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Wasserversorger zum Nitrat-Urteil: "Eine Klatsche mit Ansage"
DPA

Nach dem Urteil des Europäischen Gerichtshofs gegen Deutschland wegen zu viel Nitrat im Trinkwasser warnen die Wasserversorger: Die Regeln sind noch immer nicht streng genug. Kritik werde noch immer nicht gehört.

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heutemalich 21.06.2018, 16:50
1. Trink-/Grunwasser nicht das einzige N-Problem

"Der Boden hat die Fähigkeit, Nitrat abzubauen. ". Das stimmt zwar, aber die Nachlieferung durch Gülle und Kunstdünger ist heute fast überall größer als die Abbau-Kapazität. Deutschland (und nicht nur das) ist heute fast überall überdüngt - die Grenzwerte sind sowieso viel zu hoch. Unsere Böden sind überdüngt, fast überall. Deshalb haben wir ein massives Problem mit unserer heimischen Lebenswelt. Die Mehrzahl unserer heimischen Pflanzen ist an Nährstoffarmut angepasst - diese ARten sind selten geworden oder vor dem Aussterben. Dies trifft auch die Insektenwelt, wie man zu bemerken beginnt. Schuld daran sind nicht nur Glyphosat, Neonicotinoide & co., sondern auch der Rückgang vieler Pflanzen als Nahrung für Insekten.
Den meisten Menschen ist dies aber alles egal. Und deshalb befassen wir uns fast nur noch mit der Flüchtlings-Problematik, und alles andere ist Nebensache. Die Natur sowieso.

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jogola 21.06.2018, 16:55
2. O tempora, o mores

Anfang der 8oer habe ich mich im Studium ein wenig mit dem Thema Biogas auseinandergesetzt. Damals sollte durch die Verwendung von Gülle in den Anlagen das Nitratproblem eigentlich gemindert werden. Heute wird dieses Problem durch die Biogarerzeugung verschärft. Irgendwas läuft da schief.

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Cohnooton 21.06.2018, 17:09
3. Das ist schlicht Unsinn.

"wegen zu viel Nitrat im Trinkwasser "

Das Nitrat wird in der Aufbereitung von Trinkwasser heraus gefällt. Das deutsche Trinkwasser ist einwandfrei, was man von den Köpfen von EU-Bürokraten mit ihren Richtlinien nicht sagen kann.

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syssifus 21.06.2018, 17:10
4. Dazu kommt,

dass Bauern aus dem grenznahen Raum z.B.Benelux ihre Gülle auf den Feldern deutscher Bauern ausbringen,natürlich gegen einen saftigen Obolus.In deren Ländern ist verboten,was unsere Qualitätspolitikern bisher verschlafen haben.Was Diäten und andere Leckerli anbelangt,sind die nicht so schläfrig.Bei den anderen umliegenden Ländern,jenseits der dt.Grenze, wird es nicht viel anders sein.

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hollah 21.06.2018, 17:10
5. Was heißt hier Nitrat?

Das Interview mit Herrn Specht läuft unter Anzeige. Anscheinend haben sie dafür bezahlt, Lügen zu verbreiten.Bei den Wasserversorgern ( Monopolisten ) läuft es rund. Ich bin der Meinung, dort wird gelogen bis sich die Balken biegen um immer mehr Profit zu erwirtschaften. Beim OOWV im Oldenburger Land , dort wo die höchste Viehdichte in Deutschland ist, holen sie Wasser mit der besten Qualität aus dem Untergrund und verseuchen mit ihren eigenen Kläranlagen die Böden und kleinen Flüsse mit Antibiotika, weil die vierte Reinigungsstufe aus Kostengründen nicht da ist. Die Abwässer der großen Krankenhäuser werden einfach schlecht gereinigt. Auch Lidl hat in dem angeblich mit Nitrat verseuchten Oldenburger Münsterland eines ihrer größten Wasserwerke in Europa. Und wer hat Schuld , immer der Bauer. Es ist ein Witz, wenn es nicht so traurig wäre.

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philspector 21.06.2018, 17:13
6. Danke, lieber Glyphosat-Schmidt

Die CSU beweist immer wieder aufs Neue, dass ihre Polit-Deppen in Berlin nix ausser Ärger machen. Über 4 Jahre hat Schmidt bewusst und allen Warnungen zum Trotz die Felder zugegüllt, auf teufel komm raus. EU-Abmahnungen hat man ignoriert. Und die Kanzlerin? Macht das, was sie am besten kann: nix. Und wer wird die dicke Rechnung zahlen, also nicht nur Cash an Brüssel, sondern auch die zusätzliche Reinigung des belasteten Wassers? Genau. Weiter so, wir schaffen das.

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EuphoricRx 21.06.2018, 17:21
7. Verursacherprinzip

Es bleibt mir schleierhaft warum die Kosten für die Wasseraufbereitung durch den Wasserpreis erbracht werden sollen und nicht durch die Verursacher. Denn schließlich wird ja nicht Zuviel gedüngt, weil es benötigt wird, sondern weil der „Mist“ irgendwie weg muss.

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taglöhner 21.06.2018, 17:27
8. Falsch

Es geht in dem Urteil nicht um Nitrat im Trinkwasser, sondern um Messwerte eines kleinen Prozentsatzes von Grundwasser-Messstellen vor 4 Jahren.
Das Trinkwasser ist nach wie vor nicht nur einwandfrei, sondern von hervorragender Qualität.

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Sensør 21.06.2018, 17:30
9. nicht optional

Die Regierung bezahlt eine niedrige Strafzahlung lächelnd aus ihrer rotschwarzen Null, die Bürger bezahlen mehr für ihr Trinkwasser, und den Politikern stört dies nicht weiter, weil sie genug Geld verienen - Geld von den Steuerzahlern. Wählen kann man so wie so niemand anderes ....

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