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Waldbrände und Klimaschutz: Drei Menschheitsfallen - und wie wir ihnen entkommen
Ueslei Marcelino/ REUTERS

Wenn man sich ansieht, was derzeit in Brasilien passiert, könnte man verzweifeln: Die brennenden Wälder zeigen, wie unfähig wir Menschen sind, uns selbst zu retten. Doch es gibt Hoffnung.

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joshuaschneebaum 25.08.2019, 15:19
1. Bravo für diesen Text!

Einfach nur ein Bravo für diesen Text!
Die Worte stehen da.

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salomon17 25.08.2019, 15:28
2. Richtig, und außerdem

... haben wir heute viele technische Möglichkeiten, die es uns erlauben würden, ohne große Einschränkung unseres Lebensstandards diese Probleme zu lösen. - Es kommt darauf an, was wir als Lebensstandard definieren. Da mir völlig klar ist, dass nicht alle 550 Millionen Europäer eine Kreuzfahrt machen sollten, tu ich es eben auch nicht. Ich verzichte nicht darauf, sondern lasse es einfach bleiben.

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zeroo_ 25.08.2019, 15:31
3. neue technische Möglichkeiten nutzen und Landverbauch reduzieren

Die Zerstörung des Regenwaldes ist nicht neu, sondern ein seit Jahrzehnen laufender Prozess. Tropenhölzer zu verwenden ist deswegen schon seit einiger Zeit ein Nogo. An der Landgewinnung für den Sojaanbau ist auch gerade Europa schuld und Deutschland im besonderen weil hier einiges an Fleisch produziert wird. Alles das ist nicht notwendig, denn statt Soja können auch Mehlwürmer verfüttert werden. Die brauchen keinen Platz und werden einfach übereinander gestapelt. Der landwirtschaftliche Flächenverbrauch ist also völliger Unsinn. Wenn statt Soja Mehlwürmer, die in den Niederlanden schon in Fabriken produziert werden, verwendet werden, könnte auf den Flächen wieder Wald entstehen und so etwas für das Klima getan werden. Soja als Futter anzubauen ist also eine total veralterte Technik. Längst bieten sich mit der Produktion von Mehlwürmen ganze andere wunderbare technische Möglichkeiten, die jetzt genutzt werden müssen, um das Klima zu verbessern.

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kohle+reibach 25.08.2019, 15:36
4. Nützt gar nichts

Früher fand ich Endzeitfilme immer so spannend, weil man sich die Szenarien nicht vorstellen konnte. Meistens spielte das ja nach einem Atomkrieg.
Die Welt ist nicht zu retten, es sei denn wir:

1) bauen die Überbevölkerung ab (kann sein, dass das die Natur selbst erledigt, siehe Ebola, Dengue o.ä.)
2) Wir schaffen Globalität und Mobilität ab, denn so wie wir es heute kennen, geht es nicht weiter.
3) Kein Raubbau an der Erde (Rohstoffe etc..)

Zusammengefasst müssten wir ein Leben leben, welches wir uns heute nicht mehr vorstellen könnten. Das wird nicht funktionieren, machen wir uns nix vor.

Deshalb lieber Party und der letzte macht das Licht aus.

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Gluehweintrinker 25.08.2019, 15:38
5. Zweifel am Erfolg sind weiterhin angebracht

Da, wie wir wissen. der menschliche Egoismus grenzenlos ist und quasi sogar über Leichen geht, habe ich große Zweifel, ob es gelingen kann, den Hebel in Richtung Nachhaltigkeit schnell genug umzulegen. Zu scheinbar wirksam sind die bekannten Funktionen des Selbstbetrugs von "ich trenne doch meinen Müll schon und nun soll ich noch auf die 8 Kurzflugreisen im Jahr verzichten?" Die Evolution hat des Erzielen des eigenen Vorteils offenbar unausrottbar ins Genom aller lebenden Wesen programmiert. Es ist quasi das BIOS unseres Betriebssystems. Diesen Quellcode zu ändern dürfte unmöglich sein. Allenfalls Vernunft könnte helfen, die aber basiert auf Bildung. Eine App also soll den BIOS austricksen. Ob das gelingen kann? Gesellschaftliche Programmierer sind gefragt. Und das schleunigst.

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camilli79 25.08.2019, 15:38
6. Demokratie ist dem Überlebenskampf nicht gewachsen

Überlebenskampf ist angeboren. Ohne ihn hätten wir nicht überlebt. Ohne ihn gäbe es nicht die besseren Ideen. Im Zusammenwirken mit Egoismus entsteht ungewollte Zerstörung. In China sind es die Manager, die absichtlich in China produzieren, weil sie die Umwelt dort nicht schonen müssen. In Brasilien und Malaysia sind es die einfachen meisten armen Menschen, die die Natur als einzige Chance sehen, sich ein Stück Glück zu ergattern, indem sie die Natur wegen mangelnder Bildung auf mittlere Sicht zerstören.. Die Waldrodungen im antiken Griechenland werden uns in der Schule als früher Umweltfrevel gelehrt. Aber das nur in der höheren Schule. Es ist also am Staat, allgemeingültige Erkenntnisse in gesetze zu formen und Frevler zu bestrafen. Auch Präsidenten können Frevler sein.

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freidenker! 25.08.2019, 15:40
7. Sehr guter Artikel " Note 1* "

Hier muß man den Spiegel loben. Ein ausgezeichneter Artikel der es verdient weltweit veröffentlicht zu werden, in jedem führenden Journal und jedem führenden Tagesblatt in jedem Land der Erde.

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b1964 25.08.2019, 15:40
8. Aber erst mal haben wir mit Trump und Co. zu tun!

Solange Leute vom Schlag eines Trump Länder führen, fehlt mir der Glaube, dass es zu konzertierten Aktionen der Staaten kommt. Altruismus ist eine Tugend, die multilaterales Handeln ermöglicht und fordert. Die Welt bewegt sich aber gegen den Trend. Und wieder einmal zeigt sich, dass Staatenbündnisse wie die EU als zwingend erweisen. Nur so lassen sich egoistische Partikularinteressen ausbremsen.

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CharlySmith 25.08.2019, 15:41
9. Das ist sicher alles richtig,

aber es nützt nicht viel, wenn "der eine oder andere Brasilianer ins Grübeln gebracht" wird. Da müssen erst noch viel mehr und viel schlimmere Katastrophen kommen, um viel mehr Menschen ins Grübeln zu bringen. Ich persönlich fürchte ja, dass es erst dann aufhören wird, wenn sämtliche CO2 erzeugende Ressourcen zur Neige gehen - das wird noch dauern und das werden die wenigsten der heute existierenden Menschen erleben.

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