Forum: Wissenschaft
Walschützer Paul Watson: 007 der Meere will weiterkämpfen

Er gehörte zu den Greenpeace-Mitgliedern der ersten Stunde - und fand die Organisation schon bald nicht mehr radikal genug: Der Kanadier Paul Watson kämpft mit militanten Mitteln für den Schutz der Wale. Nun muss seine Organisation einen dramatischen Zwischenfall in der Antarktis verkraften.

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Ursprung 06.01.2010, 18:34
1. Terror fuer Tierschutz?

Um es vorweg klarzustellen: die Japaner verstossen bewust und betruegerisch gegen internationale Abmachungen mit der verbotenen Toetung der Wale.
Das wiegt auch ethisch schwer, denn den Walen wird von manchen Biologen ein weiter entwickeltes Gehirn als bei Menschen zugeschrieben und ein hoeher entwickeltes Bewusstsein als das der Menschen nicht ausgeschlossen.
Alles dies duerfte den "forschenden" Stellen in Japan bekannt sein und das Verhalten ist deshalb umso perfider und kriminell.
Doch es geht nicht, dass selbsternannte Weltwasserpolizisten mit Mitteln einen "Krieg" anzetteln, die nach internationalem Seerecht ebenfalls kriminell sind. Wie z. B. absichtlich mit Stahltrossen irgendein Schiff manoevrierunfaehig zu machen.
Das sind Mitteln der Piraterie.
Und ist ebenso seerechtsillegal wie der auf den Bildern ziemlich offensichtliche Absichts-Rammstoss. Mit "nicht gesehen", einzige Verteidigungsmoeglichkeit, kann der Rammer nicht argumentieren, da seine Wasserwerfer sehr gezielt vor und nach dem Rammstoss auf den Gegner gerichtet bleiben, die Photos zeigen das.
Beider Verhalten gehoert vor ein Seegericht.
Leider haelt der Artikel die wichtige Frage zurueck, WER denn eigentlich die Rettung der Besatzungsmitglieder des gerammten Bootes organisiert hat.
Wieso ist denn auf hoher See ploetzlich ein Schlauchboot mit kostruktiv nur kurzer Aktionsreichweite vorhanden zur Rettung?
Kam das etwa von dem rammenden Schiff oder war es das der Tierschuetzer? Gingen die Geretteten an Bord ihres Feindes oder fanden sie ein anderes Schiff zu ihrer Aufnahme? Was hat der Rammer pflichtgemaess unternommen, um die Menschenleben zu retten?
Es fehlt 50 % eines einigermassen informierenden Artikels durch den Berichterstatter!

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descartes101 06.01.2010, 18:34
2. .

Zitat von sysop
Er gehörte zu den Greenpeace-Mitgliedern der ersten Stunde - und fand die Organisation schon bald nicht mehr radikal genug: Der Kanadier Paul Watson kämpft mit militanten Mitteln für den Schutz der Wale. Nun muss seine Organisation einen dramatischen Zwischenfall in der Antarktis verkraften.
Wenn Sea Shepherd verspricht, in Zukunft bewaffnete Unterseeboote zur Bekämpfung des Walfangs einzusetzen, bin ich der erste, der spendet. Anders als militant ist diesen Leuten nicht beizukommen. Ein Wal ist jedenfalls meiner Meinung nach mehr wert als ein Walfangschiff.

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Steff-for 06.01.2010, 18:44
3. Sehr gut!

Zitat von descartes101
Wenn Sea Shepherd verspricht, in Zukunft bewaffnete Unterseeboote zur Bekämpfung des Walfangs einzusetzen, bin ich der erste, der spendet. Anders als militant ist diesen Leuten nicht beizukommen. Ein Wal ist jedenfalls meiner Meinung nach mehr wert als ein Walfangschiff.
Thats it !!!
Bin ich auch dabei!

Steff

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puter70 06.01.2010, 18:56
4. Dank an den Meeres- 007

Alle Meere sind durch Verschmutzung und rücksichtslose Überfischung in einem katastrophalen Zustand. Wir haben es geschafft, dass dieses wunderbare, auch für uns lebensnotwendige Ökosystem vor dem Kollaps steht.
Wenn nicht sofort mit weltweiten, drastischen Schutzmaßnahmen begonnen wird, ist es für eine Rettung zu spät.-- Menschen wie Paul Watson versuchen mit ihren zwar spektakulären aber bescheidenen und im Grunde relativ wirkungslosen Kräften und Mitteln auf den kriminellen, verantwortungslosen, schädlichen und dummen Umgang mit der Meeresfauna hinzuweisen und tun dies in besonders anerkennenden Weise für die vom Aussterben bedrohten Wale.
Sie verdienen unseren Respekt, Dank und Anerkennung für ihren beispielgebenden Einsatz!!

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Osis 06.01.2010, 19:00
5. blub

Zitat von descartes101
Wenn Sea Shepherd verspricht, in Zukunft bewaffnete Unterseeboote zur Bekämpfung des Walfangs einzusetzen, bin ich der erste, der spendet. Anders als militant ist diesen Leuten nicht beizukommen. Ein Wal ist jedenfalls meiner Meinung nach mehr wert als ein Walfangschiff.
Jop. Das Vorgehen der Fänger ist kriminell. Und die Politik schweigt.

Ein versenktes boot lässt sich verschmerzen, der Verlust für den Genpool der Wale nicht.

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marypastor 06.01.2010, 19:31
6. Wale

Zitat von descartes101
Wenn Sea Shepherd verspricht, in Zukunft bewaffnete Unterseeboote zur Bekämpfung des Walfangs einzusetzen, bin ich der erste, der spendet. Anders als militant ist diesen Leuten nicht beizukommen. Ein Wal ist jedenfalls meiner Meinung nach mehr wert als ein Walfangschiff.
Bin auch dabei. Japaner sind brutal, wenn es um Geschaefte geht und reagieren erst, wenn man ihnen mit gleichen Methoden entgegen tritt. Auf der anderen Seite sieht es aber auch nach viel Korruption im Zusammenhang mit der Walfangkommission aus. Hier geht es um sehr viel Geld und nicht um Wissenschaft und Forschung.

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Ursprung 06.01.2010, 19:35
7. Die alten Dilemma

Soll kriminelles Politikerverhalten (hier die Japaner) mit kriminellen Methoden (aus der Pirateriehistorie) bekaempft werden duerfen?
Sind wirklich alle anderen denkbaren Mittel schon ausgescheopft, z. b. per Sonartoene die Wale von den Fangschiffen fernzuhalten?
Sind die Tierschuetzer professionell genug?

Ein Studium der Videoaufnahme in Youtube weckt Zweifel: offenbar ist dem Schnellbootfuehrer beim "Manoever des letzten Augenblick" eine Fehleinschaetzung unterlaufen, die ihm das Boot kostete und das Leben seiner Crew geradezu GAU-maessig aufs Spiel setzte.
Die koennen nicht mit einem Schnellboot umgehen, also gehoeren sie gar nicht dahin!
Die Seerechtsverhandlung duerfte so ausgehen, dass der finanzielle Verlust der Yacht dem Bootsfuehrer anzulasten sein wird. Welch ein Dilettantismus!

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nobunaga 06.01.2010, 19:39
8. Intolerant

Zitat von sysop
Er gehörte zu den Greenpeace-Mitgliedern der ersten Stunde - und fand die Organisation schon bald nicht mehr radikal genug: Der Kanadier Paul Watson kämpft mit militanten Mitteln für den Schutz der Wale. Nun muss seine Organisation einen dramatischen Zwischenfall in der Antarktis verkraften.
Engstirnig, selbstgerecht, intolerant, das fällt mir zu Herrn Watson und seinesgleichen ein. Wer gibt diesen Leuten das Recht zu entscheiden welche Tiere gejagt werden dürfen und welche nicht? Wie kommen wir hier im Westen dazu anderen Kulturen vorzuschreiben was sie zu tun und was sie zu lassen haben?

Bei nüchterner Betrachtung bleibt festzuhalten das es keinen Grund gibt Walarten, die nicht vom Aussterben bedroht sind, nicht jagen zu dürfen. Das sind schließlich Tiere wie alle anderen auch, die der Mensch nun einmal auf seiner Speisekarte hat.

Und wo wir schon mal dabei sind: Wer hat die Wale denn fast bis zur völligen Ausrottung gejagt? Das waren unsere Vorfahren in den USA und Europa. Schön scheinheilig den Japanern, die mit ihrem sehr eingeschränkten Walfang keine Arten bedrohen, jetzt den Walfang vorzuwerfen, den wir so lange uns so rücksichtslos betrieben haben.

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joesaar 06.01.2010, 19:39
9. ???

Zitat von Ursprung
Um es vorweg klarzustellen: die Japaner verstossen bewust und betruegerisch gegen internationale Abmachungen mit der verbotenen Toetung der Wale. Das wiegt auch ethisch schwer, denn den Walen wird von manchen Biologen ein weiter entwickeltes Gehirn als bei Menschen zugeschrieben und ein hoeher entwickeltes Bewusstsein als das der Menschen nicht ausgeschlossen. Alles dies duerfte den "forschenden" Stellen in Japan bekannt sein und das Verhalten ist deshalb umso perfider und kriminell. Doch es geht nicht, dass selbsternannte Weltwasserpolizisten mit Mitteln einen "Krieg" anzetteln, die nach internationalem Seerecht ebenfalls kriminell sind. Wie z. B. absichtlich mit Stahltrossen irgendein Schiff manoevrierunfaehig zu machen. Das sind Mitteln der Piraterie. Und ist ebenso seerechtsillegal wie der auf den Bildern ziemlich offensichtliche Absichts-Rammstoss. Mit "nicht gesehen", einzige Verteidigungsmoeglichkeit, kann der Rammer nicht argumentieren, da seine Wasserwerfer sehr gezielt vor und nach dem Rammstoss auf den Gegner gerichtet bleiben, die Photos zeigen das. Beider Verhalten gehoert vor ein Seegericht. Leider haelt der Artikel die wichtige Frage zurueck, WER denn eigentlich die Rettung der Besatzungsmitglieder des gerammten Bootes organisiert hat. Wieso ist denn auf hoher See ploetzlich ein Schlauchboot mit kostruktiv nur kurzer Aktionsreichweite vorhanden zur Rettung? Kam das etwa von dem rammenden Schiff oder war es das der Tierschuetzer? Gingen die Geretteten an Bord ihres Feindes oder fanden sie ein anderes Schiff zu ihrer Aufnahme? Was hat der Rammer pflichtgemaess unternommen, um die Menschenleben zu retten? Es fehlt 50 % eines einigermassen informierenden Artikels durch den Berichterstatter!
Was heisst hier KRIMINELL? Japan handelt innerhalb des erlaubten. Ausserdem was heisst hier "Rammen"? Wenn ein Fahrzeug direkt vor einen Fahrzeug hält, kann ja nicht sofort halten. Ein Schiff braucht wesentlich länger zur Kurskorrektur, geschweige denn zu halten.

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