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Wasserreinigung: Deutschlands Kampf gegen Chemie im Wasser
Ralf Hirschberger / DPA

Eine teure Kläranlagentechnik, die Chemie-Rückstände aus dem Wasser entfernt, steht bereit. Doch Kommunen, Betreiber und Experten streiten über den Nutzen - das Problem müsse an der Quelle angegangen werden, sagen Kritiker.

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laermgegner 26.03.2019, 10:33
10. Vermeindung ?

Wie widersprüchlich ist der Mensch und seine Bequemlichkeit !
Für unsere Spülmaschine nehmen wir TAbs, wenn es gibt das Sonderangebot ! Das diese Tabs ein großes Problem sind, wissen die wenigsten- Salze, Tenside usw. bekommt die Klärtechnik fast nicht raus.
Und wie gehen die Menschen mit all dem um ? Das KLo ist doch praktisch eine Mülltone geworden -

Und dann auf der anderen Seite, alles muß sauber sein ! Ich schmeiße eine Zigarettenkippe in ein m³ Wasser, weil sie weg ist. Toll, damit verunreinige ich aber einen ganzen m³ , weil er nich tmehr braucbar ist. Die Zigarettenkippe gleich richtig weg zu tun, dass ist schon immer die Stunde der Wahrheit gewesen - und dass ist keine Erkenntnis von jetzt ! Den Aufwand der gelösten Stoffe aus dem Wasser wieder zu ziehen ist fast unmöglich - aber beschreiht jetzt den Aufwand und fordert sauberes Wasser !

Eine Umweltverträglichkeit beginnt beim Produkt, aber dass will dieser Wettbewerb nicht wahr haben.

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taglöhner 26.03.2019, 10:34
11.

Zitat von arr68
gilt das Verursacherprinzip bei der Brunnenvergiftung. Wenn also jemand für sauberes Wasser bezahlen soll, dann der Verursacher. Analysiert die betreffenden Verbindungen, schaut welche Produkte diese enthalten und legt eine Strafsteuer darauf. Das Gleiche gilt für die Landwirtschaft. Wer Kacke produziert ist dafür verantwortlich. Natürlich ist mir klar, dass die Produkte dann teurer werden, aber nur so wird die Entwicklung von Verbindungen die eher zerfallen bzw nicht schädlich sind angeschoben.
Es geht hier nicht um die Brunnen sondern um das Abwasser.

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kumi-ori 26.03.2019, 10:34
12. Warum nicht beides?

Bei jedem Vorschlag, der zum Thema Umwelt- und Gesundheitsschutz aufkommt, machen diejenigen, die der Vorschlag betreffen würde reflexartig einen Alternativvorschlag, der darauf hinausläuft, das der Schwarze Peter bei jemand anderem ist. So verständlich dieses Floriansprinzip auch ist, bringt uns das kein bisschen weiter.

Es ist das Prinzip des freien Spiels der Märkte. Wenn ich mich darum kümmere, habe ich Aufwand und Kosten. Wenn ich meine Problemstoffe in den Fluss oder in den Wald entsorge oder das Klo runterspüle, habe ich keinen Aufwand, verdiene mehr Geld und die Probleme haben andere. Das nennt man soziale Marktwirtschaft.

Wenn ich ein Hersteller von Plastikspielzeug bin, werde ich vorschlagen, dass sich die Stadt doch einfach eine teurere Kläranlage kaufen soll, um meine Rückstände zu behandeln. Wenn ich der Stadtkämmerer bin, werde ich wünschen, dass der Spielzeughersteller seine Giftstoffe nicht einlässt.

Jeder fordert, dass Umwelt und Gesundheit in Deutschland vor allem billig sein muss, trotzdem ist natürliches Trinkwasser ein sehr wichtiges Gut. Ich habe keine Lust, Plastikflaschen mit Trinkwasser, das nach Weichmacher schmeckt, nach Hause zu schleppen. Deshalb will ich, dass beides getan wird. Die Emittenten müssen gezwungen werden, so wenig Schadstoffe wie möglich einzulassen, und die Kommunen müssen die besten Kläranlagen anschaffen, die der Stand der Technik bietet, auch wenn es ein wenig kostet.

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yvowald@freenet.de 26.03.2019, 10:34
13. Verursacherprinzip gilt

Hier muss das Verursacherprinzip gelten. Wer vergiftetes Abwasser in Kläranlagen einleitet, hat die Reinigungskosten zu tragen. Nicht wir Verbraucherinnen und Verbraucher, sondern die Verursacher.

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honey_d 26.03.2019, 10:36
14. Schon alleine das, was die Pille

seit Jahrzehnten ins Abwasser und dadurch mehr oder weniger in die Nahrungskette bringt: Ist doch klar, dass sich das nicht alles klären lässt. Braucht man dann erst aufwendige Studien, um festzustellen, dass unsere Fruchtbarkeit immer mehr sinkt?
Oder die ganzen Antidepressiva. "Theoretisch" gibt es dadurch irgendwann überhaupt keine Depressionen mehr, das Heil kommt sozusagen aus dem Wasserhahn. LOL.

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StefanGrau 26.03.2019, 10:36
15. Industriefonds, aha...

Ein Schelm wer Böses dabei denkt. Auf wen die Industrie diese Kosten wohl umlegen wird, natürlich mit einem gesunden Aufschlag?

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Afro-Mzungu 26.03.2019, 10:42
16.

Ich weiß überhaupt nicht, was es hier zu diskutieren gibt.
Die erforderliche Technik ist vorhanden, um die Wasserqualität zumindest spürbar zu verbessern. Also sollte man sie auch einsetzen und die vierte Stufe vorschreiben. Typisch deutsch, dass wir darüber seit Ewigkeiten nur diskutieren, es aber nicht umsetzen.
Natürlich kann man währenddessen, also zweigleisig, auch auf eine Verminderung der Zufuhr schädlicher Stoffe hinarbeiten - aber on top, nicht alternativ.
Und für die Heulsusen bzgl. Kosten für den Verbraucher: Wir sprechen hier von Mehrkosten von 5 bis 25 EUR(!) im Jahr(!). Also kriegt Euch ein.

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Björn L 26.03.2019, 10:45
17. Den Mehrpreis gewillt zu zahlen

Selbst wann die vierte Stufe nicht perfekt scheint, so ist es ein Anfang zur Reduzierung eines Problem was uns zusätzlich zu den üblichen Belastungen um die Ohren fliegen muß

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Byrne 26.03.2019, 10:46
18. Das ist naiv...

Zitat von The Restless
Werden schädliche Chemikalien bereits an der Quelle angegangen, so entstehen Kosten für die Industrie. Werden sie später aus dem Abwasser gefischt, so entstehen Kosten beim Verbraucher. Raten wir mal, welchen Zugang unsere Politik bevorzugt. Übrigens: Ein Standard-Waschmittel enthält zahllose Mikroplastik-Kapseln, die sich in die Wäsche einlagern und das Parfüm länger halten sollen. Millionen davon gelangen mit dem Spülwasser in den Abfluss. Für ein plastikfreies, umweltfreundliches Waschmittel bezahlt man mehr - warum eigentlich?
Wenn Sie die Kosten auf die Quelle, nämlich die Industrie umlegen, gibt die Industrie diese Kosten auch an die Verbraucher weiter, indem die Produktpreise steigen. Der Endverbraucher trägt die Kosten so oder so.

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Europa! 26.03.2019, 10:47
19. Zukunft

Ein typisches Beispiel für die Infrastruktur, die gebraucht wird. Hier können Tausende von Arbeitsplätzen entstehen, die dort abgebaut werden müssen, wo die Exportindustrie zunehmend scheitert. Die Schweiz ist ein Vorbild, das nachzuahmen sich lohnt. Und dafür, dass die Schweizer sich Mühe geben, den Rhein sauber zu halten, noch ein herzliches "Grüezi wohl" in die Eidgenossenschaft!

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