Forum: Wissenschaft
Welt-Klimagipfel in Bonn: Wie die USA die Chinesen austricksen wollen
REUTERS

Die USA steigt aus dem Klimavertrag aus, jetzt greift China nach der Hauptrolle - und droht, in eine Falle zu tappen. Was sonst auf der Uno-Klimatagung geschieht: die wichtigsten Themen im Überblick.

Seite 1 von 3
svizzero 06.11.2017, 10:32
1. Was für eine wunderbare Welt

Es gibt 194 Staaten weltweit. Und 25'000 Vertreter reisen an. Das sind im Schnitt 128 Personen pro Land! Dazu kommen rund 1'000 Journalisten und Tausende Aktivisten von NGO's. All diese Leute reisen natürlich mit dem Fahrrad, dem ÖV oder mit E-Mobilen an. Sie werden in einfachsten Unterkünften hausen, die Tücher im Badezimmer nie auf den Boden schmeissen, nur Gerichte aus lokalen Bioprodukten geniessen, möglichst wenig Strom verbrauchen, dicke Pullover, lange Unterhosen und warme Schuhe tragen, damit die Heizung aufs Minimum gestellt werden kann. Mal ehrlich: Eine grössere Klimaverschmutzung in so kurzer Zeit kann wohl niemand verursachen wie diese Klimaschützer!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Ein_denkender_Querulant 06.11.2017, 11:10
2.

Zitat von svizzero
Es gibt 194 Staaten weltweit. Und 25'000 Vertreter reisen an. .... Mal ehrlich: Eine grössere Klimaverschmutzung in so kurzer Zeit kann wohl niemand verursachen wie diese Klimaschützer!
Jeden Tag fliegen 50.000 Menschen nach Mallorca, es sind 15 Millionen im Jahr. Das ist ein winziges touristisches Ziel und ein Tag im Jahr. Und sie regen sich über einen der wichtigsten Kongresse in der Welt auf, in dem es um fundamentale Regel für eine stabile zukünftige Zeit geht.

Hoffentlich reichen die letzten Zeichen, denke ich an die aktuelle Hurrican Saison, um Trump zum Nachdenken zu veranlassen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
aha23 06.11.2017, 11:24
3. @svizzero: Populismus trifft Halbwissen

1. Es gibt jeden Tag über 100.000 Flüge. Während der Klimakonferenz wird es also über 1.500.000 Flüge geben. Wenn wir davon ausgehen, dass die Konferenzteilnehmer zwischendurch nicht umherfliegen, wird es maximal 50.000 Flüge wegen der Konferenz geben. Einige Tausend werden gar nicht fliegen oder geflogen sein. Die Konferenzteilnehmer sind also für ca. 2% des Flugaufkommens verantwortlich. Das ist zweifellos sehr viel! Aber wie viele der übrigen 98% der Flüge sind wirklich notwendig? Und wieviele Flüge haben das Ziel, Menschen zusammen zu bringen, die unserem Planeten helfen wollen?
2. Die gesamte Konferenz wird klimaneutral veranstaltet und die entstandenen Treibhausemissionen werden kompensiert. Wer von den anderen über eine Million Fliegern macht das?

Es ist davon auszugehen, dass es zeitgleich mindestens ebenso viele Flüge von wichtigen Businessmenschen gibt, die dann "Geschäfte" abschließen, die dem Klima und der Natur schaden.
Wo bleibt ihr alltäglicher Aufschrei gegen diese Praxis?

Beitrag melden Antworten / Zitieren
wolle0601 06.11.2017, 11:37
4. Was hat das mit Austricksen zu tun?

Ich kann verstehen, dass bestimmte Staaten gerne dauerhaft auf dem Entwicklingsland-Ticket (=Opferstatus) reisen möchten. Wozu auch das Erbsünde-des-Westens-Narrativ gehört. Bei mir zieht die Nummer aber nicht. Die derzeitige Entwicklung und speziell das Bevölkerungswachstum in diesen Entwicklungsländern basiert ganz wesentlich auf Technologien, die letztlich durch die Nutzung fossiler Energie möglich gemacht wurden. Insofern würde ich sowieso eine Gegenleistung erwarten, zum Beispiel im Bereich Geburtenraten. Das sehe ich im übrigen auch als ein grünes Thema erster Güte. Allerdings auch klar, dass es ideologisch bedingt nicht angefaßt wird.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
pragmat 06.11.2017, 11:42
5. Klimavertrag

Der Klimavertrag hat 3 Baustellen.
Erstens erhalten nur Entwicklungsländer Geld aus dem riesigen Klimafonds, der 2019 auf 100 Milliarden Dollar anwachsen soll.

Zweitens basiert sich die Einteilung auf die CO2-Emissionen aus dem Jahr 1990! Jawohl 1990!

Drittens sind die Geldleistungen sowohl aktive Beiträge zur Verhinderung von CO2-Emissionen als auch Schadensersatz für behauptete Schäden durch den behaupteten Klimawandel.

Damit sind der Mauschelei und dem Betrug Tür und Tor geöffnet. Die USA haben die Konsequenzen daraus gezogen und werden kein Geld mehr an den Fonds überweisen, da unter anderem China und Inden auf Grund der Definitionen von 1990 den Löwenanteil aus dem Klimafonds erhalten und gleichzeitig die schlimmsten CO2-Ganoven sind.

So nebenbei erhalten auch die Länder, die Regenwälder abholzen und Bio-Masse (Bäume) verbrennen, ohne neue zu pflanzen, diese Gelder. Dass sie damit die CO2-Verbraucher (Photosynthese) ruinieren und damit den CO2-Gehalt in der Erdatmosphäre erhöhen, ist kein Thema.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Palmstroem 06.11.2017, 11:42
6.

Zitat von Ein_denkender_Querulant
Jeden Tag fliegen 50.000 Menschen nach Mallorca, es sind 15 Millionen im Jahr. Das ist ein winziges touristisches Ziel und ein Tag im Jahr. Und sie regen sich über einen der wichtigsten Kongresse in der Welt auf, in dem es um fundamentale Regel für eine stabile zukünftige Zeit geht.
Genau ist das Problem. Alle wollen das "Klima" retten. Nur machen sollen es die andern. Ohne Verzicht sind die Klimaziele aber nicht zu erreichen.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
pragmat 06.11.2017, 11:47
7. Klimavertrag

Der Klimavertrag hat 3 Baustellen.
Erstens erhalten nur Entwicklungsländer Geld aus dem riesigen Klimafonds, der 2019 auf 100 Milliarden Dollar anwachsen soll.

Zweitens basiert sich die Einteilung auf die CO2-Emissionen aus dem Jahr 1990! Jawohl 1990!

Drittens sind die Geldleistungen sowohl aktive Beiträge zur Verhinderung von CO2-Emissionen als auch Schadensersatz für behauptete Schäden durch den behaupteten Klimawandel. Der behauptete Klimawandel ist der Teil, der auf der menschenverursachenden CO2-Emission beruht.
Der andere Teil sind der natürliche Klimawandel, der uns das Karbon-Zeitalter und die Eiszeit beschert hat, sowie die Erderwärmung, die unter anderem durch den erhöhten Wasserdampf der Kühltürme von Atomkraftwerken in der Erdatmosphäre verursacht wird.

Damit sind der Mauschelei und dem Betrug Tür und Tor geöffnet. Die USA haben die Konsequenzen daraus gezogen und werden kein Geld mehr an den Fonds überweisen, da unter anderem China und Inden auf Grund der Definitionen von 1990 den Löwenanteil aus dem Klimafonds erhalten und gleichzeitig die schlimmsten CO2-Ganoven sind.

So nebenbei erhalten auch die Länder, die Regenwälder abholzen und Bio-Masse (Bäume) verbrennen, ohne neue zu pflanzen, diese Gelder. Dass sie damit die CO2-Verbraucher (Photosynthese) ruinieren und damit den CO2-Gehalt in der Erdatmosphäre erhöhen, ist kein Thema.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
pragmat 06.11.2017, 11:48
8. Klimavertrag

Der Klimavertrag hat 3 Baustellen.
Erstens erhalten nur Entwicklungsländer Geld aus dem riesigen Klimafonds, der 2019 auf 100 Milliarden Dollar anwachsen soll.

Zweitens basiert sich die Einteilung auf die CO2-Emissionen aus dem Jahr 1990! Jawohl 1990!

Drittens sind die Geldleistungen sowohl aktive Beiträge zur Verhinderung von CO2-Emissionen als auch Schadensersatz für behauptete Schäden durch den behaupteten Klimawandel. Der behauptete Klimawandel ist der Teil, der auf der menschenverursachten CO2-Emission beruht.
Der andere Teil sind der natürliche Klimawandel, der uns das Karbon-Zeitalter und die Eiszeit beschert hat, sowie die Erderwärmung, die unter anderem durch den erhöhten Wasserdampf der Kühltürme von Atomkraftwerken in der Erdatmosphäre verursacht wird.

Damit sind der Mauschelei und dem Betrug Tür und Tor geöffnet. Die USA haben die Konsequenzen daraus gezogen und werden kein Geld mehr an den Fonds überweisen, da unter anderem China und Inden auf Grund der Definitionen von 1990 den Löwenanteil aus dem Klimafonds erhalten und gleichzeitig die schlimmsten CO2-Ganoven sind.

So nebenbei erhalten auch die Länder, die Regenwälder abholzen und Bio-Masse (Bäume) verbrennen, ohne neue zu pflanzen, diese Gelder. Dass sie damit die CO2-Verbraucher (Photosynthese) ruinieren und damit den CO2-Gehalt in der Erdatmosphäre erhöhen, ist kein Thema.

Beitrag melden Antworten / Zitieren
rkinfo 06.11.2017, 12:06
9. 'Clean Coal' plus regenerative Kraftstoffe

Es war schon vor 1,5 Jahrzehnten klar, dass nur die CCS-Abscheidetechnik und regenerative Kraftstoffe signifikant die CO2-Belastungen der Atmosphäre mindern können.
Heute kann Deutschland .B. nicht Kohlekraftwerke ohne CCS abschalten, weil es keine Neues mit dieser Technik gibt. Während Brasilien schon seit 2 Jahrzehnten E25 / E85 verfährt verheizen wir in Deutschland pure fossile Kraftstoffe im Verkehr - unglaublich dämlich und rückständig! Dazu kommt, dass der größte Ethanolhersteller USA aus noch Handelsdefizit mit uns hat und händeringend Absatz benötigt - eigentlich typ. Win - Win!
Da der IPCC schon 2005 vor eine Verschleppung der Klimaziele von min. 2 Jahrzehnten gewarnt hat, wenn nicht CCS und Biosprit zur Anwendung kommen fehlt mir auch jedes Verständnis für die heutigen Politiker. Bonn wird bald zeigen, dass wir einfach zu doof zum echten Kliamschutz sind!

Beitrag melden Antworten / Zitieren
Seite 1 von 3