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Wasserknappheit in Kalifornien: Gouverneur ruft Dürre-Notstand aus
REUTERS

Kein Schnee, kein Regen, kein Ende der Dürre: In Kalifornien hat der Gouverneur erstmals Zwangsmaßnahmen zum Drosseln des Wasserverbrauchs von Städten und Gemeinden erlassen.

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Atheist_Crusader 01.04.2015, 22:53
1.

Und das wird nicht das letzten Mal bleiben.

Aber - ohne den Kaliforniern Böses zu wollen - ich finde es gut, dass das in den USA passiert. Die haben als einzige wirklich die Möglichkeit, etwas in Richtung Umweltbewusstsein und Umgang mit knappen Ressourcen zu bewegen. Selbst wenn es nur aus Gründen der Selbsterhaltung passiert.

Wenn es in China oder Argentinien oder Äthiopien passieren würde, dann wäre es viel leichter wegzusehen, viel leichter die ignorante "betrifft uns ja nicht, ist ja nicht unser Planet"-Karte zu spielen. Aber wenn es den Amis selbst an den Kragen geht, könnte vielleicht mal sowas wie ein Umdenken stattfinden. Die Welt retten ist ja nun wirklich nicht so wichtig, aber Amerika retten - das hat Priorität.

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Badischer Revoluzzer 01.04.2015, 22:54
2. In Europa und genauer

gesagt in Deutschland haben haben es die meisten begriffen, daß Resourcen endlich sind und daß wir uns entsprechen verhalten müssen. Die Amis haben den Schuß noch nicht gehört. Dort dreht sich alles um den Dollar und die maximale Ausbeutung. Bin gespannt wann sich dort etwas ändert.

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Banause_1971 01.04.2015, 23:10
3. Gibt es schon

einen Schuldigen für diese Dürre? Auf der anderen Seite des Äquators hat Brasilien ja auch gerade Probleme. Könnte es sein, das durch die Abholzung des Regenwaldes weniger Wasser verdunstet und durch die Luftbewegung in andere Regionen der Erde transportiert wird? Wobei,.. ne. Putin war's. Sanktionen müssen her.

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alternativloser_user 01.04.2015, 23:11
4. ...

Hat bestimmt nichts mit der Klimaerwärmung zu tun, die ja immernoch von vielen Amerikanern geleugnet wird ...

Wobei Kalifornien sogar noch ind er glücklichen Lage ist am Meer zu liegen. Da könnte man ja eigentlich mal ein paar Meerwasserentsalzungsanlagen bauen.
Auch in Hinblick auf eine trockene Zukunft ...

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observer2014 01.04.2015, 23:30
5. Alles wird gut

Wenn es in den Bergen der Sierra Nevada auch in diesem Winter kaum Schneefälle gegeben hat, werden die Kalifornier in der Tat noch etwas sparsamer mit dem Wasser umgehen müssen. Ich weiß nicht ob es Meerwasserentsalzungsanlagen entlang der kalifornischen Küste gibt. Wenn nicht könnte sich der Bau solcher Anlagen in wenigen Jahren als gewinnträchtiger neuer Geschäftszweig erweisen. Angeblich ist ja auch der Grundwasserspiegel in Kalifornien so weit gesunken, dass es mehrere Jahre dauern dürfte, bis er wieder ein akzeptables Niveau erreicht hat. In den USA gibt es genügend Geld um das Problem Wasserknappheit schnell, effektiv und nachhaltig in den Griff zu bekommen. Soviel Geld, dass sogar Kanäle bzw. Pipelines von den großen Seen oder von Alaska bis nach Kalifornien ruck zuck finanziert werden können. Bedingung ist allerdings, dass der Preis für Trinkwasser auch soweit steigt, dass sich die Investitionen auch rechnen und hohe Gewinne abwerfen.

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Jurx 01.04.2015, 23:36
6. Und wieviel Wasser müssen die Farmer einsparen?

Jetzt frage ich mich: Und wieviel Wasser müssen nun die Mandelfarmer in Kalifornien einsparen? Meines Wissens nach ist die Landwirtschaft in Kalifornien der Haupt-Wasserverbraucher, und durch die Wasserpumpen insbesondere zur großflächigen Bewässerung der Mandelplantagen ist das Absinken der Grundwasserspiegel hauptsächlich bedingt. Oder ist die Landwirtschaft vom Wassersparen immer noch ausgenommen - trotz Dürre-Notstands?

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Rotter 02.04.2015, 00:14
7. Das wäre doch 'mal 'ne Aufgabe...

für die berühmten Start-ups in Kalifornien, da könnten sie ein wirkliches Problem lösen und schauen, ob Investoren mit Mrd. Dollars Schlange stehen.
Aber ich denke, das ist nicht ihr Ding, ein Algorithmus reicht eben nicht für echte Probleme!

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Dieter62 02.04.2015, 00:30
8. Das meiste Wasser

in Kalifornien wird durch die Landwirtschaft verbraucht.Für zum Teil so überflüssige Produkte wie Heu, Avocados und Mandeln. Ueberflüssig, weil sie genausogut oder besser an anderer Stelle der USA, Nordamerikas oder der Welt angebaut werden könnten. Gras etwa gedeiht ohne Bewässerung oben in Wisconsin, Avocados könnten in Mexiko besser und billiger produziert werden (sind von dort) und wieso 90% der weltweiten Mandelernte aus der Wüste kommen müssen bleibt ein Geheimnis des Globalisierungswahns. Gerade in den USA finden sich noch gewaltige Landreserven, etwa in Alabama, dem östlichen Texas, Mississippi. Dort stehen heute endlose Kiefernwälder. Ein winziger Bruchteil davon könnte das trockene kalifornische Längstal locker ersetzen und es braucht keine Bewässerung, das Klima ist noch milder als in Kalifornien. Der Grund für die gutgehende Landwirtschaft in Kalifornien liegt eher darin, dass mexikanische Migranten dort fast umsonst schuften, das würde man sich im Süden der USA mit der ortsansässigen schwarzen Bevölkerung nie getrauen. Da ist es einfacher, den Colorado derart auszupressen, dass der Fluss das Meer nicht mehr erreicht und im Mündungsgebiet, der Golf von Kalifornien, der Salzgehalt ständig steigt, weil auch die Mexikaner punkto Bewässerung in Sonora und Sinaloa viel Tatkraft zeigen. Aber dort gibt es kaum fruchtbares Land. Verlierer ist das Meer und die dort lebende Tierwelt. Vom einstigen Fischreichtum und den Schwärmen der riesigen Garnelen ist kaum noch etwas übrig. Ich hatte 1989 noch das Glück, solche Garnelen zu essen, bereits 1996 musste man sehr viel Glück haben, diese noch zu bekommen. Heute gibt es nur noch Zucht, im Geschmack aber kein Vergleich und ebenfalls sehr süsswasserintensiv. Für Kalifornien besteht immerhin noch die Hoffnung, dass der Winter 2015-2016 dank El Niño gut ausfällt. In Mexiko bedeutet der aber meistens einen trockenen Sommer, schon jetzt gab es in Sonora bereits 40 Grad. Auch in Kalifornien war es bereits fast so heiss. Ein "richtig" ziehender Tropensturm oder Hurrikan im Herbst kann aber die Stauseen dort unten wieder auffüllen. Genau so gut kann sich das Phänomen über den Sommer auch wieder auflösen, was nach einem heissen trockenen Sommer einen ebensolchen Winter folgen lassen würde. Diese Region scheint weltweit eine davon zu sein, wo wärmeres Klima zu einer verbreiteten und anhaltenden Verminderung der sowieso schon geringen Niederschläge führt. Die Region um den nördlichen Golf von Kalifornien erwischt trotz ihrer Nähe zu einem warmen Meer lediglich 30-90 mm Jahresniederschlag

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gandhiforever 02.04.2015, 00:45
9. Zu wenig,

zu spaet.

Dass es in Kalifornien immer noch erlaubt ist (wenn auch reduziert), Gruenflaechen zu bewaessern, zeugt davon, dass man sich des Ernstes der Lage immer noch nicht so recht bewusst ist.

Die Fotos sind doch eindruecklich genug, denen braucht eigentlich nichts hinzugefuegt werden.

Irgendein Spinner wird sicher auch hier ein Zeichen eines Gottes sehen, eines Gottes, der mit den Menschen unzufrieden sein muss.

So braucht man sich nicht nur keine Gedanken zum Ernst der Lage zu machen, und, da man selbst natuerlich nicht Zielscheibe dieses Gottes ist, braucht man sich auch nicht an die vom Gouverneur verhaengten milden Zwangsmassnahmen zu halten.

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