergbau erlaubt hat (gegen Expertenrat), solange werden wir hier solchen Ärger immer wieder bekommen. Es gilt, Politiker endlich zur Verantwortung zu ziehen für den Mist, den sie machen.

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zia-zaruba 20.12.2018, 11:29
22. @Cephalotus

Das Styropor ist SEHR verdichtet und läßt sich nicht pressen. Sie meinen vielleicht Glaswolle ?

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kuhndi 20.12.2018, 11:32
23. Immer dieselbe Leider

Dass viel mehr Erdöl direkt verbrannt wird in Autos, Fugzeugen und Heizungen kein Wort. Aber Mobilität muss sein. Und was soll diese unfachmännische Aussage: durch die verbrennung wird die Bromverbindung zerstört. Fensterplatz im Chemieunterricht? Es entsteht natürlich einfach eine andere Bromverbindung, vermutlich Bromwasserstoff.

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varg|veum 20.12.2018, 11:33
24. rechnen ist super, aber

solange die tragende Konstruktion, in der Regel das Mauerwerk, trocken ist, gelten alle Berechnungen. Wenn aber der Putz, die Steine die Feuchtigkeit aus der Luft aufnehmen, speichern und der Dampfdruck diese Richtung Grenze Mauerwerk|Dämmung schiebt, dann ist Ende mit jeglicher Berechnung. Ein WDVS aus Polystyrol atmet eher gar nicht, kann die Feuchtigkeit nicht nach außen abgeben. Ein feuchtes Mauerwerk dämmt ziemlich mies und um eine behagliche Innentemperatur zu erreichen muss mehr Energie eingebracht werden

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quark2@mailinator.com 20.12.2018, 11:39
25.

Zitat von kayakclc
Das Problem solcher SPON Artikel ist, dass sie nicht die wichtigen Fakten zusammentrage und sich in blumigen nicht quantifizierbaren Aussagen ergehen. Es wäre wünschenswert, wenn man einmal die Erdölmenge benennt, die pro Kubikmeter Styrpor verbraucht wird, und dieses dann gegenrechnet mit der Energieesparnis eines Hauses, dass in den 60er oder 70 jahren gebaut wurde. Man findet, dass 1m3 Styropor ca 50l Öl in der Herstellung kostet. Bei unserem Haus (1968) sparen wir durch die Dämmung ca 4500L Öl pro Jahr im Vergleich zum vorheringen ungedämmten Zustand. Das aufgebrachte Dämmmaterial einschließlich Dachgeschiossdämmung kostete grob 5000l Öl. D.h schon nach zwei Jahren ist der Ölaufwand durch den senkten Energieverbrauch bei uns völlig reingespart. In Deutschland wird leider zu wenig Mathematik gelehrt, so dass anscheindend die meisten Leute überfordert sind, einmal kurz die Bilanz nachzurechnen. Dabei reicht Dreisatz aus der 4 Klasse.
Kein Mensch hat was gegen die Dämmung vor Uralthäusern (und das ist jetzt absolut nicht abwertend gemeint). Allerdings wäre es natürlich besser gewesen, Styropor eben nicht zuzulassen, sondern von Beginn an Steinwolle zu erfordern. Was allerdings eher ein Problem ist, ist die Dämmung relativ moderner Häuser, z.B. von Wohnscheiben, etc. Aber ich stimme Ihnen 100% zu und habe das selbst schon oft kritisiert - die Artikel sind oft ohne die nötigen Fakten, geschweige denn Formeln. Da entsinne ich mich an Zeiten, als es normal war, chemische Zusammensetzungen etc. mit anzugeben, damit der geneigte Leser mitdenken konnte, statt sich nur indoktrinieren zu lassen. Es gab auch mal eine Trennung zwischen journalistischem Faktenbericht und dessen Interpretation. Gut, daß man hier im Forum oft interessante Gedanken etc. findet.

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zia-zaruba 20.12.2018, 11:44
26. @Cephalotus

Das Styropor ist SEHR verdichtet und läßt sich nicht pressen. Sie meinen vielleicht Glaswolle ?

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ludwig49 20.12.2018, 11:46
27. Wenn in Deutschland...

...eine Maßnahme ergriffen wird um Kosten einzusparen, dann kostet es zunächst etwas. Die Gewinner sind vorerst die Hersteller und Verarbeiter entsprechender Produkte. Ob der Endverbraucher letztlich tatsächlich
Einsparungen verbuchen kann, ist derzeit äußerst fraglich wenn es dann um die Entsorgung geht. Einst waren beispielsweise Speicheröfen eine von der Politik und den Versorgern favorisierte Heizmethode. Das böse Erwachen kam dann schneller als gedacht !

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permissiveactionlink 20.12.2018, 11:54
28. #23, kuhndi

Was soll an dieser Feststellung unfachmännisch sein ? Die organische Verbindung HBCD(D), Hexabromcyclododecan, die sich im Tierversuch als schädigend in der Embryonal- und Säuglingsentwicklung gezeigt hat (teratogen ?), und sich in der Natur anreichert, da schwer abbbaubar, wird in jeder Müllverbrennungsanlage zerstört. Dass dabei Bromwasserstoff entsteht, ist naheliegend, aber dieser Halogenwasserstoff stellt keine ernstzunehmende Gefahr dar : In Wasser dissoziiert liegen dann H+ und Br- Ionen vor. Letztere nehmen wir regelmäßig auf natürliche Weise mit der Nahrung auf.

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kalsu 20.12.2018, 12:09
29.

Würde man mal alles zusammentragen, was in Zusammenhang mit der Dämmung von Gebäuden durch erdölhaltige Produkte so alles an Kosten anfällt und wie viel Energie vom Rohöl bis zur Entsorgung oder Recycling verbraucht wird, käme man vermutlich zu dem Ergebnis, dass das alles völliger Unsinn ist. Da wird vermutlich mehr Öl an die Fassade gepappt als man während der Nutzungsdauer einsparen kann.

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