Forum: Wissenschaft
Wald pflanzen für den Klimaschutz?

Das Problem ist global. Doch was kann jeder einzelne tun?

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Herbert Schmitz 14.11.2006, 15:24
1.

- Weniger Auto fahren
- Spritsparende Autos kaufen
- Parteien wählen für die das Wort "Umweltschutz" mehr ist als nur ein Alibiwort
- Haus/Wohnung dämmen
- Weniger Heizen, effizientere Heizung kaufen
- Weniger Wasser verbrauchen
- Lokal erzeugt Produkte kaufen
- Weniger und kürzere Strecken fliegen
- Solaranlage auf das Dach
- Öfter mal Bahn statt Auto
- Fahrgemeinschaften bilden
- Ökologisch und nachhaltig erzeugte Produkte kaufen
- Weniger Strom verbrauchen (z.B. Standby)
- Zu einem Ökostromanbieter wechseln
- Ökologisch sinnvolle Reinigungsmittel verwenden
- Pfandflaschen kaufen
- keine Getränke in Dosen kaufen
- Stromfresser im Haushalt identifizieren und beseitigen
- usw.

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frittes 14.11.2006, 15:27
2. Verantwortungsvolles Denken & Handeln ist JETZT angesagt ...

... denn in einer lebensfeindlichen - weil zerstörten - Natur ist das ganze zusammengeraffte Geld keinen einzigen Pfifferling mehr wert.
Der Mensch - so wird er nicht müde, von sich selbst zu behaupten - ist (angeblich) mit Verstand "gesegnet".
Wenn man aber seine zielstrebigen Bemühungen betrachtet, diese seine Welt aus lauter Geldgier spätestens für seine Urenkel nur mehr beschränkt bewohnbar zu machen (Endziel: unbewohnbarer Planet), dann darf ruhig an dieser seiner Behauptung ernsthaft gezweifelt werden.
Die größte Umweltzerstörer-/-verschmutzer-Nation (auf der westlichen Halbkugel) bekommt jetzt ernstliche Konkurrenz von der Einwohner-stärksten Nation (auf der östlichen Hemisphäre): Diese beiden Länder tragen mit weitem Vorsprung zum derzeitigen "status quo" bei, bei dem absolut keine Rücksicht auf nachkommende Generationen genommen wird: Eine unbeschränkte, unstillbare und unbezähmbare Geldgier vernebelt den "gesunden Menschen"verstand (so vorhhanden) der Verantwortlichen und macht sie blind sogar für die Probleme ihrer eigenen Nachkommen - "Future happens NOW" ist das Motto der Verantwortlichen, und Geld, Geld, Geld verdienen ... auf Kosten eben dieser Umwelt, aller Spätfolgen zum Trotz.
Was wollen wir also in Mittel-Europa ein paar Bäumchen pflanzen, wenn wir in unserer - halbwegs! - noch intakten Umwelt nicht einmal selbst bereit sind, ein paar Kilometerchen zu Fuß oder mit dem Fahrrad zurück zu legen, wenn solche dem Geld unbedingt hörigen Politiker allen Ernstes Bio-Diesel mit dem vollen Mineralöl-Steuersatz belegen wollen (Verzeihung, meine verantwortlichen Damen und Herren Politiker in Berlin: Blöder geht's ja wohl wirklich nimmer!), wenn Technologie-Anwendungen für erneuerbare natürliche Energie-Erzeugung immer noch um Hausecken teurer kommen als die eingelaufenen Systeme aus fossilen Brennstoffen ... dann gehört wohl mehr dazu, als unsere schon beinahe zu-asphaltierte/zu-betonierte Heimat wieder mit ein paar Bäumen aufzuforsten.
Leider ist der Zweck klar durchschaubar: Die Steuer auf fossile Brennstoffe schwemmt immer noch viel zu viel Geld in die Taschen der Politiker (auch privat, siehe G. Schröder), als dass konsequent auf den Ausstieg dieser Energieträger verzichtet werden will (man könnte es zwar sehr wohl ... aber das ist im Augenblick alles eine Frage des - momentanen - Geldes!)
Wälder aufforsten: JA! Das kann aber nur ein winziger Anfang sein, das Problem schnellstens [b]richtig und gründlich[/] anzupacken!

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Byrne 14.11.2006, 15:35
3. Apfelbäumchen?


Das schöne an den Bäumen ist ja, dass die sich von selbst vermehren, wenn wir Menschen oder die Tiere (die bösen Rehe z.B.) die nur lassen;-)
Anders sähe es aus, wenn große CO2-Emmitenten zum Ausgleich nicht nur ein Bäumchen Pflanzen, sondern ganze Wälder anlegen würden. Nur ist das gar nicht so einfach, wie sich das so mancher vorstellt. Und ob dies zu einem nennenswerten Rückgang des CO2 in der Luft führen würde, ist auch nicht so sicher.

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Cespenar 14.11.2006, 15:58
4. Energie sparen

Das ein ausreichender Waldbestand als "grüne Lunge" unsere Klimasünden vollständig kompensiert ist natürlich Unsinn. Wälder können dennoch sehr viel leisten und sind zudem die Lebensgrundlage für unzählige Lebewesen.
Um deren Lebensraum zu schützen ist es am besten darauf zu achten woher Holzprodukte (sei es Papier, die Inneneinrichtung oder eine Packung Streichhölzer) stammen
Von "saufen für den Regenwald" halte ich nichts, das ist mehr Marketing als der Wille wirklich etwas zu verändern

Am aller Effektivsten scheint mir immer noch das Energie sparen zu sein, und langfristig wären meiner Meinung nach nur die Solarenergie(sehr hoher Wirkungsgrad vorausgesetzt) und die Kernfusion wirkliche Problemlöser
Wenn wir es bis dahin geschafft haben ohne die Umwelt nachhaltig zu schädigen haben wir gute Chancen noch etwas länger auf der Erde zu verweilen
Wetten darauf würde ich allerdings nicht annehmen

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Svega 14.11.2006, 16:01
5.

Die Frage muss heißen: Was KANN jeder einzelne tun?

Fangen wir mal beim Auto an ....

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SaT 14.11.2006, 16:17
6. der weltweite CO2-Abbau geschieht vorrangig durch Phytoplankton

Der Wald spielt beim Klimaschutz eine geringere Rolle als vielfach angenommen – der weltweite CO2-Abbau geschieht vorrangig durch Phytoplankton in den Weltmeeren. Natürlich gibt es da auch einen Nutzen den die Wälder für den Menschen, vor allem für die Pharmacie, darstellen.
Wer aber jemals in einem primären Regenwald war, der versteht, dass der Wald, vor allem dann wenn es sich noch um einen echten Urwald handelt, einen Wert an sich darstellt welches für die Nachwelt zu schützen gilt. Anders als unsere Kulturwälder die schnell wieder aufgeforstet werden können sind Urwälder zumal wenn es sich um Regenwälder handelt äußerst komplexe Ökosysteme, die einmal zerstört Millionen von Jahren für ihre Regeneration brauchen.
Nun ist es leicht die Bevölkerung jener tropischen Ländern in denen die letzten Reste primärer Regenwälder immer weiter zurückgedrängt und durch Plantagen ersetzt werden zu verurteilen. Nur sollen wir dabei bedenken, dass gerade bei uns in Europa außer vielleicht in Skandinavien sämtliche Urwälder restlos vernichtet und nur an einigen Stellen durch Kulturwälder ersetzt wurden - welche aber niemals wirklich gesund und ähnlich erhaben sein können.
Man kann nur hoffen, dass die schnell anwachsenden Bevölkerungen in jenen tropischen Ländern aus unsern Fehlern lernen. In Malaysia sehe ich zumindestens für den kontinentalen Teil eine Hoffnung: nachdem dort der größte Teil bereits Ölpalmen- und Gummibaumplantagen zum Opfer gefallen ist, wird der verbliebe Rest wie beispielsweise der Nationalpark Tama Negara und einige Bergregenwälder geschützt. Auch wenn hier Profitdenken (Gewinn durch Tourismus) sicher eine gewisse Rolle spielt so habe ich doch den Eindruck, dass zumindestens ein Teil der dortigen Bevölkerung den wahren Wert des Waldes erkannt haben.

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Stephan Schildberg 14.11.2006, 16:30
7. Der einzelne kann

Zitat von sysop
Das Problem ist global. Doch was kann jeder einzelne tun?
Der einzelne:

* darauf achten und nachfragen, dass der eigene Betrieb nicht direkt oder indirekt beteiligt ist, wenn Verdacht besteht.

* beim Einkauf von Produkten generell hinterfragen, wie die Herstellung wohl aussieht.

* http://www.solar-papillon.com , http://www.solarkocher.ch/ oder ähnliche bei ihrer Arbeit unterstützen.

* im eigenen Viertel oder der Gemeinde Flächennutzungspläne mit eigenen Mitteln überprüfen.

* Brachflächen, besonders Wasserscheiden gemeinsam erwerben und aufforsten, damit uns das Wasser als Tau erhalten bleibt. In der Mittelmeerregion gibt es genug günstige Grundstücke um sofort damit beginnen zu können.

* verweise innerhalb solcher Meldungen nach Möglichkeit auf gut recherchierte Artikel.

Stephan Schildberg

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V.G.E. 14.11.2006, 18:03
8. "Wald pflanzen fuer den Klimaschutz?"

Zitat von sysop
Das Problem ist global. Doch was kann jeder einzelne tun?
Nun, da kann man es doch Martin Luther gleichtun, der gesagt hat:
"Und wenn ich wuesste, dass morgen die Welt unterginge, so wuerde ich doch heute mein Apfelbaeumchen pflanzen!"
Weltuntergang war ja bis jetzt noch nicht - aber ich habe in den letzten sechs Jahren neun Apfelbaeumchen gepflanzt.
Das hat neben all den Sparmassnahmen, die man selbstverstaendlich nicht ausser Acht lassen soll, auch den Vorteil, dass es im Herbst Aepfel gibt ...

Best wishes,
V.G.E.

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fritze meier 14.11.2006, 18:26
9. ja, endlich mal ne gute idee!

und dann noch schneemänner bauen gegen lawinengefahr, topfschlagen gegen fettsucht, zum pinkeln hinsetzen gegen jahrhundertflut, sockenstopfen gegen ozonloch, mund-zu-mund-beatmung gegen artensterben und betriebsfest gegen schraube locker. hurra!!

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