Forum: Wissenschaft
Warum gibt es nur so wenige weibliche Mathe-Genies?

Der sogenannte Nobelpreis der Mathematik, die Fields-Medaille, wurde bisher ausschließlich an Männer verliehen. Auch bei den Internationalen Mathematikolympiaden sind Frauen in der Minderheit. Überfordert komplizierte Algebra etwa das weibliche Gehirn?

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DJ Doena 16.06.2009, 12:22
1.

Mathematik ist sehr theoretischer Natur, die manchmal auch gar keinen praktischen Nutzen hat, sondern nur um ihrer Selbst willen existiert.

Die weiblich-rationale Sichtweise sieht keinen Nutzen darin, sich damit zu beschäftigen. Für viele Männer hat Mathematik mit (Zahlen)spielerei angefangen oder ist es immer noch. Spätestens wenn Mädchen zu Frauen werden verschließt sich aber den meisten das Konzept (sinnloser) Spielerei, alles muss irgendwie sinnvoll und/oder ernsthaft sein.

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LouisWu 16.06.2009, 12:31
2.

Zitat von sysop
Der sogenannte Nobelpreis der Mathematik, die Fields-Medaille, wurde bisher ausschließlich an Männer verliehen. Auch bei den Internationalen Mathematikolympiaden sind Frauen in der Minderheit. Überfordert komplizierte Algebra etwa das weibliche Gehirn?
Nach aktuellem Gender-Paradigma sind Frauen multitaskende, gewaltfreie und geradezu übermächtige Geschöpfe.
Laßt uns Männern doch wenigstens eine Sache, die wir besser können. Bittää!!

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jstm 16.06.2009, 12:38
3.

Zitat von sysop
Der sogenannte Nobelpreis der Mathematik, die Fields-Medaille, wurde bisher ausschließlich an Männer verliehen. Auch bei den Internationalen Mathematikolympiaden sind Frauen in der Minderheit. Überfordert komplizierte Algebra etwa das weibliche Gehirn?
Zunächst einmal, lieber Sysop, die Mathematik, für die heutzutage die Fields-Medaille vergeben wird, hat mit "komplizierter Algebra" nichts zu tun.

Um in der modernen Mathematik erfolgreich zu sein, ist ein gewisses Maß an spielerischer Phantasie erforderlich. Frauen scheinen in dieser Hinsicht einfach anders zu sein: sie denken im allgemeinen weitaus zielgerichteter. In Gebieten wie Mathematik führt dies dann zu geringerer Kreativität. Analoges gilt auch für die Komposition von Musikstücken, auch hier sind Frauen seit jeher unterrepräsentiert.

Frauen haben eben auf anderen Gebieten ihre Stärken. Und dies ist auch entwicklungsgeschichtlich sinnvoll. Die kombinierten Leistungen von Männern und Frauen können so ein breiteres Spektrum überdecken, als wenn beide einfach nur identisch wären.

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Roller 16.06.2009, 12:52
4.

Zitat von sysop
Der sogenannte Nobelpreis der Mathematik, die Fields-Medaille, wurde bisher ausschließlich an Männer verliehen. Auch bei den Internationalen Mathematikolympiaden sind Frauen in der Minderheit. Überfordert komplizierte Algebra etwa das weibliche Gehirn?
Es gibt noch mehr Gebiete, wo Frauen anscheinend den Maennern unterlegen sind, wie z.B. beim Schachspielen, Komponieren und Kochen.
Gruss
Roller

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mavoe 16.06.2009, 13:27
6. Hmm

mir fällt da spontan Emmy Noether ein. Diese Dame hat der Physik erklärt wie aus physikalischen Invarianten Erhaltungssätze (Energie, Impuls, etc) folgen. Dies war ein enormer Erkenntnisgewinn in der Physik. Nicht die Masse, sondern die Klasse machts.

Grüße vom Physiker aus Berlin

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Onkel_Tom 16.06.2009, 14:08
7.

Zitat von DJ Doena
Spätestens wenn Mädchen zu Frauen werden verschließt sich aber den meisten das Konzept (sinnloser) Spielerei, alles muss irgendwie sinnvoll und/oder ernsthaft sein.
Die Sichtweise ist durchaus nachvollziehbar und könnte zumindest ein Teil der Erklärung sein.

Ein anderer Teil könnte aber auch in der unterschiedlichen Sozialisation von Mädchen und Jungen liegen. Das bezieht sich auf die gesamte Umwelt. Die Gesellschaft kann noch so gleichberechtigt sein, in vielen Köpfen machen Mädchen eben dies (zB mit Puppen spielen) und Jungs das (zB auf Bäume klettern oder Raufen).

Der Anteil weiblicher, deutscher Studentinnen im Fach Mathematik war dann auch denkbar gering. Der Gesamtanteil der Frauen war hingegen deutlich höher, als die meisten das wahrscheinlich erwarten würden, vor allem aufgrund osteuropäischer und asiatischer Studentinnen.

Vielleicht wirds in den nächsten 10 - 20 Jahren auch etwas mit einer weiblichen Mathe-"Nobelpreis"-Trägerin.

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90-grad 16.06.2009, 14:11
8.

Zitat von sysop
......Überfordert komplizierte Algebra etwa das weibliche Gehirn?
Offensichtlich ueberfordert das Stellen von etwas weniger polemischen und etwas intelligenteren Fragen auch andere Leute!

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Chance 16.06.2009, 14:22
9.

Zitat von DJ Doena
Spätestens wenn Mädchen zu Frauen werden verschließt sich aber den meisten das Konzept (sinnloser) Spielerei, alles muss irgendwie sinnvoll und/oder ernsthaft sein.
Oder zumindest kitschig und romantisch? Man gewinnt ab und zu schon den Eindruck, dass ein Großteil der Damen lieber darüber spricht was andere machen, als selbst etwas zu schaffen.^^

Aber mal im Ernst.
Es besteht eine Divergens zwischen der modernen, extrem theoretischen Mathematik und der reinen Datenabfrage unseres Schul- und Studiensystems.
Die Damenwelt hat sich, einigen Studien zu Folge, viel besser auf dieses System eingestellt und sich damit anscheinend im freien Denken limitiert.

Besten Gruß,
C

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